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Karteikarten

Pharmaka binden an Rezeptoren!, Rezeptortypen, Rezeptor-Pharmaka-Interaktionen (Beispiele), Krankheitsbilder und Rezeptoren, Ursachen von Krankheiten, Erkennen der Krankheitssymptome, Sympathikus und Parasympathikus, Auswurffraktion, RAA-System

Angelika Doppler Pharmazie Deutsch 47 Karten

Karten in diesem Stapel (47)

  1. 1AgonistenPharmaka, die am Rezeptor einen, dem physiologischen Transmitter gleichartigen Effekt hervorrufen. Volle Antagonisten aktivieren den Rezeptor vollständig, Partialantagonisten nur teilweise
  2. 2AntagonistenSubstanzen, die die biologische Wirkung eines Agonisten reduzieren (partielle Antagonisten) oder aufheben (volle Antagonisten)
  3. 3AffinitätCharakterisiert die Stärke der Bindung und wird auch als Bindungsaffinität bezeichnet. Als Maß wird häufig die Dissoziationskonstante in mol/L (M, Molar) angegeben
  4. 4Rezeptortypen1. Enzyme, 2. G-Protein-gekoppelte Rezeptoren, 3. Ionenkanäle und Transporter, 4. Intrazelluläre Rezeptoren (Kern, Zytoplasma)
  5. 5PropanololRezeptor: Unselektiver beta-Rezeptor-Blocker, hemmt beta1- und beta2-Rezeptor (G-Protein gekoppelter Rezeptor)
    Ligand: z.B. Adrenalin, Noradrenalin
  6. 6Digitoxin (Digitalisglycosid aus Fingerhutarten)Rezeptor: Na+-K+-ATPase (Transporter)
    Ligand: -
  7. 7InsulinRezeptor: Tyrosinkinase
    Ligand: Insulin/Analoga
  8. 8EnalaprilRezeptor: Angiotensin-Konvers. Enzym
    Ligand: Angiotensin 1
  9. 9Tubocurarin (früher in der Anästhesie verwendet)Rezeptor: nicotinischer ACh-Rezeptor (Ionenkanal)
    Ligand: ACh
  10. 10Amlodipin, Nifedipin (hemme Calciumkanäle, relaxieren glatte Muskulatur der Gefäße, Antyhypertensiva)Rezeptor: Calciumkanal (Ionenkanal)
    Ligand: -
  11. 11Myastenia GravisMuskelschwäche durch Autoantikörper gegen nACh-Rezeptoren der motorischen Endplatte
  12. 12Diabetes mellitus Typ II"Down"-Regulation der Insulinrezeptoren führt zur Verminderung der Insulin-Empfindlichkeit peripherer Gewebe
  13. 13M.BasedowÜberfunktion der Schilddrüse durch A-AK gegen Tyrotropin-Rezeptoren führen zu katabolen Stoffwechselentgleisungen
  14. 14Familiäre HypercholesterinanämieDefekte LDL-Rezeptoren (Low-Density-Lipoprotein) führen zu hohen LDL-Spiegeln
  15. 15Ursachen von KrankheitenHäufig genetisch bedingt; Veränderungen in den Signal-Transduktionskaskaden und Regelkreisen und Umweltfaktoren
  16. 16ÜbergewichtDiabetes mellitus Typ II, Arteriosklerose
  17. 17Bakterielle InfektionEntzündungen, Fieber, Schmerzen
  18. 18HypertoniePrimäre Hypertonie:
    Komplexe Erkrankung der Gen-Regulation begünstigt durch Übergewicht, Diabetes mellitus Typ II und Veränderungen im Renin-Angiotensin-Aldosteron-System
    Sekundäre Hypertonie:
    Durch Nierenerkrankungen oder Veränderungen im Hormonhaushalt, z.B. M.Cushing
    Herzinfarkt
  19. 19Verstärkte KnochenresorptionOsteoporose
  20. 20Überproduktion von SchilddrüsenhormonenM.Basedow
  21. 21Überproduktion von Glucocortikoiden wie CortisolM.Cushing
    diabetogener Stoffwechsel, "Mondgesicht", Stammfettsucht
  22. 22Maligne Tumore-
  23. 23Wieviel ml Harn/min kommt in die Blase?1ml/min
    wenn stark erhöht, dann Polyurie
    (wenn Durst oder zu viel Trinken Polydipsie)
  24. 24Wie hoch ist die Atemfrequenz eines Erwachsenen in Ruhe?ca. 12-20 Atemzüge/min
    bei Husten oder Atemnot (Dyspnoe) höher
  25. 25Wie hoch ist die Herzfrequenz eines Erwachsenen in Ruhe?ca. 60-80 Schläge/min
    wenn Herzrasen, dann Tychakardie
  26. 26Wie viel Blut pumpt das gesunde Herz/min (HMV)?5L/min
    (Schlagvolumen 70ml x Herzfrequenz 70/min)
    Leistungsabfall bei Herzinsuffizienz
  27. 27Wie hoch ist die Körperkerntemperatur?36.0 - 37.2°C
    bei Fieber höher
  28. 28Wie hoch ist das Normalgewicht?20-25 kg/m2 (BMI)
  29. 29Wie hoch ist der Nüchternzucker?< 200 mg/dl
    früher < 140 mg/dl
  30. 30Wie hoch ist das Gesamtcholesterin?< 190 mg/dl
  31. 31Wie hoch ist der normale RR (Blutdruck)?120 (140) /80 mmHg
    120 (140) systolisch
    80 diastolisch
    Achtung! White Coat Hypertension
  32. 32Welche anatomischen Regionen im Körper sind an der Blutdruckregulation beteiligt?Herz, Blutgefäßsystem, Druckfühler "Barorezeptor", Kreislaufzentrum im Gehirn (Sympathikus, Parasympathikus), Niere
  33. 33Sympathikus- Erhöht die Herzleistung (steigert Frequenz und Inotropie (Kontraktionsfähigkeit von Muskelgewebe))
    - Stimuliert die Reninfreisetzung in der Niere
    - Kontrahiert Arteriolen und Venen u.a.
  34. 34Parasympathikus (über N. vagus)- Verlangsamt Herzfrequenz und Erregungsausbreitung
    - Vermindert Inotropie
    - Steigert Bronchokonstriktion und Schleimbildung
    - Steigert die Peristaltik und Sektretion von Enzymen im Verdauungstrakt und erhöht den Tonus der Sphinkter (Spannungszustand der Schließmuskeln) u.a.
  35. 35AuswurffraktionDerjenige Anteil des Blutvolumens (ca. 70 ml) am Ende der Herzfüllungsperiode (Diastole), der am Ende der Systole ausgeworfen wird
  36. 36Wie hoch ist die Auswurffraktion normalerweise?0,60 bis 0,75 ml (60 - 70 %!)
    Wenn weniger, dann Herzinsuffizienz
  37. 37Aldosteron- Wird in der Nebennierenrinde gebildet
    - Wird bei Mangel an Flüssigkeit ausgeschüttet
    - Bewirkt Durst und Wassereinlagerung im Körper
  38. 38Renin- Wird in der Niere gebildet
    - Wird ausgeschüttet bei Blutdruckabfall, Symphatikus Aktivierung und Salzmangel
    - Spaltet Angiotensinogen in Angiotensin I
  39. 39Angiotensin-Conversions-Enzym (ACE)- Wird in der Lunge gebildet
    - Spaltet Angiotensin I in das wirksame Angiotensin II
  40. 40Angiotensin II- Wird durch Spaltung aus Angiotensin I und Angiotensinogen aus der Leber gebildet
    - Bewirkt nach Bindung an den Rezeptor vom Subtyp I Kontraktionen glatter Muskulatur, Vasokonstrikiton, Aldosteronfreisetzung aus Nebennierenrinde, ADH (Anti-diuretisches Hormon)/Vasopressin u.a.
  41. 41ADH (Anti-diuretisches Hormon)/VasopressinFördert Wasserrückresorption aus dem Primärharn, besonders Nachts ausgeschieden
  42. 42Akute Angiotensin II Wirkung auf Organebene- Hypothalamus: ADH-Ausschüttung --> Durst, Trinken
    - Kardiovaskuläres System: Arteriolenkontraktion
    - Niere und Nebennierenrinde: Aldosteron-Ausschüttung --> Wasser- und Salzretention
    Führt zu Blutdruckanstieg
  43. 43Akute Angiotensin II Wirkung auf zellulärer Ebene- Gehirn: Stimulation der Vasopressinsekretion (ADH)
    - Blutgefäße: Kontratkion
    - Nebennierenrinde: Aldosteronsekretion
    - Niere: Inhibition der Herz
    - Sympathikus: Stimulation
    - Herz: Erhöhung der Kontraktion
  44. 44Langzeitwirkung von Angiotensin II auf Modulation der GenexpressionExpression von Genen --> Wachstumsfaktoren führen zu Umbau der Blutgefäße und Hypertrophie des Herzmuskels ("Remodelling) und Gerinnungsfaktoren führen zu verstärkter Gerinnung
  45. 45Wirkungsmechanismen von ACE HemmernHemmung des Angiotensin-Converting-Enzyms:
    - Hemmung des vasokonstriktorischen Angiotensin II (durch verminderten Plasmaspiegel)
    - Hemmung der Aldosteron-Sekretion, und Abnahme der Na+ und Wasser-Resorption in der Niere
    - Rückbildung der Myokard- und Gefäßhypertrophie (Angiotensin II als Wachstumsfaktor für Fibroblasten und Myozyten)
  46. 46Indikation von ACE Hemmern (Enalapril u.a.)1. arterielle Hypertonie
    2. chronische Herzinsuffizienz
    3. nach Myokardinfekt
    4. bei Nierenerkrankungen (weil der richtige Druck in der Niere wichtig für die Lebensdauer ist)
  47. 47UAW von ACE-Hemmern1. überschießender RR-Abfälle zu Therapiebeginn
    2. Hyperkaliämie (Anstieg der Plasma-Kaliumkonzentration)
    3. trockener Husten
    4. Angioödeme und allergische Hautreaktionen

Informationen

Beschreibung
B1 - Einführung in die pharmazeutischen Wissenschaften - Pharmakologie und Toxikologie
Erstellt von
Angelika Doppler
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