Motivationspsychologie V2

Descripción

1.Datenerhebungsmethoden in der Motivationspsychologie 2.Einordnung ins Fach und Anwendungsbereiche 3. Historische Ansätze: Ausgewählte Vertreter der frühen Motivationsforschung a. Sigmund Freud b. Clark Hull c. Kurt Lewin
Shey Studys
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Resumen del Recurso

Pregunta Respuesta
*Datenerhebungsmethoden* -Was ist der "Selbst- und Fremdbericht" -Nenne Beispiele für den "Selbst- und Fremdbericht" -"Selbst- und Fremdbericht" ist eine Befragung -Tagebuchmethoden, z.B. Experience sampling/Ambulantes Assessment
*Datenerhebungsmethoden* «Der Mann auf dem Bild hat heute Abend einen wichtigen Boxkampf . Er bereitet sich gerade mental darauf vor. Er hat die Stirn in Falten gelegt, was so viel bedeutet wie, dass in seinem Blick sehr viel Zweifel liegt. Wahrscheinlich weiß er nicht ob er den Gegner abends besiegen kann. Er wird dennoch antreten und hofft durch Durchhaltevermögen und Stärke bestechen zu können. Er wird noch ein oder zwei Stundentrainieren und danach mit seiner Freundin Essen gehen , die ihm beim Essen nochmal Vorhaltungen macht warum er denn immer noch nicht aufgehört hat mit seinem elenden Sport.» Um welche Datenerhebungsmethode handelt es sich (um welche Methode und um welchen Typ dieser Methode)? Methode: Projektive Verfahren Typ:Bildgeschichtenübung (Picture Story Exercise) =>Man sucht nach Motiven
*Datenerhebungsmethoden* Nenne Beispiele für "Kognitionspsychologische Verfahren" Beispiele: •Aufmerksamkeitsausrichtung (z.B. Blickbewegung durch «Eye tracking», misst Pupillenbewegung) •Gedächtnismasse; Vermutung ist,dass man sichbeser an Dinge erinnert, die für einen relevant sind •Reaktionszeitmessung; welche Motive sind für einen im moment besonders aktiviert => Beispiel: Studie von Fishbach, Friedman & Kruglanski (2003) hat ergeben: -schnellere Reaktion auf Ziele, wenn mit Versuchungen geprimet -keine schnellere Reaktion auf Versuchungen, wenn mit Zielen geprimet -(Nur bei hohem selbstberichteten Selbstregulationserfolg)
*Datenerhebungsmethoden* Nenne Beispiele für das "Psychophysiologische Verfahren" Beispiele: •Herzaktivität (EKG) •Blutdruck •Hirnaktivität (EEG) •Hautleitfähigkeit •Hormonausschüttung (z.B. Progesteron, Kortisol, Testosteron)
*Datenerhebungsmethoden* Nenne Beispiele für "Verhaltensbeobachtung" *Auswahl, Ausdauer (Persistenz), Leistung (z.B. Aufgabenleistung, ECTS-Punkte, Schrittzähler) *In Zukunft sicher: Nutzung von Smartphone-Sensordaten z.B. Wo logt sich die Person ein? Wie oft ?App-Nutzung... (Harariet al., 2016; 2017) *z.B. Jemand beobachtet die Personen heimlich (Ethik-Problem) z.B. Marshmallow-Test
*Datenerhebungsmethoden* Nenne Beispiele für die "Dokumentenanalyse" *Motivthematische Analyse der Antrittsreden von US-Präsidenten (Winter, 1987) *In Zukunft sicher: Analyse digitaler Spuren, Big Data (z.B. Blog-Einträge, Facebook likes, Tweets) *Motivthematische Analyse von Schulbuchtexten (z.B. Was ist die Motivations eines Landes betreffend Bildung?) (Engeser et al., 2009; McClelland, 1961)
Wo ordnet man die Motivationspsychologie ein? Nenne auch Bezüge und Anwendungsfächer zu anderen Gebieten der Psychologie *Grundlagenorientiertes Fach und Bestandteil der «Allgemeinen Psychologie» *Mit zahlreichen Bezügen zu Sozial -, Differentieller und Persönlichkeitspsychologie, Entwicklungspsychologie *Sowie zu Anwendungsfächern wie der Arbeits- und Organisationspsychologie, Gesundheitspsychologie (inkl. Klinischer Psychologie), Pädagogischen Psychologie *findet Anwendung bei z.B. Personalentwicklung, im Bereich der Bildung
*Psychonanalyse* Eläutere das Therapieverfahren: a) Gib eine Def. und nenne Beispiele b) Gib Beispiele für die Behandlung a) Aufdeckung unbewusster psychischer Anteile: durch subjektive Deutung von freien Assoziationen, Versprechern, neurotischen Verhaltensauffälligkeiten, Träumen b) Behandlung durch z.B. Übertragung, Hypnose
*Triebtheorie Freuds* Erkläre das Homöostase-Prinzip *Homöostase-Prinzip: Tendenz zur Erhaltung eines stabilen inneren Milieus; *ein Ungleichgewichtszustand (z.B. Nahrungsmangel) führt zu Handlungen, die diesen beseitigen
*Triebtheorie Freuds* Erkläre das Hedonismus-Prinzip Hedonismus-Prinzip: Übergeordnetes Prinzip menschlichen Handelns •Unlust vermeiden: Spannungszustände durch fehlende Treibbefriedigung beseitigen •Lust empfinden:Erlangung des Gleichgewichtszustands, in dem alle Bedürfnisse befriedigt sind
*Triebtheorie Freuds: Triebdualismus* Erkläre den Triebdualismus *Lebenstrieb (Eros): gerichtet auf Selbst - und Arterhaltung, Überleben, Fortpflanzung *Todestrieb (Thanatos): gerichtet auf Auflösung und Zurückführung des Lebens in den anorganischen Zustand; Selbsthass- und Vernichtung, Destruktivität, Aggression * Lebenstrieb und Todestrieb werden durch Triebenergie aus dem Es gespiesen
Nenne Freuds Vermächtnisse an die Psychologie *Theorie mit breiterRelevanz («a theory ofeverything»): Entwicklung, psychische Störungen, alltägliches Leben, Religion, Liebe, Krieg.... *Einfluss in heutiger Forschung sichtbar: -Z.B. Bedeutsamkeit unbewusster Prozesse, Anerkennung nicht -bewusster Motivationsanteile -„The choice of the thematic apperception method for collecting data followed from our acceptance of the Freudian hypothesis that a good place to look for the effects of motivation is in fantasy“ (McClelland et al., 1953, S. 107)
Erkläre: Thorndikes «Law of effect» (1889) *Verhaltensweisen (R), die, in einer bestimmten Situation (S), einen befriedigenden Effekt nach sich tragen, werden in dieser Situation wahrscheinlicher *Verhaltensweisen (R), die in einer bestimmten Situation (S) einen unbefriedigenden Effekt nach sich ziehen, werden in dieser Situation unwahrscheinlicher
Mach doch eine 5 min Pause und schaue dir die Skinner-Box auf Youtube an: https://www.youtube.com/watch?v=L -DgV2vixSo Skinner-Box ist auf Folie 31 und 32
Schaue dir Folie 36 an und interpretiere das Diagramm weiter so
*Kritik an der Vehaltensformel von Hull* Nenne einen Kritikpunkt Annahme von verhaltenswirksamen Grössenallein im Organismus (Habit, Drive) konnte Unterschiede im Verhalten bei Variation des Belohnungswertes der Bekräftigung (in Umwelt) nicht erklären (Crespi, 1942) => Berücksichtigung des „Anreizes“
Betrachte die Folien 39 un 40 über die Wirkung von Anreizen Mäuse laufen schneller je mehr Futter sie bekommen können. Mäuse laufen DEUTLICH langsamer bei Reduktion des Futters (v.a. wenn man ihnen vorher noch mehr/ Futter angeboten hat liefen sie drastisch langsamer bei einer Futterreduktion)
*Behaviorismus* Gib die "erweiterte Verhaltensformel von Hull" an Verhaltenstendenz = Habit (sHr) x Drive (D) x Incentive (Anreiz)
*Behaviorismus* Erkläre den Begriff "Incentive" und vergleiche den Begriff mit dem Begriff des "Bedürfnisses" *Bedeutet "Anreiz" *Merkmale des Bedürfnis befriedigenden Objekts (bei Crespi: Menge des Futters, sonst auch Qualität) *Ein Objekt, was potenziell ein Bedürfnis befiedigen kann, nimmt Anreizcharakter an und dieser Anreiz wirkt als ein motivierender Faktor und das Bedürfnis wirkt als zweiter motivierender Faktor *Unterschied: Bedürfnis - (push) und Anreizmotivation (pull)
Erläutere die Bedeutung Hulls für die Motivationspsychologie *Experimenteller Ansatz *Algebraische Formalisierung der theoretischen Annahmen *Berücksichtigung von Bedürfnis- (Person: Push) und Anreizmotivation (Umwelt: Pull) => WICHTIG: es ist ein zusammenspiel zwischen Person und Umwelt
Was lernt man aus der Gestaltpsychologie? *Umgebungsbedingungen beeinflussen Wahrnehmungsgehalt *in Abstrakten figueren, etc. sehen wir oft Gestalten
Vergleiche die verschiedenen Postionen von Freud, Hull und Lewin über den "Tieb" miteinander * Hull: physiologische Mangelzustände *Freud: Lebenserhaltungs- und Todestrieb *Lewin: Kein einziger Trieb sondern unterschiedlichste Momente bringen eine Person zum Handeln
Erkläre "Quasibedürfnisse" #KurtLewin *Spannung entsteht auch durch Quasi-Bedürfnise, d.h. durch Absichten, die in echten Bedürfnissen verankert sind, z.B. Brief verschicken, eine Intention, eine Entscheidung etwas zu tun etc. *Verleihen Objekten, die die Spannung auflösen können (weil sie helfen, die Intention zu realisieren) ,ANREIZCHARAKTER *Es heisst QUASI-BEDÜRFNISS weil man auf phsyiologiesche Bedürfnisse fokusiert war und Lewin nun auch nicht physiologische Bedürfnisse einschliesst, daher der Begriff QUASI
Erkläre das Experiment "Einnerung an erledigte vs. unerledigter Aufgaben" von Zeigarnik (1927) (ab Folie 52) *Idee von Kurt Lewin war: Eine Intention(Quasi-Bedürfniss) erzeugt Spannungszustand. Dieser Spannungszustand (resultierend aus einer unerledigten Absicht) sollte sich auch im Verhalten und in Kognitiven Sinne; also dass eine unerledigte Absicht besser einnert wird als eine erledigte. *Experiment:18-22 Aufgaben=>Bei der Hälfte wird Person unterbrochen=>Unangekündigter Erinnerungstest *Befunde: Unerledigte Aufgaben werden besser behalten als erledigte (unerledigte Aufgaben werden also kognitiv besser repräsentiert), es gibt die Tendenz unerledigte Aufgaben noch fertig zu machen (wollen)
Erläutere das Experiment von Förster, J., Liberman, N., & Higgins, E. T. (2005). Accessibility from active and fulfilled goals. Journal of Experimental Social Psychology, 41, 220-239 (AB FOLIE 55) *Überprüfung der These von Lewin *Lexikalische Entscheidungsaufgabe (Buchstabenkombination werden Worte und nicht-worte engeblendet) betrachte Folie für Exp.-beschreibung (Podcast ab 54 min) *Befunde: Block 2 ( wurde unterbrochen)=>schnellere Reaktion auf Wörter, die sich auf Brille beziehen, Block 3 (hat aufgabe erledigt) langsamere Reaktionszeit, da Aufgabe fertig und somit kognitive weniger relevant
Was ist die Bedeutung von Kurt Lewins Werk für die Motivationspsychologie - Nenne 5 Stichpunkte- *Menschliches intentionsgeleitetes Handeln im Mittelpunkt des Interesses *Verhalten entsteht aus dem Zusammenspiel von Person und Umwelt =>V = f(P, U) *Kognitive Analyse der Auswirkung von Intentionen *Experimentelle Überprüfung der theoretischen Annahmen
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