01. Welche Voraussetzungen fordert das Nieders. Fischereigesetz für die staatliche Anerkennung von Angel-/Fischereivereinen?
Gemeinnützigkeit, Rechtsfähigkeit und Vereinssitz in Niedersachsen, ausgebildete Gewässerwarte, mindestens 30 Mitglieder, abgelegte Fischerprüfung der Mitglieder
Gemeinnützigkeit, Wohnort der Mitglieder in Niedersachsen, mind. 30 Mitglieder, Besitz von eigenen Fischgewässern
Rechtsfähigkeit des Vereins (e.V.), mind. 50 Mitglieder, staatl. anerkannte Fischereiaufseher, Besitz von eigenen Fischgewässern
Wie ist das Fischereirecht in der Bundesrepublik Deutschland geregelt?
Durch Landesrecht
Durch Bundesrecht
Durch EG-Richtlinie
Welches Recht ergibt sich aus dem Fischereirecht?
Das Recht Fische zu hegen, zu fangen und sich anzueignen
Das Recht, alle Fische zu fangen
Das Recht, mit Netzen überall zu fischen
Welche Aufgaben regelt das Fischereirecht?
Die Pflicht der Fischbestandshege und das Recht des Fischfanges
Nur den Fischfang auszuüben
Nur mit Netzen zu fischen
Darf ein Jugendlicher unter 14 Jahren eine Fischereierlaubnis erhalten?
Er kann die Erlaubnis durch seinen zuständigen Verein ohne Einschränkung erhalten
Ja, zur Vorbereitung auf die Fischerprüfung unter Aufsicht einer geeigneten Person
Er kann die Erlaubnis auf Antrag bei seinem zuständigen Gemeinde- oder Stadtamt erhalten
Wer stellt einen Fischereierlaubnisschein aus?
Das Ordnungsamt der Gemeinde oder Stadt
Die Fischereibehörde des Landkreises
Der Fischereiberechtigte z.B. der Fischereiverein
Wer ist berechtigt, in Niedersachsen die nach dem Fischereigesetz vorgeschriebene Fischerprüfung abzunehmen?
Die beiden anerkannten Landesfischereiverbände
Die untere Fischereibehörde
Die anerkannten Sportfischervereine
Durch welches Gesetz bzw. Verordnung ist das Töten von Fischen geregelt?
Durch das Tierschutzgesetz bzw. die Tierschutz- Schlachtverordnung
Durch das Nieders. Fischereigesetz
Durch das Naturschutzgesetz
Welche Ausweise hat ein Angler in Niedersachsen bei Ausübung der Fischerei mit sich zu führen?
Den Fischereierlaubnisschein in Verbindung mit dem Personalausweis oder Fischereischein
Den Personalausweis mit Lichtbild
Das polizeiliche Führungszeugnis
Wer stellt in Niedersachsen den Fischereischein aus?
Der Landkreis
Das Ordnungsamt der Gemeinde oder der Stadt
Der Landesfischereiverband
Was benötigt man zum Erhalt eines Fischereischeins?
Bescheinigung der Naturschutzbehörde
Den Fischereischein erhält jeder
Ein Fischerprüfungszeugnis
Ist in Niedersachsen der Fischereischein erforderlich?
Nein, für kein Fischgewässer
Ja, für alle Fischgewässer
Ja, nur für die Fischerei in Küstengewässern
Für welchen Zeitraum wird in Niedersachsen der Fischereischein ausgestellt?
5 Jahre
Auf Lebenszeit
3 Jahre
Gilt der Fischerprüfungsausweis auch als Erlaubnisschein zum Angeln in unseren Pachtgewässern?
Ja
Nein
Nur, wenn der Inhaber volljährig ist
Werden in Niedersachsen an die Ausgabe des Fischereischeines Voraussetzungen geknüpft?
Ja, Mitgliedschaft in einem Fischereiverein
Ja, Vollendung des 14. Lebensjahres und abgelegte Fischerprüfung
Was versteht man unter dem Begriff „Uferbetretungsrecht“?
Das betreten von nicht eingefriedeten Grundstücken in dem zur Ausübung der Fischerei erforderlichen Umfang
Das Betreten von fest eingefriedeten Grund-stücken zum Angeln
Das Recht, jedes Grundstück zu betreten, wenn man einen Fischereischein besitzt
Sind einfach eingezäunte Viehweiden als eingefriedete Grundstücke anzusehen?
Nur, wenn Vieh darauf weidet
Ja, denn es besteht ja auf jeden Fall ein Zaun
Welche Grundstücke dürfen bei der Ausübung der Fischerei nicht betreten werden?
Dauernd eingefriedete Haus- und Hofgrundstücke, Forst- und Feldkulturen
Viehweiden mit einfachen Stacheldraht oder Elektrozaun
Nur Streckenabschnitte innerhalb von Landschaftsschutzgebieten
Was versteht man unter Fischnacheile?
Die Verfolgung aufwärts ziehender Fische
Den Fischfang auf überfluteten Grundstücken, solange die Verbindung mit dem Fluss besteht
Das Beobachten der ausgesetzten Fische durch Taucher
Kann eine Gemeinde verbieten, bestimmte Grundstücke oder Anlagen in Ausübung des Fischereirechtes zu betreten oder zu befahren?
Nein, denn sie muss mindestens die Zustimmung des Fischereiberechtigten oder des Pächters besitzen
Ja, soweit es zum Schutz oder zur Abwehr von Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung erforderlich ist
Nein, weil die gesetzliche Grundlage fehlt
Welche Maßnahmen sind bei einer Gewässerverunreinigung besonders wichtig?
Polizei benachrichtigen, Beweise sichern und Vereinsvorstand benachrichtigen
Eine sofortige Unterrichtung der Presse
Nichts unternehmen, man kann sowieso nichts machen
Die Aufklärung von Gewässerverunreinigungen ist sehr wichtig. Welche Vorgehensweise ist für die Durchsetzung von Entschädigungsforderungen wichtig?
Der zuständigen Ordnungsbehörde Bericht erstatten
Schadensanzeige bei der zuständigen Polizeidienststelle, Sicherung der Beweise, Ermittlung des Schadens
Nach Fischsterben kann kein Schaden ermittelt werden
Wie werden Gewässerverunreinigungen oder sonstige nachteilige Veränderungen seiner Eigenschaften rechtlich gewertet?
Als Straftat nach dem Strafgesetzbuch
Gewässerverunreinigungen sind grundsätzlich keine Straftat
Als Verstoß gegen das Reinheitsgesetz
Welche Fakten sind bei Fischsterben neben der Entnahme von Gewässerproben und toten Fischen zusätzlich wichtig?
Die Bekanntmachung in der örtlichen Presse
Die Anfertigung einer Skizze über die Entnahmeorte von Gewässerproben und das Auffinden toter Fische
Die Unterrichtung der Vereinsmitglieder
Warum gibt es Gesetze zur Reinhaltung der Gewässer?
Zum Schutz der Gewässer vor unerlaubten Einleitungen
Zur Regelung der Anfütterung für die Fische
Zur Eingrenzung des Bootsverkehrs
Darf ein Vereinsgewässerwart aus dem Gewässer des Nachbarvereins ohne Erlaubnis Fische zur Untersuchung entnehmen?
Nein, denn er benötigt hierzu die Fischereierlaubnis des Nachbarvereins
Ja, denn er muss auch im Nachbargewässer über die Fischbestände informiert sein
Er darf das, soweit es der Nachbarverein stillschweigend duldet
Darf die Polizei Angelgerät eines Anglers, der ohne Erlaubnis fischt, beschlagnahmen (einziehen)?
Nur nach Rücksprache mit dem Angelverein
Welche der aufgeführten Maßnahmen zur Bestandsregulierung muss behördlich genehmigt werden?
Elektrofischerei
Netzfischerei
Das Fischen mit Reusen
Was sind gesetzlich verbotene Fangmethoden?
Der Einsatz von Giften und Sprengmitteln
Das Fischen mit Netzen
Das Fischen mit künstlichen Ködern
Darf ich an einem Fischgewässer, an dem ich nicht berechtigt bin zu angeln, gebrauchsfertiges Angelgerät mit mir führen?
Nur beim Fliegenfischen
Wer ist berechtigt, Fischereiaufseher amtlich zu verpflichten?
Nur der Landkreis
Das Ordnungsamt der Gemeinde oder Stadt auf Vorschlag des Fischereiberechtigten oder des Fischereipächters
Die Fischereivereine können es selbstständig regeln
Warum ist die Verpflichtung von Fischereiaufsehern so wichtig?
Die Einhaltung der Bestimmungen über den Fischfang ist zu überwachen
Die Anzahl und die Art der gefangenen Fische müssen ermittelt werden
Über die Kontrolle der Ausweispapiere können so schlechte Beitragszahler festgestellt werden
Wie hat sich der Angler einem sich ausweisenden Fischereiaufseher gegenüber zu verhalten?
Auf Verlangen die erforderlichen Ausweispapiere zeigen
Der Fischereiaufseher hat keine Rechtsgrundlage, daher gibt es ihm gegenüber auch keine Verpflichtungen
Ihn nicht beachten, notfalls auffordern den Angelplatz zu verlassen
Welche gesetzlichen Vorschriften gelten für die Fischerei auf deutschen Angelkuttern?
Keine
Das deutsche Tierschutzrecht
Das deutsche Naturschutzgesetz
Was sind Küstengewässer?
Die gesamte Nord- und Ostsee
Die Gebiete innerhalb der 12-Meilen-Zone von Nord- und Ostsee, einschließlich aller Meeres-buchten und aller Flüsse bis zu festgelegten Stellen
Alle Gewässerteile innerhalb der Zehn-Meilen-Zone von Nord- und Ostsee
Welcher Grundsatz sollte für den Umgang mit Fischen gelten?
Keinem Fisch sollten ohne vernünftigen Grund Stress und/oder Leiden zugefügt werden
Zur Schonung der Fische sollten diese nach Anlandung grundsätzlich nur mit trockenem Tuch angefasst werden
Da Fische keine Schmerzen empfinden können, gilt das Tierschutzgesetz nicht für Fische
Was versteht man unter Hegepflicht?
Der Fischereiberechtigte ist verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, die die Pflege und Erhaltung der Fischbestände und Gewässer gewährleisten
Kranke Fische so lange in Netzgehegen zu halten, bis sie wieder gesund sind
Verpflichtung zur Gewässerunterhaltung und Räumung von Fischgewässern
Wer ist für die Hege und Pflege an einem Gewässer verantwortlich?
Der Fischereiberechtigte bzw. der Pächter
Der Inhaber des Erlaubnisscheines
Kann ein Landkreis oder kann eine kreisfreie Stadt den Fischereiberechtigten Auflagen erteilen, bestimmte Mengen Satzfische einzubringen, und können beide die Anzahl der Erlaubnisscheine zum Fischfang begrenzen?
Nur mit Einwilligung des Fischereiberechtigten
Kann ein Landkreis oder kann die kreisfreie Stadt die Ausgabe von Erlaubnisscheinen für ein Gewässer begrenzen?
Ja, zur Erhaltung eines angemessenen Fischbestandes
Nur mit Zustimmung des Fischereiausübungsberechtigten
Nur, wenn es sich um stehende Gewässer handelt
Nach welchen grundsätzlichen Dingen muss ich mich erkundigen, wenn ich ein fremdes Gewässer befischen will?
Nach den Vorschriften des Fischfanges für dieses Gewässer, z.B. Mindestmaße, Schonzeiten, Fangbegrenzungen
Nach Möglichkeiten, Fische zu hältern
Welche Rekordfänge hier in den letzten Jahren erzielt worden sind
Ist ein Erlaubnisscheininhaber berechtigt, selbstständig Besatzmaßnahmen durch-zuführen?
Nein, dies steht nur dem Fischereiberechtigten zu
Ja, denn diese Besatzmaßnahme geht ja nicht zu Lasten der Vereinsmitglieder
Grundsätzlich ja, es sei denn, es handelt sich nicht um einheimische Fische
Kann ein Fischereiverein verlangen, dass an seinen Gewässern außer den gesetzlich vorgeschriebenen Ausweisen noch andere mitgeführt werden müssen?
Ja, z.B. Sportfischerpass des DAFV
Nur, wenn er sich die Erlaubnis dazu besorgt
Welche Behörde überwacht die Einhaltung der Hegepflicht?
Der zuständige Landkreis
Die Wasserschifffahrtsdirektion
Die Jahreshauptversammlung des jeweiligen Fischereivereins
Welche der genannten Tierarten dürfen durch berechtigte Personen gefangen werden?
Eisvögel
Biber
Bisam
Regelt das Fischereirecht auch die Jagd auf fischfressende Vögel?
Nur für Kormorane
Wo sind die gesetzlichen Schonzeiten und Mindestmaße für Niedersachsen geregelt?
In der Binnenfischereiordnung
Verordnungen der Landkreise und der kreisfreien Städte
Veröffentlichungen in den Tageszeitungen
Ist der Fischfang in Fischwegen (-treppen) erlaubt?
Ja, weil die Fangmöglichkeiten da besonders gut sind
Nein, er ist da verboten
Ja, nur am untersten Ende einer Fischtreppe
Dürfen Fische aus Zier- und Gartenteichen in ein offenes Gewässer ausgesetzt werden?
Ja, um den Fischbestand zu erhöhen
Nur, wenn es sich um Fische handelt, die aus dem offenen Gewässer stammen
Müssen Aalkörbe / Reusen in Niedersachsen namentlich gekennzeichnet werden?
Nur in Ausnahmefällen
Darf ein Fischereiverein gesetzliche Schonmaße und Schonzeiten verändern?
Er darf Schonzeiten verlängern und Schonmaße heraufsetzen
Er darf Schonmaße verkürzen und Schonmaße herabsetzen
Welche Vorschrift regelt in Niedersachsen den Umgang mit untermaßigen oder während der Schonzeit gefangenen Fischen?
Das Naturschutzgesetz und seine Verordnungen
Das Fischereigesetz und seine Binnenfischereiverordnung
Das Bürgerliche Gesetzbuch
Wie töte ich einen Fisch tierschutzgerecht?
Fisch betäuben, durch Herzstich töten, Haken lösen
Ihn durch Herzstich abstechen; sollte er sich dann noch bewegen, betäuben
Haken lösen und abwarten bis er sich nicht mehr bewegt
Für welche der hier aufgeführten Fischarten trifft u.a. in Niedersachsen die Artenschonzeit zu?
Äsche, Bachforelle, Hecht, Meerforelle
Brassen, Rotauge, Rotfeder
Aal, Karpfen, Schleie
Welche der hier aufgeführten Fischarten sind in Niedersachsen ganzjährig geschützt?
Rotauge, Rotfeder, Gründling
Bitterling, Elritze, Steinbeißer, Schlammpeitzger, Mühlkoppe
Aal, Karpfen, Zander
Wie misst man die Länge eines Fisches?
Von der Maulspitze bis zum Schwanzende
Vom Kiemendeckel bis zur Schwanzspitze
Von der Maulspitze bis zum Schwanzanfang
Welche der hier aufgeführten Fische dürfen in Niedersachsen nicht gefangen werden, außer sie sind eingesetzt worden?
Hechte, Zander, Barsche
Lachse, Meerforellen, Nasen, Rapfen, Störe
Kaulbarsche, Schleien, Aale
Wie ist der gefangene, untermaßige Fisch zu behandeln?
Er ist nach den Bestimmungen des Tierschutzgesetzes zu töten
Er ist mit nach Hause zu nehmen
Er ist schonend zurückzusetzen
Welche Bedeutung kommt dem Schutz der Fischlaichplätze, des Fischlaiches, der Fischbrut und den Fischnährtieren zu?
Dieser Schutz ist lebensnotwendig für den Fortbestand unserer Fischarten
Er hat keine besondere Bedeutung, denn gerade Fischbrut und Fischnährtiere kommen in ungeheuren Mengen vor
Er hat nur Bedeutung für die Forellen- und Äschenregion
Darf ein Fischereiverein bei der übermäßigen Entwicklung von Unterwasserpflanzen zur Bekämpfung Pflanzen fressende Fische (Grasfische) aussetzen?
Ja, nur in einem geschlossenen Gewässer
Nein, nur mit behördlicher Genehmigung
Nur mit Genehmigung des zuständigen Gewässerwartes