OBERSTUFE - Imperialismus, Nationalismus & 1. Weltkrieg

Question 1 of 23

Medal-premium 3

Explain the concept of “civilized warfare”!

Select one or more of the following:

  • The rules of "civilized warfare" were never written down in any form.

  • According to the Encyclopedia Britannica of 1911, civilized warfare "is confined, as far as possible, to the disablement of the armed forces of the enemy; otherwise war would continue till one of the parties was exterminated."

  • "Civilized warfare" is supposed to be started with the previous and explicit warnings issued by governments in the form of a "declaration of war".

  • As early as 1921, the "Rules as to Bombardment by Aircraft" admitted the "truth that air warfare has made such restrictions [according to the rules of “civilized warfare”] - aiming exclusively at military targets - obsolete and impossible."

Question 2 of 23

Medal-premium 3

Welche Parallelen existieren zwischen dem 30-jährigen Krieg (1618-1648) und dem „zweiten 30-jährigen Krieg” (= 1. WK und 2. WK)?

Select one or more of the following:

  • Der zweite 30-jährige Krieg dauerte zwar ein Jahr länger, von 1914 bis 1945, es war allerdings ebenfalls ein Krieg, bei dem die militärische, politische und wirtschaftliche Hegemonie (= Vorrangstellung) auf dem Spiel stand.

  • Wie im "30-jährigen Krieg" standen sich auch im Ersten und Zweiten Weltkrieg ebenso zwei Bündnisse gegenüber.

  • Die Frage der nationalen Unabhängigkeit war im zweiten 30-jährigen Krieg (= 1. & 2. WK) ohne Bedeutung verglichen mit dem 30-jährigen Krieg im 17. Jahrhundert.

  • An die Stelle der religiösen Differenzen war im 20. Jahrhundert die ideologische Auseinandersetzung getreten. Mit ideologischen Gegensätzen sind in diesem Fall unterschiedliche, einander bekämpfende politische und gesellschaftliche Weltanschauungen gemeint.

Question 3 of 23

Medal-premium 3

Nenne Gründe für „Popularität“ der These, dass das Attentat von Sarajevo im Juni 1914 den Ausbruch des Weltkriegs verursacht hat!

Select one or more of the following:

  • Die Erklärung des Kriegsausbruchs durch die „serbischen“ Schüsse von Sarajevo ist v.a. bei Leuten populär, die sich mit der an „verhängnisvollen Fehlern“ reichen Geschichte Österreichs und der Veratwortung der österreichischen Regierung für den Kriegsausbruch nicht kritisch auseinandersetzen wollen.

  • Die These ist populär bei Leuten, die ein Interesse daran haben, von der Tatsachen abzulenken, dass influssreiche Mitglieder der k.u.k. Regierung – z.B. der Außenminister Graf Berchthold und der Ministerpräsident Graf Stürgkh – um jeden Preis einen Krieg gegen Serbien führen wollten und nur auf eine passende Gelegenheit warteten.

  • Mit dem Fokus auf den serbischen Attentäter rückt aus dem Blickfeld, dass der Attentäter Cabrinovic, der zuerst erfolglos eine Bombe auf das Fahrzeug geworfen hatte, österreichischer Staatsbürger war. Aus dem Blickfeld rückt weiters die Tatsache, dass die österreichische Polizei in Sarajevo so nachlässig bei den Sicherheitsvorkehrungen für die Fahrt durch die Stadt gewesen war.

  • Die These ist auch deswegen so populär, weil sie hervorragende Arbeit der österreichische Polizei vor Ort in Sarajevo in den Vordergrund rückt und die ausgezeichneten Sicherheitsvorkehrungen für die Fahrt durch die Stadt unterstreicht.

Question 4 of 23

Medal-premium 1

Wieso konnte der Angriff Österreich-Ungarns auf Serbien als „Verteidigungskrieg“ ausgegeben werden?

Select one or more of the following:

  • Die österreichische Regierung erfand einen Angriff der serbischen Armee auf die Truppen der österreichischen Monarchie und verbreitete diese Falschinformation. Dieser Überfall der serbischen Armee hat in Wirklichkeit nie stattgefunden.

  • Es handelte sich um einen Verteidigungskrieg, weil die serbische Armee im Juli zuerst die Truppen der österreichischen Monarchie angegriffen hat.

Question 5 of 23

Medal-premium 3

Welche Verantwortung trägt die Regierung Österreich-Ungarns für den Ausbruch des Weltkriegs?

Select one or more of the following:

  • Der österreichische Regierungsberater, Graf Tisza, meinte in einem Schreiben an den Kaiser Franz Joseph, dass ein Angriff auf Serbien ein „verhängnisvoller Fehler" wäre, da „wir bisher keine genügenden Anhaltspunke haben, um Serbien verantwortlich machen zu können. Das beweist, dass es zumindest ernst zu nehmende Warnungen vor den Konsequenzen eines Angriffs auf Serbien gegeben hat.

  • Einflussreiche Mitglieder der k.u.k. Regierung – z.B. der Außenminister Graf Berchthold und der Ministerpräsident Graf Stürgkh – wollten um jeden Preis einen Krieg gegen Serbien führen und warteten nur auf eine passende Gelegenheit. Deshalb wurde der Regierung von Serbien ein Ultimatum gestellt, das mehrere Punkte enthielt, welche die Souveränität Serbiens verletzten. Das Risiko des "verhängnisvollen Fehlers" wurde offenbar in Kauf genommen.

  • Die Regierung von Österreich-Ungarn hat „von dem schönen Vorrechte des Stärkeren Gebrauch gemacht“ (Kaiser Franz Joseph) und in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg eine Politik der Expansion auf dem Balkan verfolgt mit dem Ziel, den Einfluss Russlands und seines Verbündeten Serbien, zurückzudrängen. Wer von dem „schönen Vorrecht des Stärkeren“ gebrauch macht, das kann man aktuell im Zusammenhang mit dem westlichen Engagement in der Urkaine auch sehr gut beobachten, sollte auch die Verantwortung dafür übernehmen, wenn gegen diese Expansion ein Widerstand entsteht.

  • Als Reaktion auf die Expansionspolitik der Habsburger erhielten Bewegungen für die freiwillige Germanisierug der nicht-deutschsprachigen Völker auf dem Balkan großen Zulauf. Außerdem wurde die fortschrittliche und demokratische Verwaltung des k.u.k. Staates in Bosnien von der Mehrheit der Bevölkerung begrüßt.

Question 6 of 23

Medal-premium 1

Was war der Schlieffen-Plan?

Select one or more of the following:

  • Um die französischen Verteidigungsanlagen an der deutsch-französischen Grenze (westlich von Elsass-Lothringen) zu umgehen, griff das deutsche Heer zuerst die neutralen Staaten Belgien und Luxemburg an um dann dann von Belgien aus Frankreich anzugreifen..

  • Der entscheidende Fehler beim Schlieffen-Plan war die Annahme, dass sich Russland in diesem Konflikt neutral verhalten werde, statt dessen wurden aber russische Truppen nach Frankreich entsendet.

Question 7 of 23

Medal-premium 2

Welche "tieferen Ursachen" gab es für den Ausbruch des Ersten Weltkriegs?

Select one or more of the following:

  • Der Weltkrieg hat seine tieferen Ursachen in der Expansion der imperialistischen Mächte (Frankreich, Großbritannien, Deutschland etc.) und in dem daraus resultierenden Konflikt um die Kontrolle über Rohstoffe, Absatzmärkte, Auslandsinvestitionen.

  • Beim Weltkrieg ging es darum, die wirtschaftliche, militärische und politische Vorherrschaft in Europa - und in der Welt, zu erringen.

  • Das Attentat von Gavrilo Prinzip war die eigentliche Ursache des Weltkriegs.

Question 8 of 23

Medal-premium 2

Welche Bedeutung hatten die Kolonien für die wirtschaftliche Expansion der europäischen Großmächte?

Select one or more of the following:

  • Wirtschaftliche Expansion erforderte es, Zugang zu immer mehr Rohstoffen für eine immer weiter steigende Industrieproduktion zu sichern.

  • Es mussten neue Absatzmärkte für die immer weiter steigende Menge an industriell produzierten Waren errungen, ausgeweitet und zu verteidigt werden. Die Kolonien boten auch neue Möglichkeiten für die Investition von Kapital, das in Europa „überschüssig" war und nicht mehr rentabel investiert werden konnte.

  • Die wirtschaftliche Expansion der europäischen Großächte spielte keine Rolle beim Erwerb von Kolonien.

Question 9 of 23

Medal-premium 2

Welche - im weiteren Sinne - außenpolitischen Ziele verfolgte das Deutsche Reich?

Select one or more of the following:

  • Die ökonomisch und politisch einflussreichsten Kreise im Deutschen Reich wollten (gemeinsam mit den Juniorpartnern Österreich-Ungarn und dem Osmanischen Reich) die industrielle und wirtschaftliche Expansion Deutschlands in eine militärisch-kriegerische und „außenpolitische" Expansion umsetzen.

  • Mit einem Sieg über Frankreich und Russland wollte man die politische (und wirtschaftliche) Herrschaft über Kontinentaleuropa erreichen.

  • Gegenüber Großbritannien war das Ziel des Deutschen Reichs, mittels einer Aufrüstungspolitik die Überlegenheit der britischen Luftwaffe zu verringern. Das führte in den Jahren vor 1914 zu einem Wettrüsten v.a. zwischen Deutschland und Großbritannien.

Question 10 of 23

Medal-premium 5

Erkläre, wie Ägypten zu einer europäischen (britischen) Kolonie wurde!

Select one or more of the following:

  • Am Beispiel Ägyptens lässt sich zeigen, wie sich der Kampf um die Sicherung der Transportwege für Rohstoffe nach Europa konkret abspielte und wie dadurch ein Land zu einer europäischen Kolonie wurde.

  • Ägypten ist auch ein Fallbeispiel für die Suche nach neuen Möglichkeiten für die Investition von Kapital, das in Europa „überschüssig" war und nicht mehr rentabel investiert werden konnte. Auch der Zusammenhang zwischen Verschuldung und dem Verlust staatlicher Unabhängigkeit spielt bei der Kolonisierung Ägyptens eine wichtige Rolle.

  • Um die enormen finanziellen Mittel für den Bau des Suez-Kanals aufbringen zu können, war 1858 eine Aktien-Gesellschaft gegründet worden. Mit der Ausgabe der Aktien sollten möglichst viele internationale Investoren für eine Beteiligung gewonnen werden.

  • Die ägyptische Regierung erhielt aus Europa rund 100 Millionen Francs, da diese Summe aus den ägyptischen Staatseinnahmen nicht aufzubringen war. Weil der Bau des Kanals im Interesse Frankreichs und Großbritanniens war, bekam Ägypten das Geld mit 0% Verzinsung.

  • Bald nach der Eröffnung des Kanals (1869) war die ägyptische Regierung steinreich, da die Einnahmen aus den Benutzungsgebühren für den Kanal riesig waren. So konnten die Kredite zurückbezahlt werden und es mussten keine neuen Kredite in Europa aufgenommen werden.

  • Eine europäische "Finanzaufsicht" über die Regierung Ägyptens setzte durch, dass rund 3/5 des gesamten Steueraufkommens dafür verwendet werden musste, um die Schulden bei den europäischen Gläubigern zu begleichen.

  • Der Aufstand einer ägyptischen Unabhängigkeitsbewegung gegen die europäische Bevormundung wurde 1882 von einem britischen Flottenverband unterstützt.

  • Nachdem in Ägypten ein Regime installiert wurde, das unter der Kontrolle der britischen Regierung stand und von britischen Kolonialbeamten geführt wurde, war das Land zu einer Kolonie Großbritanniens geworden.

Question 11 of 23

Medal-premium 4

Erkläre, wie Panama zu einer "Halbkolonie" der USA wurde!

Select one or more of the following:

  • Da jeder Versuch, die lateinamerikanischen Länder auf den Status von Kolonien nach „europäischem Vorbild“ zu bringen zum Scheitern verurteilt war, verließen sich die USA v.a. auf ihre wirtschaftliche und militärische Überlegenheit und einen Weg der „indirekten“ politischen Einflussnahme in Lateinamerika.

  • Hauptziele der USA (in Lateinamerika) waren die Öffnung der Märkte für U.S.-amerikanische Waren und die gewinnbringende Investition von U.S.-amerikanischem Kapital.

  • 1903 hatte die US-Regierung Kolumbien für den Bau des Panama-Kanals einen einmaligen Betrag von zehn Millionen US-Dollar und die Zahlung einer jährlichen Pacht von 250 000 US-Dollar angeboten. Das Angebot wurde im kolumbianischen Parlament angenommen.

  • Die USA bereiteten mit Hilfe einer kleinen Gruppe kolumbianischer Militärs, Politiker und Unternehmer einen Putsch vor, mit dem (im November 1903) die Macht im Panama-Gebiet übernommen werden sollte. Die US-Kriegsflotte unterstützte den Putsch, indem sie die kolumbianischen Truppen mit dem Schlachtschiff „U.S.S. Nashville“ von einer Rückeroberung der Region abhielt.

  • Nach dem erfolgreichen Putsch erhielten die USA das Exklusivrecht auf Gesetzgebung und Rechtsprechung innerhalb eines 22-Meilen-Korridors entlang des Kanals. Eine Klausel in der Verfassung von Panama gab der Regierung der USA das Recht auf militärisches Eingreifen, um die öffentliche Ruhe und Ordnung wiederherzustellen.

Question 12 of 23

Medal-premium 1

Historian Enzo Traverso contends that Nazis during World War II were applying fundamentally different principles and methods in Eastern Europe and Russia as those adopted by imperialist powers in Africa and Asia in the 19th century.

Select one of the following:

  • True
  • False

Question 13 of 23

Medal-premium 2

Account for some of the "methods" applied by European imperialists in their colonies!

Select one or more of the following:

  • Many natives in the colonies lost their land, it was taken away from them and given to European colonists. Many natives were forced to work on the plantations or in mines owned by Europeans.

  • On several occasions, natives tried to resist the conquest. Most often Europeans were willing to concede to their demands.

  • In their colonial wars, European powers had for the first time made massive use of machine guns and other automatic weapons.

  • In the colonies, Europeans demonstrated their lack of any consideration for the life and the well-being of the colonial working class. An estimated number of 25 million people starved to death in India due to a famine that was seen by the colonial British ruling class as "a salutary cure for overpopulation".

Question 14 of 23

Medal-premium 3

What function did the racist ideology have for 19th century European imperialists?

Select one or more of the following:

  • As many people were worked to death in the colonies, this was rationalized as being necessary for the process of civilizing the "barbarians" and for the "redemption" of the African continent.

  • A vast arsenal of ideological justification for the project of conquest and colonial genocide was produced in the course of the latter half of the 19th century in Europe.

  • An article in the French "Revue scientifique" dealing with the "fatal impact" of civilization upon "savages" read: "All inferior peoples put in contact with superior people are fatally condemned to perish."

  • The racist terminology was purely scientific and had no function as an "ideology" for 19th century European imperialists.

Question 15 of 23

Medal-premium 1

Ein „indentured servant“ (Bedeutung: Knecht mit gezahntem Zeitvertrag) war ein unter Vertrag stehender europäischer Arbeiter, der für eine bestimmte Zeit (meist mehrere Jahre) für eine andere Person oder ein anderes Unternehmen arbeitete, ohne dafür Lohn zu erhalten. Im Gegenzug erhielt insbesondere die Kosten für den Transport in die englischen Kolonien nach Nordamerika im Voraus bezahlt. Die Situation der "indentured servants" war nicht fundamental verschieden von derjenigen der Sklaven aus Afrika.

Select one of the following:

  • True
  • False

Question 16 of 23

Medal-premium 1

Many white Europeans had come to America as indentured servants and they had originally stood together with Africans in fighting for better living conditions against the powerful and rich elite in the Northern American colonies. Racist attitudes of “white supremacy” were thus strongly promoted in the 18th century in order to divide white and black people.

Select one of the following:

  • True
  • False

Question 17 of 23

Medal-premium 1

Welche Zielsetzung der Einsatz afrikanischer Soldaten aus den Kolonien im Ersten Weltkrieg und welche europäische Macht setzte besonders auf die Kolonialsoldaten?

Select one or more of the following:

  • Sowohl die britische als auch die französische Regierung bewaffneten und trainierten eine große Zahl potentiell rebellischer kolonialer Untertanen in ‚moderner Kriegsführung‘ für den Einsatz im Ersten Weltkrieg.

  • Im Gegensatz zur britischen oder zur deutschen Regierung bewaffnete und trainierte die französische Regierung eine große Zahl potentiell rebellischer kolonialer Untertanen und bildete sie in ‚moderner Kriegsführung‘ aus. Ab 1916 gab es in den französischen Kolonien die allgemeine Wehrpflicht. Die Kolonien lieferten seither in großen Mengen auch „Kanonenfutter" für die Schlachtfelder in Europa. Im Ersten Weltkrieg waren mehr als 500.000 französische Soldaten aus Afrika eingesetzt.

Question 18 of 23

Medal-premium 2

What reasons does Cecil Rhodes give for the British Empire to take control of Africa?

Select one or more of the following:

  • Cecil Rhodes contended that the more of the world the British inhabit the better it is for the human race. According to him, Britons were "the finest race in the world".

  • Rhodes said: "It is our duty to seize every opportunity of acquiring more territory [...] More territory simply means more of the Anglo-Saxon race, more of the best, the most human, most honourable race the world possesses." Thus it was Britain's duty to take Africa.

  • According to Rhodes, colonialism and imperialism would make no difference to the problem of unemployment.

Question 19 of 23

Medal-premium 1

Welche Ähnlichkeiten hatten die deutschen Kriegsziele im Ersten Weltkrieg mit denjenigen im Zweiten Weltkrieg?

Select one or more of the following:

  • In den Kriegen sollte der „Endkampf“ zwischen Slawen und Germanen zugunsten der Germanen entschieden werden. Ziel war auch eine „Dekomposition Russlands".

  • Die deutschen Kriegsziele im Ersten Weltkrieg und im Zweiten Weltkrieg haben keine Ähnlichkeit miteinander.

Question 20 of 23

Medal-premium 3

Welche Argumente dafür, dass Deutschland im Ersten Weltkrieg "recht hatte" finden sich im "Manifests der 93"? Wie werden die Kriegsgegner Deutschlands und außereuropäische Bevölkerungen charakterisiert?

Select one or more of the following:

  • Den deutschen Kriegsgegnern wird das Recht abgesprochen, sich als "Verteidiger der Zivilisation" auszugeben, weil sich die Entente "mit Russen und Serben verbündet" hat und der Welt das "schmachvolle Schauspiel" bietet, "Mongolen und Neger auf die weiße Rasse zu hetzen".

  • Außereuropäischen Völkern wie Mongolen und Afrikanern wird die gleichwertige Zugehörigkeit zur Spezies homo sapiens abgesprochen. Man spricht in diesem Zusammenhang nicht nur von Rassismus, sondern auch von Despezifikation.

  • Der Überfall Deutschlands auf das neutrale Belgien im Sommer 1914 wird damit gerechtfertigt, dass Frankreich und England "nachweislich" zur Verletzung der belgischen Neutralität entschlossen waren, vermutlich um ihrerseits über Belgien Deutschland anzugreifen. "Selbstvernichtung wäre es gewesen, ihnen nicht zuvorzukommen." Mit anderen Worten: Deutschland ist seinen Feinden nur zuvorgekommen, es war also ein „Präventivschlag". Der Vorteil dieses bis heute sehr verbreiteten Arguments: Es ist schwer widerlegbar, es entzieht sich der Verifikation.

  • Im Manifest der 93 wurde gegen Rassenvorurteile und Bereicherungsgelüste, die sich die Fahne des Patriotismus umhängen, Stellung bezogen.

Question 21 of 23

Medal-premium 3

Welche Beweggründe für Krieg nennt Albert Einstein in seinem Briefwechsel mit Sigmund Freud?

Select one or more of the following:

  • Der Kampf um "imaginäre Grenzen"

  • Bereicherungsgelüste, die sich die Fahne des Patriotismus umhängen

  • Rassenvorurteile

  • Sicherung der Demokratie

Question 22 of 23

Medal-premium 1

Welches Ziel wollte die Entente - und hier insbesondere die USA, die 1917 in den Krieg eintrat - laut ihrer Kriegspropaganda im Krieg erreichen?

Select one or more of the following:

  • U.S.-Präsident Wilson argumentierte den Kriegseintritt damit dass er zum Ziel habe „to make the world safe for democracy“.

  • Ein wichtiges Ziel war Sicherung der Darlehen, die an die Entente-Mächte vergeben worden waren. Diese Gelder wären im Falle einer Niederlage der Entente voraussichtlich verloren gegangen.

Question 23 of 23

Medal-premium 2

Wie demokratisch war die mit der Entente verbündete zaristische Regierung in Russland?

Select one or more of the following:

  • Russland war nicht sehr demokratische, politische Gegner, die sich gegen den Zarismus eingesetzt hatten, wurden nach Sibirien deportiert.

  • Russland war nicht sehr demokratisch, antisemitische Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung wurden oft von der zaristischen Polizei und von Regierungsstellen angezettelt.

  • Das Russland unter dem Zaren war ein Hort der Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit mit einer demokratischen Verfassung und vollen politischen und staatsbürgerlichen Rechten für alle Bevölkerungsgruppen und Minderheiten (z.B. Juden).

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OBERSTUFE - Imperialismus, Nationalismus & 1. Weltkrieg

Markus Grass
Quiz by , created about 2 years ago

Der Erste Weltkrieg ist der Wendepunkt der Weltgeschichte mit dem das "lange 19. Jahrhundert" (Eric Hobsbawm) zu Ende ging. Tiefere Ursachen, die zum Krieg führten (Stichwort: Imperialismus) sind ebenso Gegenstand wie die zeitgenössische Propaganda zur Rechtfertigung des Krieges.

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Markus Grass
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