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Karteikarten

Wissenschaftliches Arbeiten-Forschungsmethoden

Paul Ka WA Forschungsmethoden Deutsch 129 Karten

Wissenschaftliches Arbeiten-Forschungsmethoden

Karten in diesem Stapel (129)

  1. 1Aufgaben und Ziele der wissenschaftlichen PsychologieMenschliches Erleben und Verhalten:
    Beobachten
    Erklären
    Vorhersagen
    Beeinflussen
  2. 2Was sind wissenschaftliche Methoden?Alle Mittel und Wege, um wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen und in praktisches Handeln umzusetzen.
  3. 3ErkenntnismethodenAlle Hilfsmittel/Werkzeuge, die zur Gewinnung und systematischen Auswertung von Informationen benötigt werden.
  4. 4Induktives/Deduktives VorgehenInduktion: Einzelfall auf das Allgemeine
    Deduktion: vom Allgemeinen auf Einzelfälle
  5. 5Quantitative/Qualitative MethodenQuantitativ: Objektive, standardisierte Verfahren
    Qualitativ: sinnverstehende, unstandardisierte Verfahren
  6. 6Eigenschaften wissenschaftlicher HypothesenTheoretisch begründet, empirisch überprüfbar, falsifizierbar, beanspruchen gewisse Allgemeingültigkeit.
  7. 7Interventionsmethoden + Arten d. VeränderungWissenschaftliche Erkenntnisse in prakt. Maßnahmen umsetzen (Therapie, Prävention...).
    Korrektur, Förderung, Prävention
  8. 8Beschreiben menschl. Erlebens und Verhaltens (welche Schritte?)Begriffe genau beschrieben
    Merkmale werden...
    - Benannt, geordnet, klassifiziert
    - Operationalisiert
    - Häufigkeit und Ausprägungen ermittelt
  9. 9Datengewinnung/DatenauswertungGewinnung: Verfahren um menschl. Verhalten zu registrieren und in Zahlen übersetzen.
    Auswertung: Zusammenfassen u. Ordnen des Rohmaterials
  10. 10Variablen (latent/manifest)Veränderliche Größen in denen sich Objekte unterscheiden.
    Latent: nicht beobachtbar, aus manifesten Variablen erschließbar.
    Manifest: beobachtbare Variablen
  11. 11Kovarianz>Grad, in dem zwei Variablen miteinander variieren.
    >das durchschnittliche Produkt aller korrespondierenden Abweichungen der Messwerte von den Mittelwerten der beiden Variablen X und Y
    >Maßstababhängig
  12. 12Korrelationskoeffizient "r"Maß für die Stärke des Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen.
    Maßstabunabhängig
  13. 13Definition Experiment>Systematischer Beobachtungsvorgang
    >Interessierendes Phänomen wird planmäßig erzeugt
    >(un)systematische Störfaktoren werden ausgeschalten/kontrolliert
    >Ziel: Veränderungen von AV auf Variation der UV zurückführen
  14. 14Voraussetzungen für kausale SchlussfolgerungenKovariation von AV und UV
    Präzedenz (zeitl. Vorgeordnetheit)
    Ausschluss von Alternativerklärungen =(intern valide)
  15. 15Präzedenzproblem(korrelativer Forschunngsansatz)
    Unklarheit der zeitlichen Vorgeordnetheit
    Lösung: zumindest statistisch kontrollieren (cross-lagged panel design)
  16. 16Artefaktproblem(korrelativer Forschungsansatz)
    mögliche Konfundierungen
    Lösung: Störvariablen statistisch kontrollieren
  17. 17Mediatorvariablen / ModeratorvariablenMediatorv. (=intervenierende V.): UV wirkt über intervenierende V. auf AV
    Moderatorv.: Effekt der UV auf die AV hängt von deren Ausprägung ab
  18. 18Warum sind Methodenkenntnisse wichtig?Sind Intuition überlegen
    Daten sind in Zahlen übertragen
    Um diagnostisches Verfahren zu wählen
    Wissenschaftl. Literatur beurteilen können
  19. 19Grobeinteilung empirischer UntersuchungenExplorative U.: Generieren von Hypothesen
    Deskriptive U.: Beschreibung v. Populationen, Phänomenen, Einzelfällen u. Stichproben
    Explanative U.: Prüfen von Hypothesen
  20. 20Struktur und Ablauf wissenschaftlicher UntersuchungenIdee und Erkundung.
    Fragestellung.
    Untersuchungsplanung (Methode, Population).
    Untersuchungsdurchführung.
    Auswertung.
    Interpretation.
  21. 21Theorie (Definition)-Theorien sind Systeme von Aussagen über Gegenstandsbereich. --> Beobachtungen beschreiben, vorherzusagen und zu erklären.
    - Psychologische Theorien: Systeme von Aussagen über menschliches Erleben und Verhalten; z.B. Persönlichkeitstheorie> individuelle Besonderheit von Menschen.
  22. 22Wissenschaftliche Hypothesen (Definition)Annahmen über reale Sachverhalte über den Einzelfall hinaus (Generalisierbarkeit), sind widerlegbar.
    --> vorläufige mögliche Antwort auf Fragestellung
  23. 23Ebenen wissenschaftlicher Aussagen/FragestellungenTheoretische Ebene
    Empirische Ebene
    Überbrückungsprobleme (Theoretische Aussagen in konkrete empirische Aussagen zu überführen)
  24. 24OperationalisierungMessbarmachen v. Merkmalen
  25. 25Arten der OperationalisierungOperationalisierung von Variablen
    Operat. Experimenteller Manipulationen
    Multipler Operationalismus --> das zu untersuchende Konstrukt wird durch verschiedene Verfahren Operationalisiert.
  26. 26Arten von HypothesenZusammenhangshypothese
    Unterschiedshypothese
    Veränderungshypothese
    Operationale Hypothese (formuliert mithilfe theoretischer Konstrukte)
  27. 27Statistische HypotheseFormuliert Relation der Populationsparameter (+Altern. Hypothese= Hypothesenpaar)
    Gerichtete H1 (Informationsreicher)
    Ungerichtete H1
    spezifische (mehr Info) vs. unspezifische H1
  28. 28Hypothesen-ZusammenfassungFragestellung
    Forschungshypothese
    z.B. Frauen sind extrovertierter als Männer
    Operationale Hypothese
    Statistische Hypothese
  29. 29Was ist messen?Zuordnen von Zahlen zu Objekten
  30. 30Planung einer empirischen Untersuchung (Schritte)Auswahl d. Erhebungsmethode
    Auswahl d. Stichprobe
    Auswahl d. Datenerhebungsstrategie
    Planung d. Untersuchungsdurchführung
    Planung d. Datenauswertung
    Ethische Unbedenklichkeit
  31. 31Reaktivität und Transparenz (Methoden der Datengewinnung)Reaktiv: Proband weiß, dass Verhalten registriert wird.
    Transparent: Proband kennt Zweck d. Untersuchung und Bedeutung der Daten.
  32. 32Rosenthal-EffektVersuchsleiter beeinflusst durch sein (subtiles) Verhalten das Verhalten des Probanden.
  33. 33Beobachtungsprozess (Schritte)Wahrnehmen
    Registrieren
    Beurteilen
  34. 34Methoden der DatengewinnungSelbstbeobachtung.
    Gespräch
    Schriftliche Befragung / Fragebogen
    Leistungstests
    Neurowissenschaftliche Methoden
    Peripher-psychophysiologische Methoden
    Biochemische Methoden
    Reaktionszeitgestützte Verfahren (Priming)
  35. 35Gespräch (Arten) (Methoden d. Datenerhebung)Interview (offener)
    Diagnostisches Interview (geschlossener)
    --> sehr hoher Aufwand
  36. 36Schriftliche Befragung vs FragebogenSchrift. Befragung: Oft Essay, meist unstrukturiert oder halbstrukturiert.
    Fragebogen: festgelegte Antwortmöglichkeiten, standardisiert.
  37. 37Fragebogen: +/-+Objektiv
    +Ökonomisch
    +hohe Vergleichbarkeit
    -wenig Flexibilität
    -Selbsteinsicht der Probanden notwendig
  38. 38Mehrebenenstruktur psychologischer Merkmale (Erklärung)Psychologische Merkmale manifestieren auf verschiedenen Ebenen (z.B. subj. Erleben, kognitive Bewertung, physiolog. Reaktion, motor. Handlung).
  39. 39Konvergente Validität Diskriminante ValiditätKonvergente: verschiedene Verfahren, die dasselbe Merkmal messen, sollen zum gleichen Ergebnis kommen.
    Diskriminante: verschiedene Verfahren, die verschiedene Merkmale messen, sollen zum unterschiedlichen Ergebnissen kommen.
  40. 40PopulationMenge aller potentiellen Untersuchungsobjekte.
    Weisen gemeinsames Merkmal(e) auf, über das etwas ausgesagt werden soll.
  41. 41Konkrete vs. Fiktive PopulationKonkret: eindeutig identifizierbar
    Fiktiv: theoretische Population, z.B. Personen, die sich potentiell einer Therapie unterziehen könnten.
  42. 42RepräsentativitätStichprobe ist repräsentativ, wenn ihre Zusammensetzung jener i.d. Population stark ähnelt.
    (spezifisch vs. global repräsentativ)
  43. 43Probabilistische Stichprobenach Zufallsprinzip gezogen.
    Auswahlwahrscheinlichkeit aller Objekte gleich (oder zumindest bekannt).
    Einfache SP, geschichtete SP, Klumpenstichprobe und mehrstufige SP.
  44. 44Geschichtete ZufallsstichprobeSchicht = Teilmenge d. Population, die nicht überlappen (z.B. Männer/Frauen).
    Aus jeder Schicht eine Stichprobe.
    (proportional / disproportional geschichtet)
  45. 45KlumpenstichprobeKlumpen = fest vorgegebene, natürliche Gruppe (z.B. Schulklasse).
    --> per Zufall verschiedene Klumpen ausgewählt (Klassen) und alle Elemente der Klumpen untersucht (Schüler).
  46. 46Mehrstufige StichprobenElemente der Stichprobe in verschiedenen Ebenen geordnet.
    Auf diesen Ebenen werden per Zufall Stichproben gezogen
    (z.B. 100 zufällige Schüler aus zufälligen Schulen)
  47. 47Nichtprobabilistische StichprobenAd-Hoc-Stichprobe (verfügbare Personen)
    Quotenstichprobe (passende Probanden)
    Theoretische Stichprobe (typische/interessante/extreme Fälle)
  48. 48Arten von UnteruchungenPopulationsbeschreibend: Repräsentativität relevant.
    Hypothesenprüfend: oft Studierendenstichproben, nur relevant wenn untersuchtes Merkmal dadurch beeinflusst wird.
  49. 49Alpha-Fehler Beta-FehlerAlpha: Ho fälschlich verworfen
    Beta: Ho fälschlich beibehalten
    Hängt ab von: Effektgröße, Signifikanzniveau, Stichprobenumfang
    Verhältnis 1:4 (5% vs. 20%)
  50. 50Power (=Teststärke):1-ß
    Die Wahrscheinlichkeit, einen tatsächlich existierenden Effekt zu erkennen.
  51. 51Wie wird "bedeutsame" Effektgröße festgelegt?Theoretische oder normative Begründungen
    Orientierung an bisherigen empirischen Ergebnissen
    Vorgeschlagene Heuristik von Cohen
  52. 52Optimale Stichprobengrößewenn...
    ...relevante Effekte signifikant werden können
    ...aber triviale (minimal) -Effekte nicht signifikant werden
  53. 53Systematische vs. Unsystematische StörvariablenSystematisch: kovariieren mit UV
    Unsystematische: kovariieren nur mit AV
    -->bei allen Experimenten gleich, Ergebnis wird jedoch schwerer signifikant.
  54. 54Interne ValiditätWenn alle systematischen Störeinflüsse ausgeschlossen werden können
    --> also AV nur durch die UV beeinflusst
  55. 55Externe ValiditätWenn die Ergebnisse einer Untersuchung generalisiert werden können
    (Ort, Zeitpunkt, Personen, Situationen).
  56. 56Zwei-Gruppen-Plan Mehr-Gruppen-PlanZwei: Zweifach gestufte UV, eine od. mehrere AVs.
    Mehr: Mehrfach gestufte UV, eine od. mehrere AVs.
  57. 57Dreifaktorieller Untersuchungsplan: Begriffe3 Haupteffekte (Faktoren A, B und C)
    3 Interaktionseffekte erster Ordnung
    (AxB, AxC, BxC)
    1 Interaktionseffekt zweiter Ordnung
    (AxBxC)
  58. 58Arten von Interaktionen (zweifaktorielle unabhängige Messungen)Ordinale Interaktion
    (beide HE global interpretierbar+WW)
    Hybride Interaktion
    (ein HE global, der andere nicht)
    Disordinale Interaktion
    (nur Interaktion interpretierbar
  59. 59Untersuchungsplan/DesignAufbau einer empirischen Untersuchung, durch ihn soll Hypothesenprüfung möglich sein.
  60. 60Arten von Beziehungen zw. UV und AVLinear
    Quadratisch
    Kubisch
  61. 61Arten von (systematischen) StörvariablenPersonengebundene
    Bedingungsgebundene
    Situationsgebundene
  62. 62Personengebundene Störvariablen (und deren Kontrolle)Von Seiten der Versuchsteilnehmer
    Randomisieren
    Parallelisieren/Matchen
    Ausbalancieren (Häufigkeiten gleich)
    Konstanthalten (Ausprägung d. Störvar.)
    Auspartialisieren
    Messwiederholungsdesign
  63. 63Vorteile "within subjects design"Kenntnis personengebundener Störvariablen nicht erforderlich.
    Wird leichter signifikant.
    Mehr Power-ökonomischer (kl. Stichprobe).
    Nachteil: Positions- und Carry-over-Effekte.
  64. 64Bedingungsgebundene Störvariablen (und deren Kontrolle)Experiment unterscheidet sich nur hinsichtlich der UV--> konstruktvalide.
    Manipulationskontrolle: Experten und Probanden schätzen interessierendes Merkmal und irrelevante Merkmale ein.
  65. 65Positionseffekte und Carry-over-Effekte (+ deren Kontrolle)Positionseffekte:
    Vollständiges bzw. unvollständiges Ausbalancieren
    Carry-over-Effekte:
    Lange Pausen, auf Messwiederholungsfaktor verzichten.
  66. 66Situationsgebundene StörvariablenIm Rahmen der Untersuchung, z.B. Uhrzeit, Lärm, Temperatur, Versuchsleiter...
    Untersuchungsleiter-Erwartungseffekt
    Erwartungen (der Teilnehmer) können Verhalten stark beeinflussen.
  67. 67Situationsgebundene Störvariablen (Kontrolle)Eliminieren
    Ausbalancieren
    Konstanthalten
  68. 68Echte Experimente vs. Quasi-ExperimenteEcht: -UV systematisch variiert, Effekt auf AV gemessen
    -Störvariablen weden eliminiert
    Quasi: nur Variation der UV, Kontrolle d. Störvariablen nicht ausreichend erfüllt
    (weil schwierig oder nicht möglich).
  69. 69Kontrolle der Störvariablen in Quasi-ExperimentenVortests (Lebensqualität vorher/nachher.
    Aggregation über mehrere Beobachtungseinheiten (mehrere Städte, manche mit/ohne Umweltzonen).
    Störvariablen statistisch kontrollieren.
  70. 70Ein-Gruppen-Pretest-Posttest-PlänePretest--> Treatment--> Posttest
    Vergleich Pretest- und Posttest-Werte.
    Geringe interne Validität
    (zahlreiche mögliche Störeinflüsse).
  71. 71Mögliche Störeinflüsse bei Ein-Gruppen-Pretest-Posttest-Plänen (Kontrollgruppe nötig!!!)Externe zeitliche Einflüsse
    Interne zeitliche Einflüsse (Reifung)
    Wiederholte Testung (Lerneffekte ect.)
    Regression zur Mitte
    (bei fehlerhaften Messinstrumenten--> extreme Werte tendieren zur Mitte)
  72. 72Zeitreihenuntersuchungsplan (Ein-Gruppen-Pretest-Posttest-Pläne)Vor- und nach dem Treatment mehrere Messungen.
    --> Wirkung der UV lässt sich besser isolieren.
    - Dennoch keine völlige Abgrenzung vom Faktor "Zeit";
    - Drop-out.
  73. 73(Zwei-Gruppen-Pretest-Posttest-Pläne)Man unterscheidet...
    ... Vortest-Nachtest-Kontrollgruppendesign
    (mit zufälliger Gruppenzuteilung).
    ... Nicht-äquivalentes Vortest-Nachtest-Kontrollgruppendesign
    (=quasi-experimentell).
  74. 74Störeinflüsse bei Zwei-Gruppen-Pretest-Posttest-PlänenRandomisiert: Zeitl. Einflüsse, Test- und Regressionseffekte werden kontrolliert.
    "Natürliche Gruppen": von Beginn bestehende Unterschiede zw. Gruppen--> Störfaktor "Selektion".
  75. 75Experimentelle Mortalität (Ausfall)Ist diese bei 2 Gruppen unterschiedlich
    --> Störfaktor
    Weitere Störfaktoren (bei Kontrollgruppe):
    Empörte Demoralisierung
    Kompensatorischer Wettstreit
    Treatment-Diffusion
  76. 76Zwei-Gruppen-Pretest-Posttest-Plan: Treatmenteffekt ermittelnDifferenz der Veränderung in der Experimentalgruppe und der Kontrollgruppe.
    (E1-E2) - (K1-K2) = E-K
    Signifikant, wenn Interaktion
    Gruppe x MessZP signifikant ist.
  77. 77Solomon-Vier-Gruppen-PlanErweiterung des Pretest-Posttest-Designs.
    Überprüft mögliche Pretest-Wirkungen.
    2x2 Design (Treatment, Pretest)
    vorhanden/ nicht vorhanden
  78. 78Experimenteller Ansatz und Persönlichkeitsmerkmale (Stimulus-Response-Paradigma)Stimulus = UV Response = Av
    Experimentelle UV: "echte" Variablen, künstlich variiert.
    Korrelative UV: liegen schon natürlich vor, können nicht aktiv variiert werden
  79. 79Organismusvariablen--> korrelative Variablen
    z.B. Geschlecht, Religion, Alter.
    Keine systematische Variation, können jedoch selegiert werden
    (zusätzliche Variablen).
  80. 80Problem bei Kontrolltechniken wie Randomisierung, Ausbalancieren ect.Unabhängigkeit des Auftretens von UV und Störvariable
    ist nicht dasselbe wie
    Unabhängigkeit d. WIRKUNG von UV und Störvariable.
  81. 81Experimenteller Ansatz und Persönlichkeitsmerkmale Semiexperimentelle UntersuchungspläneWenn neben Reizvariable auch Organismusvariable als UV vorkommt:
    Differentialpsychologisches Experiment.
    Semiexperimenteller U-Plan:
    zweifaktoriell
    1 experimenteller + 1 korrelativer Faktor
  82. 82Gütekriterien empirischer UntersuchungenKonstruktvalidität
    Interne Validität
    Statistische Validität
    Externe Validität
  83. 83KonstruktvaliditätOb mit UV und AV genau die interessierenden Konstrukte erfasst werden.
    (gemessen wird, was gemessen werden soll)
  84. 84Statistische ValiditätWie angemessen das statistische Verfahren und die Stichprobengröße für die Untersuchung sind.
  85. 85Externe ValiditätErgebnis kann auch auf andere Personen, Situationen und Zeitpunkte übertragen werden.
    z.B. Labor--> dann Feldexperiment.
  86. 86Labor- und FeldexperimenteLabor:
    + Kontrollierbarkeit, hohe interne Validität
    - Künstliche Situation, beeinflusst Verhalten
    Feld:
    + natürlich, höhere externe Validität
    - mehr interne Störvariablen
    dadurch geringere interne Validität
  87. 87Labor = künstlich Feld = natürlich ???Auch Labor kann gemütlich sein.
    Feldexperiment kann auch künstlich sein
    (z.B. unter Wasser).
    > interne Validität von konkreter Situation abhängig.
    > externe Validität muss geprüft werden
  88. 88Externe Validität und ReplikationJe vielfältiger die Kontexte sind, unter denen ein Effekt festgestellt wird, desto größer ist die Generalisierbarkeit des
    Effekts (externe Validität).
  89. 89MetaanalyseZusammenfassen der Daten vieler Studien (zu einer bestimmten Hypothese).
  90. 90Korrelativer ForschungsansatzUV wird nicht systematisch variiert
    --> natürlich vorliegende Variation der UV wird gemessen und Kovariation mit der AV quantifiziert.
  91. 91Voraussetzungen für Kausalhypothesen beim Korrelativen ForschungsansatzUV und AV müssen kovariieren
    UV muss vor der AV auftreten
    keine Störeinflüsse
    --> 2. und 3. Voraussetzung häufig schwierig, kausale Interpretation nur eingeschränkt möglich.
  92. 92Bivariate Zusammenhänge (korrelativer Forschungsansatz)Zusammenhänge zwischen zwei Merkmalen
    (z.B. zwischen Intelligenz und Schulerfolg).
  93. 93Was ist notwendig, um Hypothesen bezüglich des Zusammenhangs zwischen zwei Merkmalen zu überprüfen?Merkmale operationalisieren
    Stichprobenumfang planen
    zu einem oder zu zwei Zeitpunkten messen
    ermitteln, in welchem Ausmaß die Merkmale miteinander variieren.
  94. 94Stärke des Zusammenhangs (nach Cohen)r=.10 -> schwacher Zusammenhang
    r=.30-> mittlerer Zusammenhang
    r=.50-> starker Zusammenhang
  95. 95Einfache lineare RegressionRegression: Wert einer Variable wird durch den Wert einer anderen Variable geschätzt
    >durch die Regressionsgerade:
    linearer Zusammenhang zw. MW aller
    y-Werte desselben x-Wertes und x-Wert.
    y = a + b * x
  96. 96Regression bei standardisierten Wertena = immer "0"
    standardisiertes Regressionsgewicht "b" (auch ß-Koeffizient)-> um wie viele SD sich y verändert, wenn x um 1 SD ansteigt
    (zw. -1 und +1, entspricht "r").
  97. 97Variation bei linearer RegressionGesamtvariation: Abweichung beobachteter Werte vom Mittelwert.
    ergibt sich aus:
    -Systematischer Variation: Abweichung d. vorhergesagten Werte vom Mittelwert.
    -Unsystematischer Variation: Abweichung d. beobachteten von d. erwarteten Werten.
  98. 98Determinationskoeffizientr^2 = Erklärte Varianz / Gesamtvarianz
    Beantwortet, wie groß der Anteil d. Gesamtvarianz von y ist, den x aufklärt.
  99. 99Multivariate ZusammenhängeVerhalten ergibt sich oft durch mehr als nur 2 Variablen, also müssen auch mehrere Variablen berücksichtigt werden.
  100. 100Multivariate Zusammenhänge - StöreinflüsseBei korrelativer Forschung kann man Störeinflüsse durch die Untersuchungsplanung nicht hinreichend kontrollieren.
    --> man muss sie statistisch miterheben.
  101. 101Scheinkorrelation (multivariate Zusammenhänge)Korrelation zweier Variablen geht auf Einfluss einer Drittvariable zurück.
    Kontrolle:
    Partialkorrelation / Semipartialkorrelation
  102. 102Partialkorrelation vs. SemipartialkorrelationPartial: Einfluss wird aus beiden Variablen herauspartialisiert.
    Semipartial: Einfluss wird aus einer der Variablen herauspartialisiert.
  103. 103Partialkorrelation BeispielX1= kognitive Abstraktionsfähigkeit
    X2= sensomotorische Koordination
    X3= Alter
    Beobachtete X1 - Geschätzte X1= Residuen
    Beobachtete X2 - Geschätzte X2= Residuen
    -> Varianz, die nicht auf "Alter" rückführbar ist.
    Korrelation dieser Residuen: altersbereinigt
  104. 104Semipartialkorrelation BeispielX=Extraversion; Y=Wohlbefinden
    Z=Stimmungsregulationsfähigkeit
    Frage: Extraversion zusätzliche Vorhersage über Wohlbefinden, die über Vorhersage von SRF hinausgeht?
    -->
    Korrelation Wohlbefinden mit um der um Einfluss von SRF bereinigten Extroversion.
  105. 105Multiple RegressionVerallgemeinerung der linearen Regression
    Unterschiede auf mehrere Prädiktoren zurückgeführt.
  106. 106Multipler DeterminationskoeffizientR^2 = Erklärte Varianz / Gesamtvarianz
    --> wie viel % der Varianz durch alle Prädiktoren vorhergesagt werden können.
  107. 107Multiple Korrelation RR= korrelation zw. den vorhergesagten und den beobachteten y-Werten.
  108. 108sr^2Gibt an, welcher Varianzanteil nur durch diesen Prädiktor vorhergesagt wird.
  109. 109Multiple Regression: ModerationVorgehen: Produkt aus Moderator & Prädiktor in Regressionsgleichung aufgenommen
    Wenn signifikant: Moderator ist wirksam.
    Überprüft, wenn zw. UV und AV inkonsistente Zusammenhänge bestehen.
  110. 110Veranschaulichen von (signifikantem) ModerationseffektRegressionsgerade mit 3 typischen Ausprägungen d. Moderatorvariable.
    (z.B. MW, 1 SD über und 1 SD unter MW).
  111. 111Multiple Regression: MediationMediator-Variable vermittelt Einfluss, den eine UV auf eine AV hat.
    Steht zwischen UV und AV, ist also selbst
    AV und UV zugleich.
    Analysiert, wenn genaue Umstände zu Zusammenhang geprüft werden sollen.
  112. 112MediationshypothesenVollständige Mediation: (Effekt der UV auf die AV nur über die MV)
    Partielle Mediation: Direkte Wirkung d. UV auf die AV bleibt z.T. bestehen.
  113. 113Prüfung einer MediationshypotheseGesamteffekt von X auf Y--> totaler Effekt c.
    Effekt von X auf M--> Effekt "a"
    Effekt von M auf Y--> Effekt "b"
    Indirekter Effekt "ab"= a*b
    --> c-ab = c' (direkter Effekt v. X auf Y)
  114. 114Pfadanalytische ModelleUnterschied zu Multiple Regressionsanalyse:
    --> Variable kann sowohl UV als auch AV sein.
  115. 115Arten von Pfadanalytischen ModellenIndirekter Effekt
    Mehrere indirekte Effekte
    Wechselseitige Beeinflussung
    Ein direkter und ein indirekter Effekt
  116. 116Pfadanalytische Modelle- Einfacher indirekter EffektWie einfache Mediation.
    Häufig bei Längsschnittstudien
    (selbes Merkmal mehrmals erfasst)
    --> Autoregressive Effekte:
    (z.B. IQ mit 10J v. IQ mit 9J abhängig, dieser wiederum vom IQ mit 8J).
  117. 117Pfadanalytische Modelle- Mehrere indirekte EffekteWie multiple Mediation.
    Bsp: Bedrohung durch Krankheit (UV) führt zu Sport (MV) u. gesunder Ernährung (MV), was sich wiederum auf Gesundheit (AV) auswirkt.
  118. 118Pfadanalytische Modelle- Wechselseitige Beeinflussung Bsp: Gegenseitige Unterstützung in d. Ehe.Pfadanalytische Modelle- Wechselseitige Beeinflussung Bsp: Gegenseitige Unterstützung in d. Ehe.
  119. 119Pfadanalytische Modelle- Direkter- und indirekter EffektWie indirekte Mediation.
    Bsp: Modell des geplanten Verhaltens
  120. 120Pfadanalytische Modelle- Typen von VariablenExogene V: UVs, welche im Modell nicht erklärt werden (Pfeile zeigen nicht auf sie).
    Endogene V: AVs, werden durch exogenen Variablen beeinflusst.
    Mediatorvariablen: vermittelnde V.; sind AV und UV zugleich.
  121. 121Pfadanalytische Modelle- Typen von EffektenDirekter Effekt
    Indirekter Effekt:
    spezifischer: UV über Med.V auf AV
    totaler ind. E.: mehrere Med.V auf AV
    Totaler Effekt: direkte + indirekte Effekte
  122. 122Problem bei PfadanalyseEs werden Hypothesen über Kausalzusammenhänge beschrieben-
    es gibt jedoch oft viele äquivalente Modelle mit anderer Kausalstruktur
    --> nicht zwingend Kausalmodell.
  123. 123StrukturgleichungsmodellePfadanalyse: Kausalzusammenhänge zw. manifesten (beobachtbaren) Faktoren.
    >Unterschiede jedoch z.T. auf Messfehler zurückzuführen.
    Lösung: Wahre Unterschiede mit Faktorenanalyse ermitteln.
  124. 124Faktorenanalytische Auswerteverfahren: Zielsetzung und GrundgedankeZusammenhänge anhand weniger Dimensionen erklären.
    Bsp:
    Mehrere manifeste Variablen korrelieren.
    Erklärung: Zusammenhang durch latente Variable (Faktor) verursacht.
  125. 125Implikationen FaktorenanalyseManifeste Variablen sind Indikatoren für latente Variablen (Faktoren).
    Kontrolliert man um die latente V: Messwerte sind unkorreliert.
    Unterschiede in manifesten V durch Unterschiede in latenter V erklärt (+Fehler)
  126. 126Unterfamilien faktorenanalytischer AuswertemethodenExplorative FA:
    Hypothesengenerierend, Suche nach latenten Faktoren.
    Konfirmatorische FA:
    Hypothesenprüfend
  127. 127Lineare StrukturgleichungsmodelleMan kann damit Pfadmodelle messfehlerbereinigt untersuchen.
    >Messmodell:
    Beziehungen zw. manifesten und latenten Variablen werden spezifiziert.
    >Strukturmodell: Beziehungen latenter V mit Pfadmodell dargestellt.
  128. 128Strukturgleichungsmodell (Bild) ("freie" Pfeile = Messfehler)Strukturgleichungsmodell (Bild) ("freie" Pfeile = Messfehler)
  129. 129Cross-Lagged-Panel-Design

Informationen

Beschreibung
WA Forschungsmethoden Karteikarten am Wissenschaftliches Arbeiten-Forschungsmethoden, erstellt von Paul Ka am 19/09/2018.
Erstellt von
Paul Ka
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