Modul 6 von 11 · Text
Abiotische Faktoren: Temperatur
Umweltfaktor Temperatur
- Lebensvorgänge sind Temperaturabhängig, da ihnen temperaturabhängige chemische Reaktionen zugrunde liegen
- Unterscheidung von 2 Typen je nach Regulation der Körpertemperatur(KT): gleichwarme und wechselwarme Organismen
Wechselwarme/ektotherme/poikilotherme Organismen
- geringe Wärmeproduktion durch eigenen Stoffwechsel
- KT gleicht sich der Umgebungstempeartur an
- RGT Regel tritt zwischen Minimum und Optimum ein
- unterhalb/oberhalb Temperaturgrenzwerte -> Kält/Wärmestarre, keine aktiven Lebensäußerungen
- keine Kühlmechanismen (Schwitzen)
- geringer Energie und Nahrungsbedarf
- im Winter -> Winterstarre
- begrenzender Umweltfaktor -> Temperatur
- bsp. : Wirbellose, Fische, Amphibien, Reptilien
+ geringern Nahrungsbedarf, im WInter gar keine Nahrung nötig
- nur in Regionen mit hinreichenden Temperaturen lebensfähig
Gleichwarme/endotherme/homoiotherme Organismen
- hohe Wärmeproduktion durch eigenen Stoffwechsel
- konstante KT, unabhängig von Umgebungstemperatur
- Wärmeregulation durch Isolationseffekt (Federn, Fettschicht)
- körpereigene Regulatiosmechanismen zur Temperaturregulation: + Muskelzittern, Aufstellen der Haare, Einrollen - Schwitzen oder Hecheln
- Energie und Nahrungsbedarf hoch
- im Winter -> aktiv/Winterruhe/Winterschlaf
- begrenzender Umweltfaktor -> Nahrungsangebot
- bsp. : Vögel, Säugetiere
+ optimale Aktivität in breitem Temperaturspektrum, Besiedlung aller Lebensräume der Erde möglich
- hoher Nahrungsbedarf für Regulation
Klimaregeln für gleichwarme Tiere
versuchen Phänomene zu erklären, warum morphologische und physiologische Eigenschaften in verschiedenen Klimazonen Unterschiede aufweisen
Individuen einer Art oder nahe verwadter Arten sind in kalten Gebieten größer als in warmen Gebieten -> Bergmannsche Regel
- Tier im Verhältnis zu Körpervolumen, geringe Körperoberfläche -> Volumen steigt mit wachsender Größe in 3. Potenz, Oberfläche in 2.
- kühle Regionen -> kleine Oberfläche zum Vorteil, da Wärmeaustausch mit der Umwelt so eingeschränkt ist (vorraussetzung: ausreichend nahrung)
- Bsp. : Kaiserpinguin/Königspinguin (größte Pinguinarten) leben am Südpol, Galapagospinguin (kleinste Art) auf den Galapagos Inseln
Bei verwandten Arten gleidchwarmer Tiere sind die Körperanhänge wie Ohren oder Schwänze in kalten Klimazonen kleiner als in wärmeren Gebieten -> Allensche Regel
- Größere Körperanhänge haben große Oberfläche -> kühlen schneller aus
- in warmen Regionen -> große Ohren dienen Abgabe überschüssiger Wärme (Thermoregulation)
- Bsp. : Ausprägung der Ohrmuschel nimmt bei Füchsen von Norden nach Süden zu (Polarfuchs die kleinsten, Wüstenfuchs die größten)
-> Klimaregeln stellen allerdings nur eine Verallgemeinerung dar und unterliegen Ausnahmen, nur Hypothesen zur Analyse ökologischer Zusammenhänge