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Karteikarten

Gegenwartsarchitektur Glossar

Sebastian Robl Deutsch 88 Karten

Karten in diesem Stapel (88)

  1. 1AlgorithmusJede Art von systematischem Verfahren, das für math. Berechnungen verwendet wird
  2. 2AnthropomorphismusDie Nachahmung von menschlichen Formen.
    Menschliche Proportionen in Gebäuden.
  3. 3Art Nouveau (Jugendstil)Äußerlich dekorativ, geschwungene Linien sowie flächenhafte, florale Ornamente und Symmetrien
  4. 4Atmosphäre"gestimmten Raum"
    Zurest wird die Athmosphäre (emotionale/mentale Stimmung) wahrgenommen und eingeprägt
    keine Formale Ordnung
  5. 5Avantgardemilitärischer Ausdruck für Vorhut
    Bezeichnung für die Elite von Wissenschaftlern/Technikern und Künstlern, die den Weg in die Zukunft zeigen sollen
    Moderne mit Ablehnung gegenüber der Tradition
    radikale Bewegung Dada, Surrelalismus und eigenen Tendenzen der kubistischen oder abstrakten Malerei - lehnt klassische organische Kunst ab, aus politisch aktiv
  6. 6BignessGebäude ist so groß, dass es nicht mehr zur Architektur zählt, sondern viel mehr zum Städtebau
    Architektur = Frage des Städtebaus, nicht mehr des Gebäudes
  7. 7Bilbao-EffektAufwertung eines Ortes durch eine ikonische Architektur (Guggenheim Museum Bilbao)
  8. 8Bionik= Bio & ... Elektronik oder Technik
    Wissenschaft, die technische Probleme nach dem Vorbild der Funktionen von Körperorganen zu lösen versucht
  9. 9Blobengl. "Tropfen" bzw. "Klumpen"
    bezeichnet etwas, das amorph oder unbestimmt ist.
    Steht für Architektur ohne Ecken und Kanten
    Möglichkeit Vielfalt an Information auf "weiche" und "flexible" Art in ein Gebäude einfließen zu lassen
  10. 10BlurUnschärfe oder Auflösung einer Kontur, die auch eine Ablehnung des Formalismus darstellt.
  11. 11BrandingBrand-Produkte (teure Marken)
    generische Produkte (billige Kopien)
    Architekturikonen werden für City-Branding benutzt um erkennbares Image zu schaffen
    Persönlicher Stil kann auch als Architekturbrand verstanden werden (Zaha Hadid)
  12. 12BrutalismusSichtbares Baumaterial (Formbeton mit Unebenheiten und Abdrücken der Schalung)
    Auch Metalle, Ziegel und andere Materialen werden verwendet
    Durch reine geometrische Körper gekennzeichnet
  13. 13City-Branding (Branding & Bilbao-Effekt)Architekturikonen werden für City-Branding benutzt um erkennbares Image zu schaffen
    Aufwertung eines Ortes durch eine ikonische Architektur (Guggenheim Museum Bilbao)
  14. 14DatascapesEntwurfsmethode
    Maas entwickelte einfaches System (ausgehend von statistischen Daten (Verkehrsaufkommen, Müllentsorgung..)) von Regeln, das dann als Architektur begriffen wird.
  15. 15Dekonstruktivismus= manieristische Variante postmoderner Architektur
    1) Mit Hilfe der Verwendung von komplexen Entwurfsmodellen soll für subjektive Entscheidung wenig Raum bleiben
    2) Sehr traditionelle Auffassung des Architekten als Künstler gerecht zu werden
  16. 16Dekorierter Schuppen= ein Gebäude, das eine typologische oder funktionell optimale Form besitzt und die kommunikative Funktion durch separate Strukturen erzielt (Werbetafel vor dem Gebäude)
  17. 17Diagrammgraphische Figur, die mehr darstellend als erklärend ist.
    Vereinfacht Informationen und macht sie austauschbar
    Architekt entwirft nicht mehr Gebäude sondern ist viel mehr Vermittler zwischen Bauherr und Materialien, Bauplatz usw.
  18. 18Digitale ArchitekturDurch den Einsatz von Computern geprägt
    - Algorithmische Formgenerierung
    - computergesteuerte Optimierung
    - digitale Fertigung
  19. 19DiskursDiskurstheorien versuchen zu beschreiben, wie die Folgen von Äußerungen konstruiert werden.
  20. 20Ehrlichkeit [der Materialien oder Struktur]Prinzip, das jedes Material so zu verwenden ist, dass kein anders Material imitiert wird, sondern vielmehr dessen grundlegenden Qualitäten aufzeigt.
    Tragende Konstruktion darf nicht verborgen werden noch unnötige Elemente verwendet werden
  21. 21EklektizismusMethoden die aus Elementen diverser Quellen bestehen
    nicht einem System folgend, sondern aus vielen verschiedenen auswählend
  22. 22Empire= theoretisches Modell für globalen Kapitalismus
    ersetzt Nationalstaaten mit einer "kopflosen" Organisation, regiert unsichtbar
  23. 23EnteGebäude, das optimale Leistungsform wegen kommunikativer Funktion verzerrt
    (Würstelstand als gigantischer Hotdog)
  24. 24Expressionismusauffällige, "expressive" runde und gezackte Formen
  25. 25Falteräumliche, funktionale oder formale Einheiten verlieren Identität und beginnen sich zu überlappen, um ineinander überzugehen der sich gegenseitig transformieren
  26. 26File to Factory= ununterbrochene digitale Produktionskette vom Entwurf zum realisierten Bauteil mit Hilfe von Computerprogrammen
  27. 27FordismusForm industrieller Warenproduktion
    stark standardisierter Massenproduktion und -konsumtion
  28. 28Formalismus1. Strategie der Interpretation, die sich auf die wahrnehmbaren Aspekte eines Kunstwerkes konzentriert
    2. Überbetonung der formalen Aspekte eines Entwurfs
  29. 29FunktionalismusTheorie, die mit der "Neuen Sachlichkeit" assoziiert war und einen objektiven, wissenschaftlichen Zugang zum Entwurf proklamierte, so dass die Form logisch aus dem Gebrauch abgleitet würde.
  30. 30Genius LociBegriff um auf speziellen Charme und Charakter eines Ortes hinzuweisen
  31. 31GesamtkunstwerkWerk, in dem verschiedene Künste (Musik, Architektur, Malerei, Dichtung...) vereint sind
    Bestandteile ergänzen sich notwendig
  32. 32HabitusAuftreten oder Benehmen eines Menschen
    Gesamtheit seiner Vorlieben und Gewohnheiten
    (Architekt: schwarze Kleidung auffällige Brillen)
  33. 33Haptik-OptikBegriffspaar, das sich auf die menschliche Wahrnehmung in der Kunst bezieht.
    In der Kunst zwei mögliche Ideale:
    1. haptische Komposition von Elementen zu einem nicht-rationellen Ganzen
    2. optische Komposition, kann größere Anzahl von subjektiver Wirkungen unterbringen
  34. 34High-techpropagiert sowohl konstruktive Prinzipien, wie auch die Verwendung auserwählter Materialien (alles was als neu, progressiv oder "intelligent" bezeichnet werden kann)
  35. 35Historismusein Phänomen (19 Jhdt.), bei dem man auf ältere Stilrichtungen zurückgriff und diese nachahmte
  36. 36HybridVerbindungen oder Überlagerungen aus heterogenen Materialien und sich widersprechenden Nutzungen
  37. 37IkoneGebäude, das auf Grund seiner Gestaltung Einzigartigkeit ist, oder einen großen Wiedererkennungswert besitzt
  38. 38Jugendstilkunstgeschichtliche Epoche
    Äußerlich dekorativ, geschwungene Linien sowie flächenhafte, florale Ornamente und Symmetrien
  39. 39KanonMaße der Proportionen des menschlichen Körpers als Grundlage einer Maßeinheit zueinander in ein Verhältnis gesetzt wird.
  40. 40Klassizismusbasiert auf dem Formenkanon des griechischen Tempelbaus, lehnt sich aber auch an die italienische Frührenaissance an.
  41. 41Kontextualismusein Gebäude soll auf seine unmittelbare, gebaute Umgebung reagieren.
    z.B. Fassaden, Materialien etc. werden übernommen
  42. 42KonzeptIdee, die der Gestalter durch einen Entwurf realisieren will, oder bezieht sich auf jenen Aspekt, ohne den der Entwurf nicht das wäre was er ist.
  43. 43Kritische vs. projektive PraxisKritische Praxis soll eine gesellschaftskritische Architektur produzieren und sich populären Tendenzen widersetzen.
  44. 44KunstfeldIndividuen besitzen unterschiedlich viele Potentiale: ökonomisches, soziales, symbolisches und kulturelles Kapital
  45. 45Mass CustomizationKundenindividuelle Massenproduktion
    charakteristisch für Postfordismus
  46. 46Maximin-Regel= philosophisches Prinzip
    Eine Entscheidung ist dann gerecht, wenn sie das Leben der Menschen in der schlimmsten Situation verbessert
  47. 47MedienfassadeFunktion von Gebäudefassaden umfasst visuelle Aufgaben:
    Vermittlung eines Inhaltes
    Zeit & Grund der Entstehung des Gebäudes
    Einpassung ins Stadtbild
  48. 48Menschlicher MaßstabUmgebung soll an die Abmessungen des menschlichen Körpers angepasst werden
    Problem: setzt normativen, idealen Menschen voraus - jedoch alle unterschiedlich
  49. 49MinimalismusKunst-Stil der drastisch die Elemente auf einfache Formen und Farben reduziert
  50. 50Modernismusgeprägt durch Industrialisierung, Urbanisierung, Säkularisierung, Anonymität, Auflösung der organischen Solidarität
  51. 51MorphologieStudie der Form, manchmal auch deren Entwicklung
    bezieht sich auf die sichtbaren und spezifischen Aspekte eines einzelnen oder einer Gruppe von Gebäuden
  52. 52Nachhaltigkeitbetont die ökologische Optimierung oder die Minimierung von Störfaktoren
    oder
    Energieeffizienz
  53. 53Neue Sachlichkeiteng mit der Theorie des Funktionalismus assoziiert
    Form logisch aus dem Gebrauch, der Struktur und dem Material ableitbar
  54. 54Organische EinheitEinheit bei der alle Elemente notwendig sind und nichts hinzugefügt, verändert oder entfernt werden kann, ohne das Ganze zu beeinträchtigen
  55. 55OrganizismusPrinzip, bei dem Natur oder Naturwissenschaften zum Vorbild genommen werden
    Nachahmung der Natur, auch Funktionsabläufe
  56. 56Ornamentsich wiederholendes, oft abstraktes oder abstrahiertes Muster
  57. 57OrtGrundlage für die Identität sowohl eines Gebäudes als auch einer Person
  58. 58Paradigma"konkrete Problemlösungen, die die Fachwelt akzeptiert hat"
    Modelllösungen zu wissenschaftlichen Problemen
  59. 59ParametrismusStil wurzelt in digitalen Animationstechniken
    basiert auf parametrischen Entwurfssystemen und Scripting-Techniken
  60. 60Platonische Körper5 regelmäßige geometrische Körper:
    - Tetraeder
    - Hexaeder
    - Octaeder
    - Dodekaeder
    - Ikosaeder
  61. 61PostfordismusWirtschaftsform, die in den Fordismus ablöste
    - Flexibilisierung der Arbeitsorganisation
    - starke Produktdifferenzierung
    - zunehmende Bedeutung geistigen Eigentums
  62. 62Postmoderneeine Art von Negation und Weiterführung der Moderne zu verstehen
    Wiederbelebung traditioneller architektonischer Formen, Ornamente und Materialien, um auf Abstraktion und Reduktion der Moderne zu reagieren
  63. 63PragmatikOrientierung an reellen Erfordernissen und Bedürfnissen gegenüber künstlerischen oder gesellschaftskritischen Zielen
  64. 64PraxisHandlung
    Kritische Praxis soll eine gesellschaftskritische Architektur produzieren und sich populären Tendenzen widersetzen.
  65. 65Programmingprogrammistische Überlagerungen
    Ziel, die dynamische Umgebung so zu gestalten, dass neue, bisher unvorstellbare Lebensformen entstehen können, wird verfolgt
  66. 66Projektive PraxisArchitektur soll auch Mittel der Kommunikation einsetzen und sich den Anforderungen des Marktes nicht verschließen
  67. 67Prozess1. Serie von Aktionen oder Veränderungen, die zu einem bestimmten Ziel führen
    2. regelbestimmte Methode zur Generierung von Formen, die für sich selbst stehen
  68. 68Rapid PrototypingVerfahren, mit denen man Modelle mit Hilfe von 3D-Druckern ohne manuelle Arbeit aus digitalen 3D-Modellen herstellen kann
  69. 69Rationalismusverlässt sich mehr auf Vernunft als auf Emotionen als Basis
    Verwendung von zeitgenössischen und wirtschaftlichen Konstruktionsweisen (möglichst ehrlich eingesetzt)
  70. 70Raum= Essenz der Architektur
    "reine" Baukunst konzentriert sich nur auf den Raum, Architektur wird zum Bestandteile virtuellen Künste
  71. 71Regionalismusbetont Eigenschaften, die als charakteristisch für die Architektur einer Region angesehen wird.
  72. 72RendernHerstellen von photorealistischen Perspektiven aus 3D-Modellen mittels Computer
  73. 73ScalingEntwurfsmethode, die die Architektur dekonstruieren sollte, indem Konzepte wie "menschlicher Maßstab", "Ort", "Autor" destabilisiert wurden
  74. 74ScriptingErstellen von Codes in unterschiedlichen Programmiersprachen um Formen zu generieren
  75. 75Semiotikuntersucht und interpretiert Gebäude als Träger von Zeichen, die für bestimmte Betrachter eine Bedeutung haben
  76. 76Simulakrum1. wirkliches oder vorgestelltes Ding, das mit etwas oder jemand anderem verwandt ist oder ihm ähnlich ist
    2. Virtualisierung
  77. 77SimulationEine mittels einer Vorrichtung durchgeführte Nachahmung von Bedingungen und Abläufen
  78. 78SzientismusGeisteshaltung, die sich am Ideal der Wissenschaft orientiert
    Haltung, die alle Phänomene auf naturwissenschaftlich beschreibbare Phänomene reduziert
  79. 79TaylorismusPrinzip einer Prozesssteuerung von Arbeitsabläufen
  80. 80TektonikZusammenfügung von Bauteilen zu einem Gefüge
    der Ausdruck konstruktiver Merkmale und Zusammenhänge
  81. 81Tod des AutorsKonzept, das die klassische Idee der Völligen Kontrolle des Schriftstellers über seine eigene Schöpfung in Zweifel zieht
  82. 82Topologiees können jene geometrischen Eigenschaften von Objekten untersucht werden, die bei stetigen Deformationen unverändert bleiben
    Man erhofft sich Alternativen zu traditionellen Körpern
  83. 83TypKlassifizierung von Gebäuden anhand formaler oder funktionaler Ähnlichkeiten, die für eine bestimmte Interpretation relevant sind
  84. 84TypologieStudie von Gebäuden, die auf der Klassifikation von Ähnlichkeit basiert
    (funktionale Ähnlichkeit zwischen Gebäuden)
  85. 85VernakularÜberlieferungen und Gepflogenheiten
    bedient sich der Tradition als Gegensatz zum Bewussten
    überlieferte lokale Bautraditionen
  86. 86VirtuellEs vermischen sich die beiden Bedeutungen (Simulation und Möglichkeitsspielraum von Menschen und Dingen)
  87. 87Wettbewerbwird veranstaltet, wenn für eine generelle Ideenfindung der optimale Entwurf gefunden werden soll
  88. 88ZeitgeistDer allgemeine intellektuelle oder moralische Stand einer Zeit

Informationen

Beschreibung
Karteikarten am Gegenwartsarchitektur Glossar, erstellt von Sebastian Robl am 01/12/2015.
Erstellt von
Sebastian Robl
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