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Karteikarten

Fernuni Hagen Modul 2d WS 15/16

Janine Bohe Bildungswissenschaft Klausur Deutsch 17 Karten

Karten in diesem Stapel (17)

  1. 1Schicht bei GeigerOberbegriff, der die Sozialstruktur einer Gesellschaft kennzeichnet
    beschreibt eine bestimmte soziale Lage, diese kann innerhalb der Gesellschaft durch verschiedene Aspekte unterschiedlich bestimmt werden
    Personenkreis, der ein erkennbares Merkmal gemeinsam hat, welches der Gruppe einen gewissen Status in der Gesellschaft und im Verhältnis zu anderen Gruppen gibt
  2. 2objektiver Schichtbegriffstatistische Klassifikation der Bevölkerung nach „äußeren Merkmalen“ der sozialen Lage (z.B.: Geschlecht, Alter, Beruf, Einkommen, Sprache, Bildung...)
  3. 3subjektiver Schichtbegriffkonzentriert sich auf eine bestimmte gemeinsame Haltung oder Denkweise, eine psychische Verfassung der Mitglieder, die nicht an Merkmale der sozialen Lage gebunden wird
  4. 4gemischte SchichtVerbindung von Lage und Haltung, z.B. moralische Grundsätze, Lebensstil
  5. 5Klasse bei Geigerspezielle Form der Schichtung, bei der die Produktionsverhältnisse, das dominante Schichtungsprinzip darstellen
  6. 6Dominantes SchichtungsprinzipBegriff zunächst so allgemein, dass man unterschiedliche Schichten nach unterschiedlichen Merkmalen bilden kann
    nicht alle Schichtmerkmale sind gleichermaßen in einer Gesellschaft wichtig
    zu einem bestimmten Zeitpunkt ist eine Schichtung dominant, andere subsidiär
    Dynamisierung des Schichtmodells mit Hilfe der Trennung von dominanter und subsidiärer Schichtung
    dominante Schichtung muss im Zeitverlauf nicht gleich bleiben, sondern kann in den Hintergrund treten, während andere an Bedeutung gewinnen
  7. 7Kritik an Geigerkonnte für seine eigene Gesellschaft das dominante Schichtungsprinzip nicht herausarbeiten
  8. 8Pierre BourdieuAnalyse der sozialen Welt vor dem Hintergrund symbolischer Formen der Macht
    Sozialisierung als Habitualisierung
    Fokus auf die Reproduktion sozialer Unterschiede und Herrschaftsformen
    Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis
  9. 9Der soziale Raumjedes Individuum lässt sich abhängig von seiner Kapitalausstattung verorten entscheidend dafür Gesamtumfang des Kapitals und Zusammensetzung
    erste Dimension bildet der Raum der sozialen Position - Strukturebene
    Ordnung der Individuen nach Kapitalausstattung entlang der Dimensionen Kapitalvolumen, Kapitalstruktur und soziale Laufbahn
    zweite Dimension - Raum der Lebensstile, Praxisebene - Wertvorstellungen, Geschmäckern, Konsumvorlieben und Lebensführungen der Individuen
    Verknüpfung beider Ebenen durch den Habitus
  10. 10HabitusSeinsweise des Menschen
    Denk-, Wahrnehmungs- und Handlungsschemata
    Kennzeichnung von spezifischen Verhaltensdispositionen, die Rückschlüsse auf die Klassenzugehörigkeit und damit auf bestimmte Einstellungen lassen
    Ergebnis der Verinnerlichung klassenspezifischer Existenzbedingungen
  11. 11Soziale PositionPositionierung ist abhängig von der Form / Kombination des eingebrachten Kapitals
    lässt Rückschlüsse auf Handeln, Geschmack, Vorlieben und Lebensstil zu (Homologie der Räume)
  12. 12Kapitalakkumulierte Arbeit
    individuelle Kraft, die gleichzeitig sozial strukturierende Gesetzmäßigkeit
    Umfang und Einsatz weisen Gesetzmäßigkeiten auf
  13. 13ökonomisches Kapitalmateriell, in Geld konvertierbar Geld
  14. 14kulturelles Kapitalkulturelles Kapital
    inkorporiertes Kapital = Bildung, Wissen, Erziehung, körpergebunden, nicht übertragbar, setzt Verinnerlichungsprozess voraus, Teil des Habitus
    objektiviertes Kapital = materiell übertragbar, kulturelle Güter, Nutzung setzt inkorporiertes Kapital voraus
    institutionelles Kapital = Schulzeugnisse, Bildungszertifikate, Objektivierung des inkorporierten Kulturkapitals, dient er Umwandlung in ökonomisches Kapital
  15. 15soziales Kapitalaktuelle oder, potentielle Ressourcen, alle Arten von Netzwerken von Beziehungen/Gruppen bezeichnet, die Ressourcen darstellen um damit z.B. das kulturelle Kapital oder das ökonomische zu erhöhen
    muss gepflegt werden, benötigen lange und ausdauernde Beziehungsarbeit
  16. 16symbolisches KapitalWertschätzung, Ehre, Anerkennung, Status
  17. 17Symbolische Machtresultiert aus Zugang/Verfügbarkeit von Kapital
    ist auf symbolische Ressourcen angewiesen: Anerkennung, Legitimität
    anerkannte Gewalt, mit deren Hilfe die herrschende Sicht der sozialen Welt legitimiert wird
    keine bewusste Handlung, schon im Habitus verankert
    Anhäufung von symbolischem Kapital notwendig

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Erstellt von
Janine Bohe
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