Question 1
Question
Otologische Indikationen für ein AEP sind
Answer
-
objektive Audiometrie
-
Pädaudiometrie
-
SLS
-
SES
Question 2
Question
Neurologische Indikationen für ein AEP sind
Question 3
Question
Weitere Indikationen für ein AEP sind
Question 4
Question
Zu den Geräteeinstellungen für ein AEP gehören
• Mittelungsschritte: 1000-2000
• Signal - Rausch Verhältnis: 10:1
• Analysezeit: 10 -20 ms
• uGF: > 100 - 200 Hz
• oGF: < 3000 Hz
• Verstärkung: 5 -10 µV/D
• Reiz: monauraler Klickreiz
Question 5
Question
Die Elektrodenpositionen für ein AEP sind
• Ableitelektrode: ipsilaterales Mastoid (Ml, M2)
• Referenzelektrode: Cz
• Erdelektrode: Fz
2 Kanal Ableitung: simultane Ableitung beider Ohren
1 Kanal Ableitung: kontralaterales Mastoid als Erdelektrode
Question 6
Question
Durchführung AEP
1) [blank_start]Patienteneinweisung[blank_end]
2) [blank_start]Ohrinspektion[blank_end]: Ohrschmuck, Cerumen, Deformierung, ...
3) bequeme [blank_start]Lagerung[blank_end] des Patienten
4) [blank_start]Elektrodenplatzierung[blank_end] + [blank_start]Impedanzen[blank_end] überprüfen, ggf. korrigieren
5) Platzierung der [blank_start]Kopfhörer[blank_end]
6) Bestimmung der [blank_start]individuellen Hörschwelle[blank_end]
7) Einstellen von [blank_start]Stimulations-/Vertäubungslautstärke[blank_end]
8) [blank_start]Reproduktion[blank_end]
9) [blank_start]Seitenwechsel[blank_end]
10) Reproduktion
Question 7
Question
Die Reproduzierbarkeitskriterien für ein AEP lauten
Latenz I, III, V: < 0,1 ,s
Amplituden I, III, V: < 20%
Question 8
Question
Für die Reizintensität ist wichtig
dBHL = hearing level = dBSPL ab dem Ton wahrgenommen wird
dBSPL = sound pressure level = Schwingung des TF vor Höreindruck
24 dBSPL = 0 dBHL
84 dBSPL = 60 dBHL
Question 9
Question
Bei der Reizpolarität wird unterschieden in
[blank_start]Sog[blank_end]
- Welle I höhere Amplitude
- Wellen VI und V besser zu unterscheiden
- insgesamt kürzere Latenzen
[blank_start]Druck[blank_end]
- höher Amplituden Welle V
am besten beide Reizpolaritäten getrennt voneinander untersuchen und mitteln
Question 10
Question
Biologische Artefakte können sein
Question 11
Question
Technische Artefakte können sein
Answer
-
defekte Kopfhörer
-
schlechter/falscher Kopfhörersitz
-
fehlende Vertäubung
-
Übervertäubung
-
unterschiedliche Widerstände
-
falsche Elektrodenpositionen
Question 12
Question
Bei den Messergebnissen werden beurteilt
- Latenz in ms
- Amplitude in µV
- Potentialform
- Seitendifferenz
Welle I
= [blank_start]cochleärer Anteil Vlll Hirnnerv[blank_end]
• nicht in kontralateraler Ableitung
• Basis für IPL Messung
• bessere Ausprägung bei Sogreiz
Welle II
= [blank_start]Ncl. cochlearis[blank_end]
• nicht immer zu identifizieren
• kontralateral: etwas längere Latenz+ höhere Amplitude
Welle III
= [blank_start]Ncl. olivares superior[blank_end]
• gut abgrenzbar
• kontralateral: etwas kürzere Latenz+ kleine Amplitude
Welle IV
= [blank_start]Ncl. lemniscus laterale[blank_end]
• ipsilateral oft mit Welle V verschmolzen
• bei Sogreiz besser zu identifizieren
• keine eindeutige anatomische Struktur
Welle V
= [blank_start]Colliculus inferior[blank_end]
• siehe Welle IV
Question 13
Question
Normbefunde bei einem AEP liegen vor wenn
mind. 2 reproduzierbare Kurven erzeugt wurden
Welle I, III, V müssen zu identifizieren sind
Question 14
Question
kompletter Potentialausfall o. Abbruch nach einem der 5 Gipfel
• höhergradige SLS
• ausfallender Stimulator
weiterhin keine Potentiale: Interpretation als Potentialausfall zulässig
Question 15
Question
periphere Schädigung
• Veränderung durch Erkrankungen des Schallleitungsapparates
zentrale Schädigung
• Welle I, II normal ; Welle III normale Latenz
• Welle IV, V Latenzverzögerung+ Amplitudenminderung
Question 16
Question
SLS: Schädigung des äGG und MO
• Pathophysiologie: Reiz erreicht cochlea schwächer
• Merkmale:
-Latenzverlängerung
-Amplitudenreduktion
-IPL normal
Question 17
Question
pancochleäre Hörstörungen
• Pathophysiologie:
eingehender mechanischer Reiz im 10 vermindert Summationspotential
• Merkmale:
-Latenzverlängerung
-Amplitudenminderung
(bei niedrigem Reizpegel)
Question 18
Question
ACN
• Pathophysiologie:
Veränderung abhängig von Läsionsort
• Merkmale:
-Welle 1: Latenzverlängerung+ Amplitudenminderung bis Ausfall
-Welle III: Latenzverlängerung, schlechte Ausprägung, verlängerte IPL
-Welle V: Latenzverlängerung + Amplitudenminderung
Question 19
Question
MS
• Pathophysiologie:
zur Diagnosesicherung
• Merkmale:
-variables Auftreten von Latenz- und Amplitudenveränderung
- IPL verlängert
Question 20
Question
vaskuläre Störungen: Hirnstammischämien und -blutungen
• Pathophysiologie:
Hirnstammischämien bei Thrombose der A. basilaris
• Merkmale:
-normale bis vollständige ausgefallene Wellen I- V
Question 21
Question
raumfordernde Prozesse
• Pathophysiologie:
Blutungen, Tumore
• Merkmale:
- Latenzverlängerung, Amplitudenminderung
- Abbruch der Potentiale am Ort der Schädigung
Question 22
Question
Menigitis
• Pathophysiologie:
Veränderung nur bei Mitbefall des N. cochlearis
• Merkmale:
- Welle I normal
- Latenzverzögerung ab Welle III+ Amplitudenminderung
Question 23
Question
Wo findet die primäre Verarbeitung eines Höreindrucks im Cortex cerebri statt?
Answer
-
Wernicke-Zentrum im Lobus temporalis
-
Heschel-Zentrum im Lobus temporalis
-
Area striata
-
Radiatio acustica
-
Gyrus postcentralis im Lobus parietalis
Question 24
Question
Verlauf der Hörbahn
1) [blank_start]Akustorezeptoren[blank_end] im [blank_start]Corti-Organ[blank_end] (Schallenergie umgewandelt in elektrische Energie)
2) Fasern des [blank_start]Ganglion spirale[blank_end] (1. Neuron und bipolare NZ)
3) Axone vereinigen sich im inneren Gehörgang zum [blank_start]N. cochlearis[blank_end] (verläuft gemeinsam mit N. vestibularis durch Meatus acusticus internus und Kleinhirnbrückenwinkel)
4) N. cochlearis tritt über in [blank_start]Medulla oblongata[blank_end] (2. Neuron) im [blank_start]Hirnstamm[blank_end]
5) von dort aus Umschaltung auf [blank_start]Ncl. cochlearis anterior[blank_end] und [blank_start]posterior[blank_end]
6) Fasern verlaufen ipsi- und kontralateral zum [blank_start]Ncl. olivaris superior[blank_end]
7) Fasern ziehen als Lemniscus lateralis zum Ncl. lemniscus lateralis (3. Neuron)
8) Dessen Fasern ziehen zum [blank_start]Colliculus inferior[blank_end] (akustisches Reflexzentrum)
9) und weiter zum [blank_start]Corpus geniculatum mediale[blank_end] (4. Neuron)
10) von dort aus weiter als [blank_start]Radiatio acustica[blank_end] zum primären Hörzentrum im Lobus temporale ([blank_start]Heschelsche Querwindung[blank_end])
11) und zum sekundären Hörzentrum ([blank_start]Wernicke zentrum[blank_end])
Question 25
Question
Die Hörbahn wird im Thalamus umgeschaltet auf
Question 26
Question
Bei einer Klickreiz AEP werden zwei Reizpolaritäten unterschieden:
Sog als primäre Auslenkung der Kopfhörermembran vom Gehörgang weg
Druck als primäre Auslenkung des Kopfhörermembran zum Gehörgang hin
Question 27
Question
Die Interpeaklatenzen haben folgende diagnostische Bedeutung
IPL I-III periphere Signalleitung
IPL III-V zentrale Signalleitung
IPL I-V Signalleitung von Corti-Organ bis Hirnstamm
Question 28
Answer
-
Selten 2 Gipfel, fehlt kontralateral
-
Fehlt oft auch bei Gesunden
-
gleichzeitig ipsi- und kontralateral gut
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meist als Komplex verschmolzen
-
größte Amplitude, Sogreiz ipsilateral