Glossar KOVE/H

Lea Matuschka
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ZP Psychologie im Verkauf (Glossar) Flashcards on Glossar KOVE/H, created by Lea Matuschka on 03/17/2016.

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Lea Matuschka
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Mind Map 1_1
n.marment
SCLY1 - Families and Households theorists - Topic 1 Couples quiz (AQA AS sociology)
Tahlie
Relationships in Streetcar
Alanna Pearson
GCSE Geography - Causes of Climate Change
Beth Coiley
Skeleton and Joints
Colleen Curley
Allgemeine Psychologie 1 - Begriffe
Cairon Platzer
Allgemeine Psychologie 2 - Begriffe
Cairon Platzer
Allgemeine Psychologie 2 - Begriffe
N E
U.S. Naturalization Test
Jaffar Barjan
Formula for Physics IGCSE edexcel
amayagn
Question Answer
Affektives Priming Beim affektiven Priming sollen die Probanden am Bildschirm normierte Begriffe nach positiver und negativer Bedeutung klassifizieren. Kurz vor diesen Klassifikationen sehen die Probanden andere Stimuli. Zum Beispiel zeigten Frings und Wentura (2003) ihren Pro-banden vor der Klassifikationsaufgabe für 28 Millisekunden das Big-Brother-Logo. Danach hatten die Pro-banden 400 Millisekunden Zeit, positive und negative Wörter nach ihrer Valenz einzuordnen. Für die Freunde von Big Brother aktivierte das Logo eine positive Valenz, was die Reaktionszeiten für positive Begriffe beschleunigte. Für die Gegner von Big Brother war dies umgekehrt. Der Effekt bei der Reaktions-Erleichterung war ein guter Prädiktor dafür, ob die Probanden tatsächlich Big Brother sahen oder nicht. (nach Fazio et al., 1995)
Bestätigungsfehler (Confirmation bias) Generelle Tendenz, beim Prüfen von Annahmen vor allem solche Informationen zu beachten, die für die Annahme sprechen
Big Five Die fünf wichtigsten Dimensionen der Persönlichkeit: 1.Neurotizismus (Gegenpol: Emotionale Stabilität); 2.Extraversion (Gegenpol: Introversion); 3.Offenheit für Erfahrungen; 4.Verträglichkeit; 5.Gewissenhaftig-keit
Endowment-Effekt Menschen sind stärker motiviert, das zu sichern, was sie schon haben, als gleich große und gleich wahrscheinliche Gewinne zu erzielen.
Gegenkonditionierung Neben der Löschung die effektivste Methode, eine konditionierte Reaktion wieder loszuwerden. Von Gegenkonditionierung würde man sprechen, wenn der CS mit einer unkonditionierten Reaktion gekoppelt würde, die mit der bisherigen konditionierten Reakti-on unverträglich ist
Gesetz des Effekts Verhalten, das zu angenehmen Konsequenzen führt, wird häufiger gezeigt. Verhalten, das zu unangenehmen Konsequenzen führt, wird seltener gezeigt (siehe auch instrumentelles Lernen; Thorndike, 1913)
Impliziter Assoziationstest (IAT) Der IAT ist ein Verfahren auf Reaktionszeit-Basis, das implizite Einstellungen (eigentlich Assoziationen) messen soll. In einem IAT werden zwei sehr einfache Kategorisierungsaufgaben miteinander kombiniert, d.h.: Die Probanden müssen zwei Aufgaben gleichzeitig er-füllen. Kategorisiert werden zum einen Beispiele von Objektkategorien, die bewertet werden sollen (z.B. Bilder oder Begriffe, die zu BMW gehören) und zum anderen Eigenschaften, die zu zwei verschiedenen Attributkategorien gehören (z.B. gut-schlecht oder sportlich-elegant). Wenn beide Aufgaben kombiniert wer-den, kann es je nach Kombination zu einer Erleichterung (Beschleunigung der Reaktionszeiten) oder zu einer Erschwernis der Aufgabe (Verlangsamung) kommen. Dies ist die Basis für die unterstellten Einstellungen.
Implizite Einstellung Eine implizite Einstellung ist eine Einstellung bzw. Bewertungsreaktion, die sich nicht auf direktes Nachfragen, sondern nur in bestimmten Aspekten des Verhaltens zeigt. Implizite Einstellungen heißen deshalb implizit, weil sie aus diesen Verhaltensaspekten er-schlossen werden müssen. Implizite Einstellungen sind unbewusst.
Implizite Erinnerung Eine implizite Erinnerung liegt vor, wenn die Person sich nicht bewusst an eine Begegnung mit einem Reiz erinnert, sich aber Spuren im Verhalten finden, die klar belegen, dass diese Begegnung stattgefunden hat. Der Nachweis impliziter Erinnerungen belegt gleichzeitig, dass wir sehr viel mehr aufnehmen, als wir uns bewusst machen. Daher sind implizite Erinnerungen für die Werbewirkungsforschung von großer Bedeutung.
Implizite Informationsverarbeitung siehe implizite Messverfahren; implizite Einstellung; implizite Erinnerung; impliziter Assoziationstest
Implizite Messverfahren Mit dem Begriff implizite Messverfahren werden Me-thoden beschrieben, die streng genommen nicht implizit (der Begriff „implizit“ ist auf Methoden überhaupt nicht anwendbar), sondern indirekt sind. Ein Verfahren ist dann implizit, wenn Probanden nicht direkt nach einer Selbsteinschätzung auf dem interessieren-den Konstrukt, z.B. eine Einstellung gegenüber einer Marke, befragt werden. Bei der indirekten Messung geht man vielmehr davon aus, dass das, was man tat-sächlich misst, sich in dem niederschlägt, was man eigentlich messen will. Somit ist das charakteristische Merkmal eines impliziten Verfahrens, dass es das interessierende Konstrukt sozusagen indirekt über einen Umweg misst. Zum anderen erhofft man sich über diesen Umweg auch Dinge zu messen, die dem Bewusstsein prinzipiell nicht zugänglich sind. Die wichtigsten impliziten Konstrukte sind implizite Erinnerungen und implizite Einstellungen oder Assoziationen.
Instrumentelles Lernen (auch operantes Konditionieren) Eine effektive Form des Konditionierens, bei der der unkonditionierte Stimulus (UCS) auf ein Verhalten folgt (beim klassischen Konditionieren geht der UCS dem Verhalten voraus). Ein Verhalten, das verstärkt wird, wird daraufhin in Zukunft häufiger gezeigt. Verstärkung besteht entweder im Hinzufügen einer angenehmen Konsequenz (positive Verstärkung) oder im Entfernen einer unangenehmen (negative Verstärkung).
Interferenz Im gedächtnispsychologischen Zusammenhang bezeichnet I. die Überlagerung einer Information durch eine andere. Interferenzen sind die häufigste Ursache für Vergessen. Sie sind umso stärker, je ähnlicher die Informationen sind, die gleichzeitig verarbeitet werden. Bei der proaktiven Interferenz wird die Aufnahme neuer Informationen durch bereits vorhandene gestört. Bei der retroaktiven Interferenz behindern neu hinzukommende Informationen die Aufnahme von neuen Inhalten.
Konfundierung (Begriff aus der Methodenlehre) Unter einer Konfundierung versteht man das „Zusammenfließen“ von Effekten, sodass man den Einfluss der einzelnen Variablen nicht voneinander trennen kann. Wenn man z.B. zwei Lehrmethoden vergleichen will und die eine Methode einer reinen Mädchen- und die andere einer Jungenklasse präsentiert, dann ist der Effekt der Lehrmethode mit dem Effekt des Geschlechts konfundiert. Man kann eventuelle Unterschiede im Lernergebnis nicht mehr eindeutig dem Geschlecht oder der Methode zuschreiben.
Kortikale Entlastung Verringerung der Aktivität auf der Großhirnrinde bei Entscheidungen für die bevorzugte Marke – verglichen mit Entscheidungen, bei denen die bevorzugte Marke nicht zur Auswahl steht. Parallel zur kortikalen Entlastung steigt die Aktivierung in Hirnregionen, die eher mit affektiven Reaktionen einhergehen. Die Großhirnrinde (Kortex) wird bei höheren mentalen Prozeduren (Abwägen, Schlussfolgern etc.) aktiviert. Die Beobachtung der kortikalen Entlastung legt die Vermutung nahe, dass Konsumenten keine höheren mentalen Prozesse einsetzen, um sich für die bevorzugte Marke zu entscheiden, und dass diese Entscheidung eher von (positiven) Affekten bestimmt wird.
Löschung Im klassischen Konditionieren kommt es zu Löschung der konditionierten Reaktion, wenn auf den CS auf Dauer der UCS nicht mehr folgt. Das konditionierte Verhalten wird schwächer und verschwindet mit der Zeit wieder. Im operanten Konditionieren wird das Verhalten gelöscht, wenn es auf Dauer nicht mehr verstärkt wird. Ein alternativer Weg, ein konditioniertes Verhalten abzustellen, ist die Gegenkonditionierung.
Metakognition Eine Metakognition ist dem Namen nach eine Kognition über eine Kognition. Ein einfaches Beispiel ist die Überzeugung „Ich habe ein gutes Gedächtnis“. Diese Überzeugung ist eine Meinung über die eigenen kognitiven Fähigkeiten, also eine „Kognition über Kognitionen“. Entscheidungsstrategien wie die Verfügbarkeitsheuristik oder Urteilsverzerrungen wie der Rückschaufehler basieren auf Metakognitionen.
Nachentscheidungsdissonanz Das unangenehme Gefühl unmittelbar nach einer Entscheidung, dass man sich möglicherweise nicht richtig entschieden hat. Zur Unterdrückung von Nachentscheidungsdissonanz neigen Personen zur Dissonanzreduktion, die in diesem Fall in der Aufwertung der ge-wählten und der Abwertung der nicht gewählten Alternativen besteht. Die Entscheidung wird mit deut-licher „Schlagseite“ geprüft, die Person beachtet selektiv vor allem solche Informationen, die mit der Entscheidung im Einklang stehen bzw. sie bestätigen (siehe auch Bestätigungsfehler bzw. confirmation bias)
Neutraler Stimulus Konditioniert werden können am besten neutrale Stimuli, also solche, die vor dem Lernvorgang keine Reaktion oder allenfalls eine Orientierungsreaktion her-vorrufen. Im Laufe des Konditionierungsprozesses werden neutrale zu konditionierten Stimuli.
Phrenologie Denkrichtung aus dem 19. Jahrhundert, die davon ausging, dass der Ort, an dem sich ein Hirnvorgang abspielt, Rückschlüsse über dessen Charakter erlaubt. Die Phrenologen versuchten, eine Topologie des Gehirns zu erstellen, bei der bestimmten Hirnarealen psychische Funktionen zugeordnet werden.
Priming Unter Priming versteht man generell das Aktivieren von Informationen, sodass diese im Folgenden bevorzugt abgerufen werden und Verhalten beeinflussen. Eine Priming-Episode aktiviert nicht nur den konkreten Inhalt selbst (direktes Priming: Die Präsentation von „Brot“ erleichtert den Abruf von „Brot“), sondern auch nicht identische, nur verwandte Inhalte (indirektes Priming: „Brot“ aktiviert auch „Butter“). Die Art der Verwandtschaft kann sowohl auf Bedeutungs- als auch auf Bewertungsebene bestehen. Man unterscheidet daher zwischen semantischem und affektivem Priming. Auch ein phonetisches Priming lässt sich leicht nachweisen: Kinder bitten ihre Freunde mehrmals hintereinander „Kabel“ zu sagen. Danach fragen sie, wo-mit das andere Kind seine Suppe isst...
Prospect Theory Eine der bedeutendsten psychologischen Entscheidungstheorien. Zu ihren wichtigsten Kernannahmen gehören: – Menschen bewerten Gewinne und Verluste nicht absolut, sondern relativ zu einem Referenzpunkt, der stark variieren und beeinflusst werden kann. – Menschen bewerten einen Zuwachs an Gewinnen und Verlusten umso schwächer, je höher bereits das Ausgangsniveau von Gewinn und Verlust ist. – Menschen sind stärker zu motivieren, einen Verlust zu verhindern, als einen gleich großen und gleich wahrscheinlichen Gewinn herbeizuführen.
Reizgeneralisierung Unter Reizgeneralisierung versteht man im Rahmen der klassischen wie operanten Konditionierung die Neigung, die konditionierte Reaktion auf Stimuli auszudehnen, die dem konditionierten Reiz nur ähnlich sind. Zum Beispiel hat der kleine Albert eine Angstreaktion auf ein Kaninchen erlernt, die er in der Folge auch auf andere kleine Pelztiere erweiterte.
Rückschaufehler (hindsight bias) Der R. besteht in der Unfähigkeit, sich in den Zustand der Unwissenheit zurückzuversetzen, nachdem man bereits die Antwort auf eine bestimmte Frage kennt. Wenn Probanden gefragt werden, was sie geantwortet hätten (oder tatsächlich geantwortet haben), bevor sie ein bestimmtes Wissen hatten (z.B. „wen hast du vor der letzten Wahl als Wahlsieger vorhergesagt“), ist die-se Erinnerung stets in Richtung der tatsächlichen Antwort verzerrt. Der R. wird mit der erhöhten Flüssigkeit erklärt, mit der die tatsächliche Antwort verarbeitet wird.
Salienz, salient Wörtlich bedeutet der Begriff „salient“ „ins Auge springend“. Als salient bezeichnet man daher immer diejenige Information, die in irgendeiner Weise hervorsticht. Die Gründe hierfür können unterschiedlich sein. Manche Informationen sind eher geeignet salient zu werden als andere, z.B. negative Informationen im Kontext von positiven oder Fremdes im Kontext von Vertrautem. Manche Informationen werden auch eigens salient gemacht, z.B. ist das Merkmal Geschlecht salienter, wenn eine Frau einen Rock statt einer Hose trägt. In der Folge spielen in die Verhaltensweisen der Umwelt Merkmale, die mit dem Geschlecht assoziiert werden, eine stärkere Rolle.
Stimulus-Response-Theorie Auch S-R-Theorie oder S-O-R-Theorie. Als S-R-Theorien werden Ansätze bezeichnet, bei denen Verhalten als reine Funktion der Umweltreize gesehen wird. Ei-ner S-R-Theorie zufolge ist jedes Verhalten die Reaktion des Organismus auf die Umweltstimuli. Prominentester Vertreter einer S-R-Theorie ist die Schule des Behaviorismus. Spätere Ansätze gehen davon aus, dass die Organismus-Variablen zwischen Stimulus und Reaktion vermitteln, sodass derselbe Stimulus für unter-schiedliche Organismen auch unterschiedlich wirkt. Gleichwohl bleibt der Grundgedanke, dass die Umwelt das Verhalten kontrolliert, auch bei den S-O-R-Theo-rien erhalten.
Verfügbarkeitsheuristik Faustregel bei Entscheidungen, bei der der Entscheider darauf achtet, wie leicht oder schwer ihm bestimmte Informationen in den Sinn kommen, aus den Unter-schieden in der Verarbeitungsflüssigkeit bzw. mentalen Verfügbarkeit Schlüsse zieht und auf dieser Grundlage seine Entscheidung trifft (z.B. „Wenn mir nicht viele berühmte Frauen aus der Weltgeschichte einfallen, dann kann es auch nicht viele gegeben haben.“)
Verstärker Ein Reiz, der geeignet ist, die Auftretenswahrscheinlichkeit eines mit ihm verbundenen Verhaltens zu er-höhen, ist ein Verstärker. Zwei Kategorien von Verstärkern werden unterschieden: Positive Verstärkung besteht im Hinzufügen eines angenehmen Reizes, z.B. Belohnung, Zuwendung. Negative Verstärkung besteht im Wegfall oder der Entfernung eines unangenehmen Reizes, z.B. Linderung von Schmerzen, Angst, Sorgen.