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Karteikarten

Klinische Neuropsychologie - Neuroanatomie und Störungen des Gedächtnisses

Joney Stoney Psychologie Zellbiologie Deutsch 13 Karten

Karten in diesem Stapel (13)

  1. 1Einspeicherung von InformationenWichtige Erkenntnisse durch H.M. und Korsakovpatienten
    → Bei Korsakov auch biografische Informationen und gestörte Krankheitseinsicht
    Zwei wichtige Zustandsbilder:
    1. mediale Temporallappenamnesie (Hippocampus und Umfeld gescchädigt)
    2. mediale dienzephale Amnesie (dorsaler und oft auch ventraler Zwischenhirnbereich geschädigt)
  2. 2Kurzzeit- und ArbeitsgedächtnisKurz- und Langzeitgedächtnis getrennte Instanzen
    Indizien: selektive Kurzzeit- bzw. Langzeitgedächtnisstörungen, funktionale Bildgebung und Tierversuche
    Lokalisation: u.a. parietale und präfrontale Bereiche
  3. 3Limbisches System-u.a. Hippocampus und dorsaler Zentralhirnbereich
    Hebb (1949): Speicherung von Informationen erfordert zeitlich begrenztes Kreisen → Distribuierung im limbischen System
    Zwei Kreise:
    1. Papez-Schaltkreis
    2. Basolateraler limbischer Kreis
    Zwar grundsätzlich keine Funktionsaufteilung, sondern interaktives Netzwerk, aber für unterschiedliche Gedächtnissysteme unterschiedliche Netzwerkanordnungen
    → Episodisches und deklaratives/semantisches Gedächtnis stärker ab limbisches System gebunden als prozedurales und Priming-System
  4. 4Episodische Information→ Episodische Information passiert zunächst das semantische Gedächtnis
    → Episodische Information ist strker an intakten Hippocampus (limbische Schleife) und Stirnhirn gebunden als semantische
  5. 5Prozedurale Information→ Prozedurales Gedächtnis mit Basalganglien und Kleinhirn verbunden und mit parietalen, prämotorischen und motorischen kortikalen Regionen
  6. 6Primingsystem→ Verbunden mit kortikalen Regionen
  7. 7FrontalhirnInsbesondere linkes Frontalhirn an Einspeicherung beteiligt (funktionelle Bildgebung)
  8. 8Neurale Grundlagen der EinspeicherungGehirn lässt auf vorhersagbare Weise eine Reihe limbischer und präfrontaler Strukturen interagieren, um episodische und semantische Information erfolgreich zu enkodieren
  9. 9Informationskonsolidierung= vertiefte Einspeicherung von Informationen
    -Affektive Aufnahme von Vorteil
    -Netzwerkstabilisierung und
    -erweiterung
    Zwei Ansichten:
    1. Zeitlich begrenzte, kontextuell vertiefte und erweiterte Einspeicherung
    → Unterstützt durch Tierexperimente mit Fokus auf biochemische Prozesse
    2. Autonomer Prozess (unabhängig und parallel von anderer Aktivität), langer Zeitraum
    → unterstützt durch Humanforschung
    Vorteile nach Dudai (1996):
    -Systemimmanentes Rauschen wird vermindert
    -Verstärkung der Möglichkeiten kombinatorischer Plastizität
    -Multiple Inputs können besser auf Knfusionen überprüft und selektiert werden
    -Bessere Kategorisierung von Information und damit eine kohärente, effektivere und sparsamere Konstruktion der Welt
  10. 10Ablagerung von InformationenTulvig (1995): SPI-Modell (serielle Einspeicherung, parallel Ablagerung und independenten Abruf)
    → Ablagerung auf verschieden Ebenen:
    -Prozedural: Teile der Basalganglien und des Kleinhirns
    -Andere Gedächtnissysteme: Kortikale Hirnstrukturen
    -Primingsystem: direkt in uni- und polymodalen Regionen
    -Semantisches und episodisches Gedächtnis: weitgespannte kortikale Netze
    => affektbesetzte Komponente des episodischen Gedächtnisses: limbische Strukturen
  11. 11Abruf gespeicherter Informationen-Dissoziation zwischen Einspeicherung und Abruf
    -Langfristig gespeicherte Informationen:
    → Episodisch: rechtshemisphärischer Termporalpol und inferolateraler präfrontaler Kortex
    => hier vermutlich auch Bewusstsein über sich selbst und Teil der Affektsteuerung
    → Semantisch: s. Episodisches, jedoch linkshemisphärisch
    → Kurzfristig gespeicherte Informationen: PFC
    → Prozedurales und Primingsystem: gleich wie bei Ablagerung
    An allem zumindest teilweise limbische Strukturen (Hippocampus) beteiligt
  12. 12Psychische Korrelate und GedächtnisstörungenPrimär psychisch bedingte Krankheitsbilder bei denen Gedächtnisstörungen im Vordergrund stehen
    -Stress und Trauma: Abnahme von Hippocampusvolumen und Stoffwechselreduktion => Ausfälle auf Gedächtnisebene
    Wahrscheinlich intensive Wechselbeziehungen zwischen Psyche und Soma → in Extremfällen permanente Amnesien
  13. 13SchlussfolgerungenGedächtnisstörungen sind differenzierte Gebilde, die sich zwar nach zeitlichen und räumlichen Kriterien auffächern, aber nicht klar abgrenzen lassen → hierarchisch parallel organisierte Netzwerke
    Inzwischen auch Hirnkorrelate umweltindizierter Gedächtnisstörungen auffindbar

Informationen

Beschreibung
Zellbiologie Psychologie (Klinische Neuropsychologie) Karteikarten am Klinische Neuropsychologie - Neuroanatomie und Störungen des Gedächtnisses, erstellt von Joney Stoney am 29/07/2018.
Erstellt von
Joney Stoney · Jul 2018
Aktualisiert
29 Jul 2018
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