Nachrichtenwerttheorien (Worauf
achten Journalisten, wenn sie Nachrichten für Medien verfassen? Nach
welchen Kriterien wählen sie aus?) Walter Lippmann (1922):- Nähe (proximity, nearness): regionale Nähe, Aktualität (zeitl. Nähe), Relevanz (Grad der Betroffenheit von existenzieller Bedeutung für das Ereignis –> persönliche Nähe), kulturelle Nähe- Prominenz (big names)- Überraschung (oddity)- Konflikt (conflict, controversy)Dimensionen von Schulz (1976):Zeit, Nähe, Status:
regionale und nationale Zentralität (politische und wirtschaftliche
Bedeutung der Region); persönlicher Einfluss (politische Macht der
beteiligten Personen); Prominenz; Dynamik: Überraschung, Struktur (Komplexität der Veraufsform = Weitererzählen einer Story bei vielen Lesern);Valenz: Konflikt, Kriminalität, Schaden, Erfolg; Identifikation: Personalisierung, Ethnozentrismus (Wie stark betrifft es die Bevölkerung des Landes, in dem das Medium erscheint?)
PR und Journalismus: Standespolitische Kontroversen- Konsonanz in der Berichterstattung steht im Widerspruch zur normativen Berufsrolle des Journalisten in einem unabhängigen Mediensystem. - Das Verhältnis von Public Relations und Journalismus wurde in der Vergangenheit standespolitisch heftig diskutiert und ist heute immer noch ausgesprochen spannungsreich: „Desinformation wird von einem Kartell aus Politikern, Funktionären, Öffentlichkeitsarbeitern und Pressesprechern betrieben: Sie tun das ihnen Mögliche, die Presse in ihren Dienst zu nehmen und sie nur insoweit mit der Wahrheit zu bedienen, als dem jeweiligen Mitglied des Kartells nicht schädlich ist."