Fachbegriffe MODUL 1C

Linda Rohde
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- Modul 1C Flashcards on Fachbegriffe MODUL 1C, created by Linda Rohde on 09/06/2016.

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Question Answer
Weiterbildungsspirale Beschäftigungsaussichten verbessern sich nicht/nur kaum Soziale Ungerechtigkeit bei Zugang zu Arbeitsplätzen u. Berufskarrieren kaum kompensiert wiederholte Teilnahme --> Kumulation nur stigmatisierende Reperaturmaßnahme
Unterschied Weiterbildung und Fortbildung Weiterbildung: - muss in keinem direkten Bezug zu Job stehen - eigenes Qualifikationsprofil ausbauen - in verschiedensten Bereichen möglich - kein konkreter betrieblicher Zweck verfolgt - kann, aber muss nicht von AG finanziert werden Fortbildung: - konkrete Weiterqualifizierung im Fokus - bezieht sich auf ausgeübten Job - gezielter Erwerb weiterführender Fähigkeiten für Job - beruflicher Aufstieg - in der Regel von AG übernommen
Übergangssystem Bildungsangebot für Jugendliche, die nicht direkt in reguläres Ausbildungsverhältnis wechseln Bsp: Berufsgrundbildungsjahr, Berufsvorbereitungsjahr, Berufseinstiegsjahr fördern Ausbildungsreife, erleichtern Übergang in duales System Kritik: Mangel Effektivität bei Einsatz finanzieller Mittel u. Personal Überlick verschwimmt -> grundsätzlich aber unverzichtbar
Entkoppelung Bestimmte Schulabschlüsse können auf verschiedene Art und Weise erreicht werden erhöht Vielfalt der Bildungsgänge, die formal zu selben Zielen führen Lösung von Schulform und in ihr erworbenen Abschlüssen - nicht mehr nur starr über vorgegebenen Weg zu erreichen
Durchlässigkeit Möglichkeit des individuellen Wechsels innerhalb und zwischen den Bildungsbereichen getroffene Entscheidungen können "korrigiert" werden
Tripartismus gemeinsame Verantwortlichkeit von Staat, Gewerkschaften und Verbänden -> Vermeidung von Marktversagen u. Staatsversagen 1) korporativer Tripartismus: - Staat bezieht nicht hoheitliche Entscheidungsträger/Akteure in Entscheidungsprozesse ein (Staat, Vertreter von AG/AN), Legitimation durch BBiG -> Hauptausschuss des BIBB = Bsp. für konkrete Ausgestaltung: Staat, AG/AN 2) tripartistisches Arrangement: - Akteuere= Staat (Bund, Länder), AG/AN Verbände (zB. Kammern) - nicht nur staatliche, sondern auch nicht hoheitliche sind an Entscheidungen mit kollektiver bindender Wirkung beteiligt, auch in Form von Gesetzen - finden auf allen drei Ebenen der betrieblichen Ausbildung statt (BIBB, Landesregierung, zuständige Stellen)
Verdrängungswettbewerb Schulabsolventen mit "geringsten" Vorbildungen von Absolventen mit "höherer" Vorbildung verdrängt
Ausbildungsordnung bundeseinheitliche Standards betrieblicher Ausbildung Inhalt: Bezeichung Ausbildungsberuf, Ausbildungsrahmenplan, Ausbildungsberufsbild, Prüfungsanforderungen, Ausbildungsdauer regelt: sachliche und zeitliche Gliederung Erlassung durch: zuständiges Fachministerium im Einvernehmen mit Bundesministerium für Bildung und Forschung [BMBF] (-> also Bund)
arbeitsprozessorientiertes Lernen zielt auf Erwerb übergreifender Handlungskompetenzen ab (einschließlich: Zielsetzung, Planung, Durchführung, Bewertung eigene Arbeit) arbeitsgebundenes Lernen: klare Trennung von Arbeits- und Lernsituation, Lerninhalte von Arbeitsprozess bestimmt arbeitsimmanentes Lernen: Lernen anhang Arbeitsprozess arbeitsbezogenes Lernen: nur noch gewisse Beziehbarkeit der Lerninhalte auf Arbeitsprozess gefordert
Subsidaritätsprinzip nationalstaatliche Souveränität u. bildungspolitische Eigenständigkeit der Mitgliedsstaaten gewährt definierte Rangfolge staatlich-gesellschaftlicher Maßnahmen bestimmt prinzipielle Nachrangigkeit nächster Ebene: jew. größere Einheit soll nur dann, wenn kleine nicht in der Lage dazu ist, aktiv werden und regulierend/kontrollierend/helfend eingreifen Aufgaben soweit wie möglich von kleinerer Instanz allein unternommen
Qualifikationsparadox nachweisbare Bildungserfolge = unabdingbare Voraussetzung, andererseits garantiert Nachweis immer weniger erfolgreiche Erwerbskarriere Entwertung der Abschlüsse
Bildungsexpansion statistische Ausweitung der Teilnahme an weiterführender Bildung junge Menschen verbleiben immer länger im Bildungssystem -> höhere Bildungsabschlüsse jüngere Menschen teilweise höhere Bildung, als deren Eltern immer mehr Abiturienten unter Azubis
Emplyoability Fähigkeit zur Teilnahme am Arbeits- und Berufsleben Bologna Prozess zielt auf Erweiterung der Beschäftigungsmöglichkeiten nach Hochschule ab überfachliche Kompetenzen: Initiative, Aktivität, Eigenverantwortung, Teamfähigkeit, Selbstreflexion
Strukturkonservatismus an gegebenen Strukturen festhalten
Vertikale Substitution Besetzung von Ausbildungsplätzen vermehrt mit Hochschulabsolventen AG stellen lieber Bewerber mit höherem Abschluss ein -> fehlende Ausbildungsplätze für Bewerber mit niedrigem Abschluss
Prozess Unterrichtsgestaltung, Lernmaterialien, Kooperation im Lehrerkollegium
Output Zeugnisse, Abschlüsse, erworbene Kompetenzen
Input Qualifikation Lehrer, Bildungszeiel, finanzielle Ausstattung, Anforderungen an Schüler
Outcome gesellschaftliche Position, berufliche Erfolge, sozialer Status
Dualitätsprinzip Ausbildung praktisch: Lernort Betrieb theoretisch: Lernort Schule Ausbildung ganzheitlich, nicht nur auf einen Betrieb ausgerichtet
Berufsprinzip Arbeitsprozesse beruflich organisiert Ausbildung qualifiziert für Beruf, nicht für Betrieb Beruf besteht aus Bündel an Kompetenzen, die bundesweit erworben und vorausgesetzt werden können -> Betriebs- und landesübergreifende Mobilität
Neokorporatismus Einbindung von Interessen der Verbände in die Politik Teilhabe an der Formulierung/Ausführung von politischen Entscheidungen Bsp: Entwicklung Ausbildungsordnung
Politiy Formen und Strukturen in denen Politik abläuft institutionelles Normengefüge und die sich daraus ergebenden Ordnungen, politischen Verfahren etc.
Politics Prozesse, in denen Vielzahl von Akteuren politisch agieren aktiver, durch Verhandlung, Konflikt und Konsens gekennzeichneten Prozess politischer Gestaltung (zB Interessenverbände)
Policy Inhalte und Problembereiche, die Gegenstand politischer Programme/Vereinbarungen sind, auf die sich politisches Handeln bezieht
Bürgerliche Vertragsfreiheit Freiheit selbst zu entscheiden, ob und mit wem Vertragsabschluss vorgenommen wird und welchen Inhalt dieser besitzt Grenzen bei Gesetzes-/Sittenwidrigkeiten
Mittelbare Staatsverwaltung Staat lässt Verwaltungsaufgaben durch rechtlich selbstständige Organisation wahrnehmen nicht durch eigene Behörden in eigener Trägerschaft (-> unmittelbare Staatsverwaltung) Gibt es sowohl auf Bundes, als auch auf Landesebene Bsp: Handelskammer, Kammern, Gemeinden
Meritokratische Logik Leistungsprinzip entscheidet über individuelle Biographie beschreibt Folgen des Zusammenhangs von Bildung und Beschäftigung (=Hierarchie nach Leistung) soziale und berufliche Positionen werden über schulische Leistung und deren Zertifizierung zugewiesen (Bildungsmeritokratie) je höher erreichter Abschluss, desto höher gesellschaftliche Position, die eingenommen werden kann -> kann zu Schwächung des dualen Systems führen -> erreichen von Hochschulabschluss erscheint erstrebenswerter
Berufsprinzip: 1) Erwerbsfunktion Normalmodell gesellschaftliche Reproduktion + Integration für Sicherung des Lebensunterhalts
2) Sozialisationsfunktion bezieht sich auf Berufsvorstellungen + Positionen über angemessene Umgangsformen, Konsumgewohnheiten, Freizeitbeschäftigung, Orientierung + Interessen innerhalb und außerhalb der Arbeit berufliche Position ist Ausdruck persönlicher Identifizierung und erfasst über Arbeitsqualifikation hinaus gesamte Persönlichkeit: "Wast du bist, bestimmt dein Beruf"
3) Allokationsfunktion AN-Seite -> Bündelung persönlicher Fähigkeiten und Orientierungen zu Handlungs- und Verhaltenspotenzialen AG-Seite -> Bündelung Arbeitsinhalte zu standardisierten Mustern betrieblicher Arbeit -> die Zuweisung der Berufsinhaber zu Berufspositionen -> Dominanz der berufsfachlichen Arbeitsmärkte erleichtert Betrieben Personaltausch über externen Arbeitsmarkt und Berufsinhabern dem Betriebswechsel ohne Qualitätsverlust
4) Selektionsfunktion Optionen Berufsinhaber bestimmt durch berufliche Qualifikation + Handlungsrahmen betrieblicher Personalpolitik durch berufsspezifische Organisation erhält Bildungssystem Funktion als Zuteilungsapparatur von Lebenschancen zugeschrieben -> berufliches Zertifikat entscheidet über offene Karrierewege -> Auslese für die hierarchische Struktur beruflicher Positionen auf der Grundlage eines beruflichen Zertifikates des Berufsbildungssystems
5) Statuszuweisung Beruf dient als Medium gesellschaftlicher Sicherung und Positionszuweisung
6) Strukturierungsfunktion individuelle Ebene des Lebenslaufs (Erwerbsbiografie -> Beruf ermöglicht stufenweise Entfaltung von Lebensplänen + ist entscheidendes STrukturierungselement des gesamten Lebenslaufs) betriebliche Ebene der Arbeitsorganisation (Beruf bestimmt Einsatz- und Verwertungsbedingungen der Arbeitskraft + arbeitsorganisatorisch-technische Gestaltung der Arbeitsabläufe) gesamtgesellschaftliche Ebene der Sozialbeziehungen und sozialen Sicherung (Beruf dient als normatives Fundament für Vertragsabschlüsse, Versachlichung, Arbeitsvermittlung, Arbeitslosenversicherung, Rentenversicherung) Arbeitsmarkt [-> Arbeitsmarktsegmentation] (Beruf ist für Arbeitsmarkt = Steuerungselement: Zugangschancen, Selektions- und Allokationsprozesse werden über Nachweis normierter, strukturierter und standardisierter Zertifikate gesteuert) Effekt: überbetriebliche Verwertung der Berfusausbildung und Vermarktbarkeit der Arbeitsfähigkeit
Konsensprinzip einvernehmliche Vorgehensweise verschiedener politischer Akteure Weg zur Entscheidungsfindung in einer Gruppe Entscheidungen werden ohne Gegenstimme getroffen Alternative zum Prinzip der Mehrheit
Korporatistisches Prinzip Formen der Beteiligung gesellschaftlicher Gruppen an politischen Entscheidungsprozessen basiert auf Konsensprinzip
Ausschließliche Gesetzgebung NUR Länder oder NUR Bund erlassen Gesetze allein Bund berechtigt, einige Bereiche durch Rechtsnormen zu regeln (Gesetzgebung); einzig wenn Länder dazu ermöchtigt werden, dürfen diese nach Vorschriften des Bundesgesetzes Teilbereiche selbst regeln (Grundlage Artikel 71&73 GG)
Konkurrierende Gesetzgebung Gesetzgebungsbereiche in denen weder Bund noch Länder über ausschließliche Zuständigkeit verfügen (zB. Recht der Wirtschaft) Bundesrecht bricht Länderrecht
Föderales Prinzip politische Ordnung, bei der staatlichen Aufgaben zwischen Gesamtstaat und Einzelstaaten aufgeteilt werden so, dass beide politischen Ebenen für bestimmte Aufgaben selbst zuständig sind zB. duales System: Bund -> betrieblicher Teil, Länder -> schulischer Teil (Kulturhoheit der Länder)
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