Die auditive Wahrnehmung und ihre Funktionsstörungen
Auditive Wahrnehmungsstörungen
Gestörte Schalllokalisation
Nota:
Nicht bestimmen können, woher ein Schallereignis kommt
Nicht altersgemässe Lautdiskriminationsfähigkeit
Nota:
ähnliche Laute können nicht unterschieden werden; z.B. Nadel - Nagel
Beeinträchtigung der Figur-Grundwahrnehmung
Nota:
Akustische Informationen können nicht von Nebengeräuschen getrennt werden.
Verkürzte Hör-Gedächtnis-Spanne
Nota:
Gehörtes kann nicht gut gespeichert werden, bzw. nur kurze Einheiten.
Störungen der auditiv-visuellen Integration
Nota:
Können akustische und visuelle Reize nicht verbinden - z.B. können sich Farben nicht merken.
gestörte Lautanalyse und Lautsynthese
Nota:
Laute aus einem Wort können nicht analysiert werden, aus Silben können keine Wörter gebildet werden.
z.B. wie beginnt "Igel"?
z.B. Fuss-ball-feld
nicht altersgemässe rhythmisch-melodische Differenzierung
Nota:
Aufgrund rhythmischer oder melodischer Struktur kann Gehörtes nicht voneinander unterschieden werden.
z.B. Lied mitklatschen
z.B. Wort Klopfen; Vo-gel-nest
Störung bei der Wahrnehmung emotionaler Inhalte
Nota:
Können Gefühle nicht deuten
Störung der Wahrnehmungskonstanz
Nota:
Geräusch kann nicht aus Geräuschfolge erkannt werden.
z.B. erkennen das Stichwort "Hund" nicht aus einem Satz
Störungen der auditiven Aufmerksamkeit
Nota:
simpel: kann nicht zuhören, wird schnell müde
Störungen des Lautheitsempfindens
Nota:
Empfindet Reize als zu laut oder zu leise
Ursachen auditiver Wahrnehmungsstörungen
Temporäre krankheitsbedingte Hörbeeinträchtigungen im Kleinkindalter
Nota:
z.B. Mittelohrentzündungen oder Paukenergüsse
Voraussetzungen für gesunde Sprachentwicklung
Ordnungsschwelle kürzer als 50msec
Nota:
Die Ordnungsschwelle bezeichnet die kurzeste Dauer eines Reizes, die wir verarbeiten können.
Kürzeste Laute dauern ca. 50msec..
Erwachsene haben zwischen 20 - 40msec und können damit problemlos kürzeste Laute analysieren (z.B. b, d, g, k, t)