6. Außenwirtschaft und Globalisierung
Folien in diesem Satz (23)
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- Ist der grenzüberschreitende Waren- und Dienstleistungsverkehr einer Volkswirtschaft. Er umfasst den Kauf ausländischer Güter (Import) und den Auslandsabsatz inländischer Güter (Export). Wirtschaftliche Vorgänge (Transaktionen), die während eines bestimmten Zeitraums zwischen Inländern und Ausländern stattfinden, werden in der Zahlungsbilanz erfasst.
- Warum wird Außenhandel betrieben?
- Mangelnde Verfügbarkeit von Rohstoffen/Gütern/Produktionsfaktoren aufgrund klimatischer/geologischer Ursachen
- Unterschiedliche Produktionskosten zwischen In- und Ausland
- Technologische Unterschiede
- Produktionsdifferenzierungen und Markenbildung
- Vorteile
- Größere Produktionsvielfalt
- Schaffung von Arbeitsplätzen
- Günstige Waren durch Kostenvorteile
- Nachteile
- Konkurrenz für heimische Produktion
- Verdrängung von Kulturen/Ausbeutung von Entwicklungsländern
- Wirtschaftliche und politische Abhängigkeit
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- Jedes Land soll die Güter herstellen, die absolut kostengünstiger als die Güter aus dem Ausland sind, und dann mit dem Ausland Handel treiben (Spezialisierung durch Arbeitsteilung).
- Beispiel

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- Im Ausland kann mit gleich großem Arbeitseinsatz mehr Weizen erzeugt werden als im Inland
- Im Ausland werden weniger Arbeitseinheiten für die gleiche Weizenmenge als im Inland benötigt
- Für eine ME Weizen werden im Ausland 4,1 (100/24) AE und im Inland 10 (100/10) AE benötigt (hier lässt sich Kostenvorteil schon feststellen)
- Die Arbeitsproduktivität bei der Weizenproduktion ist im Ausland um 140% (24-10=14, 14/10=1,4 x 100) höher als im Inland
- Das Ausland hat also bei der Erzeugung von Weizen einen absoluten Kostenvorteil gegenüber dem Inland
- Bei der Stahlproduktion funktioniert die Rechnung genau gleich. Hier hat das Inland einen absoluten Kostenvorteil.
- Empfehlung
- Das Inland sollte sich auf die Produktion von Stahl und das Ausland auf die Produktion von Weizen spezialisieren und dann Handel miteinander treiben.
- Theorie der absoluten Kostenvorteile
- Wenn sich jedes Land auf die Produktion der Güter spezialisiert, bei denen es absolute Kostenvorteile hat, kann durch internationale Arbeitsteilung die Gesamtproduktion gesteigert werden.
- Wie viel kann jetzt produziert werden: Verfügbare AE/AE pro ME (bei dem Erzeugnis mit abs. KV)
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Komparativer (relativer) Kostenvorteil

- Bildunterschrift: Theorie der komparativen KV nach Ricardo
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- Bildunterschrift: Opportunitätskosten: Kosten entgangener Gewinne
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Übertragung auf heutige Wirtschaft
- Scheitert, da ...
- Transportkosten werden nicht berücksichtigt
- Deutschland handelt intrasektoral-->Handel beruht nicht auf Spezialisierungen und ist nicht durch komparative Kostenvorteile zu erklären
- Spezialisierung kann zu wirtschaftlichen und politischen Abhängigkeiten führen
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- Wechselkurs
- Ist das Austauschverhältnis zwischen zwei Währungen. Er ist der Preis für eine bestimmte Menge ausländischer Währungseinheiten, die man für einen Euro erhält. (Wie viele ausländische Währungseinheiten erhält man für einen EUR?)
- Beispiel: USD-Kurs 1,50 --> Kursgleichung: 1,00 EUR = 1,50 USD
- Die Banken benutzen für die Umrechnung der Währung zwei Kurse:
- der niedrigere Geldkurs (Ankaufskurs) wird angewandt, wenn die Bank ausländische Zahlungsmittel verkauft und Euro ankauft (Tausch Euro in Dollar)
- der höhere Briefkurs (Verkaufskurs) wird angewandt, wenn die Bank ausländische Zahlungsmittel ankauft und Euro verkauft (Tausch Dollar in Euro)
- Devisenmarkt
- Ein System freier Wechselkurse liegt vor, wenn sich der Wechselkurs als Gleichgewichtspreis durch Angebot und Nachfrage auf dem Devisenmarkt bildet. Die Preisbildung auf dem Devisenmarkt vollzieht sich wie beim Polypol auf dem vollkommenen Markt. Es werden aber keine Waren und Dienstleistungen gehandelt. Auf dem Devisenmarkt werden Guthaben in Inlandswährung (z.B. Euro) gehandelt, deren Preis in Auslandswährung (z.B. US-Dollar) ausgedrückt wird.
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- Aufwertung
- =steigender Wechselkurs
- Beispiel:
- Aufwertung des EUR gegenüber dem USD: USD-Kurs vor Aufwertung: 1,50 - nach Aufwertung: 1,60
- Folgen:
- - US-Produkte werden für Euroländer billiger (Importe werden billiger): Importe steigen
- - Eurolandprodukte für US-Bürger teurer (Exporte werden teurer): Exporte sinken

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- Abwertung
- =sinkender Wechselkurs
- Beispiel:
- Abwertung des EUR gegenüber dem USD: USD-Kurs vor Abwertung: 1,50 - nach Abwertung: 1,40
- Folgen:
- - US-Produkte werden für Euroländer teurer: Importe steigen
- - Eurolandprodukte für US-Bürger teurer: Exporte steigen
- Der Schnittpunkt zwischen EUR-Angebotskurve und der
- EUR-Nachfragekurve bestimmt den GG-Kurs und die GG-Menge

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- Beispiele
- Das Zinsniveau in den USA liegt über dem in Europa. Es werden weitere Zinserhöhungen in den USA erwartet
- --> Wechselkurs (USD/EUR) sinkt-->Abfluss von Anlagenkapital in die USA: Euro-Angebot nimmt zu, USD-Nachfrage nimmt zu
- und/oder: Zufluss von Anlagenkapital in den Euro-Währungsraum nimmt ab: Euro-Nachfrage nimmt ab, USD-Angebot nimmt zu
- Amerikanische Unternehmen investieren vermehrt in Deutschland
- -->Wechselkurs sinkt-->Zufluss von Kapital aus den USA: Euro-Nachfrage nimmt zu, USD-Angebot nimmt zu
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- Vorraussetzungen für den Ausgleich der Leistungsbilanz durch Wechselkursmechanismen
- - Güterimporte und -exporte reagieren auf Wechselkursänderungen normal, d.h. Abwertung=Importsenkung und Exporterhöhung, Aufwertung=Importerhöhung und Exportsenkung
- - Devisenangobot und Devisennachfrage stammen maßgeblich aus Güterexporten und Güterimporten
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- = Gesamtheit aller Maßnahmen zur Beeinflussung und Steuerung der außenwirtschaftlichen Beziehungen eines Landes.
- Umfasst:
- Außenhandelspolitik-->Ordnung und Lenkung der internationalen Warenströme
- Währungs- und Wechselkurspolitik-->Ordnung und Lenkung der internationalen Kapitalströme
- Ziele:
- Außenhandel ohne Zölle und andere Handelshemnisse (=Freihandel)
- Unterbindung des freien Handels zum Schutz der eigenen VW vor ausländischen Konkurrenten. (Zölle, Subventionen, Steuern, mengenmäßige Beschränkungen wie Export-/Importkontingente (=Protektionismus))-->Wirkung: Verteuerung der Güter
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1. Zollpolitik (preispolitische Maßnahme)
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- Durch Importe steigt die KR und sinkt die PR. Die Gesamtwohlfahrt steigt, weil cie Zunahme der KR größer ist als die Abnahme der PR.
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Kontingentpolitik (mengenpolitische Maßnahme)
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- Durch Importzölle sinkt die KR und steigt die PR. Außerdem steigen Staatseinnahmen durch die Zollerhöhung an. Trotzdem sinkt die Gesamtwohlfahrt, weil die Abnahme der KR größer ist als die Zunahme der PR und der Staatseinnahmen.
- Vorteile von Importzöllen (Protektionismus)
- - Sicherheitsargument: Erhalt von best. Branchen
- - Beschäftigungsargument: Durch internationalen Handel sind inländische Arbeitsplätze gefährdet, da das Ausland Güter evtl. billiger anbietet
- - Verhalndlungsvorteil: Politiker können bei Verhandlungen mit Handelsbeschränkung drohen
- - unfairer Wettbewerb: er herrscht, da Regierungen mit Subventionen und Gesetzen Einfluss auf den internationalen Handel nehmen
Informationen
- Beschreibung
- Schriftlich Volkswirtschaftslehre Folienset am 6. Außenwirtschaft und Globalisierung, erstellt von linda-jetter0109 am 11/02/2016.
- Erstellt von
- linda-jetter0109
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