Kapitel 2- Forschungsmethoden der Psychologie Public

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2.1. Der psychologische Forschungsprozess -Beobachterabhängige Urteilsverzerrung und operationale Definitionen -Experimentelle Methoden: Alternativerklärungen und die Notwendigkeit von Kontrollbedingungen -Korrelationsmethoden

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Der Psychologische Forschungsprozess 2.1. erfolgt in mehreren aufeinanderfolgenden Schritten 1. Erste Beobachtungen (Fragestellung) 2. Bildung der Hypothese 3. Experiment entwerfen und durchführen 4. Die daraus erhobenen Daten analysieren und Schlussfolgerungen ziehen 5. Ergebnisse publizieren 6. Auf offene Fragen des Ergebnisses hinweisen 7. Offene Fragen in Angriff nehmen   Genauere Beschreibung der Schritte: 1. Theorie entwickeln Was ist eine Theorie? Eine geordnete Menge von Aussagen und Begriffen, welche ein Ereignis erklärt. Woraus entsteht eine neue Theorie? Aus Beobachtungen die zu einer neuen Fragestellung führen. Beobachtungen: a) direkten Beobachtungen von Ereignissen von Individuen in der Umwelt und  b) ungelösten Fragen traditionellen Forschungsgegenstände Fragestellung: Aufgrund einer neuen Idee oder Sichtweise auf ein Phänomen  Was ist das Ziel der Theorie: Bekannte Fakten erklären und eine Hypothese bilden Auf welcher Grundlage wird die Theorie erklärt? Auf Grundlage des Determinismus. Bedeutet a) Alle Ereignisse, gleich welcher Natur, sind Ereignisse, welche von speziellen Kausalfaktoren abhängen und auf das Individuum oder dessen Umfeld begrenzt sind. b) Verhalten und mentale Prozesse folgen regelmäßigen Mustern und Zusammenhängen   2.Hypothese bilden Was ist eine Hypothese? Eine vorläufige und Überprüfbare Aussage über den Zusammenhang von Ereignissen. Wann und Wie werden diese gebildet? Wenn bestimmte Ereignisse aufgrund spezifischer Bedingungen erwartet werden.  Als Wenn-Dann Aussagen gebildet wenn Ursache-Folgen-Zusammenhang erwartet wird.    3.Überprüfung der Hypothese durch wissenschaftliche Methoden(Experiment) Was sind wissenschaftliche Methoden? Eine Sammlung von Vorgehensweisen um Fehlerquellen bei der Gewinnung der Daten zu minimieren und verlässliche Schlussfolgerungen ziehen zu können. Was ist das ZIel der wissenschaftlichen Methoden? Schlussfolgerungen der Ergebnisse mit großer Objektivität ziehen. Wann sind Schlussfolgerungen objektiv? Wenn sie frei von persönlichen Emotionen und der Voreingenommenheit des Versuchsleiters sind. Was gefährdet die Objektivität? Die Objektivität ist durch die beobachterabhängige Urteilsverzerrung gefährdet weil das gleiche Ereignis von Beobachtern unterschiedlich gesehen wird.  Die Observer dias ist ein Fehler, der durch persönliche Erwartungen und Motive entsteht.    Ein gutes Beispiel für beobachterabhängige Urteilsverzerrung lieferte die Rede von Hugo Münsterberg Anfang des 20ten Jahrhunderts zum Thema Frieden. Jeder Journalist beschrieb im Nachhinein eine andere Perspektive und ein anderes Ereignis. Aus der Forchung von Knoblauch et al., 2007 ging heraus, dass Erwartungen verschiedener Betrachter zu verschiedenen Schlussfolgerungen führten und die Voreingenommenheit dieser (Erwartungshaltung) zur Urteilsverzerrung wurde weil diese als Filter fungieren, welche manche Ereignisse als relevant, irrelevant oder sogar dazu führen, dass manche ignoriert werden. Tatsache ist jeder Forscher/in bringt unterschiedliche Vorerfahrungen in die Beobachtungen ein, die den Glauben an eine bestimmte Theorie enthalten.   Um diesen Fehlerquellen entgegen zu wirken gibt es Gegenmaßnahmen.  Standardisierung & Operationale Definitionen   Die Standardisierung ist ein einheitliches und konsistentes Verfahren, dass bei der datengewinnung im Forschungsprozess benutzt wird. Alle Merkmale des Tests müssen gleich sein um gleiche Bedingungen für alle Probanden zu schaffen. z.Bsp.: Im Interview werden gleiche Fragen gestellt & gleichzeitig werden die Antworten nach vorgeschriebenen Regeln ausgewertet.
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