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Karteikarten

Allgemeines Vertragsrecht (Grundlagen des Öffentlichen und privaten Baurechts)

Andi Bollinger Baurecht Bauleiter im Hochbau HFP 2017 Deutsch 58 Karten

Karten in diesem Stapel (58)

  1. 1Sind baurechtliche Bestimmungen in einem einzigen Erlass oder in verschiedenen Erlassen zu finden?In verschiedenen Erlasen zu finden.
  2. 2Nenne Sie zwei Hauptkriterien, nach denen man öffentliche Recht vom Privatrecht unterscheidet:1. Im Öffentlichen Recht ist der Staat dem Bürger übergeordnet, im Privatrecht stehen sich die Parteien auf gleicher Stufe gegenüber. Staat kann Öffentliches Recht mit Zwang durchsetzten.
    2. Vorschriften des öffentlichen Rechtes schützen die Allgemeinheit; sind im Interesse der Öffentlichkeit erlassen; Vorschriften des Privatrechts schützen den Einzelnen.
  3. 3Nennen Sie zwei Gründe, wesshalb die Unterscheidung zwischen öffentlichen und privatem recht relevant ist:1. Vollzug des öffentlichem Rechtes von Amtes wegen, Sanktionen
    2. Es sind andere Gerichte zuständig
    3. Im Verwaltungsprozess gelten andere Verfahrensgrundrechte als im Zivilprozess.
  4. 4Nennen Sie zwei Rechtsgebiete des öffentlichen Rechts:Strafrecht
    Raumplanungsrecht
    Steuerrecht
  5. 5Nennen Sie zwei Rechtsgebiete des Privatrechts:Werkvertrag
    Eherecht
    Erbrecht
  6. 6Erklären Sie, wie folgende Erlasse hierarchisch einzustufen sind: Bundesverfassung (A) / Kommunale Bauordnung (B) / kantonales Planungs- und Baugesetz (C) / Umwelstschutzgesetz des Bundes (D) / Lärmschutzverordnung des Bundes (E) / kantonale Bauverfahrensordnung (F) / Kantonsverfassung (G)Antwort:
    (A) BV
    (D) USG
    (E) LSV
    (G) KV
    (C) PBG
    (F) BVV
    (B) BZO
  7. 7Für was steht die Abkürzung BVV?Bauverfahrensordnung
  8. 8Für was steht die Abkürzung LSV?Lärmschutzverordnung des Bundes
  9. 9Definieren Sie den Begriff: -Zwingendes Recht?-Zwingendes Recht kann durch Parteien nicht abgeändert werden.
    z.B. wegen gesetzlichen Formvorschriften
  10. 10Definieren Sie den Begriff: -Dispositives Recht-Dispositives Recht können Parteien durch einen Vertrag abändern und etwas vom Gesetz abweichendes vereinbaren.
    (Legitimität ist jedoch Pflicht in Verträgen, man darf nichts illegales vereinbaren)
  11. 11Umschreiben Sie, was die Beweislastregel gemäss Art. 8 ZGB bedeutet?Wer eine Tatsache behauptet und aus derselben Rechte ableitet oder geltend macht, muss diese Tatsache beweisen.
  12. 12Erklären Sie, was man unter materiellem Recht versteht und machen Sie dazu ein Bespiel:Materielles Recht regelt die Entstehung, Veränderung und den Untergang von Rechten.
    Z.B. der Kaufvertrag: das materielle Recht besagt, dass eine Pflicht entsteht zur Zahlung des Kaufpreises, für die Kaufsache.
  13. 13Was versteht man unter formellem Recht? Machen Sie dazu ein Beispiel:Das formelle Recht regelt die Durchsetzung des materiellen Rechtes (Also regelt z.B. die Durchsetzung des Kaufvertrages) und ist somit das Prozessrecht.
    Formelles Recht = Prozessrecht
    Das formelle Recht besagt, in welchem Prozessverfahren, bei welcher Behörde die Zahlung auf welche Art und Weise durchgesetzt werden kann.
  14. 14Gibt es ein Gesetzbuch namens Baurecht?Nein, das Baurecht bildet kein in sich geschlossenes Rechtsgebiet.
  15. 15Was für Themen fallen in das Gebiet Baurecht? Nennen Sie einige Beispiele:RPG
    Umweltschutzrecht
    Gewässerschutzrecht
    Waldgesetzgebung
    Natur, und Heimatschutz
    Bauordnungsrecht
    Privates Baurecht
    usw.
  16. 16Was bedeutet die Formulierung: Öffentliches Recht wird von Amtes wegen vollzogen?Dass der Statt von sich aus automatisch tätig wird.
  17. 17Nennen Sie öffentlich-rechtliche Verfahrensvorschriften?z.B. Sachverhaltsabklärungen von Amtes wegen,
    Willkürverbot,
    Grundsatz der Gesetzmässigkeit,
    die Einhaltung der Grundrechte
  18. 18Wenn es zu einem öffentlichen Rechtsprozess kommt, welches Gericht bzw. welche Behörde ist oft zuständig?Verwaltungsgericht /
    Verwaltungsbehörde
  19. 19Wenn es im privaten recht zu einem Prozess kommt, welche Gerichte sind zuständig?Zivilgerichte:
    Friedensrichter,
    Obergericht / Handelsgericht
    Bezirksgericht
  20. 20Öff oder priv. Recht? (Staat-Bürger, Bürger-Bürger etc.) 1. Strafrecht? 2. Obligationenrecht? 3. Steuerrecht? 4. Raumplanungsrecht?1. Staat-Bürger
    2. Bürger-Bürger
    3. Staat - Bürger
    4. Staat - Bürger
  21. 21Ist Baurecht öffentliche oder privates Recht?Es gibt beides
    Öff->
    Baurekursgericht,
    Verwaltungsgericht
    Priv.Recht->
    Bezirksgericht,
    Obergericht
    Bei beiden Rechten unterscheidet als letzte Instanz das Bundesgericht.
  22. 22Nennen Sie die Exekutive auf Stufe: -Bund -26 Kantone -2352 Gemeinden-Bundesrat
    -Regierungsrat
    -Stadtrat (Gemienderat)
  23. 23Nennen Sie die Legislative auf Stufe: -Bund -26 Kantone -2352 Gemeinden-National und Ständerat
    -Kantonsparlament
    -Grosser Gemeinderat /Gemindsversammlung
  24. 24Nennen Sie die 7 Bundesräte? (Stand Sept. 2016)-Schneider Amann (FDP)
    -Simonetta Somaruga (SP)
    -Guy Parmelin (SVP)
    -Ueli Murer (SVP)
    -Alain Berset (SP)
    -Doris Leuthard (CVP)
    -Didier Burkhalter (FDP)
  25. 25Nennen Sie 3 Gesetzte oder Verordnungen auf Stufe des Bundes:-Bundesverfassung
    -Bundesgesetz (OR, ZGB, RPG etc.)
    -Lärmschutzverordnung des Bundes, Luftreinhalteverpordnung
  26. 26Nennen Sie 3 Gesetzte oder Verordnungen auf Stufe der Kantone:-Kantonsverfassung
    -Kantonsgesetzte
    -Kantonsverordung (Bauverordnung, Bauverfahrensordnungetc.)
  27. 27Nennen Sie 3 Gesetzte oder Verordnungen auf Stufe der Gemeinden:-Gemeindeordnung (Gemeindsverfassung)
    -Gemeindesatzung (z.B. BZO)
    -Verordnung zu Gemsindesatzungen (z.B. Abfallverordnung)
  28. 28Ist öffentliches Recht immer zwingend?Ja. Öffentliches Recht ist zwingendes Recht.
  29. 29Ist privates Recht immer zwingend?Privatrecht ist meistens, aber nicht immer Dispositives Recht.
  30. 30Materielles Recht =? Formelles Recht = ?= Inhaltliches Recht
    = Prozessrecht
  31. 31Wo findet man Einleitungsartikel mit wichtigen Rechtsgrundsätzen welche für die Rechtsanwendung von öffentlichem und privatem Baurecht von Bedeutung sind?ZGB Art- 1. bis 10.
  32. 32Was bedeutet der Rechtsgrundsatz ''Treu und Glauben''? (Art. 2 ZGB)Jedermann ist dazu verpflichtet nach Treu und Glauben zu handeln.
    Unredliches Handeln und Rechtsmissbrauch finden keinen Rechtsschutz.
    (Gilt für Bürger sowohl auch für Behörden)
  33. 33Was bedeutet der Rechtsgrundsatz Guter Glaube? (Art. 3 ZGB)Bei der Beurteilung eines Rechtsproblems darf davon ausgegangen werden, dass jeder Beteiligte gutgläubig gehandelt hat.
  34. 34Was bedeutet der Rechtsgrundsatz Beweislast? (Art 8 ZGB)''Wo das Gesetz nichts anderes Bestimmt, hat derjenige das Vorhandensein einer behaupteten Tatsache zu beweisen, der aus ihr Rechte ableitet)
  35. 35Wenn in einem Prozess Behauptung gegen Behauptung steht, braucht der Richter Beweise. Welche Frage stellt sich nun?Wer was beweisen muss!
  36. 36Was bedeutet der Rechtsgrundsatz: Wo kein Kläger ist, da kein RichterIm öffentlichem recht:
    Wenn eine Behörde eine Verletzung von Bauvorschriften feststellt, wird ein Verfahren eröffnet.
    Im Privatrecht:
    passiert erst etwas wenn jemand klagt.
  37. 37Was bedeutet der Rechtsgrundsatz: Grundsatz der Verhältnismässigkeit?In Grundrechte des Bürgers darf nur soweit eingegriffen werden, wie dies zur Erreichung des Ziels erforderlich, geeignet und tragbar ist.
  38. 38Was bedeutet der Rechtsgrundsatz: Keine Strafe ohne Gesetz?Ohne gesetzliche Grundlage darf niemand bestraft werden.
  39. 39Was bedeutet der Rechtsgrundsatz: Unwissenheit schützt vor Strafe nicht?Grundsätzlich geht das Gesetzt davon aus, dass jeder das Gesetz kennt.
    Man kann einer Strafe nicht entgehen mit dem Hinweis, das man nicht wusste, dass etwas strafbar ist.
  40. 40Was bedeutet der Rechtsgrundsatz: In dubio per reo?Im Zweifel für den Angeklagten.
  41. 41Was bedeutet der Rechtsgrundsatz: Im Zweifel für den Angeklagten? Gilt dieser Grundsatz auch im Privatrecht?Dieser Grundsatz gilt nur dort, wo jemand angeklagt ist vom Staatsanwalt!
    Nein, im Privatrecht gilt die Beweislastregel von Art. 8 ZGB und nicht in dubio per reo.
  42. 42Nennen Sie den Erlass, indem die Ziele der Raumplanung festgelegt sind:Raumplanungsgesetz (RPG)
  43. 43Auf welcher Stufe (Bund, Kantone oder Gemeinde) sind die Grundziele der Raumplanung festgelegt?Auf der Stufe des Bundes!
    Bundesverfassung BV
    Raumplanungsgesetz RPG
    Raumplanungsverordnung RPV
  44. 44Was ist der Zweck eines Richtplanes?Richtpläne zeigen auf, in welche Richtung die räumliche Entwicklung einer Region gehen soll.
  45. 45Was für Richtpläne kennen Sie?Kantonale Richtpläne
    Regionale Richtpläne
    und auch Kommunale Richtpläne.
  46. 46In welcher Form bestehen die Richtpläne im Kt. Zürich?Aus Karte und Text
  47. 47Was ist der Zweck von Zonenplänen?Zonenpläne verfeinern die Richtpläne und geben vor verbindlich vor, was auf einem Grundstück gebaut werden darf.
  48. 48Auf welcher Hirarchiestufe werden Nutzungspläne erlassen?Gemeinde
    Die Gemeinden erlassen die Nutzungspläne.
  49. 49Wie unterscheidet sich ein Richtplan von einem Zonenplan??
  50. 50Was bedeutet der Begriff Zonenkonformität?Ein Bai ist Zonenkonform, wenn sie den Nutzungsvorschriften des Zonenplans entspricht.
    Z.B. Bauernhof in Landwirtschaftszone etc.)
  51. 51In welche Zone des Zonenplans gehören folgende Bauten: 1. Wohnhäuser 2.Autohersteller 3.Schreinerei 4. Bauernhof1. Wohnzone
    2. Industriezone
    3. Gewerbezone
    4. Landwirtschaftszone
  52. 52Welche vier Voraussetzungen müssen erfüllt sein, damit ein Grundstück als baurechtlich erschlossen gilt?Wasser, Abwasser, Zufahrt, Energie
    (Groberschliessung)
  53. 53Was ist der Sinn und Zweck eines Quartierplanes?Mit einem Quartierplan kann ein Verfahren zur Erzwingung der Erschliessung eines Baugrundstücks erfolgen.
    Der Quartierplan liefert die Grundlage für diese Erzwingung.
  54. 54Zähle 5 verschiedene Grundanforderungen an Bauten und Anlagen auf:-Grenz und Gebäudeabstände
    -Gebäudehöhe
    -Ausnutzung des Grundstücks
    -Anzahl Voll-, Dach-, und Unetergeschosse
    -Firsthöhe
  55. 55Was versteht man unter Ausnutzungsziffer?Verhältnis
    Räume
    _________________________
    Grundfläche
  56. 56Was versteht man unter dem Begriff Baumasseziffer?Wieviel m3 anrechenbare Räume auf den m2 Grundfläche anfallen dürfen.
  57. 57Welches sind die vier wesentlichen Schritte vom Baubewilligungsverfahren?-Baugesuch
    -Aussteckung
    -Publikation im Amtsblatt
    -Entscheid (Bewilligung / Verweigerung)
  58. 58Wie ist eine Baubewilligung aufgebaut?Bewilligungskopf
    Erwägungen
    Dispositiv
    Rechtsmittelbelehrung

Informationen

Beschreibung
Bauleiter im Hochbau HFP 2017 Baurecht Karteikarten am Allgemeines Vertragsrecht (Grundlagen des Öffentlichen und privaten Baurechts) , erstellt von Andi Bollinger am 18/09/2016.
Erstellt von
Andi Bollinger
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