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Karteikarten

Allgemeine Neuroanatomie

rose subtile Deutsch 34 Karten

Karten in diesem Stapel (34)

  1. 1Was sind Dekussationen?Kreuzungen von Fasernbündeln
  2. 2Was sind die Bestandteile eines Neurons?Zellkörper/Soma/Perikaryon
    Dendriten
    Axone
  3. 3Dendritenafferente bzw. rezeptive Fortsätze der Nervenzellen
    meist gehen mehrere vom Zellkörper ab
    treten über dornenähnliche Fortsätze mit anderen Nervenzellen in Kontakt (Dornensynapsen)
  4. 4KollateraleSeitenzweige der Axone
    gleiches Ziel wie Axone
    weiter entfernte Neurone
    rückläufig auf eigenes Perikaryon
  5. 5EffektorenMuskel-oder Drüsenzellen
  6. 6Zentralnervensystem (ZNS)Gehirn + Rückenmark
    Steuerzentrale: Eintreffen von Informationen aus Körper und Außenwelt + Verarbeitung
  7. 7Peripheres Nervensystem (PNS)alle übrigen Teile des Nervensystems
    Verkabelung des ZNS mit Peripherie
    Zuträger- und Ausführungsorgan
  8. 8Wo befindet sich bei Neuronen, die Information von der Haut zum Rückenmark leiten der Zellkörper?im Spinalganglion neben dem Rückenmark
    zellkörperwärts leitender Fortsatz mit axonalen Eigenschaften
  9. 9Mark- oder Myelinscheidelipidreiche Schicht um Nervenzellaxone
    -> raschere Fortleitungsgeschwindigkeit des Aktionspotentials
    -> elektrische Isolation der Fasern
    ZNS: Oligodendrozyten durch Fortsätze
    PNS: Schwann-Zellen durch Zellkörper
    Unterbrechung an Ranvier-Schnürringen (Saltatorische Erregungsweiterleitung)
  10. 10Gliazellendiffus ins Nervengewebe eingestreute Zellen mit verschiedene Hilfsfunktionen
    unverzichtbar für Funktionen des ZNS und PNS
    Unterscheidung in zentrale und periphere Gliazellen
  11. 11Zentrale GliazellenAstrozyten (Fibrilläre Astrozyten, Protoplasmatische Astrozyten)
    Oligodendrozyten
    Mikrogliazellen
    Ependymzellen
  12. 12Astrozyten (Gliafilamente der Astrozyten)"Makroglia": größte Gliazellen
    große Zahl sternförmiger Fortsätze
    protoplasmatische Astrozyten: v.a. in grauer Substanz mit stärker verzweigten, dickeren und kürzeren Forsätzen
    fibrilläre Astrozyten: v.a. in weißer Substanz mit langen, schmalen Fortsätzen
    Bündel von speziellen intermediären Filamenten, aufgebaut aus sauren Gliafibrillenprotein (GFAP)
  13. 13Funktionen der AstrozytenK+ Homöostase des ZNS: Aufnahme der bei APs freigesetzten K+Ionen
    Synapsenabschirmung: kontrollierte Wirkung der Transmitter Transmitterrecycling: Aufnahme, Recycling, Wiederabgabe an Nervenzellen
    Stoffwechselfunktionen zwischen Gehirn und Blut
    Sekretion neurotropher Substanzen
    Bildung der Glia limitans
    Induktion der Blut-Hirn-Schranken-Eigenschaft des Kapillarendothels durch Tight-junctions
    Fasergliose: stützende, strukturgebende Funktion (-> Glianarben)
    Radiale Gliazellen dienen als Leitstrukturen zu Bestimmungsorten der Neurone
  14. 14Mikrogliazellen"Hortega-Zellen"
    kleinste Zellkerne, schmale, lange Fortsätze
    Makrophagen (Fresszellen) des ZNS
    amöboid beweglich, Umwandlung in aktive Form möglich bei Gewebezerstörung im ZNS
    Beteiligung (mit Astrozyten) an Reparatur von Gehirnschäden
    -> Glianarben
  15. 15Oligodendrozytenkürzere, unverzweigte Fortsätze
    bilden Myelinscheiden im ZNS
    spiralige Umhüllung der Axone in mehreren Schichten mit ihren Fortsätzen
    Neuentwicklung aus Vorläuferzellen
    -> Remyelinisierung
  16. 16Multiple Sklerosehäufige neurologische Erkrankung
    schubartig verlaufende, entzündliche Prozesse -> Entmarkungsherde in weißer Substanz des ZNS
    Bildung von Antikörpern gegen Proteine der markscheidenbildenden Oligodendrozyten
    Zerstörung dieser Schutzhülle (Demyelinisierung)
  17. 17EpendymzellenAuskleidung der Hirnvetrikel und des Zentralkanals des Rückenmarks
    Flüssigkeitsaustausch zwischen Hirngewebe und liquorgefüllten Ventrikeln durch Interzellularspalten möglich
    z.B. Tanyzyten
  18. 18Periphere GliazellenSchwann-Zellen:
    bilden Markscheiden im PNS
    Mantelzellen:
    Umhüllung der Perikarya peripherer Neurone (v.a. in Spinalganglien)
  19. 19Färbemethoden in der Neuroanatomie?Darstellung einzelner Anteile eines Neurons durch spezielle Färbemethoden
    Nissl-Methode
    Silbermethoden
    Myelinscheidenfärbung
    Golgi-Methode
    Tracer-Methoden
    Degenerationsmethoden
    immunohistochemische Methoden
  20. 20Nissl-Methode Silbermethoden Myelinscheidenfärbung-> Zellkörper: basische Farbstoffe reagieren mit den im Zellkörper vorkommenden Nukleinsäuren
    -> Axone: durch Metalle
    -> Myelinscheiden: durch fettlösliche Farbstoffe
  21. 21Golgi-Methode Tracer-Methode-> Verzweigungsform von Neuronen: Herausgreifen einzelner Neurone, Anfärben mit allen Fortsätzen
    -> Ort der Projektion eines Nervs oder eines bestimmten Areals im ZNS: Stoffe werden von Nervenzellen aufgenommen und wandern Axon entlang
  22. 22Anterograder Transportvon Soma zu Axonendigungen
    Weiterverarbeitung von im Kernbereich und endoplasmatischem Reticulum erzeugten Proteinen in Vesikel -> Transport an Bestimmungsort
  23. 23Retrograder Transportvon Axonende zu Soma
    zu degenerierbaren Proteinen oder von der Zellmembran aufgenommene Stoffe (z.B. Lipide)
  24. 24Degenerationsmethoden immunohistochemische Methoden-> vom Zellkörper abgetrennte Axone degenerieren
    -> bestimmte Stoffe z.B. Transmitter: durch Anwendung von spezifischen Antikörpern
  25. 25Graue Substanz (Substantia grisea)Anhäufung von Nervenzellkörpern (Perikarya) + Dendriten + Axone
    in Form von Kernen (Nuclei) oder Kortex von Großhirn und Kleinhirn
    Ort der Verrechnung der Signale verschiedener Nervenzellen
  26. 26Weiße Substanz (Substantia alba)nur Axone (v.a. myelinisiert)
    Myelinscheiden bestehen aus lipidhaltigen Zellmembranen -> höherer Fettanteil der Regionen -> weißlich
    Verkabelung zwischen entfernt liegenden Gebieten grauer Substanz
  27. 27Ablesung von Funktionsprinzipien aus verschiedenen Anordnungen der Neurone in grauer SubstanzFlächige Anordnung -> 2dimensionale Verarbeitung
    Betonung einer Flächenrichtung -> 1dimensionale Verarbeitung
    Kreisförmig-rückläufige Projektionen (z.B. Hippocampus) -> zyklische Funktionsweise
  28. 28Bauprinzip der Großhirnrindev.a. Pyramidenzellen in allen Schichten überall miteinander verbunden durch Axonkollaterale
    größere Entfernungen: verbunden über Assoziationsfasern über weiße Substanz
    Efferenzen und Afferenzen nur kleiner Teil der Verbindungen
    Afferenzen -> 4. Schicht des Kortex
  29. 29Bauprinzip der Kleinhirnrinde3 Schichten:
    Molekularschicht (Stratum moleculare)
    Purkinjezellschicht (Stratum purkinjense)
    Körnerschicht (Stratum granulosum)
    Purkinje-Zellen: Axone einziger Ausgang aus Kleinhirnrinde
    Körnerzelle: exzitatorische Zelle
    inhibitorische Interneurone: Korbzellen (Körbe um Purkinje-Zellkörper), Sternzellen, Golgi-Zellen
    Moosfasern: aus Rückenmark, Kernen des Hirnstamms
    Kletterfasern: aus unterem Olivenkomplex
  30. 30Schneller axonaler/anterograder Transport50-400mm/Tag
    Bewegung unterschiedlicher Proteine, Lipide, Zucker zur Peripherie
    einheitliches Transportmedium: Verpackung der Stoffe in Vesikeln (von Golgi-Apparat) -> Anheftung an Mikrotubuli durch kontraktile Eiweißbrücken
    notweniger Massentransport zur Peripherie: zu lange Dauer der passiven Diffusion eines Proteins; Struktur- und Funktionselemente mit begrenzter Lebensdauer von Stunden bis Woche
    Motor: mikrotubuli assoziiertes Protein KInesin
  31. 31Langsamer anterograder Transport0,2-5mm/Tag
    mikrotubuli unabhängiger Transport von Bestandteilen des Zytoskeletts und Enzyme
  32. 32schneller retrograder Transportetwas langsamer als anterograder Transport
    abzubauende Produkte und Transmitter zum "Recycling" in Perikaryon
    Rücktransport verbrauchter Stoffe
    Informationen an Zellkörper
    Motor: mikrotubuli-assoziiertes Protein Dynein
    auch Transport von Viren oder bakteriellen Toxinen möglich
  33. 33Langsamer Transportnur wenige mm pro Tag
    mikrotubuli-unabhängiger Transport
  34. 34Was sind Mikrotubuli?große, durch ATP-Verbrauch kontrahierende Proteinmoleküle
    z.B. Aktin, Myosin, Kinesin, Dynein
    Anheften der Vesikel mithilfe von Eiweißbrücken
    Transport durch schnelle, kleine Ruckenbewegungen
    Sichtbarmachen durch Videomikroskopie

Informationen

Beschreibung
Karteikarten am Allgemeine Neuroanatomie, erstellt von rose subtile am 18/05/2015.
Erstellt von
rose subtile
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