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TEXT Das vernetzte Haus verkompliziert nur das Leben

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Seite 1

Das vernetzte Haus verkompliziert nur das Leben

nach

einem Artikel von Christopher Mims, WSJ,

07.07.2014

Kaffee kochen, Licht einschalten, Wetterbericht[1]

vorlesen: Das smarte Haus ist relativ bezahlbar geworden. Doch die Systeme, die

unser Leben erleichtern sollen, tun oftmals genau das Gegenteil.

Das Haus von Alex

Hawkinson weiß sofort Bescheid[2],

wenn er wach wird. Sein Fitnessarmband Jawbone Up registriert die Bewegung[3],

während er sich im Bett streckt, und schickt diese Information an sein iPhone,

das das Signal wiederum an seine Heimsteuerungssoftware[4]

in der Cloud schickt: In der Küche und im Wohnzimmer gehen die Lichter an, die

Kaffeemaschine schaltet sich ein, das Thermostat steigt um vier Grad, die

Alarmanlage schaltet sich aus. Der Kaffee ist fertig, bis Hawkinson, Chef der

vor zwei Jahren gegründeten Firma Smart Things, in die Küche kommt. Wenn er den

Schrank mit seinen Kaffeetassen öffnet, löst ein Sensor einen Lautsprecher[5]

aus, der mit dem Internet verbunden ist. Eine Frauenstimme, die ein bisschen an

einen Roboter erinnert, liest ihm den aktuellen Wetterbericht vor.

Viel mehr tut das

Haus morgens nicht für Hawkinson – es kommt kein Butler-Roboter um die Ecke

gefahren, und die Küche macht nicht von allein das Frühstück.

Heimautomatisierungssysteme sind nicht neu. Neu sei aber, dass es inzwischen

leichter und relativ erschwinglich[6]

geworden sei, ein Haus zu automatisieren, sagen Hawkinson und andere, die

Gebäude intelligenter machen wollen.

Die wichtigere

Frage ist jedoch: Warum sollte jemand das überhaupt tun?

Außer Menschen, die

einen ganz speziellen Grund dazu haben, ihr Haus zu automatisieren, würden das

wohl wenige Menschen freiwillig tun – selbst wenn die Geräte dazu kostenlos

wären. Viele Tech-Experten sagen, dass Technologien für intelligentere Häuser

auch dann, wenn sie wie vom Hersteller[7]

gewollt funktionieren, dem Alltag mehr Komplexität geben, als sie ihm nehmen. Ist

es wirklich so weit gekommen, dass wir keine Lust mehr haben, Lampen selbst an-

und auszuschalten und vor dem Schlafen das Thermostat anzupassen?

Intelligente Häuser

haben trotz allem Potenzial. Die Technologie steckt noch in den Kinderschuhen.

Die interessantesten Aspekte der Technologie in Hawkinsons Haus waren zugleich

auch die neuesten. Ein Licht an einem Bücherregal wechselt[8]

die Farbe, wenn der Briefbote[9]

etwas in den Briefkasten geworfen hat. Mit solchen Tricks könnte man zumindest

das Gefühl bekommen, dass die Technologie unser Leben verändern kann.

Bisher suchen die

Hersteller immer noch nach der Super-App, die die breite Masse von der

Technologie überzeugt. Manche lassen sich womöglich über ein Sicherheitssystem

gewinnen, andere über Energieeffizienzsysteme. Doch eins steht fest: Die

Technologie muss etwas bieten, das Häuser bisher gar nicht können.

Smartphones können

zu einer Quelle[10] für Erfindungen werden,

die unser Leben verändern und nicht nur komplizierter machen.

[1] bulletin météo

[2] Bescheid wissen: être au courant

[3] mouvement

[4] Steuerung: pilotage, commande, système de commande

automatique

[5] haut parleur

[6] erschwinglich = bezahlbar (financèrement accessible)

[7] le constructeur

(herstellen = produzieren)

[8] change

[9] le facteur

[10] source

Informationen

Beschreibung
Der Nutzer hat seine Fachbereichs-Information gelöscht. Notiz am TEXT Das vernetzte Haus verkompliziert nur das Leben , erstellt von Gelöschter Nutzer am 03/02/2017.
Erstellt von
Gelöschter Nutzer · Feb 2017
Aktualisiert
3 Feb 2017
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32
Verlauf
  • Erstellt von Hedwig Mesana · 3 Feb 2017
  • Kopiert von Hedwig Mesana · 3 Feb 2017
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