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Karteikarten

C, 2.1, Zustandekommen des Kaufvertrages, Erarbeitung

Stefan Kurtenbach Rechtliche Grundlagen des Handelns privater Haushalte Eingangsklasse Deutsch 36 Karten

Karten in diesem Stapel (36)

  1. 1Wann kommt ein Kaufvertrag zustande?Ein Kaufvertrag kommt zustande, wenn mindestens zwei übereinstimmende Willenserklärungen vorliegen.
  2. 2Wie heißen die zwei übereinstimmenden Willenserklärungen, bei denen ein Kaufvertrag zustande kommt?Antrag und Annahme
  3. 3Wann liegt ein Antrag eines Lieferers (= Verkäufer) vor?Wenn der Lieferer einem Kunden ein Angebot unterbreitet
  4. 4Was ist ein Angebot?Ein Angebot ist eine an eine bestimmte Person gerichtete Willenserklärung eines Lieferers, Waren zu den angegebenen Bedingungen verkaufen zu wollen.
  5. 5Was geht jedem Antrag eines Lieferers häufig voraus?Die Anfrage eines Kunden
  6. 6Wozu dient eine Anfrage und welche rechtliche Bindung haben Anfragen?Anfragen dienen dazu, bei möglichen Lieferanten Angebote einzuholen. Durch eine Anfrage entsteht keinerlei rechtliche Bindung.
  7. 7Wie kann die rechtliche Bindung an ein Angebot eingeschränkt oder ganz ausgeschlossen werden?Durch eine Befristung oder durch eine Freizeichnungsklausel
  8. 8Nennen Sie Beispiele für Freizeichnungsklauseln!Lieferung solange Vorrat reicht,
    Preis frei bleibend,
    Lieferung vorbehalten,
    unverbindlich
  9. 9Wann erlischt die rechtliche Bindung des Verkäufers an das Angebot?Nach Ablauf der Annahmefrist
  10. 10Wann kann ein Antrag (Angebot) bei einem Anwesenden nur angenommen werden?Nur sofort
  11. 11Wann kann ein Antrag (Angebot) an einen Abwesenden nur angenommen werden?Ein Eintrag (Angebot) an einen Abwesenden kann nur bis zu dem Zeitpunkt angenommen werden, wenn der Anfragende den Eingang der Antwort unter regelmäßigen Umständen erwarten kann, d. h. bei Briefe, je nach Postlaufzeit, nach ca. 5 - 8 Tagen, E-Mail nach ca. einem Tag.
  12. 12Welche Bedeutung hat die verspätete oder abgeänderte Annahme eines Antrags?Sie gilt als neuer Antrag.
  13. 13Was ist die Bestellung im Zusammenhang mit dem Abschluss eines Kaufvertrages?Die Bestellung ist eine verbindliche, empfangsbedürftige Willenserklärung des Käufers, Waren zu bestimmten Bedingungen kaufen zu wollen.
  14. 14Wann ist die Bestellung eine Annahme?Die Bestellung ist eine Annahme, wenn ein verbindliches Angebot vorliegt, die Bestellung nicht vom Inhalt des Angebots abweicht und das Angebot rechtzeitig angenommen wird.
  15. 15Wann ist die Bestellung ein Antrag?Die Bestellung ist ein Antrag, wenn kein oder nur ein unverbindliches Angebot vorliegt. In diesem Falle ist für das Zu-standekommen des Kaufvertrages eine Bestellungsannahme des Verkäufers nötig. Diese muss nicht in einer ausdrücklichen Auftragsbestätigung bestehen, sondern kann auch durch eine sofortige Lieferung (= "schlüssiges Handeln") erfolgen.
  16. 16Wann ist die Bestellung ein neuer Antrag?Die Bestellung ist ein neuer Antrag, wenn die Bestellung nicht rechtzeitig erfolgt ist oder inhaltlich vom Angebot abweicht.
  17. 17Welche Situation ergibt sich für einen Verbraucher bei Zusendung unbestellter Ware?Durch die Lieferung unbestellter Sachen oder die Erbringung unbestellter sonstiger Leistungen an einen Verbraucher wird kein Anspruch (zum Beispiel auf Zahlung) begründet. Der Empfänger muss die Sache nicht zurückschicken, auch nicht auf Kosten des Verkäufers. Der Vertrag kommt nur zu Stande, wenn der Empfänger ausdrücklich die Annahme erklärt oder zahlt. Er wird zwar nicht Eigentümer, kann die Sache aber ohne rechtliche Folgen sogar nutzen und verbrauchen.
  18. 18Welche Vereinbarungen sollten in einem Kaufvertrag getroffen werden, damit es später keine Streitigkeiten gibt?- Art der Ware,
    - Beschaffenheit und Güte der Ware,
    - Menge der Ware,
    - Preis der Ware,
    - Lieferbedingungen,
    - Gerichtsstand,
    - Zahlungsbedingungen,
    - Erfüllungsort,
    - Allgemeine Geschäftsbedingungen.
  19. 19Welche Preisabzüge im Rahmen eines Kaufvertrages gibt es?- Rabatte,
    - Skonto,
    - Bonus.
  20. 20Was sind Rabatte?Rabatte als Preisabzüge werden aus verschiedenen Gründen unabhängig vom Zahlungszeitpunkt gewährt (Mengenrabatt ein Großabnehmer, Personalrabatt an Betriebsangehörige, Treuerabatt an langjährige Kunden, Sonderrabatte).
  21. 21Was ist ein Skonto?Skonto wird bei Zahlung innerhalb einer vereinbarten Frist vor Ablauf des Zahlungsziels gewährt.
  22. 22Was ist ein Bonus?Bonus wird nachträglich (in der Regel am Jahresende) als Treueprämie in Form von Gutschrift, Auszahlung oder zusätzlicher Warenlieferung gewährt.
  23. 23Von wem werden in der Regel Verkaufsverpackung und Umverpackung getragen?Da sie in der Regel im Preis enthalten sind, werden sie vom Verkäufer getragen.
  24. 24Wie lautet die gesetzliche Regelung für die Kosten der Versandverpackung?Die Kosten der Versandverpackung sind vom Käufer zu tragen.
  25. 25Zu was sind Hersteller und Vertreiber grundsätzlich verpflichtet, wenn es um Transportverpackungen, Verkaufsverpackungen und Umverpackung geht?Zum Schutz der Umwelt sind Hersteller und Vertreiber grundsätzlich zur Rücknahme und Wiederverwendung/Wiederverwertung der Transportverpackung, Verkaufsverpackung und Umverpackung verpflichtet.
  26. 26Welche Versandkosten können anfallen?Rollgeld bei Anfuhr und Abfuhr, Verladekosten und Entladekosten, Fracht, Porto
  27. 27Wie lautet die gesetzliche Regelung bei Versandkosten?Der Verkäufer muss die Ware auf seine Kosten am Erfüllungsort bereitstellen. Er trägt auch die Kosten der Übergabe (zum Beispiel messen, wiegen). Alle weiteren Kosten der Abnahme und Versendung trägt der Käufer. Werden vertraglich keine anderen Vereinbarungen getroffen, so entspricht die Lieferbedingungen "ab Werk" der gesetzlichen Regelung.
  28. 28Wie lautet die gesetzliche Regelung für die Lieferzeit?Der Verkäufer kann sofort liefern, der Käufer sofortige Lieferung verlangen.
  29. 29Wie lautet die gesetzliche Regelung für die Zahlungsbedingungen?Der Verkäufer kann sofortige Zahlung verlangen. Risiko und Kosten der Geldübermittlung hat der Käufer zu tragen.
  30. 30Was ist der Erfüllungsort (Leistungsort)?Der Ort, an dem Lieferer und Käufer ihre Vertragspflichten erfüllen müssen (= Erfüllungsort oder Leistungsort), ist gesetzlich festgelegt. Trotzdem ist es üblich, diese Bestimmungen nochmals ausdrücklich als Vertragsbestandteil aufzunehmen, um für beide Vertragspartner Klarheit zu schaffen.
  31. 31Was ist der Gerichtsstand?Gerichtsstand ist der Ort, an dem der jeweilige Vertragspartner bei Rechtsstreitigkeiten verklagt werden kann.
  32. 32Was sind Allgemeine Geschäftsbedingungen?Allgemeine Geschäftsbedingungen sind alle für eine Vielzahl von Verträgen vorformulierten Vertragsbedingungen, die eine Vertragspartei (Verwender) der anderen Vertragspartei bei Abschluss eines Vertrages stellt.
  33. 33Welche Gefahren bestehen bei der Verwendung Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)?Die Gefahren bestehen in der möglichen Benachteiligung des anderen Vertragspartners. Vielfach neigen die Verwender von AGB dazu, einseitig ihre Interessen durchzusetzen und Lasten und Risiken auf den Vertragspartner abzuwälzen.
  34. 34Unter welchen Umständen werden AGB nur Bestandteil eines Vertrages?AGB werden nur dann Bestandteil eines Vertrages, wenn der Käufer
    - ausdrücklich oder durch einen deutlich sichtbaren Aushang am Ort des Vertragsschlusses auf die AGB hingewiesen wird,
    - auch die Möglichkeit hat in zumutbarer Weise von den AGB Kenntnissen zu nehmen und
    - mit der Geltung der AGB einverstanden ist.
  35. 35Welche Klauseln können nicht Vertragsbestandteil werden?- Überraschungsklausel
    - Verbotene Klauseln
  36. 36Bestimmungen in AGB sind unwirksam, wenn sie den Vertragspartner nach den Geboten von "Treu und Glauben" unangemessen benachteiligen. Was versteht man in diesem Zusammenhang unter Treu und Glauben?Treue meint Zuverlässigkeit, Aufrichtigkeit und Rücksicht gegenüber dem anderen Vertragspartner.
    Glauben ist das Vertrauen auf eine derartige Haltung.

Informationen

Beschreibung
Eingangsklasse Rechtliche Grundlagen des Handelns privater Haushalte Karteikarten am C, 2.1, Zustandekommen des Kaufvertrages, Erarbeitung, erstellt von Stefan Kurtenbach am 06/08/2018.
Erstellt von
Stefan Kurtenbach
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