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Karteikarten

Einführung, Grundbegriffe, Epidemiologie

Gelöschter Nutzer Der Nutzer hat seine Fachbereichs-Information gelöscht. Englisch 18 Karten

Einführung, Grundbegriffe, Epidemiologie

Karten in diesem Stapel (18)

  1. 1Was ist klinische Psychologie?Klinische Psychologie ist diejenige Teildisziplin der Psychologie, die sich mit psychischen Störungen und den psychischen Aspekten somatischer Störungen und Krankheiten in der Forschung, der Diagnostik und Therapie beschäftigt. (Hoyer & Knappe, 2002)
  2. 2Ziele der klinischen Psychologie- Beschreibung des interessierenden Verhaltens
    -> Objektiv, reliabel, umfassend (z.B. kognitive, emotionale Ebene)
    - Erklärung
    -> Muster/Prozesse & damit verknüpfte Faktoren auffinden
    - Vorhersage
    -> Zusammenhang von Verhaltens-ereignissen & deren Verknüpfung mit Prädiktoren verstehen
    - Beeinflussung & Kontrolle
    -> Interventionen zur Veränderung bzw. „Kontrolle“ des Verhaltens ableiten
    => Z.B. Patient soll kein Vermeidungs-verhalten mehr zeigen
    - Reduktion von Leiden, Behinderung & Verbesserung der Lebensqualität
    -> Leidensdruck soll reduziert werden
  3. 3Definition psychischer Störungen nach dem DSM5- Eine psychische Störung ist definiert als Syndrom, welches durch klinisch signifikante Störungen in den Kognitionen, in der Emotionsregulation und im Verhalten einer Person charakterisiert ist. Diese Störungen sind Ausdruck von dysfunktionalen psychologischen, biologischen oder entwicklungsbezogenen Prozessen, die psychischen und seelischen Funktionen zugrunde liegen. Psychische Störungen sind typischerweise verbunden mit bedeutsamen Leiden oder Behinderung hinsichtlich sozialer oder berufs-/ausbildungsbezogener und anderer wichtiger Aktivitäten
  4. 4Symptom vs. Syndrom vs. Störung- Symptom = kleinste Beschreibungseinheit psychischer oder somatischer Beeinträchtigung
    -> z.B. niedergedrückte Stimmung, reicht aber noch nicht aus, um eine Störung zu diagnostizieren
    - Syndrom = überzufällig häufig auftretende Kombination von psychischen Symptome
    -> z.B. depressives Syndrom
    - Störung = klinisch erkennbarer Komplex von Symptomen oder Verhaltensauffälligkeiten & weiteren Kriterien -> z.B. Major Depression
  5. 5Definition psychischer Störungen und mögliche DefinitionskriterienEine psychische Störung im Kindes- und Jugendalter ist dadurch charakterisiert, dass sie das betroffene Kind bzw. den Jugendlichen darin beeinträchtigt, seine alterstypischen Entwicklungsaufgaben erfolgreich zu bewältigen. (Heinrichs & Lohaus, 2020)
    - Mögliche Definitionskriterien:
    ->Abweichung von der Entwicklungsnorm
    -> Subjektiver Leidensdruck (Problem: schwer auf andere übertragbar)
    -> Gefährdung von Personen (Problem: funktioniert nicht bei allen Störungsbildern -> z.B. Angststörung gefährdet i.d.R. niemanden)
  6. 6Was entspricht der Norm? Was ist die Norm?Was entspricht der Norm? Was ist die Norm?
  7. 7Was entspricht der Norm? => Probleme- Ideal: Ein Leben komplett ohne Beschwerden ist recht unrealistisch, wir würden vielen kleinen Dingen zu viel Beachtung schenken.
    - Sozial: In welcher Gesellschaft befinde ich mich denn? In Deutschland ist die Gesellschaft ganz anders als z.B. in Saudi-Arabien
    - Funktionell: Man ist normal, solange man noch „funktioniert“. Aber sollte man wirklich erst dann intervenieren, wenn Personen nicht mehr funktionieren?
    => Man kann nur schwer festlegen, was normal ist und was nicht
  8. 8Entwicklungsaufgaben- Einzelne Entwicklungsabschnitte haben alterstypische Entwicklungsaufgaben
    - Bewältigung dieser Entwicklungs-aufgaben = Entwicklungsziele
    - Bewältigung einer Entwicklungsaufgabe kann Bewältigung einer nachfolgenden Entwicklungsaufgabe erleichtern
  9. 9Entwicklungsaufgaben 1 - 6 JahreEntwicklungsaufgaben 1 - 6 Jahre
  10. 10Entwicklungsaufgaben 6 - 18 JahreEntwicklungsaufgaben 6 - 18 Jahre
  11. 11Epidemiologie- Erforschung der räumlich-zeitlichen Verteilung von Krankheiten, ihren physischen, sozialen & verhaltensbedingten Entstehungs-, Ausbreitungsbedingungen sowie von Krankheitsfolgen
    - Anwendung sozialstatistischer Methoden, z.B. Querschnittsstudien, Kohortenstudien
    - Festgelegte Zielpopulation, Falldefinition, Messinstrumente & Zeitraum
  12. 12Epidemiologie - Prävalenz und InzidenzPrävalenz (meist in Prozent angegeben):
    - Relative Häufigkeit des Vorkommens einer bestimmten Erkrankung oder eines Merkmals in einer bestimmten Population zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einer bestimmten Zeitperiode
    - Punktprävalenz = relative Häufigkeit an Fällen in einer Population zu einem Zeitpunkt
    - Zeitraumprävalenz = relative Häufigkeit an Fällen in einem Zeitraum
    - Lebenszeitprävalenz = relative Häufigkeit an Fällen, die mind. einmal im Leben die Fallkriterien erfüllen
    Inzidenz:
    - Anzahl an Neuerkrankungsfällen einer bestimmten Erkrankung in einem bestimmten Zeitraum
  13. 13Prävalenz psychischer Störungen im Kindes und JugendalterPrävalenz psychischer Störungen im Kindes und Jugendalter
  14. 14Behandlungen von Störungen im Kindes- und Jugendalter- Behandlung nur bei ca. 17 % der betroffenen Kinder & Jugendlichen
    - Prävention & Intervention haben eine starke Bedeutung
    -> Prävention setzt da ein, wo die Krankheit noch nicht entstanden ist
    - Ca. 75 % der im Erwachsenenalter anhaltenden psychischen Störungen beginne bereits vor dem 24. Lebensjahr, 50 % vor dem 14. Lebensjahr (Kessler et al., 2005)
    - Stabilität psychischer Störungen bei Kindern & Jugendlichen in Längsschnittstudien nachgewiesen
    => Risiko für Entwicklung einer weiteren psychischen Störung im Erwachsenenalter signifikant höher
  15. 15Prävention- Ziel: Krankheitsvermeidung
    - Erreichbar durch
    -> Reduktion bzw. Minimierung von Risikofaktoren (z.B. Alkoholkonsum eines Elternteils als Risikofaktor)
    -> Verbesserung bzw. Erzeugung von Schutzfaktoren
    - Prävention muss eng mit Annahmen über Ursachen der zu vermeidenden Krankheiten, normalen Entwicklungsverläufen, Risiko- & Schutzfaktoren verbunden sein
    - Abgrenzung zur Intervention: diagnostizierte Störung liegt (noch) nicht vor
    - Prävention wirkt & kostet langfristig weniger
  16. 16Intervention- Ziel: Krankheitsbehebung, Symptomreduktion
    - Erreichbar durch z.B. Psychotherapie
    - Unterschiede zur Psychotherapie mit Erwachsenen:
    -> Größere Bedeutung des sozialen Umfelds (Familie, Freunde, Schule)
    -> Einbezug von Bezugspersonen in Diagnostik & Therapie (je jünger das Kind, desto mehr)
    -> Störungseinsicht beim Kind meist nicht immer gegeben
    -> Berücksichtigung des Entwicklungsstandes des Kindes unbedingt notwendig
  17. 17Ätiologie- Lehre von den Ursachen psychischer Störungen
    - Prädisponierende (begünstigende) Faktoren, z.B. Temperament, Gewalterfahrungen
    - Auslösende Faktoren, z.B. Misserfolge, Verlusterlebnisse
    - Aufrechterhaltende Faktoren, z.B. Vermeidungsverhalten
  18. 18Paradigmen der klinischen Psychologie=> Ein System grundlegender Annahmen bzw. eine allgemeine Perspektive, welches die Definition, Untersuchung & Behandlung abweichenden Verhaltens beeinflusst
    - Biologisches Paradigma
    - Kognitiv-behaviorales Paradigma
    - Psychoanalytisches Paradigma
    - Lerntheoretisches Paradigma
    - Diathese-Stress-Modell
    - Interaktionsmodelle

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Beschreibung
Der Nutzer hat seine Fachbereichs-Information gelöscht. Karteikarten am Einführung, Grundbegriffe, Epidemiologie, erstellt von Gelöschter Nutzer am 27/12/2021.
Erstellt von
Gelöschter Nutzer · Dez 2021
Aktualisiert
27 Dez 2021
Aufrufe
52
Verlauf
  • Erstellt von Lena Paisdzior · 17 Dez 2021
  • Kopiert von Lena Paisdzior · 27 Dez 2021
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