Karteikarten
VU AO
Karten in diesem Stapel (196)
- 1Stressoren: Guter vs schlechter Stress?je mehr Belastung => mehr Stress
Theorie aber empirisch nicht gestützt - 2Stressoren: guter Stress (Eustress)?abhängig von der Art des Stressors
- 3Stressoren: Wie kommt es zu Belastungen bei MangerInnen?hohe Arbeitsmenge, Zeitdruck, Verantwortung
- 4Stressoren: Was wirkt sich negativ auf Arbeitszufriedenheit, Arbeitsplatzsuche und Arbeitsplatzwechsel aus?Mikropolitik, bürokratische Hürden, Arbeitsplatzunsicherheit
- 5Stressoren: Herausforderungen (challenge stressors) sind...sind arbeitsbezogene Anforderungen oder Umstände, die zwar potentiell belastend sind, aber für den Einzelnen potenzielle Vorteile/Gewinne mit sich bringen
- 6Stressoren: Vorteile challenge stressors?intrinsische Ergebnisse (Arbeitszufriedenheit) oder für die zukünftige Arbeitsleistung (Lernen) förderlich
- 7Stressoren: Hindernisse (hindrance stressors) sind...sind arbeitsbezogene Anforderungen oder Umstände, die die Arbeitsleistung eines Einzelnen tendenziell einschränken oder beeinträchtigen, und die nicht mit potenziellen Gewinnen für den Einzelnen verbunden sind
- 8Stressoren: Annahmen des CHM:1. Herausforderungen und Hindernisse sind mit unterschiedlichen Folgen assoziiert
2. Herausforderungen können kurvilineare Zusammenhänge mit Leistung etc. aufweisen
3. Hindernisse sind konsistenter und stärker mit diversen Folgen assoziiert als Herausforderungen - 9Stressoren: Theoretische Grundlagen des CHM:1. Theorie der Ressourcenerhaltung (COR)
2. Transaktionales Stressmodell
3. VIE-Modell - 10Stressoren: Theorie der Ressourcenerhaltung: Grundannahme:Menschen wollen Ressourcen erwerben, erhalten und vermehren
- 11Stressoren: Stressentstehung laut COR Theorie:bei einschneidenden Ereignissen; täglich kleine Stressoren
1. wenn Verlust von Ressourcen droht
2. wenn Ressourcenverlust eintritt
3. Ressourcengewinn ausbleibt, obwohl andere Ressourcen investiert wurden, um Ressourcengewinn zu erhalten (Fehlinvestition) - 12Stressoren: Prinzipien der COR-Theorie:1. Primat des Ressourcenverlusts
2. Prinzip der Ressourceninvestition
3. Gewinnparadox
4. Defensivhaltung - 13Stressoren: 1. Folgerung der COR-Theorie:Personen mit wenigen Ressourcen sind anfälliger für Ressourcenverluste (Verlustspirale); Personen mit vielen Ressourcen sind eher in der Lage Ressourcen zu gewinnen (Gewinnspirale)
- 14Stressoren: 2. Folgerung der COR-Theorie:Verlustspirale: entwickeln sich schneller und stärker
- 15Stressoren: 3. Folgerung der COR-Theorie:Gewinnspirale: entwickeln sich langsamer und schwächer
- 16Stressoren: Verlust- und Gewinnspiralen laut COR-Theorie:Verlustspirale:
Ressourcenverlust => Verkleinerung des Ressourcenpools => Weniger Ressourcen- gewinnversuche
Gewinnspirale:
Ressourceneinsatz => Vergrößerung des Ressourcenpools => Mehr Ressourcen- gewinnversuche - 17Stressoren: COR-Theorie und CHM:Herausforderungen bieten Gewinnen: investieren von Ressourcen (Anstrengung) => aber Ressourcengewinne (Lernen)
Hindernisse mit Verlust asoziiert:
Ressourcen investiert ohne Gewinne zu ermöglichen - 18Stressoren: Transaktionales Stressmodell (Folie 17): kognitive Bewertungsprozesse:Situation wird primär kognitiv bewertet (Ereignis irrelevant, günstig schädigend => Schädigung, Bedrohung Herausforderung)
Sekundäre Bewertung der Ressourcen: Bewältigungsfähigkeiten und -möglichkeiten
Bewältigung entweder problemorientiert oder emotionsorientiert - 19Stressoren: Transaktionales Stressmodell und CHM:herausfordernde Stressoren: Potential für Gewinn => problemorientierte Bewältigung (erhöhte Anstrengung)
hinderliche Stressoren: Beeinträchtigung von Gewinn => emotionsorientierte Bewältigung (Rückzug) - 20Stressoren: VIE Modell (Valenz-Instrumentalitäts-Erwartungs-Modell):Menschen wägen vor einer Entscheidung für eine Handlung Kosten und Nutzen ab
- 21Stressoren: VIE-Modell: 3 abhängigen Variablen:1. Erwartung: Reichen meine Bemühungen, um das Ziel zu erreichen?
2. Instrumentalität: Inwieweit ist die Erreichung des Ziels ein Weg, um bestimmte Folgen zu erreichen?
3. Valenz: Wie wichtig ist die jeweilige Folge? - 22Stressoren: Ergebnisse Meta Analyse Le Pine 2005 (Stressoren):herausfordernde Stressoren: positiver direkter Effekt auf Leistung und positiver indirekter Effekt über Motivation auf Leistung
hinderliche Stressoren: negativer direkter Effekt auf Leistung und negativer indirekter Effekt über Motivation auf Leistung - 23Stressoren: Ergebnisse Meta Analyse: Stressoren: (Mazzola, 2019):Leistung und Arbeitszufriedenheit negativer bei hinderlichen Stressoren
bei beiden negativ: psychische und physische Beanspruchung und Burnout - 24Stressoren: Kritik an CHM und Erkenntnis Studie Webster (2011):Kritik: kognitive Bewertungen können die unterschiedlichen Auswirkungen von Herausforderungen und Hindernissen erklären
Erkenntnis: Stressoren können gleichzeitig als Herausforderung und Hindernis bewertet werden - 25Stressoren: Kritik an CHM aus der der Handlungsregulationstheorie (HRT) + Differenzierung:1. Stressors/Belastungen/ Regulationsprobleme (ZEITDRUCK!!!)
2. Learning demands/Anforderungen/Regulationsanforderungen
3. Resources/Ressourcen/ Regulationsmöglichkeiten - 26Person Environment Fit: Grundbeschreibung:- beschreibt die Passung zwischen einer Person und ihrem beruflichem Umfeld bzw. ihrer Arbeitsumgebung
- betrachtet individuelle Folgen (zB. Arbeitszufriedenheit) als Funktion der Person und der Umwelt - 27Person Environment Fit: Formen der Passung:- übereinstimmende Passung: eine Person besitzt Eigenschaften, die anderen Personen ähnlich sind
- ergänzende Passung: Schwächen oder Bedürfnisse des Umfelds werden durch die Stärke der Person ausgeglichen oder umgekehrt - 28Person Environment Fit: Formen der ergänzenden Passung: Passung zwischen Bedürfnis und Angebot und Passung zwischen Anforderungen und Fähigkeiten:- Passung zwischen Bedürfnis und Angebot: Bedürfnisse der Person werden durch die Angebote des Umfelds befriedigt
- Passung zwischen Anforderungen und Fähigkeiten: Bedürfnisse des Umfelds (Anforderungen) werden durch die Fähigkeiten der Person befriedigt - 29Person Environment Fit: PE-Fit-Modell gibt es für welche ergänzenden Passungen?- Person-Job-Passung
- Person-Beruf-Passung - 30Person Environment Fit: Passung zwischen Person und Beruf?ist die Passung zwischen den Bedürfnissen, Interessen und Fähigkeiten einer Person und den Belohnungen und Anforderungen eines Berufes
- 31Person Environment Fit: Hollands Theorie der Berufswahl:- Personen werden von Arbeitsumgebungen angezogen, in denen sie ihre Interessen entfalten können
- 6 Persönlichkeitsprofile - 32Person Environment Fit: Hollands Modell der Berufsauswahl: Die 6 Komponenten:- handwerklich-technisch
- forschend
- sozial
- künstlerisch
- verwaltend
- unternehmerisch - 33Person Environment Fit: Hollands Theorie der Berufswahl: Annahmen:- Im Modell wird die Passung aufgrund der höchstgereihten Orientierung ermittelt
- Passung ergibt sich durch die Übereinstimmung der Person mit der Umwelt - 34Person Environment Fit: Folgen der Passung zwischen Beruf und Person:- Arbeitszufriedenheit: gemischt Befunde
- Arbeitsleistung!
- Extrarollenverhalten
- weniger kontraproduktives Verhalten - 35Person Environment Fit: Passung zwischen Person und Job?- Passung zwischen Bedürfnissen und Angeboten bzw. zwischen Anforderungen und Fähigkeiten
- => Theorie der Arbeitsanpassung - 36Person Environment Fit: Theorie der Arbeitsanpassung: Folie 48:- Person: Fähigkeiten und Bedürfnisse
- Job 1: Anforderungen und Belohnungen
=> Übereinstimmung
=> wenn ja, Zufriedenheit
=> Job 2 gleiches Schema - 37Person Environment Fit: Folgen der Person-Job-Passung?- Passung Bedürfnis und Angebot: Arbeitszufriedenheit, organisationale Bindung, Kündigungsabsicht, Beanspruchung
- Passung Fähigkeiten und Anforderungen: Leistung, Einstellungen - 38Person Environment Fit: Theorie zur übereinstimmenden Passung: Grundannahmen:- Menschen kategorisieren Umwelt in ähnlich und unähnlich
- diese Urteile sind automatische Prozesse
- Menschen fühlen sich zu Menschen hingezogen, die ähnliche Eigenschaften haben
- Menschen versuchen Passung zu ihrer sozialen Umwelt herzustellen - 39Person Environment Fit: PE-Fit-Modell gibt es für welche übereinstimmende Passungen?- Person-Team-Passung
- Person-Organisation-Passung
- Person-Führungskraft-Passung - 40Person Environment Fit: Passung zwischen Person und Organisation:- Passung zwischen Person und Kultur bzw. Klima der Organisation
- Chattmans-Modell der Person-Organisation-Passung
- ASA-Modell - 41Person Environment Fit: Chattmans Person-Organisation-Modell (Folie 54):Organisation hat Werte Normen
Individuum hat Werte und Normen
=> Auswahl; bei Organisation durch Sozialisation
=> Passung zwischen Person-Organsiation
Folgen: Wertewandel und Extrarollenverhalten - 42Person Environment Fit: Was sind Werte?Sind anhaltende Überzeugungen, das eine bestimmte Verhaltensweise oder ein bestimmtes Zeil bevorzugt
- 43Person Environment Fit: ASA-Modell (Person-Organisation-Passung): Annahmen:- erklärt, wie Personen von Organisationen ausgewählt und angezogen werden und in Organisation verbleiben bzw. diese verlassen
- Organisationen sind eine Funktion der Personen in der Organisation - 44Person Environment Fit: ASA-Zyklus: 3 Komponenten:- Attraktivität: Übereinstimmung zwischen Zielen der Organisation (Struktur, Prozesse) und der Persönlichkeit
- Selektion; Auswahl von Personen: Übereinstimmung zwischen Kompetenzen der Person und Bedürfnissen der Organisation
- Verbleib in der Organisation: Übereinstimmung der Erwartungen der Person und dem tatsächlichen Organisationsleben - 45Person Environment Fit: ASA Zyklus: empirische Befunde:- wenig Befunde für Zyklus selbst
- Zusammenhänge gibt es aber für die einzelnen Fit-Dimensionen im Zyklus - 46Person Environment Fit: Passung zwischen Person und Team:- Übereinstimmung zwischen Person und unmittelbare ArbeitskollegInnen
- vor allem bei: demographischen Merkmalen, Fähigkeiten und Wissen, Werte und Ziele, Persönlichkeit - 47Person Environment Fit: Folgen der Passung zwischen Person und Team: Teamoutcomes:- bei Demographie-Passung keine Effekte bzw. Übereinstimmung besser
- bei Wissenspassung besser
- Wertepassung => Präferenz für Teamarbeit
- Persönlichkeitspassung => besser bei Gewissenhaftigkeit und Offenheit - 48Person Environment Fit: Folgen der Passung zwischen Person und Team: individuelle Outcomes:- Leistungssteigerung
- Zufriedenheit der ArbeitskollegInnen
- Organizational Citizenship Behavior (freiwilliges Verhalten am Arbeitsplatz => positiv auf Organisation) - 49Person Environment Fit: Passung zwischen Person & Führungskraft: und Folgen nach der Ähnlichkeitsattraktivitätshypothese:- Übereinstimmung zwischen Eigenschaften der Person und der Führungskraft
Führt zu:
- Gefühl von Eingebundenheit und Sicherheit, positiven Austauschbeziehungen, Vertrauen in die Führungskraft - 50Person Environment Fit: Passung zwischen Person & Führungskraft: Folgen erstrangig und schwächere Zusammenhänge:erstrangig: Zufriedenheit mit Arbeit und der Führungskraft
schwächere Zusammenhänge: Leistung und organisationale Bindung - 51Person Environment Fit: Fazit zu Passungsmodellen:- Empirische Befunde sprechen für die Annahmen
- Passung stärker mit Einstellungen (Zufriedenheit) als mit Verhalten (Leistung) verbunden
- Unterschiede ergeben sich durch Operationalisierung der Passung - 52Person Environment Fit: Operationalisierung der Passung: wahrgenommene Passung:− Ganzheitliche Erfassung der Passung
− Stärkster Prädiktor für Verhalten, Entscheidungen
- Kritik: schwache Operationalisierung; welche Merkmale? - 53Person Environment Fit: Operationalisierung der Passung: errechnete Passung:- subjektiv (Selbsteinschätzung) versus objektiv (Fremdeinschätzung)
- Berechnung der Differenz
- Kritik: methodische Probleme von Differenzwerten; nicht reliabel - 54Person Environment Fit: Empirische Befunde mittels polynomialer Regression und Verbindung mit Prospect Theory:- gleiche Wirkung von Überschuss und Mangel
- Mangel bei hohen Ausprägungen negativer als Überschuss
- Passung vor allem bei hohen Ausprägungen wichtig; bei niedrigeren Ausprägungen weniger, aber auch wichtig - 55Mensch-Roboter: Hintergrund Robotisierung von Arbeit: Warum?Zunehmende Integration von Maschinen/Robotern in den Arbeitsprozess
- 56Mensch-Roboter: Roboter - Definition:- Maschinen, die Motor- oder Sensorfähigkeiten besitzen und nutzen, um sich autonom zu bewegen (mobil, interagieren)
- maschinenähnliches, menschenähnliches oder tierähnliches Aussehen - 57Mensch-Roboter: Assistenzroboter:- Industrieroboter
- Forschungsroboter
- Militär- und Bergungsroboter
- Medizinroboter
- Serviceroboter - 58Mensch-Roboter: Interaktive Simulationsroboter:- soziale Roboter
- Freizeitroboter
- Trainingsroboter
- Rehabilitationsroboter
- therapeutische Roboter - 59Mensch-Roboter: Was ist die Mensch-Roboter-Interaktion (MRI)?− Forschungsfeld, das sich der Untersuchung von Interaktionen zwischen Menschen und Robotern widmet
- multidisziplinär: mehrere Bereiche involviert (Psychologie, Robotik, Sozialwissenschaften, etc.) - 60Mensch-Roboter: Herausforderungen der Mensch-Roboter-Interaktion (MRI)?- Roboter sind keine Menschen (Vermenschlichung)
- Experimente mit humanoiden Robotern (virtuelle Realität)
- Zukunftsorientierung - 61Mensch-Roboter: Ausgewählte Themen (Bereiche) der Mensch-Roboter-Interaktion (MRI)?- langfristige Interaktionen
- Roboter in der Ausbildung, Therapie, Rehabilitation
- multimodale Interaktion
- soziales Lernen
- Kooperation und Kollaboration - 62Mensch-Roboter: Mensch-Roboter-Interaktion (MRI): 3 Arten der Zusammenarbeit:- Koexistenz: kein gemeinsames Ziel; Interaktion begrenzt
- Kooperation: strikte Rollenteilung, unterschiedliche Aufgaben
- Kollaboration: Teilhandlungen gemeinsam durchgeführt - 63Mensch-Roboter: Was ist Vertrauen in der Mensch-Roboter-Interaktion (MRI):- Einstellung oder Erwartung, dass Roboter beiträgt, Ziel zu erreichen ohne Verletzung oder Kontrolle gegenüber den Menschen
- Vertrauen beeinflusst Beziehung zwischen beiden sowie Verhalten von Mensch auf Roboter - 64Mensch-Roboter: Vertrauen in der Mensch-Roboter-Interaktion (MRI): empirische Befunde:- Vertrauen => man kann sich auf Vorschläge oder Informationen des Roboters einlassen
- Misstrauen oder blindes Vertrauen => fehlerhafter Einsatz
- man braucht ein kalibriertes Maß an Vertrauen: Vertrauen passt zu Fähigkeiten des Roboters - 65Mensch-Roboter: Vertrauen in der Mensch-Roboter-Interaktion (MRI): Die 3 beeinflussenden Faktoren:- personenbezogene Faktoren
- umweltbezogene Faktoren
- roboterbezogene Faktoren - 66Mensch-Roboter: Vertrauen in der Mensch-Roboter-Interaktion (MRI): personenbezogene Faktoren:Eigenschaften
- Persönlichkeit: Vertrauen, BIG 5
- Demographische Merkmale: Alter, Geschlecht, Ethnizität
Zustände:
- Erwartungen
- Belastungen - 67Mensch-Roboter: Vertrauen in der Mensch-Roboter-Interaktion (MRI): umweltbezogene Faktoren:- Kultur: Japan, Korea, China versus USA, Deutschland
- Aufgabentyp: Service versus soziale Kommunikation - 68Mensch-Roboter: Vertrauen in der Mensch-Roboter-Interaktion (MRI): roboterbezogene Faktoren:Fähigkeiten:
- Verlässlichkeit
- Verhalten
- Rückmeldung
Merkmale:
- Roboterart
- Anthropomorphismus
- Autonomiegrad
- Komplexität der
künstlichen Intelligenz - 69Arbeits- und Privatleben: 5 Hypothesen zum Verhältnis von Arbeit und Privatleben:- Segregations- bzw. Segmentierungshypothese
- Kompensationshypothese
- Spillover-Hypothese
- Konflikthypothese
- Bereicherungshypothese - 70Arbeits- und Privatleben: Verhältnis von Arbeit und Privatleben: Segregations- bzw. Segmentierungshypothese:- Arbeit und Privatleben existieren nebeneinander
- keine gegenseitige Beeinflussung
- Arbeit ist anstrengend und beanspruchend, Privatleben ist Erholung - 71Arbeits- und Privatleben: Verhältnis von Arbeit und Privatleben: Kompensationshypothese:die Defizit der einen Spähre (Arbeit) sollen durch Aktivitäten und Inhalten der anderen Sphäre (Privatleben) ausgeglichen werden
- 72Arbeits- und Privatleben: Verhältnis von Arbeit und Privatleben: Spillover-Hypothese:- die Grenzen zwischen den beiden Sphären sind durchlässig
- Erfahrungen und Probleme der einen Sphäre beeinflussen das Verhalten in der anderen Sphäre - 73Arbeits- und Privatleben: Verhältnis von Arbeit und Privatleben: Konflikthypothese:- es gibt eine Ressourcenknappheit: geringes Ausmaß an Zeit und Energie für die beiden Sphären
=> führt zu Konflikten durch Übernahmen mehrerer Rollen (Arbeit und Familie) - 74Arbeits- und Privatleben: Verhältnis von Arbeit und Privatleben: Bereicherungshypothese:- Gewinne durch mehrere Rollen
=> multiple Rollenzugehörigkeit macht Leben interessant - 75Arbeits- und Privatleben: Was ist der Arbeits-Privatleben-Konflikt (WHC)?Ist der Konflikt von Übernahme der Rollen zwischen Arbeit und Privatleben
- 76Arbeits- und Privatleben: Welche Arten des Arbeits-Privatleben-Konflikt (WHC) gibt es?- zeit-basiert
- beanspruchungsbasiert
- verhaltensbasiert - 77Arbeits- und Privatleben: Was ist die Arbeits-Familienbereicherung (WHE)?Durch die gewonnen Erfahrungen in der einen Rolle bessert sich die Lebensqualität in der anderen Rolle
- 78Arbeits- und Privatleben: Was sind Ressourcen?Objekte (Haus), Eigenschaften (Optimismus), Bedingungen (Ehe), Energien(Zeit)
=> werden geschätzt und helfen, Ziele zu erreichen - 79Arbeits- und Privatleben: Welche Arten von Ressourcen gibt es?- kontextuelle (außerhabl des Selbst) versus persönliche Ressourcen (im Selbst)
- flüchtige versus strukturelle Ressourcen
- Schlüsselressourcen (Optimismus)
- Makroressourcen (ökonomisches System) - 80Arbeits- und Privatleben: Annahmen des Work-Home-Ressources-Modell (WHR): kontextbezogen:- kontextbezogene Arbeitsanforderungen verringern Ergebnisse zu Hause durch Verlust persönlicher Ressourcen
- kontextbezogene Arbeitsressourcen verbessern Ergebnisse zu Hause durch Gewinn persönlicher Ressourcen - 81Arbeits- und Privatleben: Annahmen des Work-Home-Ressources-Modell (WHR): kontextuell:- kontextuelle private Anforderungen verringern Arbeitsergebnisse durch Verlust persönlicher Ressourcen
- kontextuelle private Ressourcen verbessern Arbeitsergebnisse durch Gewinn persönlicher Ressourcen - 82Arbeits- und Privatleben: Annahmen des Work-Home-Ressources-Modell (WHR): Schlüssel- und Makroressourcen:- Personen mit Schlüssel- und Makroressourcen haben weniger Konflikte, da diese Ressourcen kontextbezogenen Anforderungen und persönlichen Ressourcen dämpfen
- Schlüssel- und Makroressourcen berreichern Work-Home-Balance, da sie die Beziehung der Ressourcen stärken - 83Arbeits- und Privatleben: Was ist die Entgrenzung von Arbeit und Privatleben?- Grenze zwischen den Sphären bricht auf
- Grenzziehung wird zur individuellen Aufgabe
- Unterschiede zwischen Arbeit und Privatleben werden geringer - 84Arbeits- und Privatleben: Welche Dimensionen der Entgrenzung von Arbeit und Privatleben gibt es?- zeitlich (auf Abruf)
- räumlich (Telearbeit)
- technisch (Internet)
- rechtlich bzw. vertraglich
- berufsstrukurell (selbstständig) - 85Arbeits- und Privatleben: Wie muss mit Grenzen im Arbeit und Privatleben umgegangen werden?- Integration und Interaktion von Lebensbereichen
- man ist selbst Handelnder
Einfluss der Integration auf Wohlbefinden - 86Arbeits- und Privatleben: Formen der Grenzziehung im Arbeits- und Privatleben:- verhaltensbezogen (Kalender)
- zeitlich (Flexitime)
- physisch (räumliche Trennung)
- kommunikativ - 87Arbeits- und Privatleben: Welche Aspekte des Grenzmanagements gibt es?- Integration versus Segmentation
- Grenzkontrolle
- Arbeitsidentität
- Familienidentität - 88Arbeits- und Privatleben: Grenzmanagementprofile: Work worriors:geringe Kontrolle, arbeitszentriert, Arbeit unterbricht Privatleben
- 89Arbeits- und Privatleben: Grenzmanagementprofile: Overwhelmed reactors:geringe Kontrolle, duale Identität, zahlreiche Unterbrechungen
- 90Arbeits- und Privatleben: Grenzmanagementprofile: Family guardians:hohe Kontrolle, duale Identität, Family unterbricht Arbeit
- 91Arbeits- und Privatleben: Grenzmanagementprofile: Fusion lovers:hohe Kontrolle, duale Identität, Integrationsverhalten
- 92Arbeits- und Privatleben: Grenzmanagementprofile: WH-Dividers:hohe Kontrolle, duale Identität, Trennung
- 93Arbeits- und Privatleben: Grenzmanagementprofile: Nonwork eclectics:hohe Kontrolle, andere Identität, Integration
- 94Arbeits- und Privatleben: Zusammenhänge der Grenzmanagementprofile mit WH-Outcomes:erhöhte Werte für Konflikte, Kündigungen und Beanspruchung bei work worriers und overwhelmed reactors (geringe Kontrolle)
- 95Erholung von der Arbeit: Was ist die Definition von Erholung?beschreibt einen Prozess, bei dem Funktionssysteme nach einer Stresssituation wieder auf ihr Ausgangsniveau zurückkehren
- 96Erholung von der Arbeit: Welche Freizeitaktivitäten nach Sonnentag gibt es?- soziale Aktivitäten
- kulturelle Aktivitäten
- sportliche, körperliche Aktivitäten
- aufwandsarme Aktivitäten (Fernsehen) - 97Erholung von der Arbeit: Was sind die Erholungserfahrungen nach Sonnentag?- mentales Abschalten
- Entspannung
- Lernerfahrungen
- Kontrolle in der Freizeit - 98Erholung von der Arbeit: Abschalten vs. wiederkehrende Gedanken:- Sorge: zukunftsorientiert, negativ und unkontrollierbar
- Grübeln: vergangenheitsorientiert, neutral und negativ, wiederkehrende Beschäftigung mit vergangenen Beschwerden
- Abschalten: keine arbeitsbezogenen Gedanken in der Feizeit - 99Erholung von der Arbeit: Prädiktoren und Folgen von Erholungserfahrungen (Folie 157):Jobsituation, Coping und Persönlichkeit wirken auf Erholungserfahrungen ein
=> wirkt sich dann auf das Wohlbefinden aus: Erschöpfung, depressive Symptome, Lebenszufriedenheit, gesundheitliche
Beschwerden - 100Erholung von der Arbeit: Stressor-Detachment-Modell (Folie 158):arbeitsbezogene Stressoren (aufgabenbezogen, rollenbezogen, sozial) wirken auf das Abschalten von der Arbeit
=> wirkt sich auf Beanspruchung und Wohlbefinden aus (körperlich, psychisch, verhaltensbezogen) - 101Erholung von der Arbeit: Zeitlicher Rahmen:- Tagesebene: unmittelbare Reaktion auf Stressoren (abends)
- Wochenebene: arbeitsfreie Tage (Wochenende)
- Jahresebene: Urlaub - 102Erholung von der Arbeit: Studie Wendsche et al. (2017): Arbeitsbedingungen und Abschalten:- bei Arbeitsanforderungen negative Korrelation
- bei Arbeitsressourcen positive Korrelation
- zudem positiv bei Autonomie und sozialer Unterstützung
- negativ bei Rollenkonflikten, Arbeitszeiten, emotionale Anforderungen, sozialen Konflikten, quantitativen Anforderungen - 103Erholung von der Arbeit: Studie Wendsche et al. (2017): individuelle Merkmale und Abschalten:- negative Korrelation mit exzessiver Arbeitsneigung, berufliche Einbindung und negative Affektivität
- leicht negativ mit Alter
- leicht positiv mit Geschlecht - 104Erholung von der Arbeit: Studie Wendsche et al. (2017): Gesundheit und Abschalten:- negative Korrelation mit Burnout, Erschöpfung und physiologischen Maßen
- positive Korrelation mit Schlaf, psychischem Wohlbefinden, Lebenszufriedenheit und körperlicher Beschwerdefreiheit - 105Erholung von der Arbeit: Studie Wendsche et al. (2017): Befinden, Leistung und Abschalten:- negative Korrelation mit Ermüdung und kontextuelle Leistung
- positive Korrelation mit affektivem Wohlbefinden, Erholung und Aufgabenleistung - 106Erholung von der Arbeit: Detachment als Mediator: Grundannahme und Ergebnisse (Folie 167):- Erholungserfahrungen als vermittelnde Prozesse
− Abschalten und Entspannung => Müdigkeit
− Lernerfahrungen und Kontrolle => Engagement - 107Erholung von der Arbeit: Erweiterung des Stressor-Detachment-Modell (Folie 168):hinzu kommen:
- Faktoren, die Bewertung beeinflussen (Arbeitsressourcen, persönliche Ressourcen)
- Inhalt arbeitsbezogener Gedanken - 108Erholung von der Arbeit: Das Erholungsparadaxon:- Stressoren machen Erholung besonders notwendig, beeinträchtigen aber Erholungsprozesse
- erschwertes mentales Abschalten von Arbeit
- weniger körperliche Aktivitäten
- reduzierte sportliche Aktivitäten - 109Erholung von der Arbeit: Das Erholungsparadaxon: Stressoren und negatives Wohlbefinden:- bei Arbeitsanforderungen (Zeitdruck): . 20 - .40
- bei Hindernissen (Rollenunklarheit): . 16 - .56
- bei sozialen Stressoren (Diskriminierung): . 13 - .37 - 110Erholung von der Arbeit: Das Erholungsparadaxon: Erholung und Wohlbefinden:- bei Abschalten von der Arbeit: .12 - .42
- bei körperlichen Aktivitäten
- bei Schlaf - 111Erholung von der Arbeit: Das Erholungsparadaxon: Erholung und Stressoren:- Abschalten von der Arbeit: Anforderungen beeinträchtigen Abschalten
- körperliche Aktivitäten: geringer bei langen Arbeitszeiten
- Schlaf: Stressoren fördern Schlafprobleme - 112Erholung von der Arbeit: Das Erholungsparadaxon: negative Mechanismen:- negative Aktivierung
- Erschöpfung von Ressourcen: weniger körperliche Aktivität, Kontrolle der Gedanken
- technische Verbindung mit der Arbeit - 113VT: Die Definition von Teams:- 3 oder mehr Personen
- Erfüllung relevanter Aufgaben
- Interaktion und Kommunikation
- gemeinsames Ziel
- Aufgabenabhängigkeit
- Einbettung in einen organisatorischen Kontext - 114VT: Definition virtuelle Teams:- Teammitglieder interagieren über Raum-, Zeit- und Organisationsgrenzen hinweg
- benutzen dabei Kommunikationstechnologien - 115VT: Virtuelle Teams: Grad der Virtualität:- Nutzung von Technologien
- geographische Dispersion
- zeitliche Dispersion
- Beziehungen: Zugehörigkeit zu anderen Teams - 116VT: virtuelle Teams: Vorteile:- flexibel bei Auswahl von MitarbeiterInnen
- Verfügbarkeit von Informationen
- Beschleunigung der Arbeitsprozesse (keine Dienstreisen)
- Einsparungen
- Imageverbesserung
- Steigerung und Ausweitung der Kooperationsbeziehungen (Kunden) - 117VT: virtuelle Teams: Herausforderungen: Organisation:- flexible Arbeitszeiten in Konflikt mit Arbeitszeitmodellen
- mangelnde Vereinbarungen mit Partnern
- technische Ausstattung
- Ergonomie - 118VT: virtuelle Teams: Herausforderungen: Teamprozesse:- Einschränkung der Intensität sozialer Interaktion
- geringe Möglichkeit des informellen Austausches
- steigender Anteil mediengestützter Kommunikation (asynchron)
- mangelnde Sichtbarkeit der Beiträge (anonym) - 119VT: virtuelle Teams: Herausforderungen: MitarbeiterInnen:- Informationsversorgung => Informationsflut
- niedrige Aufgaben-Medien-Passung
- häufig unplanbare und kürzere Kommunikation
- fragmentierte Tätigkeiten (Unterbrechungen)
- weniger direktes Feedback - 120VT: virtuelle Teams: Herausforderungen: Führungskräfte:- mehr Einsatz als bei konventionellen Teams
- Berücksichtigung beziehungsorientierter Aspekte
- Flexibilität in Verhalten und Führung
- Macht- und Statusverlust (geteilte Führung)
- größere soziale Diversität - 121VT: Virtuelle Teams: Distanz als zentrale Herausforderung:− Räumliche Verteilung
− Größere soziale Diversität der Teammitglieder
− Medienvermittelte Kommunikation
− Fluktuation und Netzwerkorganisation - 122VT: Virtuelle Teams und Teamleistung: Input-Mediator-Output-Modell (IMO): (Folie 189):Input
=> Mediator
=> Ergebnisse - 123VT: Virtuelle Teams und Teamleistung: Input-Mediator-Output-Modell (IMO): Inputvariablen:- Gruppengröße
- Wissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten
- Technologie
- Aufgabe
- Zusammensetzung - 124VT: Virtuelle Teams und Teamleistung: Input-Mediator-Output-Modell (IMO): Inputvariable Gruppengröße:- Ideengenerierung erhöht mit Gruppengröße
- aber abhängig von Aufgabenart und verwendeter Technologie - 125VT: Virtuelle Teams und Teamleistung: Input-Mediator-Output-Modell (IMO): Inputvariable Wissen, Fähigkeiten, Fertigkeiten:technische Expertise mit Teamerfolg positiv assoziiert
- 126VT: Virtuelle Teams und Teamleistung: Input-Mediator-Output-Modell (IMO): Inputvariable Technologie:- Reichhaltigkeit des Mediums ist zentral (Informationsgehalt): nonverbal und visuell fehlt, Video verbessert Entscheidungsqualität, höhere Reichhaltigkeit => mehr Vertrauen
- Neuartigkeit der Technologie beeinträchtigt Leistung - 127VT: Virtuelle Teams und Teamleistung: Input-Mediator-Output-Modell (IMO): Inputvariable Aufgabe:- Ambiguität (Mehrdeutigkeit): braucht besseres, spezifischeres Ziel
- Passung der Aufgabe für virtuelle Teams - 128VT: Virtuelle Teams und Teamleistung: Input-Mediator-Output-Modell (IMO): Inputvariable Zusammensetzung weniger bedeutsam:Zusammensetzung weniger bedeutsam durch Reduktion von Statuseffekten:
=> bei E-Mail Verkehr
=> leichterer Zugang zu statushöheren Personen
=> schwere Identifikation des Geschlechts - 129VT: Virtuelle Teams und Teamleistung: Input-Mediator-Output-Modell (IMO): Inputvariable Zusammensetzung weiterhin bedeutsam:Zusammensetzung weiterhin bedeutsam
- Aufrechterhaltung von Statusunterschieden
- Kulturunterschiede beeinträchtigen Teamkoordination
- Extraversion korreliert positiv mit Beteiligung - 130VT: Virtuelle Teams und Teamleistung: Input-Mediator-Output-Modell (IMO): Teamprozesse:- Planungsprozesse: Analyse Aufgabe, Zielsetzung, Strategieentwicklung
- Handlungsprozesse: bei Ausführung der Teamaufgabe, Kommunikation, Beteiligung, Koordination
- zwischenmenschliche Prozesse: Beziehungen im Team, Konflikte, Vertrauen - 131VT: Virtuelle Teams und Teamleistung: Input-Mediator-Output-Modell (IMO): Teamprozesse: Planungsprozesse:- Zielsetzung positiv assoziiert mit Bindung, Zusammenarbeit, Zusammenhalt
- gemeinsame Vision schwierig virtuell durch fehlende Interaktion
- über Zeitzonen hinweg Schwierigkeiten bei Planung und Koordination => Teamleistung - 132VT: Virtuelle Teams und Teamleistung: Input-Mediator-Output-Modell (IMO): Teamprozesse: Handlungsprozesse:- Kommunikation zentral: Effektivität, geringes Ausmaß virtuell, Art der Kommunikation
Beteiligung: alle gleichberechtigt; mehr Möglichkeiten zur Kontrolle von Teambeiträgen - 133VT: Virtuelle Teams und Teamleistung: Input-Mediator-Output-Modell (IMO): Teamprozesse: zwischenmenschliche Prozesse:- Konflikte: häufig virtuell
- ungehemmtes Verhalten: häufiger bei E-Mails
- informelle Kommunikation: geringer (gleichzeitige Kommunikation), aber häufiger bei kommunikativen virtuellen Teams - 134VT: Virtuelle Teams und Teamleistung: Input-Mediator-Output-Modell (IMO): emergente Zustände noch anschauen!!- Vertrauen:
- Zusammenhalt
- gemeinsame Gruppenidentität - 135VT: Virtuelle Teams und Teamleistung: Input-Mediator-Output-Modell (IMO): Ergebnisse- affektive Ergebnisse: abhängig von Aufgabe und Teamzusammensetzung; Arbeitszufriedenheit generell geringer in VT; weibliche Teams zufriedener
- Leistung: Zeit für die Zielerreichung steigt durch computervermittelte Kommunikation und Asynchronizität - 136VT: Virtuelle Teams und Teamleistung: Input-Mediator-Output-Modell (IMO): Moderatoren- Aufgabentyp: intellektuelle Aufgaben f2f besser; Entscheidungsaufgaben kein Unterschied; Brainstorming VT besser
- Zeit: negative Effekte verschwinden mit Dauer an VT
- sozialer Kontext: Kooperations- und Kommunikationsoffenheit verbessert Leistung; kritische Gruppen generieren mehr Ideen vs. unterstützende Gruppen zeigen höhere Mitgliederzufriedenheit - 137VT: Virtuelle Teams und Teamleistung: Input-Mediator-Output-Modell (IMO): Kritik- Virtuelle versus konventionelle f2f-Teams: zunehmende Virtualität
- Laborstudien (Feldstudien langfristige Interaktion)
- Mediatoren und Moderatoren: Cross-level: Organisationskultur, Unterstützung - 138Führung VT: Definition von Führung:Führung ist ein Prozess, in dessen Rahmen ein Individuum eine Gruppe von Individuen beeinflusst, um gemeinsame Ziele zu erreichen
- 139Führung VT: Führung virtueller Teams: Konzeption von Virtualität:- geografische Distanz
- kulturelle Diversität
- relativer Anteil der Nutzung elektronischer Kommunikationsmedien - 140Führung VT: Führung virtueller Teams: Führungsherausforderungen:- mangelnder f2f Kontakt
- geografische Verteilung
- asynchrone Kommunikation
- mehr Zeit und Aufwand für Funktionieren der Teams - 141Führung VT: Lösungsansätze:Hierarchische Führung wird ergänzt durch:
- strukturelle Unterstützung
- geteilte Teamführung - 142Führung VT: hierarchische Führung:- transformationale Führung
- positive Austauschbeziehungen (LMX)
- Karrierementoring durch Vorgesetzten - 143Führung VT: transformationale Führung grundlegend:- neocharismatischer Ansatz
- beschreibender Ansatz
- Unterscheidung transaktional und transformational - 144Führung VT: transformationale Führung einzelne Punkte (Charisma, Inspiration, Stimulierung, Hinwendung):- Charisma: vermittelt Vision, Gefühl einer Mission => Stolz, Respekt, Vertrauen
- Inspiration: kommuniziert Erwartungen effektiv, klare Vermittlung der Ziele
- intellektuelle Stimulierung: fördert kreatives, sorgfältiges Problemlösen
- individuelle Hinwendung: ind. Aufmerksamkeit, emotionale Bindungen, Coach leitet an - 145Führung VT: Transformationale Führung & Virtualität => Problem?Charisma, Inspiration, intellektuelle Stimulierung und individuelle Hinwendung sind über elektronische Medien schwerer zu vermitteln
- 146Führung VT: LMX-Ansatz:- austauschtheoretische Führungstheorie
- Grundlage => soziale Austauschtheorie: dauerhafte Interaktion, Tausch immaterieller Güter (Zuneigung), Prinzip der Reziprozität
- dyadische Beziehung zwischen Führungskraft und Mitarbeiter - 147Führung VT: LMX: Arten von Austauschbeziehungen:- Innengruppen: intensive Austauschbeziehungen, mehr Information und Vertrauen, stärkere Einbeziehung, mehr Verantwortung und Autonomie
- Außengruppen: distanzierte Beziehung, weniger Kommunikation, Zeit und Herausforderungen - 148Führung VT: LMX und Virtualität: Problem?enge Austauschbeziehungen entwickeln sich schwieriger bei geringerem oder fehlendem persönlichem f2f Kontakt
- 149Führung VT: Was ist Karrierementoring?- Karriereunterstützung
- sozioemotionale Unterstützung
- Rollenmodell - 150Führung VT: strukturelle Unterstützung:- indirekter Einfluss auf Motivation und Verhalten
- Substitutionstheorie der Führung: Organisation und Aufgabenstruktur können Effekte der Führung verstärken, kompensieren oder neutralisieren - 151Führung VT: Substitutionstheorie:- Entlastung von Führungskräften in ihrer direkten interaktionalen Führung
- Ersatz der direkten persönlichen Einflussnahme durch indirekte Maßnahmen: Normen für professionelles Verhalten, klare Strukturierung der Aufgaben, teilautonome Arbeitsgruppen, Stärkung des Berufsethos - 152Führung VT: Substitutionstheorie: Wirkung von Führungssubstituten:- eigenverantwortliche Problemlösung durch MitarbeiterInnen
- Förderung der Kompetenzentwicklung
- Schaffung eines produktiven Lernklimas
- Vorgabe von Grenzen und Normen für Handeln - 153Führung VT: Aspekte struktureller Unterstützung:- Belohnungssysteme: fair, transparent, kompensieren Anonymität und mangelnde Motivation
- Informations- und Kommunikationssysteme: Vernetztheit und Transparenz, kompensieren gerninges Vertrauen, Entwicklung geteiltes Wissen, Zugang zu und Organisiation von Informationen - 154Führung VT: Führung durch Zielvereinbarung:- Reduktion der Präsenz der Führungskraft
- Schaffung eines Rahmens für selbstgesteuertes und eigeninitiatives Verhalten
- Vereinbarung einer klaren Zielausrichtung - 155Führung VT: Was ist geteilte Führung?kollektive, wechselnde Wahrnehmung von Führungsfunktionen der Teammitglieder
- 156Führung VT: Bedingungen für geteilte Führung:- verändertes Führungsverständnis: Unterstützung der Selbststeuerung der Teams
- kollektive Übernahme der Verantwortung für die Teamleistung - 157Führung VT: Maßnahmen zur Förderung geteilter Führung:- Klärung der Aufgaben und Ziele, dass Team gemeinsame Auffassung hat
- Wertschätzung und Unterstützung individueller Beiträge
- Teilnahme aller Gruppenmitglieder bei Entscheidungsfindungen
- Unterstützung durch Coaching für Selbstorganisation
- Unterstützung bei Entwicklung von gemeinsamenTeamverständnis und Teamziele
- Hinweise, über Anforderungen und Arbeitsprozesse (Effizienz) - 158Führung VT: Effekte geteilter Führung:- Stärkung des Teamzusammenhalts
- Förderung der Bindung an das Team
- Stärkung des Vertrauens - 159Führung VT: Ergebnisse der Studie zu Führungsstilen:- hierarchische Führung virtuell weniger wirksam
- strukturelle Unterstützung bei zunehmender Virtualität wirksamer
- geteilte Führung unabhängig von Virtualität wirksam => positiv mit Teamleistung asoziiert - 160Führung VT: Modell zur Förderung der Motivation im Team:Arbeitsmotivation in Temas wird beeinflusst von:
- Valenz (Bedeutung der Ziele)
- Instrumentalität (Rolle des eigenen Beitrags für Gruppe)
- Vertrauen (in Teammitgleider und System)
- Selbstwirksamkeit (in die eigenen Fähigkeiten) - 161Führung VT: Modell zur Förderung der Motivation im Team: Strategien zur Erhöhung der Valenz:- klare Definition der Teamziele und Transparenz dieser für alle
- Teamziele mit persönlichen Zielen und Interessen im Einklang
- Einbindung aller bei Zieldefinition
- regelmäßige Aktualisierung des Standes des Zieles
- Ziele sollen SMART sein - 162Führung VT: Modell zur Förderung der Motivation im Team: Strategien zur Erhöhung der Instrumentalität:- Eindeutige Definition und Verteilung der Aufgaben
- Aufgabenverteilung anhand persönlicher Interessen und Vorlieben
- Transparenz der Aufgabenverteilung
- Bezug der Arbeitsaufträge zu Teamzielen und Vermittlung der Bedeutung
- Verdeutlichung: gutes Zusammenspiel => Teamerfolg - 163Führung VT: Modell zur Förderung der Motivation im Team: Strategien zur Erhöhung der Selbstvertrauens:- Explizites Feedback
- auf verschiedenen Kanälen (Telefon vs. Postkarte)
- positives Feedback für gesamtes Team
- Stärkung individueller Kompetenzen (Schulungen)
- Tandems an mehreren Orten zur Erarbeitung arbeitsrelevanter Themen und Schlungen - 164Führung VT: Modell zur Förderung der Motivation im Team: Strategien zur Erhöhung des Selbstvertrauen in das Team/System:- Kennenlernen (f2f, virtuelle Teeküchen)
- Förderung informeller persönlicher Kommunikation (Kaffeetrinken)
- Förderung gemeinsamer Teamidentität
- Funktionierende Technologie
- keine Bevorzugung bei Informationsweitergabe
- gemeinsames Feiern von Erfolgen - 165gesundheitsförderliche Führung: Führung und Gesundheit: Führungsstile:- positive Führungsstile (transformational): weniger Stresserleben, bessere Gesundheit der MitarbeiterInnen
- negative Führungsstile (destruktive Führung): mehr Stresserleben, schlechtere Gesundheit - 166gesundheitsförderliche Führung: Führung und Gesundheit: Führungsstile: mögliche Wirkmechanismen:- Verhalten und Kommunikation der Führungskraft (direkter Einfluss)
- Arbeitsgestaltung (indirekter Einfluss)
- Stressfaktoren (Führungskräfte selbst betroffen)
- Vorbildwirkung - 167gesundheitsförderliche Führung: Führung und Gesundheit: direkter Einfluss von Führung:- Mitarbeiterorientierung: freundschaftlich, offen, fürsorglich
- soziale Unterstützung: instrumentelle Unterstützung, Feedback, Fairness, Kooperation
- transformationale Führung - 168gesundheitsförderliche Führung: Führung und Gesundheit: indirekter Einfluss von Führung: Arbeitsgestaltung:- transformationale Führung: Aufgabenmerkmale (Bedeutsamkeit), Arbeitsbedingungen (Rollenklarheit)
- Handlungsspielraum
- angemessene und variierende Aufgaben
- Partizipation - 169gesundheitsförderliche Führung: Führung und Gesundheit: Führungskräfte sind selbst betroffen:- Komplexität, Zeitdruck, Multitasking, Unterbrechungen, Arbeitsdichte
- untere, mittlere Führungsebene: ähnlich wie bei Mitarbeitern, mehr Handlungsspielraum
- Crossover-Effekte: weniger engagiert und unterstützend, gestresste Führungskräfte verändern ihr Verhalten - 170gesundheitsförderliche Führung: Führung und Gesundheit: Führungskräfte als Gesundheitsvorbilder:- Vorbildwirkung
- soziale Lerntheorie: selbst gesund sein, mit Stress umgehen, erfolgreichen Verhalten, sicheres Arbeitsverhalten
- Einstellungen - 171gesundheitsförderliche Führung: Führung und Gesundheit: 7 Konzepte nach Rudolph (Folie 254):- Gesundheits- förderliche Führung
- Gesundheits- orientierte Führung
- Gesundheits- und Entwicklungsförderliche Führung
- Salutogenetische Führung
- Organisationale Führung zur Gesundheitsförderung
- Gesundheits- spezifische Führung
- Management- unterstützung für Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz - 172gesundheitsförderliche Führung: nach Jimenez: 7 Komponenten:- Wertanpassung
- Fairness
- Gemeinschaft
- Belohnung
- Kontrolle
- geringe Arbeitsbelastung
- Gesundheitsbewusstsein - 173gesundheitsförderliche Führung: gesundheitsorientierte Führung nach Franke (Folie 257):- Self Care der Führungskraft: Wichtigkeit, Achtsamkeit, Verhalten)
=> wirkt sich auf Staff Care der Führungskraft und Self Care der Mitarbeiter aus
=> wirkt sich auf Gesundheitszustand aller, Beschwerden, Präsentismus und Irritation im Betrieb aus - 174gesundheitsförderliche Führung: Kritik von Rudolph an bisherigen Ansätzen:- jingle-jangle fallacies
- induktive Entwicklung vieler Instrumente (Verrechnung, Gesamtscore, Subdimensionen)
- Querschnitt, Selbstbericht von einer Quelle
- zusätzlich erklärte Varianz? - 175gesundheitsförderliche Führung: Empfehlungen für Theorieentwicklung von Rudolph:- Integration der Ansätze statt Neuentwicklung
- Modelle müssen konkretere, untersuchbare Aussagen beinhalten: Zusammenhänge, Wirkmechanismen, Moderatoren - 176gesundheitsförderliche Führung: integratives Modell von Rudolph: keine Ahnung:??
- 177gesundheitsförderliche Führung: Empfehlungen für weitere Forschung:- Zusammenhänge und Unterschiede der Konstrukte
- inkrementelle Validität
- Mediation (warum) und Moderation (wann)
- Entwicklung von Interventionen - 178Trainingstransfer: Definition von Lern-/Traingstransfer:− Übertragung von Kenntnissen und Fertigkeiten, die in einer bestimmten Lernumgebung erworben wurden auf Anwendungskontexte
− Ausmaß, in dem das in einem Training Gelernte im Arbeitskontext angewandt wird und zu einer bedeutsamen Veränderung der Arbeitsleistung führt - 179Trainingstransfer: Dimension des Transfers:- Richtung
- Generalisierung (Ausmaß der Übertragung des Gelernten auf andere Situationen)
- Aufrechterhaltung (Ausmaß, in dem die Veränderungen durch das Lernen über die Zeit bestehen) - 180Trainingstransfer: Dimension des Transfers: Richtung:- positiver Transfer: Erleichterung der Tätigkeit und Verbesserung der Leistung
- negativer Transfer: Beeinträchtigung der Leistung
- neutral: kein Einfluss - 181Trainingstransfer: Dimension des Transfers: Generalisierung:- naher Transfer: Wiederholung des Gelernten im Arbeitskontext
- ferner Transfer: Übertragung des Gelernten auf neue Situationen
- lateraler Transfer: Anwendung bei verschiedenen Aufgaben mit selber Komplexität
- vertikaler Transfer: Anwendung bei Aufgaben mit höherer Komlexität - 182Trainingstransfer: Dimension des Transfers: Aufrechterhaltung:Dauer der Wirksamkeit bzw. Anwendung
- 183Trainingstransfer: Generalisierung beeinflussende Faktoren Meta-Analyse Blume et al. (2010): untersuchte Faktoren:- Merkmale der Lernenden (kognitiv, ..)
- Umgebungsfaktoren (Klima, Unterstützung)
- Reaktionen (affektiv, Nützlichkeit)
- Maßnahmen vor und nach Trainings - 184Trainingstransfer: Generalisierung beeinflussende Faktoren Meta-Analyse Blume et al. (2010): Einfluss der Lernenden auf den Transfer:- kognitive Fähigkeiten (.31)
- Gewissenhaftigkeit (.23)
- Neurotizismus (.16)
- Lernzielorientierung (.13)
- Selbstwirksamkeit vor Training (.19)
- Motivation (.24)
- Arbeitsorientierung (.29) - 185Trainingstransfer: Generalisierung beeinflussende Faktoren Meta-Analyse Blume et al. (2010): Einfluss der Lernenden auf den Transfer: weitere Einflussfaktoren:- Umgebungsfaktoren: Klima (.23), freiwillige Teilnahme (.22), Unterstützung (.18)
- Lernergebnis: Wissen (.20), Selbstwirksamkeit (.19)
- Reaktionen: Nutzen (.39), affektiv (.07)
- Maßnahmen: realistische Erwartungen vor Training (.17) - 186Trainingstransfer: Generalisierung beeinflussende Faktoren Meta-Analyse Blume et al. (2010): Aufrechterhaltung:- Während des Trainings: Wiederholung
- Nach dem Training: Zeit seit dem Training; fehlende Belohnung; Hindernisse; Möglichkeiten, das Gelernte anzuwenden; Maßnahmen zur Förderung der Aufrechterhaltung - 187Trainingstransfer: Trasnfermanagement:- Maßnahmen zur Planung, Optimierung, Kontrolle des Lerntransfers
- Beginn vor Durchführung der Maßnahme
- Ende weit nach dem Training - 188Trainingstransfer: Maßnahmen zur Förderung des Transfers: vor dem Training:- Motivation zu lernen
- Selbstwirksamkeit fördern - 189Trainingstransfer: Maßnahmen zur Förderung des Transfers: während dem Training:- Selbstwirksamkeit durch Übungen fördern
- Anwendung mehrerer Lernstrategien
- positive und negative Modelle nutzen
- Ähnlichkeit zwischen Aufgaben des Trainings und
Anforderungen im Arbeitsfeld
- Besprechung von Umsetzungsbarrieren
- Setzen konkreter Transferziele - 190Trainingstransfer: Maßnahmen zur Förderung des Transfers: nach dem Training:- Selbstwirksamkeit für den Transfer von Führungstrainings
- Unterstützung durch Führungskräfte, Kollegen
- Möglichkeiten, Gelerntes anzuwenden
- Transferziele setzen und belohnen
- Follow-Up-Termine - 191Trainingstransfer: Dynamisches Modell des Transfers (Blume):Training => erster Transfer, Arbeitsverhalten => Outcomes => Evaluation der Leistung => Feedback, zweiter Transfer
- 192Trainingstransfer: Transferverläufe bzw. -szenarien (Solga):- Szenario A: Bei Qualifizierungsmaßnahme Anwendung des Gelernten => sinkt schnell wieder über die Zeit
- Szenario B: Bei Qualifizierungsmaßnahme Anwendung des Gelernten => steigt kontinuierlich über die Zeit - 193Trainingstransfer: Unternehmenstraining und Leidenschaft (Gielnik):- bei hoher unternehmerischer Selbstwirksamkeit steigt die Leidenschaft über die Zeit
- bei niedriger unternehmerischer Selbstwirksamkeit sinkt die Leidenschaft über die Zeit - 194Trainingstransfer: Zukünftige Themen der Transferforschung:- Neue Lernformen: Fokuswechsel von einzelnen zu mehreren Trainingsaktivitäten; Integration formellen und informellen Lernens
- individualisierter Transfer als eine bewusste Entscheidung: individuelle Verläufe; "Star-trainees" - 195Trainingstransfer: Zukünftige Themen der Transferforschung: Integration formelles - informelles Lernen (Sparr):bei hoher Reflexionsfähigkeit und hoher Feedbackbereitschaft steigt Trainingstransfer
- 196Trainingstransfer: Zukünftige Themen der Transferforschung: Transferverläufe (Huang):Lernmotivation ausschlaggebend für Anwendung des Gelernten über den Lauf der Zeit und die Outcomes dessen