| Frage | Antworten |
| Funktionen der Sozialpolitik | 1. Kompensation 2. Konstitution 3. Prävention 4. Kontrollfunktion |
| Funktionen der Sozialpolitik Kompensation | Kompensation von Ausfall oder Schaden, der zum Erhalt der Existenzgrundlage beigetragen hat. Somit auch Schutzfunktion. |
| Konstitutionsfunktion | Schaffen von Voraussetzungen für die Durchsetzung von abhängiger Erwerbsarbeit. Befreiung von der Erwerbsarbeit |
| Präventionsfunktion | Vermeidung von Risiken und damit Sicherstellung der Produktionsfähigkeit |
| Kontrollfunktion | Befriedung (Pazifizierung) der Gesellschaft, Vermeidung von Klassenkämpfen Begrenzung von sozialer Ungleichheiten/Ungerechtigkeiten |
| Public Health Action Cycle | 1. Assessment (Problemdefinition) 2. Policy development ( Policy formulation, Politik-bzw. Strategieformulierung) 3. Assurance/Implementation (Umsetzung) 4. Evaluation (Bewertung) |
| Grundnormen der Sozialpolitik | 1. Solidarität 2. Subsidiarität 3. Eigenverantwortung 4. Selbstverwaltung 5. Ordnungskonformität |
| Grundnormen der Sozialpolitik 1. Solidarität | Wechselseitige Verbundenheit zwischen einzelnen und bestimmten sozialen Gruppen z.B: Beitrag und Leistung der GKV |
| Grundnormen der Sozialpolitik 2. Subsidarität | Selbsthilfe (Familie, Vermögen, Eigenverantwortung) vor Fremdhilfe (Staat, Gemeinschaft) |
| Grundnormen der Sozialpolitik 3. Eigenverantwortung | Freiheit und Selbstverantwortung des Einzelnen möglichst wenig beschneiden |
| Grundnormen der Sozialpolitik 4. Selbstverwaltung | selbstverantwortliche, dezentralisierte Erfüllung der Aufgaben im Bereich der sozialen Sicherung -> Staat überträgt die Aufgaben in die Selbstverwaltung |
| Grundnormen der Sozialpolitik 5. Ordnungskonformität | Die Teilordnungen einer Gesellschaft - speziell die Staatsordnung sowie die Wirtschafts- und Sozialordnung - stehen in einem unauflösbarem Zusammenhang Die Mittel der Sozialpolitik müssen an die herrschende Wirtschaftsordnung angepasst werden |
| Risiko und andere Begriffe 1. Gefahr 2. Exposition 3. Wahrscheinlichkeit | Gefahr = Ereignis mit möglicher negativer Folge Exposition = Wahrsch. dem Ereignis ausgesetzt zu sein Wahrscheinlichkeit = Bernoulli/Laplace |
| Risiko und andere Begriffe 4. Risiko 5. Wagnis 6. Erwartungswert | Risiko = Wahrscheinlichkeit das Exposition eintrifft Wagnis = Eingehen eines Risikos Erwartungswert = Eintrittswahrscheinlichkeit x Nutzenhöhe |
| Instrumente der soziale Sicherung | Versicherung Versorgung Fürsorge |
| Versicherung | Anspruch: Erwerbsarbeit u. daran gekoppelte Beitragseistung Leistungsumfang: Lohnersatz / Sach- u. Dienstleistung Beispiel: GKV, Renten- u. Arbeitslosenversicherung |
| Versorgung | Anspruch: Dienst für die Gesellschaft Leistungsumfang: Lohnersatz / Sach- u. Dienstleistung Beispiel: Kriegsopferversorgung BAföG (Mischform mit Fürsorge) |
| Fürsorge | Anspruch: Bedürftigkeit Leistungsumfang: Einzelfall bezogene Hilfen mit Leistungspauschalen Beispiel: Grundsicherung, Sozial- u. Jugendhilfe, Asylbewerberleistung BAföG (Mischform mit Versorgung) |
| Dilemma des Steuerstaates | Koppelung an die Dynamik der Volkswirtschaft Dilemma der Sozialpolitik: Schrumpfende Wirtschaft erforderte höhere Ausgaben/Leistungen, zugleich schrumpfen aber die Einnahmen |
| Organisationsprinzipien | 1. Art der Leistung 2. Ausgestaltung der Leistung 3. Art der Finanzierung 4. Verfahren der Finanzierung 5. Verpflichtung 6. Verrechtlichung 7. Auslösung von Leistungsansprüchen 8. Umverteilung |
| Organisationsprinzipien 1. Art der Leistung | 1. Geldleistung 2. Sachleistung -> Sachleistung i. e. S. -> Dienstleistung |
| Organisationsprinzipien 2. Ausgestaltung der Leistung | Bedarfsorientiert oder Beitragsorientiert Konstand oder diskretionär (Zeit zu Zeit) angepasst Dynamisch |
| Organisationsprinzipien 3. Art der Finanzierung | - Beiträge der Versicherten - Beiträge der Arbeitgeber - Finanzierung aus allgemeinen Haushaltsmitteln |
| Organisationsprinzipien 4. Verfahren der Finanzierung | Kapitaldeckung(sverfahen) Umlage(verfahren) Mackenroth-These = Generationenvertrag |
| Organisatinosprinzipien 5. Verpflichtung | Freiwillige Versicherung vs. Pflichtversicherung |
| Organisatinosprinzipien 6. Verrechtlichung | s |
| Organisatinosprinzipien 7. Auslösung von Leistungsansprüchen | 1. Kausalität = Ursache 2. Finalität = Ziel |
| Organisatinosprinzipien 8. Umverteilung | Äquivalenzprinzip= Höhe der Leistung richtet sich nach den geleisteten Beiträgen oder die Prämie nach dem Risiko Solidarprinzip = Leistung nach Bedarf, Beitrag nach Leistungsfähigkeit |
| Versicheurngstypen | Mehrgliedrig/Wettbewerb (mehrer Versicherungen/arten) vs. Eingliedrig/Monopol (eine Gesamtversicherung) |
| Subsidiaritätsprinzip | die Wahrnehmung von sozialen Aufgaben durch den Staat soll nur dann erfolgen, wenn diese von nichtstaatlichen Einrichtungen nicht erfüllt werden kann |
| Steuerungsebenen | |
| Mikroebene | bezeichnet das Handeln einzelner Akteure im Gesundheitswesen |
| Mesoebene | - Freie Verbände von der Mikroebene selbst gebildet - Korporatistische Verbände (z. B. Kassenärztliche Vereinigungen) vom Staat mit gesetzlichem Auftrag errichtet |
| Makroebene | Nationalstaatliche und supranationale Regulierungsebene der Gesundheitspolitik Rahmenbedingungen für die Steuerung durch Gesetzgebung und Reformen |
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