Karteikarten
Wissenschaftliches Arbeiten-Forschungsmethoden

Karten in diesem Stapel (129)
- 1Aufgaben und Ziele der wissenschaftlichen PsychologieMenschliches Erleben und Verhalten:
Beobachten
Erklären
Vorhersagen
Beeinflussen - 2Was sind wissenschaftliche Methoden?Alle Mittel und Wege, um wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen und in praktisches Handeln umzusetzen.
- 3ErkenntnismethodenAlle Hilfsmittel/Werkzeuge, die zur Gewinnung und systematischen Auswertung von Informationen benötigt werden.
- 4Induktives/Deduktives VorgehenInduktion: Einzelfall auf das Allgemeine
Deduktion: vom Allgemeinen auf Einzelfälle - 5Quantitative/Qualitative MethodenQuantitativ: Objektive, standardisierte Verfahren
Qualitativ: sinnverstehende, unstandardisierte Verfahren - 6Eigenschaften wissenschaftlicher HypothesenTheoretisch begründet, empirisch überprüfbar, falsifizierbar, beanspruchen gewisse Allgemeingültigkeit.
- 7Interventionsmethoden + Arten d. VeränderungWissenschaftliche Erkenntnisse in prakt. Maßnahmen umsetzen (Therapie, Prävention...).
Korrektur, Förderung, Prävention - 8Beschreiben menschl. Erlebens und Verhaltens (welche Schritte?)Begriffe genau beschrieben
Merkmale werden...
- Benannt, geordnet, klassifiziert
- Operationalisiert
- Häufigkeit und Ausprägungen ermittelt - 9Datengewinnung/DatenauswertungGewinnung: Verfahren um menschl. Verhalten zu registrieren und in Zahlen übersetzen.
Auswertung: Zusammenfassen u. Ordnen des Rohmaterials - 10Variablen (latent/manifest)Veränderliche Größen in denen sich Objekte unterscheiden.
Latent: nicht beobachtbar, aus manifesten Variablen erschließbar.
Manifest: beobachtbare Variablen - 11Kovarianz>Grad, in dem zwei Variablen miteinander variieren.
>das durchschnittliche Produkt aller korrespondierenden Abweichungen der Messwerte von den Mittelwerten der beiden Variablen X und Y
>Maßstababhängig - 12Korrelationskoeffizient "r"Maß für die Stärke des Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen.
Maßstabunabhängig - 13Definition Experiment>Systematischer Beobachtungsvorgang
>Interessierendes Phänomen wird planmäßig erzeugt
>(un)systematische Störfaktoren werden ausgeschalten/kontrolliert
>Ziel: Veränderungen von AV auf Variation der UV zurückführen - 14Voraussetzungen für kausale SchlussfolgerungenKovariation von AV und UV
Präzedenz (zeitl. Vorgeordnetheit)
Ausschluss von Alternativerklärungen =(intern valide) - 15Präzedenzproblem(korrelativer Forschunngsansatz)
Unklarheit der zeitlichen Vorgeordnetheit
Lösung: zumindest statistisch kontrollieren (cross-lagged panel design) - 16Artefaktproblem(korrelativer Forschungsansatz)
mögliche Konfundierungen
Lösung: Störvariablen statistisch kontrollieren - 17Mediatorvariablen / ModeratorvariablenMediatorv. (=intervenierende V.): UV wirkt über intervenierende V. auf AV
Moderatorv.: Effekt der UV auf die AV hängt von deren Ausprägung ab - 18Warum sind Methodenkenntnisse wichtig?Sind Intuition überlegen
Daten sind in Zahlen übertragen
Um diagnostisches Verfahren zu wählen
Wissenschaftl. Literatur beurteilen können - 19Grobeinteilung empirischer UntersuchungenExplorative U.: Generieren von Hypothesen
Deskriptive U.: Beschreibung v. Populationen, Phänomenen, Einzelfällen u. Stichproben
Explanative U.: Prüfen von Hypothesen - 20Struktur und Ablauf wissenschaftlicher UntersuchungenIdee und Erkundung.
Fragestellung.
Untersuchungsplanung (Methode, Population).
Untersuchungsdurchführung.
Auswertung.
Interpretation. - 21Theorie (Definition)-Theorien sind Systeme von Aussagen über Gegenstandsbereich. --> Beobachtungen beschreiben, vorherzusagen und zu erklären.
- Psychologische Theorien: Systeme von Aussagen über menschliches Erleben und Verhalten; z.B. Persönlichkeitstheorie> individuelle Besonderheit von Menschen. - 22Wissenschaftliche Hypothesen (Definition)Annahmen über reale Sachverhalte über den Einzelfall hinaus (Generalisierbarkeit), sind widerlegbar.
--> vorläufige mögliche Antwort auf Fragestellung - 23Ebenen wissenschaftlicher Aussagen/FragestellungenTheoretische Ebene
Empirische Ebene
Überbrückungsprobleme (Theoretische Aussagen in konkrete empirische Aussagen zu überführen) - 24OperationalisierungMessbarmachen v. Merkmalen
- 25Arten der OperationalisierungOperationalisierung von Variablen
Operat. Experimenteller Manipulationen
Multipler Operationalismus --> das zu untersuchende Konstrukt wird durch verschiedene Verfahren Operationalisiert. - 26Arten von HypothesenZusammenhangshypothese
Unterschiedshypothese
Veränderungshypothese
Operationale Hypothese (formuliert mithilfe theoretischer Konstrukte) - 27Statistische HypotheseFormuliert Relation der Populationsparameter (+Altern. Hypothese= Hypothesenpaar)
Gerichtete H1 (Informationsreicher)
Ungerichtete H1
spezifische (mehr Info) vs. unspezifische H1 - 28Hypothesen-ZusammenfassungFragestellung
Forschungshypothese
z.B. Frauen sind extrovertierter als Männer
Operationale Hypothese
Statistische Hypothese - 29Was ist messen?Zuordnen von Zahlen zu Objekten
- 30Planung einer empirischen Untersuchung (Schritte)Auswahl d. Erhebungsmethode
Auswahl d. Stichprobe
Auswahl d. Datenerhebungsstrategie
Planung d. Untersuchungsdurchführung
Planung d. Datenauswertung
Ethische Unbedenklichkeit - 31Reaktivität und Transparenz (Methoden der Datengewinnung)Reaktiv: Proband weiß, dass Verhalten registriert wird.
Transparent: Proband kennt Zweck d. Untersuchung und Bedeutung der Daten. - 32Rosenthal-EffektVersuchsleiter beeinflusst durch sein (subtiles) Verhalten das Verhalten des Probanden.
- 33Beobachtungsprozess (Schritte)Wahrnehmen
Registrieren
Beurteilen - 34Methoden der DatengewinnungSelbstbeobachtung.
Gespräch
Schriftliche Befragung / Fragebogen
Leistungstests
Neurowissenschaftliche Methoden
Peripher-psychophysiologische Methoden
Biochemische Methoden
Reaktionszeitgestützte Verfahren (Priming) - 35Gespräch (Arten) (Methoden d. Datenerhebung)Interview (offener)
Diagnostisches Interview (geschlossener)
--> sehr hoher Aufwand - 36Schriftliche Befragung vs FragebogenSchrift. Befragung: Oft Essay, meist unstrukturiert oder halbstrukturiert.
Fragebogen: festgelegte Antwortmöglichkeiten, standardisiert. - 37Fragebogen: +/-+Objektiv
+Ökonomisch
+hohe Vergleichbarkeit
-wenig Flexibilität
-Selbsteinsicht der Probanden notwendig - 38Mehrebenenstruktur psychologischer Merkmale (Erklärung)Psychologische Merkmale manifestieren auf verschiedenen Ebenen (z.B. subj. Erleben, kognitive Bewertung, physiolog. Reaktion, motor. Handlung).
- 39Konvergente Validität Diskriminante ValiditätKonvergente: verschiedene Verfahren, die dasselbe Merkmal messen, sollen zum gleichen Ergebnis kommen.
Diskriminante: verschiedene Verfahren, die verschiedene Merkmale messen, sollen zum unterschiedlichen Ergebnissen kommen. - 40PopulationMenge aller potentiellen Untersuchungsobjekte.
Weisen gemeinsames Merkmal(e) auf, über das etwas ausgesagt werden soll. - 41Konkrete vs. Fiktive PopulationKonkret: eindeutig identifizierbar
Fiktiv: theoretische Population, z.B. Personen, die sich potentiell einer Therapie unterziehen könnten. - 42RepräsentativitätStichprobe ist repräsentativ, wenn ihre Zusammensetzung jener i.d. Population stark ähnelt.
(spezifisch vs. global repräsentativ) - 43Probabilistische Stichprobenach Zufallsprinzip gezogen.
Auswahlwahrscheinlichkeit aller Objekte gleich (oder zumindest bekannt).
Einfache SP, geschichtete SP, Klumpenstichprobe und mehrstufige SP. - 44Geschichtete ZufallsstichprobeSchicht = Teilmenge d. Population, die nicht überlappen (z.B. Männer/Frauen).
Aus jeder Schicht eine Stichprobe.
(proportional / disproportional geschichtet) - 45KlumpenstichprobeKlumpen = fest vorgegebene, natürliche Gruppe (z.B. Schulklasse).
--> per Zufall verschiedene Klumpen ausgewählt (Klassen) und alle Elemente der Klumpen untersucht (Schüler). - 46Mehrstufige StichprobenElemente der Stichprobe in verschiedenen Ebenen geordnet.
Auf diesen Ebenen werden per Zufall Stichproben gezogen
(z.B. 100 zufällige Schüler aus zufälligen Schulen) - 47Nichtprobabilistische StichprobenAd-Hoc-Stichprobe (verfügbare Personen)
Quotenstichprobe (passende Probanden)
Theoretische Stichprobe (typische/interessante/extreme Fälle) - 48Arten von UnteruchungenPopulationsbeschreibend: Repräsentativität relevant.
Hypothesenprüfend: oft Studierendenstichproben, nur relevant wenn untersuchtes Merkmal dadurch beeinflusst wird. - 49Alpha-Fehler Beta-FehlerAlpha: Ho fälschlich verworfen
Beta: Ho fälschlich beibehalten
Hängt ab von: Effektgröße, Signifikanzniveau, Stichprobenumfang
Verhältnis 1:4 (5% vs. 20%) - 50Power (=Teststärke):1-ß
Die Wahrscheinlichkeit, einen tatsächlich existierenden Effekt zu erkennen. - 51Wie wird "bedeutsame" Effektgröße festgelegt?Theoretische oder normative Begründungen
Orientierung an bisherigen empirischen Ergebnissen
Vorgeschlagene Heuristik von Cohen - 52Optimale Stichprobengrößewenn...
...relevante Effekte signifikant werden können
...aber triviale (minimal) -Effekte nicht signifikant werden - 53Systematische vs. Unsystematische StörvariablenSystematisch: kovariieren mit UV
Unsystematische: kovariieren nur mit AV
-->bei allen Experimenten gleich, Ergebnis wird jedoch schwerer signifikant. - 54Interne ValiditätWenn alle systematischen Störeinflüsse ausgeschlossen werden können
--> also AV nur durch die UV beeinflusst - 55Externe ValiditätWenn die Ergebnisse einer Untersuchung generalisiert werden können
(Ort, Zeitpunkt, Personen, Situationen). - 56Zwei-Gruppen-Plan Mehr-Gruppen-PlanZwei: Zweifach gestufte UV, eine od. mehrere AVs.
Mehr: Mehrfach gestufte UV, eine od. mehrere AVs. - 57Dreifaktorieller Untersuchungsplan: Begriffe3 Haupteffekte (Faktoren A, B und C)
3 Interaktionseffekte erster Ordnung
(AxB, AxC, BxC)
1 Interaktionseffekt zweiter Ordnung
(AxBxC) - 58Arten von Interaktionen (zweifaktorielle unabhängige Messungen)Ordinale Interaktion
(beide HE global interpretierbar+WW)
Hybride Interaktion
(ein HE global, der andere nicht)
Disordinale Interaktion
(nur Interaktion interpretierbar - 59Untersuchungsplan/DesignAufbau einer empirischen Untersuchung, durch ihn soll Hypothesenprüfung möglich sein.
- 60Arten von Beziehungen zw. UV und AVLinear
Quadratisch
Kubisch - 61Arten von (systematischen) StörvariablenPersonengebundene
Bedingungsgebundene
Situationsgebundene - 62Personengebundene Störvariablen (und deren Kontrolle)Von Seiten der Versuchsteilnehmer
Randomisieren
Parallelisieren/Matchen
Ausbalancieren (Häufigkeiten gleich)
Konstanthalten (Ausprägung d. Störvar.)
Auspartialisieren
Messwiederholungsdesign - 63Vorteile "within subjects design"Kenntnis personengebundener Störvariablen nicht erforderlich.
Wird leichter signifikant.
Mehr Power-ökonomischer (kl. Stichprobe).
Nachteil: Positions- und Carry-over-Effekte. - 64Bedingungsgebundene Störvariablen (und deren Kontrolle)Experiment unterscheidet sich nur hinsichtlich der UV--> konstruktvalide.
Manipulationskontrolle: Experten und Probanden schätzen interessierendes Merkmal und irrelevante Merkmale ein. - 65Positionseffekte und Carry-over-Effekte (+ deren Kontrolle)Positionseffekte:
Vollständiges bzw. unvollständiges Ausbalancieren
Carry-over-Effekte:
Lange Pausen, auf Messwiederholungsfaktor verzichten. - 66Situationsgebundene StörvariablenIm Rahmen der Untersuchung, z.B. Uhrzeit, Lärm, Temperatur, Versuchsleiter...
Untersuchungsleiter-Erwartungseffekt
Erwartungen (der Teilnehmer) können Verhalten stark beeinflussen. - 67Situationsgebundene Störvariablen (Kontrolle)Eliminieren
Ausbalancieren
Konstanthalten - 68Echte Experimente vs. Quasi-ExperimenteEcht: -UV systematisch variiert, Effekt auf AV gemessen
-Störvariablen weden eliminiert
Quasi: nur Variation der UV, Kontrolle d. Störvariablen nicht ausreichend erfüllt
(weil schwierig oder nicht möglich). - 69Kontrolle der Störvariablen in Quasi-ExperimentenVortests (Lebensqualität vorher/nachher.
Aggregation über mehrere Beobachtungseinheiten (mehrere Städte, manche mit/ohne Umweltzonen).
Störvariablen statistisch kontrollieren. - 70Ein-Gruppen-Pretest-Posttest-PlänePretest--> Treatment--> Posttest
Vergleich Pretest- und Posttest-Werte.
Geringe interne Validität
(zahlreiche mögliche Störeinflüsse). - 71Mögliche Störeinflüsse bei Ein-Gruppen-Pretest-Posttest-Plänen (Kontrollgruppe nötig!!!)Externe zeitliche Einflüsse
Interne zeitliche Einflüsse (Reifung)
Wiederholte Testung (Lerneffekte ect.)
Regression zur Mitte
(bei fehlerhaften Messinstrumenten--> extreme Werte tendieren zur Mitte) - 72Zeitreihenuntersuchungsplan (Ein-Gruppen-Pretest-Posttest-Pläne)Vor- und nach dem Treatment mehrere Messungen.
--> Wirkung der UV lässt sich besser isolieren.
- Dennoch keine völlige Abgrenzung vom Faktor "Zeit";
- Drop-out. - 73(Zwei-Gruppen-Pretest-Posttest-Pläne)Man unterscheidet...
... Vortest-Nachtest-Kontrollgruppendesign
(mit zufälliger Gruppenzuteilung).
... Nicht-äquivalentes Vortest-Nachtest-Kontrollgruppendesign
(=quasi-experimentell). - 74Störeinflüsse bei Zwei-Gruppen-Pretest-Posttest-PlänenRandomisiert: Zeitl. Einflüsse, Test- und Regressionseffekte werden kontrolliert.
"Natürliche Gruppen": von Beginn bestehende Unterschiede zw. Gruppen--> Störfaktor "Selektion". - 75Experimentelle Mortalität (Ausfall)Ist diese bei 2 Gruppen unterschiedlich
--> Störfaktor
Weitere Störfaktoren (bei Kontrollgruppe):
Empörte Demoralisierung
Kompensatorischer Wettstreit
Treatment-Diffusion - 76Zwei-Gruppen-Pretest-Posttest-Plan: Treatmenteffekt ermittelnDifferenz der Veränderung in der Experimentalgruppe und der Kontrollgruppe.
(E1-E2) - (K1-K2) = E-K
Signifikant, wenn Interaktion
Gruppe x MessZP signifikant ist. - 77Solomon-Vier-Gruppen-PlanErweiterung des Pretest-Posttest-Designs.
Überprüft mögliche Pretest-Wirkungen.
2x2 Design (Treatment, Pretest)
vorhanden/ nicht vorhanden - 78Experimenteller Ansatz und Persönlichkeitsmerkmale (Stimulus-Response-Paradigma)Stimulus = UV Response = Av
Experimentelle UV: "echte" Variablen, künstlich variiert.
Korrelative UV: liegen schon natürlich vor, können nicht aktiv variiert werden - 79Organismusvariablen--> korrelative Variablen
z.B. Geschlecht, Religion, Alter.
Keine systematische Variation, können jedoch selegiert werden
(zusätzliche Variablen). - 80Problem bei Kontrolltechniken wie Randomisierung, Ausbalancieren ect.Unabhängigkeit des Auftretens von UV und Störvariable
ist nicht dasselbe wie
Unabhängigkeit d. WIRKUNG von UV und Störvariable. - 81Experimenteller Ansatz und Persönlichkeitsmerkmale Semiexperimentelle UntersuchungspläneWenn neben Reizvariable auch Organismusvariable als UV vorkommt:
Differentialpsychologisches Experiment.
Semiexperimenteller U-Plan:
zweifaktoriell
1 experimenteller + 1 korrelativer Faktor - 82Gütekriterien empirischer UntersuchungenKonstruktvalidität
Interne Validität
Statistische Validität
Externe Validität - 83KonstruktvaliditätOb mit UV und AV genau die interessierenden Konstrukte erfasst werden.
(gemessen wird, was gemessen werden soll) - 84Statistische ValiditätWie angemessen das statistische Verfahren und die Stichprobengröße für die Untersuchung sind.
- 85Externe ValiditätErgebnis kann auch auf andere Personen, Situationen und Zeitpunkte übertragen werden.
z.B. Labor--> dann Feldexperiment. - 86Labor- und FeldexperimenteLabor:
+ Kontrollierbarkeit, hohe interne Validität
- Künstliche Situation, beeinflusst Verhalten
Feld:
+ natürlich, höhere externe Validität
- mehr interne Störvariablen
dadurch geringere interne Validität - 87Labor = künstlich Feld = natürlich ???Auch Labor kann gemütlich sein.
Feldexperiment kann auch künstlich sein
(z.B. unter Wasser).
> interne Validität von konkreter Situation abhängig.
> externe Validität muss geprüft werden - 88Externe Validität und ReplikationJe vielfältiger die Kontexte sind, unter denen ein Effekt festgestellt wird, desto größer ist die Generalisierbarkeit des
Effekts (externe Validität). - 89MetaanalyseZusammenfassen der Daten vieler Studien (zu einer bestimmten Hypothese).
- 90Korrelativer ForschungsansatzUV wird nicht systematisch variiert
--> natürlich vorliegende Variation der UV wird gemessen und Kovariation mit der AV quantifiziert. - 91Voraussetzungen für Kausalhypothesen beim Korrelativen ForschungsansatzUV und AV müssen kovariieren
UV muss vor der AV auftreten
keine Störeinflüsse
--> 2. und 3. Voraussetzung häufig schwierig, kausale Interpretation nur eingeschränkt möglich. - 92Bivariate Zusammenhänge (korrelativer Forschungsansatz)Zusammenhänge zwischen zwei Merkmalen
(z.B. zwischen Intelligenz und Schulerfolg). - 93Was ist notwendig, um Hypothesen bezüglich des Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen zu überprüfen?Merkmale operationalisieren
Stichprobenumfang planen
zu einem oder zu zwei Zeitpunkten messen
ermitteln, in welchem Ausmaß die Merkmale miteinander variieren. - 94Stärke des Zusammenhangs (nach Cohen)r=.10 -> schwacher Zusammenhang
r=.30-> mittlerer Zusammenhang
r=.50-> starker Zusammenhang - 95Einfache lineare RegressionRegression: Wert einer Variable wird durch den Wert einer anderen Variable geschätzt
>durch die Regressionsgerade:
linearer Zusammenhang zw. MW aller
y-Werte desselben x-Wertes und x-Wert.
y = a + b * x - 96Regression bei standardisierten Wertena = immer "0"
standardisiertes Regressionsgewicht "b" (auch ß-Koeffizient)-> um wie viele SD sich y verändert, wenn x um 1 SD ansteigt
(zw. -1 und +1, entspricht "r"). - 97Variation bei linearer RegressionGesamtvariation: Abweichung beobachteter Werte vom Mittelwert.
ergibt sich aus:
-Systematischer Variation: Abweichung d. vorhergesagten Werte vom Mittelwert.
-Unsystematischer Variation: Abweichung d. beobachteten von d. erwarteten Werten. - 98Determinationskoeffizientr^2 = Erklärte Varianz / Gesamtvarianz
Beantwortet, wie groß der Anteil d. Gesamtvarianz von y ist, den x aufklärt. - 99Multivariate ZusammenhängeVerhalten ergibt sich oft durch mehr als nur 2 Variablen, also müssen auch mehrere Variablen berücksichtigt werden.
- 100Multivariate Zusammenhänge - StöreinflüsseBei korrelativer Forschung kann man Störeinflüsse durch die Untersuchungsplanung nicht hinreichend kontrollieren.
--> man muss sie statistisch miterheben. - 101Scheinkorrelation (multivariate Zusammenhänge)Korrelation zweier Variablen geht auf Einfluss einer Drittvariable zurück.
Kontrolle:
Partialkorrelation / Semipartialkorrelation - 102Partialkorrelation vs. SemipartialkorrelationPartial: Einfluss wird aus beiden Variablen herauspartialisiert.
Semipartial: Einfluss wird aus einer der Variablen herauspartialisiert. - 103Partialkorrelation BeispielX1= kognitive Abstraktionsfähigkeit
X2= sensomotorische Koordination
X3= Alter
Beobachtete X1 - Geschätzte X1= Residuen
Beobachtete X2 - Geschätzte X2= Residuen
-> Varianz, die nicht auf "Alter" rückführbar ist.
Korrelation dieser Residuen: altersbereinigt - 104Semipartialkorrelation BeispielX=Extraversion; Y=Wohlbefinden
Z=Stimmungsregulationsfähigkeit
Frage: Extraversion zusätzliche Vorhersage über Wohlbefinden, die über Vorhersage von SRF hinausgeht?
-->
Korrelation Wohlbefinden mit um der um Einfluss von SRF bereinigten Extroversion. - 105Multiple RegressionVerallgemeinerung der linearen Regression
Unterschiede auf mehrere Prädiktoren zurückgeführt. - 106Multipler DeterminationskoeffizientR^2 = Erklärte Varianz / Gesamtvarianz
--> wie viel % der Varianz durch alle Prädiktoren vorhergesagt werden können. - 107Multiple Korrelation RR= korrelation zw. den vorhergesagten und den beobachteten y-Werten.
- 108sr^2Gibt an, welcher Varianzanteil nur durch diesen Prädiktor vorhergesagt wird.
- 109Multiple Regression: ModerationVorgehen: Produkt aus Moderator & Prädiktor in Regressionsgleichung aufgenommen
Wenn signifikant: Moderator ist wirksam.
Überprüft, wenn zw. UV und AV inkonsistente Zusammenhänge bestehen. - 110Veranschaulichen von (signifikantem) ModerationseffektRegressionsgerade mit 3 typischen Ausprägungen d. Moderatorvariable.
(z.B. MW, 1 SD über und 1 SD unter MW). - 111Multiple Regression: MediationMediator-Variable vermittelt Einfluss, den eine UV auf eine AV hat.
Steht zwischen UV und AV, ist also selbst
AV und UV zugleich.
Analysiert, wenn genaue Umstände zu Zusammenhang geprüft werden sollen. - 112MediationshypothesenVollständige Mediation: (Effekt der UV auf die AV nur über die MV)
Partielle Mediation: Direkte Wirkung d. UV auf die AV bleibt z.T. bestehen. - 113Prüfung einer MediationshypotheseGesamteffekt von X auf Y--> totaler Effekt c.
Effekt von X auf M--> Effekt "a"
Effekt von M auf Y--> Effekt "b"
Indirekter Effekt "ab"= a*b
--> c-ab = c' (direkter Effekt v. X auf Y) - 114Pfadanalytische ModelleUnterschied zu Multiple Regressionsanalyse:
--> Variable kann sowohl UV als auch AV sein. - 115Arten von Pfadanalytischen ModellenIndirekter Effekt
Mehrere indirekte Effekte
Wechselseitige Beeinflussung
Ein direkter und ein indirekter Effekt - 116Pfadanalytische Modelle- Einfacher indirekter EffektWie einfache Mediation.
Häufig bei Längsschnittstudien
(selbes Merkmal mehrmals erfasst)
--> Autoregressive Effekte:
(z.B. IQ mit 10J v. IQ mit 9J abhängig, dieser wiederum vom IQ mit 8J). - 117Pfadanalytische Modelle- Mehrere indirekte EffekteWie multiple Mediation.
Bsp: Bedrohung durch Krankheit (UV) führt zu Sport (MV) u. gesunder Ernährung (MV), was sich wiederum auf Gesundheit (AV) auswirkt. - 118Pfadanalytische Modelle- Wechselseitige Beeinflussung Bsp: Gegenseitige Unterstützung in d. Ehe.

- 119Pfadanalytische Modelle- Direkter- und indirekter EffektWie indirekte Mediation.
Bsp: Modell des geplanten Verhaltens - 120Pfadanalytische Modelle- Typen von VariablenExogene V: UVs, welche im Modell nicht erklärt werden (Pfeile zeigen nicht auf sie).
Endogene V: AVs, werden durch exogenen Variablen beeinflusst.
Mediatorvariablen: vermittelnde V.; sind AV und UV zugleich. - 121Pfadanalytische Modelle- Typen von EffektenDirekter Effekt
Indirekter Effekt:
spezifischer: UV über Med.V auf AV
totaler ind. E.: mehrere Med.V auf AV
Totaler Effekt: direkte + indirekte Effekte - 122Problem bei PfadanalyseEs werden Hypothesen über Kausalzusammenhänge beschrieben-
es gibt jedoch oft viele äquivalente Modelle mit anderer Kausalstruktur
--> nicht zwingend Kausalmodell. - 123StrukturgleichungsmodellePfadanalyse: Kausalzusammenhänge zw. manifesten (beobachtbaren) Faktoren.
>Unterschiede jedoch z.T. auf Messfehler zurückzuführen.
Lösung: Wahre Unterschiede mit Faktorenanalyse ermitteln. - 124Faktorenanalytische Auswerteverfahren: Zielsetzung und GrundgedankeZusammenhänge anhand weniger Dimensionen erklären.
Bsp:
Mehrere manifeste Variablen korrelieren.
Erklärung: Zusammenhang durch latente Variable (Faktor) verursacht. - 125Implikationen FaktorenanalyseManifeste Variablen sind Indikatoren für latente Variablen (Faktoren).
Kontrolliert man um die latente V: Messwerte sind unkorreliert.
Unterschiede in manifesten V durch Unterschiede in latenter V erklärt (+Fehler) - 126Unterfamilien faktorenanalytischer AuswertemethodenExplorative FA:
Hypothesengenerierend, Suche nach latenten Faktoren.
Konfirmatorische FA:
Hypothesenprüfend - 127Lineare StrukturgleichungsmodelleMan kann damit Pfadmodelle messfehlerbereinigt untersuchen.
>Messmodell:
Beziehungen zw. manifesten und latenten Variablen werden spezifiziert.
>Strukturmodell: Beziehungen latenter V mit Pfadmodell dargestellt. - 128Strukturgleichungsmodell (Bild) ("freie" Pfeile = Messfehler)

- 129Cross-Lagged-Panel-Design
Informationen
- Beschreibung
- WA Forschungsmethoden Karteikarten am Wissenschaftliches Arbeiten-Forschungsmethoden, erstellt von Paul Ka am 19/09/2018.
- Erstellt von
- Paul Ka
- Aufrufe
- 30
- Bewertung