11) Motivationspsychologie (2)

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(Motivation & Emotion) Mind Map on 11) Motivationspsychologie (2), created by anna.purucker on 02/02/2014.
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11) Motivationspsychologie (2)
1 Inhalte von Motiven

Annotations:

  • Frage: Wonach streben Menschen eigentlich?
1.1 Maslow - Bedürfnishierarchie der Motivation

Annotations:

  • eine humanistische Theorie der Motivation! Humanismus: - Dritte Kraft der damaligen Psychologie - Gegenposition zu Freud - Betonung der mentalen Gesundheit (Erkenntnis nicht aufgrund psychopathologischer Fälle, sondern aufgrund gesunder Probanden, da nur so Erkenntnis über funktionale Prozesse)
  • Auslösende Bedürfnisse motivieren zum Handeln Statische Bedürfnisse streben dahin, in einem Zustand (der Ruhe) zu verbleiben.
1.1.1 Einteilung in Defizit- und Wachstumsbedürfnisse

Annotations:

  • Defizitbedürfnisse stellen zu befriedigende Bedürfnisse dar. Sie bilden die unteren drei Basisebenen der Hierarchiepyramide: ganz unten: Physiologische Grundbedürfnisse (Sauerstoff; Schmerzfreiheit; Wasser; Essen) darüber: Schutz und Sicherheit (gewohnte Umgebung; sicherer Schlafplatz) darüber (in der Mitte der Pyramide): Gruppenzugehörigkeit (Mitglied einer Gemeinschaft; Beachtung, egal ob positiv oder negativ; Bekanntheit)
  • Wachstumsbedürfnisse stellen unstillbare Bedürfnisse dar. Sie bilden die beiden oberen Ebenen der Hierarchie pyramide: zweit oberste: Anerkennung (Lob, positive Beachtung, Ruhm) an der Spitze: Selbstverwirklichung (das Leben in Feiheit selbst gestalten zu können)
1.1.2 Annahme

Annotations:

  • Höhere Bedürfnisse: - später in der Evolution und in der Ontogenese - weniger wichtig für das Überleben - Als weniger dringend erlebt - Fördern längeres, gesünderes Leben - Befriedigung führt zu Zufriedenheit und Sinnerleben --> Größtenteils sind hier soziale Bedürfnisse im Zentrum
1.1.3 Entwicklung der Bedürfnisse im Laufe der Persönlichkeitsentwicklung

Annotations:

  • Bedürfnisse verändern sich im Laufe der Entwicklung. Bedürfnisse müssen entsprechend ihrer hierarchischen Reihenfolge befriedeigt werden.
  • 1) physiologische Bedürfnisse 2) Sicherheit 3) soziale Bindungen 4) Selbstachtung 5) Selbstverwirklichung
1.1.4 Exkurs: soziale Basismotive

Annotations:

  • Machtmotiv: Bestreben, auf andere Einfluss zu nehmen und sich dadurch stark und bedeutsam zu fühlen
  • Anschlussmotiv: Bestreben, positive Beziehugen zu anderen aufzunehmen, aufrecht zu erhalten oder gestörte Beziehungen wieder herzustellen
  • Leistungsmotiv: Bestreben, eine Sache besonders gut zu machen, etwas Anspruchsvolles zu schaffen und stolz auf das Geschaffte und die eigene Kompetenz sein zu können.
1.1.4.1 soziale Motive als evolutionäre Anpassungen

Annotations:

  • grundlegende Anforderungen an die Verhaltenssteuerung, das Überleben und die Fortpflanzung zu sichern: - Kontrolle = Bedürfnis, Umwelt besser vorhersagen zu können - Macht = Bedürfnis, Einfluss auf andere zu nehmen - Anschluss = Bedürfnis, positive soziale Beziehungen aufzubauen
  • z.T. genetisch verankerte psychobiologische Systeme - Basismotive in vielen (allen?) Kulturen vorhanden - Homologe Motivsysteme bei nichtmenschlichen Primaten -ABER individuelle Ausprägung und Ausdruck von Motiven hängt von Kultur und Lernerfahrungen ab!
1.1.5 Kritik

Annotations:

  • Einflussreiche Vorstellung Keine Berücksichtigung von erlernten Motiven Keine empirische Bestätigung der hierarchischen Struktur und Entwicklungsphase
1.2 Murray - Theorie der Person-Umwelt-Bezüge

Annotations:

  • Flussdiagramm siehe handschriftliche Unterlagen!
1.2.1 Model Person x Situation Interaktion

Annotations:

  • Passung zwischen Motiv der Person und Eignung der Situation, ein Ziel für dieses Motiv zu sein Erklärung zielgerichteten Verhaltens durch Bedürfnisse in der Person ("needs") und Handlungsgelegenheiten in der Umwelt ("press")
1.2.2 Motivation als Wechselwirkung oder Verschränkung von need und press

Annotations:

  • Ein need sucht den ihm entsprechenden press (Wo kann ich mich ausleben? Suche nach einer Situation!) Ein press ruft das entsprechende need hervor (In einer Situation wird ein bestimmtes Motiv angeregt)
1.2.2.1 needs - Bedürfnisse

Annotations:

  • Konstrukt, das die Möglichkeit bezeichnet, in bestimmten Situationen auf bestimmte Weise zu handeln sind durch den zu erreichenden Zielzustand zu bestimmen haben komplexe Relation zum Verhalten, da sie internale Prozesse sind und nicht notwendigerweise im Verhalen sichtbar -> interne Bedürfnisstrukturen, hier liegt der Unterschied zur Eigenschaft; der Konsistenzbegriff ist daher nicht anwendbar
  • Grundlegende Klassen der Bedürfnisse (needs) 1) primäre (viszerogene) Bedürfnisse wie n(eed)Water, nFood, nSex, nUrination, nColdavoidance und viele andere 2) sekundäre (psychogene) Bedürfnisse Die primären Bedürfnisse beruhen im Unterschied zu den sekundären auf organismischen Vorgängen und treten zyklisch (wie nFood) oder regulatorisch auf (wie nColdavoidance)
  • Murrays Katalog von 20 psychogenen (sekundären) Bedürfnissen! Siehe Folie 24 Folie 25: Faktorenstruktur der sekundären Motive = Reiss-Profil
1.2.2.2 press

Annotations:

  • Konstrukt, das die Möglichkeiten der Situation kennzeichnet, auf eine Person einen Effekt auszuüben oder ausüben zu können 1) alpha press (physikalisch) = objektive Umweltgegebenheiten 2) beta press (psychologisch, subjektiv) = subjektiv wahrgenommene Umweltgegebenheiten
  • externale/ situative Umweltanforderungen: - auf needs bezogen: Aufforderungscharakter einer Situation - Anzahl überschaubar, da inhaltlicher Geltungsbereich allgemein genug ist, um einzelne Verhaltensweisen und einzelne Situationen zusammenzufassen
1.2.3 Motiv nach Murray

Annotations:

  • subjektive Repräsentation des jeweiligen Need z.B. Leistungsmotiv, Misserfolgsvermeidungsmotv, Machtausübungsmotiv, Motiv des sozialen Anschlusses
1.2.4 Thema

Annotations:

  • Episode in der ein Bedürfnis durch eine Situation angeregt wird
1.2.5 Anreize

Annotations:

  • Situationsaspekte, die mit Affekten assoziiert sind und Motivationszustände anregen
  • Angeboren: Schmerzreize, Nahrungsinstiknt Erlernt: durch Assoziation mit angeborenen Anreizen Tätigkeitszentrierte Anreize: intrinsische Motivation (erwartete positive Ereignisse während des Handelns ->Spaß) Ergebniszentrierte Anreize: extrinsische Motivation (erwarteter, äußerer Nutzen des Handelns -> Belohnung)
1.2.6 Motivation

Annotations:

  • Resultat der Interaktion von situativen Anreizen und personenseitigen Bedürfnissen, Motiven und Erwartungen
1.3 Motive
1.3.1 Ausgangsfragen

Annotations:

  • Was bestimmt, ob eine Person ein Ziel erstrebenswert findet? Warum sind bestimmte Ziele für manche Personen erstrebenswert, während andere ihnen gleichgültig gegenüberstehen oder sie sogar zu vermeiden versuchen?
1.3.2 Motive sind theoretische Konstrukte zur Erklärung von...
1.3.2.1 ... Intraindividueller Stabilität des Verhaltens

Annotations:

  • Warum verhält sich eine Person in verschiedenen Situationen ähnlich?
1.3.2.2 ... Interindividueller Variabilität des Verhaltens

Annotations:

  • Warum verhalten sich verschiedene Personen in der gleichen Situation unterschiedlich (z.B. leistungs - vs. machtorientiert)?
1.3.3 OB sich Motive im Verhalten ausdrücken, hängt davon ab...

Annotations:

  • ... - ob ein Motiv durch situative Anreize angeregt wird - ob die Situation Gelegenheiten zur Verfolgung motivspezifischer Ziele enthält - ob das Motiv bereits kurz zuvor befriedigt wurde ("Sättigung")
1.3.4 WIE sich Motive im Verhalten ausdrücken, hängt davon ab...

Annotations:

  • ... - welche Handlungen im Verhaltensrepertoire der Person sind - welche Handlungen sie als geeignet betrachtet, um Ziele zu erreichen
1.3.5 Motiv als Disposition

Annotations:

  • Murray (1938): Bereitschaft, unter bestimmten Umständen in spezifischer Weise zu reagieren
  • Rheinberg (2000): Intraindividuell konstante, interindividuell variierende Personenmerkmale, die für die Bevorzugung von Anreizklassen (z.B. Macht, Leistung) verantwortlich sind und durch Anreize in einer Situation angeregt werden
  • Heckhausen (1989): Situationsübergreifende Disposition, Zielzustände einer bestimmten Thematik (z.B. Leistung, Macht, Anschluss) positiv oder negativ zu bewerten ("Wertungsdisposition") und bestimmte Klassen von Zielen anzustreben bzw. zu vermeiden
2 Motivation als Kalkulation - Die kognitive Wende in den 50er Jahren
2.1 Erwartung x Wert

Annotations:

  • Erwartung (subjektive Erfolgswahrscheinlichkeit): -Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, ein Ziel erreichen zu können - Beruht auf Wissen über Zusammenhänge zwischen Ereignissen, Handlungen und deren Konsequenzen
  • Wert (Valenz): - subjektiver Anreiz eines Ziels - Beruht auf emotionaler Bewertung eines vorgestellten Zielzustandes (Affekt-Antizipation)
  • Beispiele für verschiedene Arten von Erwartungen: Situations-Ergebnis-Erwartung = Wahrscheinlichkeit, ohne Handeln in der Situation das gewünschte Ergebnis zu erzielen Situations-Handlungs-Erwartung = Wahrscheinlichkeit, dass die Handlung in einer Situation auch ausgeführt werden kann Handlungs-Ergebnis-Erwartung = Wahrscheinlichkeit, dass Handeln zum gewünschnten Ergebnis führt Ergebnis-Folge-Erwartung = Wahrscheinlichkeit, dass das Handlungsergbenis auch relevante oder erwünschte Folgen nach sich zieht
2.1.1 Anmerkungen

Annotations:

  • Subjektive Erfolgserwarung ist nicht gleich objektive Erfolgswahrscheinlichkeit: es gibt die Wahrscheinlichkeit, Handlungsergebnis falsch einzuschätzen
  • Subjektiver Anreiz ist nicht gleich objektiver Nutzen! Man irrt sich bzgl. der emotionalen Konsequenzen, die das Eintreten eines Ereignisses haben wird
  • Erwartungen und Werte müssen nicht immer bewusst sein Verhalten von Tieren kann mitunter durch Erwartungs x Wert- Regeln beschrieben werden, obwohl sie vermutlich keine bewussten Repräsentationen von Wert /Erwartung haben
  • Menschen weichen im Verhalten häufig von normativen Erwartungs-Wert-Regeln ab impulsives oder habituelles Verhalten; "Willensschwäche"
2.2 Anreize

Annotations:

  • Bindeglied zwischen Bedürfnissen (motiven) und Motivation - Veranlassen einePerson zu einem motivierten Verhalten, indem sie Bedürfnisse aktivieren - Ziel des motivierten Handelns ist das Erreichen des Anreizes (z.B. Bäckereiduft aktiviert das Bedürfnis "Hunger" motiviert somit Einverleibung der Quelle des Duftes (Anreiz)
  • extrinsischer Anreiz: erwarteter, äußerer Nützen des Handelns, z.B. Belohnung Intrinsischer Anreiz (oder Tätigkeitsanreiz): Erwartete positive Ereignisse während des Handelns, z.B. Spaß
3 Leistungsmotivation
3.1 Definition

Annotations:

  • Heckhausen, 1965: die eigene Tüchtigkeit in jenen Tätigkeiten zu steigern oder hoch zu halten, in denen man einen Gütemaßstab für verbindlich hält und deren Ausführung deshalb gelingen oder misslingen kann
  • McClelland: Generalisierte Erwartungen: Belohnung für Erfolg bzw. Bestrafung für Misserfolg
  • Anregung durch Antizipation leistungsbezogener Affekte (Stolz vs. Scham)
3.2 Das Leistungsmotiv - need for achievement (Murray)

Annotations:

  • Bestreben, etwas Schweres zustande zu bringen; Hindernisse zu überwinden; hohen Leistungsstandard zu erreichen  concern with a standard of excellence: to excel oneself, to rival or surpass others Wer leistungsmotiviert ist, will etwas (Aufgabe, Tätigkeit, Fertigkeit) gut, besser oder am besten machen
3.3 Leistungshandeln

Annotations:

  • Als leistungsmotiviert gilt ein Verhalten, wenn es auf die Erreichung eines Gütestandards gerichtet ist ("competition with some standard of excellence", McClelland et al.)
  • Sachimmanent = Gelingen oder Misslingen Autonom = Vergleich mit eigener früherer Leistung Sozial = Vergleich mit den Leistungen anderer
3.4 Ursprünge der experimentellen Leistungsmotivationsforschung

Annotations:

  • Einflüsse: Lewins Postulat: Verhalten = f (Person x Situation) Murrays Idee thematisch definierter Motivklassen (z.B. Macht, Anschluss, Leistung) Freuds Annahme, dass Antriebe des Verhaltens nicht immer bewusst sind ("implizite" Motive) Hulls experimentelle Orientierung
  • Wichtige Beiträge: Motivmessung ((TAT) Risikowahl-Modell des Leistungsverhaltens Viele empirische Studien
3.5 Adaptive Funktionen

Annotations:

  • Lebewesen, deren körperliche und geistige Fähigkeiten auf Lernen beruhen müsen Verhaltensmöglichkeiten aktiv erproben, üben und verbessern
  • Leistungsmotiv als "hedonistisch verankerter Selbstoptimierungsmechanismus": Bestreben, Fähigkeiten zu erwerben und Freude an Steigerung der eigenen Kompetenzen kleinkindliche Freude am "selber machen", Lernen, Aufgaben meistern
  • Selektionsvorteil (verbesserte Überlebens- und Reproduktionschancen)
  • Individuelle Ausprägung & Ausdrucksformen des Leistungsmotivs geprägt durch Lernerfahrungen und kulturelle Einflüsse: Bewertung des Leistungsstrebens variiert in Kulturen und Subkulturen Ausprägung des Leistungsmotivs ist abhängig von Sozialisationsbedingungen
3.6 Risiko-Wahl-Modell von Atkinson! (1957)

Annotations:

  • drei zentrale Konstrukte: 1) das individuelle Leistungsmotiv ("motive") 2) die subjektive Erwartung der Aufgabenbewältigung ("expectancy") 3) den Anreiz der Aufgabe ("incentive")
  • wichtige Kennzeichen der Theorie: -Mathematische Formulierung - Subjetive Wahrnehmung von Wahscheinlichkeiten - Betonung des affektiven Charakters des Motivs
3.6.1 Konstrukte und Komponenten
3.6.1.1 Erwartung

Annotations:

  • setzt sich zusamen aus: 1) Subjektiver Erfolgswahrscheinlichkeit 2) Subjektiver Misserfolgswahrscheinlichkeit
3.6.1.2 Wert

Annotations:

  • Setzt sich zusammen aus: 1) Erfolgsanreiz (Antizipation von Freude / Stolz) 2) Misserfolgsanreiz (Antizipation von Ärger / Scham)
3.6.1.3 Leistungsmotiv

Annotations:

  • Setzt sich zusammen aus: 1) Hoffnung auf Erfolg; Motiv, Erfolg zu erzielen 2) Furcht vor Misserfolg; Motiv, Misserfolg zu vermeiden
3.6.2 Verrechnung der Motivationalen Tendenzen

Annotations:

  • RT = Tm + Te Resultierende Tendenz = Tendenz, Misserfolg zu meiden + Tendenz, Erfolg aufzusuchen
3.6.2.1 drin enthalten: Erwartungs x Wert- Komponenten

Annotations:

  • siehe handschriftliche Unterlagen!
3.6.3 Vorhersagen

Annotations:

  • Erfolgsmotivierte Personen, bei denen gilt Me> Mm -suchen Leistungssituationen auf - bevorzugen mittelschwere Aufgaben, da sie diese als maximal motivierend erleben
  • Misserfolgsmotivierte Personen, bei dene gilt Me < Mm - meiden Leistungssituationen - bevorzugen extrem leichte oder extrem schwere Aufgaben!
4 Wie kann man Motive messen?
4.1 Gefahr zirkulärer Definitionen

Annotations:

  • Leistungshandeln als Indikator für Leistungsmotiv Leistungsmotiv als Erklärung für Leistungshandeln
4.2 Motive müssen unabhängig vom zu erklärenden Verhalten gemessen werden
4.2.1 Motiv-Fragebögen
4.2.2 projektive Verfahren
4.2.2.1 Idee projektiver Tests

Annotations:

  • Murray: Motive manifestieren sich in Fantasievorstellungen ("Projektionen"), die Probanden in mehrdeutigen Situationen produzieren
4.2.2.2 TAT = Thematischer Apperzeptionstest

Annotations:

  • Morgan und Murry (1935) Probanden sollen zu mehrdeutigem Bild eine Geschichte aufschreiben und folgende Punkte berücksichtigen: -Was geschicht hier? Wer sind die Personen? - Was denken, fühlen und wollen die beteiligten Personen? - Wie ist es zu der Situation gekommen? - Wie wird die Situation weiter gehen?
  • Coverstory: Es gehe um eine Untersuchung von Fantasie und Vorstellungsfähigkeit Inhaltsanalytische Auswerung (Häufigkeit motivspezifischer Inhalte) Standardisierte Kodierung Punktvergabe für leistungsbezogene Vorstellungsinhalte Enormer Aufwand!
  • Beispiel auf folien 33 und 35
  • Gütekriterien und Probleme der MEssung mit dem TAT: Objektivität = Zufriedenstellende Interrater-Reliabilität Reliabilität = Mäßige innere Konsistenz, Bilder sehr verschieden bzgl. Motivthematik; Test-Retest bei Intervall 3-5 Wochen: um .50 Validität = Widersprüchliche Aussagen bzgl. Grundannahmen und Interpretation; Spiegeln Inhalte der Geschichten wirklich die Motive der Person wider? Angemessenheit der Beurteilung mit der Klassischen Testtheorie? Situative Einflussfaktoren: -Ereignis kurz vor der Andwendung des TAT - kurzfristige internale Bedürfnisse - konkrete Reizninformation stimulus pull - Antworttendezen und soziale Erwünschtheit - Versuchsleiter- und Instruktionseffekte
4.2.2.3 ein semi-projektives Verfahren: Multi-Motiv Grid (MMG)

Annotations:

  • Gittertechnik als Kombination von TAT und Fragebogen 14 ausgewählte ambige Bilder zu den Themen LEistung, Anschluss, Macht Bilder thematisieren entweder einzelnes Motiv, zwei oder alle drei zu jedem Bild jeweils die gleichen 12 Fragen (2 Fragen x 3 Motive x 2 Tendenzen) Bsp. Folie 39
4.3 Zusammenhang von projektiven Tests und Motiv-Fragebögen (Meta analyse)

Annotations:

  • 105 Studien zum Leistungsverhalten Ergebnis: Kennwerte für das LEistungsmotiv, die mittels projektiver Tests (TAT) und Fragebögen gemessen wurden, waren nicht korreliert (r = .09)
  • Interpretationen: 1) TAT erfüllt nicht die Gütekriterien für einen Motivtest - Mäßige innere Konsistenz, mäßige zeitliche Stabilität und Retest-Reliabilität (um .50) - Ungeklärte Validität 2) Fragebögen und projektive Tests messen unterschiedliche Arten von Motiven - Fragebögen: explizite (bewusste, verbalisierbare) Ziele - projektive Tests: implizite (unbewusste) Motive --> explizite Ziele und implizit Motive können dissoziieren --> Geringe Korrelation
  • zu Interpretation 2: Explizite Motive: - beruhen auf bewusstem Selbstbild, Bewertungen & Ansprüchen anderer (ZIELE) - werden aktiviert, wenn wir Entscheidungen rechtfertigen oder sozialen Anforderungen genügen müssen - sind auf Anreize von Handlungsergebnissen und weniger auf Anreize des Tätigkeitsvollzugs gerichtet - sagen Verhalten in strukturierten und sozial kontrollierten Situationen voraus (respondentes Verhalten) Implizite Motive: - beruhen auf in früher Kindheit erlernten (vorsprachlichen) Assoziationen zwischen motivthematischen Handlungen und Emotionen -manifestieren sich nicht in rationalen Zielen, sondern im emotional positiv erlebten Vollzug motivkongruenter Tätigkeiten - sagen Verhalten in offenen Situationen und über längere Zeiträume vorher (operantes Verhalten) Gegenüberstellung Folie 44
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