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Karteikarten

Leben mit Herzinsuffizienz - C. Brockmeyer

Mirjam Scheib PPR2 Pflegeprozess Bachelor Deutsch 71 Karten

Leben mit Herzinsuffizienz - C. Brockmeyer

Karten in diesem Stapel (71)

  1. 1Definition – Pflegediagnose NANDA„Eine Pflegediagnose ist eine klinische Beurteilung der Reaktion eines Individuums, einer Familie oder einer Gemeinde / Gemeinschaft auf aktuelle oder potenzielle Gesundheitsprobleme / Lebensprozesse. Pflegediagnosen bilden die Grundlage, um Pflegeinterventionen auszuwählen, um Ergebnisse zu erreichen [sic] für die Pflegende verantwortlich sind“.
  2. 2verminderte Herzleistung (decreased cardiac output) - Definition„Das vom Herzen ausgeworfene Blut genügt den metabolischen Anforderungen des Körpers nicht“
  3. 3verminderte Herzleistung (decreased cardiac output) - Bestimmende Merkmale* veränderte(r) Herzfrequenz / Herzrhythmus
    -> Arrhythmien
    -> Bradykardie
    -> Tachykardie
    -> Veränderungen im EKG
    -> Herzklopfen
    * veränderte Vorlast
    u.a.
    -> Ödeme [#]
    -> Gewichtszunahme
    -> ↓ ZVD
    -> ↑ ZVD
    -> Jugularvenenstauung
    -> Müdigkeit [#]
    * veränderte Nachlast
    u.a.
    -> feuchtkalte Haut
    -> Schwankungen in den Blutdruckmesswerten
    -> verlängerte kapillare Rückfüllung
    -> Veränderungen der Hautfarbe / Zyanose [#]
    -> Dyspnoe [#]
    * veränderte Kontraktilität
    u.a.
    -> Rasseln
    -> Husten
    -> Orthopnoe [#]
    -> vermindertes Herzminutenvolumen (< 4l/min)
    * verhaltensbezogen / emotional
    -> Angst [#]
    -> Ruhelosigkeit
    -> Leistungsschwäche [#]
  4. 4verminderte Herzleistung (decreased cardiac output) - Beeinflussende Faktoren• veränderte Herzfrequenz
    • veränderter Rhythmus
    • verändertes Schlagvolumen
    • veränderte Vorlast
    • veränderte Nachlast
    • veränderte Kontraktilität
  5. 5NYHA - Herzinsuffizienzklassifikation Stadium 1-4 mit zugehöriger SymptomatikNYHA - Herzinsuffizienzklassifikation Stadium 1-4 mit zugehöriger Symptomatik
  6. 6Typische, klassische Risikofaktoren von KHK• hohe LDL Cholesterinkonzentration
    • Rauchen
    • Hypertonie
    • Diabetes
    • Alter
  7. 7Weiterführende Risikofaktoren von KHK• Niedrige HDL Cholesterinkonzentration
    • Hohe Triglyceridkonzentration
    • Insulinresistenz
    • Übergewicht
    • Bewegungsmangel
    • Genetische Faktoren
    • Psychologische Faktoren
    • Mit Blutgerinnung und Durchblutung assoziierte Faktoren
    • Ernährung
    • Infektionen
  8. 8Weshalb Schlafstörungen bei KHK häufig vorkommen- Nykturie durch verlagerte Ödeme
    - Atembeschwerden (muss allenf. In relativ aufrechter Position schlafen)
    - Angst/ Furcht
    - Medikamente
    - Umgebungsfaktoren (z.B. Züge nah am Haus)
    - Häufige Nickerchen während des Tages
  9. 9Pflegediagnose – Schlafstörung (Insomnia) - Definition„Unterbrechung der Dauer und Qualität des Schlafs, die zu einer Beeinträchtigung im Alltag führt“
  10. 10Pflegediagnose – Schlafstörung (Insomnia) - beeinflussende Faktoren* Physisches Unbehagen (z.B. Schmerz, Kurzatmigkeit, Husten, Übelkeit, Harndrang)
    * Stress (z.B. Grübeln vor dem Einschlafen)
    * Angst / Furcht
    * Medikation
    * Häufige Nickerchen während des Tages
  11. 11Pflegediagnose – Schlafstörung (Insomnia) - bestimmende Merkmale* Patient berichtet über Einschlafschwierigkeiten
    * Patient berichtet über Durchschlafschwierigkeiten
    * Patient berichtet über Unzufriedenheit mit dem Schlaf (gegenwärtig)
    * Patient berichtet über nicht erholsamen Schlaf
    * Patient berichtet über vermehrte Unfälle
    * Patient berichtet über verschlechterte Lebensqualität
    * Patient berichtet über Konzentrationsschwierigkeiten
    * Vermehrtes Fehlen (Schule / Arbeit)
  12. 12Pflegediagnose – beeinträchtigter Gasaustausch (impaired gas exchange) - Definition„Überschüssige oder zu geringe Sauerstoffanreicherung und / oder Kohlendioxydausscheidung an der alveolokapillären Membran“
  13. 13Pflegediagnose – beeinträchtigter Gasaustausch (impaired gas exchange) - beeinflussende Faktoren* Veränderung der alveolokapillären Membran
    * unausgeglichenes Ventilations – Perfusions – Verhältnis
  14. 14Pflegediagnose – beeinträchtigter Gasaustausch (impaired gas exchange) - bestimmende Merkmale* auffällige Atmung (Frequenz, Rhythmus, Tiefe)
    * auffällige Hautfarbe (z.B. blass, fahl)
    * Verwirrtheit
    - Paradoxe Reaktionen auf Medikamente
    - Intoxikation
    - Interaktion
    - Alkohol
    * Zyanose (nur bei Neugeborenen)
    * Nasenflügelatmung
    Atemnot bei NG: durch z.B. Nasenpropf, bei Herzfrequenz u. 60/min. -> REA-Pflichtig
    * Dyspnoe
  15. 15Herzinsuffizienz - Phänomene•Zyanose
    • Dyspnoe / Orthopnoe
    • Leistungsschwäche
    • Ödeme
    • Oligurie / Anurie
    • Pulsveränderungen
    • Schmerzen
    • Angst
    • Müdigkeit
  16. 16KHK - Risikofaktoren => Klassische Risikofaktoren• hohe LDL Cholesterinkonzentration
    • Rauchen
    • Hypertonie
    • Diabetes
    • Alter
  17. 17KHK - Risikofaktoren => Andere Faktoren• Niedrige HDL Cholesterinkonzentration
    • Hohe Triglyceridkonzentration Insulinresistenz
    • Übergewicht
    • Bewegungsmangel
    • Genetische Faktoren
    • Psychologische Faktoren
    • Mit Blutgerinnung und Durchblutung assoziierte Faktoren
    • Ernährung
    • Infektionen
  18. 18Angina pectoris und Herzinfarkt - Komplikationen / Folgen– Rhythmusstörungen (VES; VF; VT; VHF; Sinusbradykardie, - tachykardie)
    – Linksherzinsuffizienz
    – Herzwandruptur / Perikardtamponade
  19. 19Angina pectoris & Herzinfarkt - pflegerische und medizinische Massnahmen - PflegerischeLagerung
    Vitalzeichen
    Sättigung
    EKG
    MONA
  20. 20Angina pectoris & Herzinfarkt - pflegerische und medizinische Massnahmen - medizinischeLyse
    PTCA (& Stent)
    ACBP
  21. 21Akute periphere Ischämie - Ursachen- akute Thrombosierung einer bereits atherosklerotischen Arterie („acute-on-chronic" –40% aller Fälle)
    - Wiederverschluss einer Gefäßrekonstruktion (20%)
    - durch einen Embolus, der meistens kardialen Ursprungs ist (40%).
  22. 22Massnahmen bei akuter peripherer IschämieWiederherstellung der Durchblutung binnen 6 Stunden !
    Sonst → sofortige Spitaleinweisung (ebenso wie bei „kritischer Ischämie“)
  23. 23Symptome akuter peripherer Ischämie - Die 6-P RegelSymptome akuter peripherer Ischämie - Die 6-P Regel
  24. 24Definition - Thrombosevollständiger od. teilweiser Verschluss von Arterien od. Venen sowie der Herzhöhlen durch intravasale Blutgerinnung mit Bildung von Blutkoageln aus Thrombozytenaggregaten u. Fibrin
  25. 25Venenthrombose (tiefe Venenthrombose TVT) TVT - MERKE!!!Bis zur Hälfte aller tiefen Venenthrombosen (TVT) entwickeln sich ohne klinische Symptome und erst das Auftreten einer Lungenembolie (PE) ist der Anlass für die Untersuchung
  26. 26Risikofaktoren der tiefen Venenthrombose (TVT)Alle Risikofaktoren, aber auch ihr Fehlen, müssen protokolliert werden, da diese Daten für die Dauer der Antikoagulation maßgeblich sind.
    Zu den wichtigsten Risikofaktoren für eine TVT zählen
    • Vorangegangene Venenthrombose oder Embolie
    • Schwere Infektion, Herzinsuffizienz
    • Orale Kontrazeptiva
    • Östrogentherapie oder Schwangerschaft
    • Immobilisierung (Bettruhe, Flugreisen, Frakturen)
    • Chirurgische Eingriffe
    • Karzinome
    • Ererbte Thrombophilie
  27. 27Pathogenese - Thrombose - 3 wesentl. FaktorenVirchow-Trias:
    1. Gefäßwandschaden
    (durch Entz., Arteriosklerose, Trauma);
    2. herabgesetzte Blutströmungsgeschwindigkeit (Stase u. verminderte Zirkulation)
    3. veränderte Blutzusammensetzung (verstärkte Thrombozytenaggregation)
  28. 28Mögliche pflegerische und medizinische Interventionen bei TVT• D-Dimer-Test; Ultraschall; Phlebographie;
    • Antikoagulation; Thrombolyse; Thrombektomie
    • Kompressionsverband;
    • später dann graduierte Kompressionsstrümpfe [Dauer: ca. 2 Jahre];
    • Frühmobilisation; Patientenschulung
    • Die Entscheidung, ob eine TVT innerhalb der Grundversorgung behandelt werden kann, hängt vom klinischen Bild und der Wohnsituation des Patienten ab.
    • In den meisten Fällen erfolgt die Behandlung zu Hause.
    • Eine stationäre Behandlung ist erforderlich bei
    • einer TVT mit gravierender Symptomatik
    • einer submassiven oder massiven PE.
  29. 29Wahrscheinlichkeit einer TVT - Well's Score• 3 Risikopunkte oder mehr = hohe Wahrscheinlichkeit, etwa 75% Risiko einer TVT
    • 1–2 Risikopunkte = mittlere Wahrscheinlichkeit, etwa 17% Risiko einer TVT
    • 0 Risikopunkte = niedrige Wahrscheinlichkeit, etwa 3% Risiko einer TVT
    - Ist der D-Dimer negativ und der Score < 3, sind keine weiteren Untersuchungen erforderlich.
    - Ist der D-Dimer positiv oder der Score 3 oder höher, ist ein Kompressionsultraschall bzw. eine Duplexsonografie indiziert
  30. 30Blutdruck beeinflussende Faktoren• Alter;
    • Geschlecht;
    • genetischen Faktoren;
    • Ernährungszustand;
    • Umwelteinflüsse;
    • psychische und physische Belastungssituationen
  31. 31Kompliaktionen / Folgen der Hypertonie (Endorganschäden)1. Herz - Linksventrikelhypertrophie, ischämische Herzerkrankung
    2. Gehirn - Blutungen, Infarkt
    3. Niere - Niereninsuffizienz, Mikroalbominurie
    4. Retina - Arteriosklerose, Blutungen
  32. 32Medikamentöse Behandlungen der arteriellen Hypertonie: Diuretika, NW & KontraindikationenDiuretika:
    allein oder in Kombinationstherapie
    z.B.: Hydrochlorothiazid (Esidrex®); Amilorid (Moduretic®)
    Nebenwirkungen:
    Hypo- / Hyperkaliämie (Kaliumkontrolle !) Hyperglykämie
    Kontraindikationen:
    Keine Kalium - sparenden Diuretika bei Niereninsuffizienz → Hyperkaliämie
  33. 33Medikamentöse Behandlungen der arteriellen Hypertonie: Diuretika / Aldosteronantagonisten & KontraindikationenDiuretika / Aldosteronantagonisten:
    z.B. Spironolacton (Aldactone®)
    Kontraindikationen:
    • Bei akutem Nierenversagen
    • schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance <30 ml/min.) • Hyperkaliämie
    • Hyponatriämie
  34. 34Medikamentöse Behandlungen der arteriellen Hypertonie: ACE – Hemmer & NebenwirkungenACE – Hemmer:
    • ACE-Hemmer sind für alle Schweregrade einer Hypertonie geeignet. Sie sind bei hohen Reninkonzentrationen wirksam. Ihre Effektivität wird durch Diuretika deutlich verstärkt.
    • z.B. Enalapril (Reniten®); Captopril (Captosol®)
    Nebenwirkungen {u.a.}:
    – Husten bei 20% aller Patienten
    – Ausschlag
    – Schwindel
    – Kopfschmerzen
    – Störungen des Geschmackssinns
  35. 35Medikamentöse Behandlungen der arteriellen Hypertonie: Angiotensin – Rezeptor – Blocker• Die Wirkung beruht auf dem Renin-Angiotensin-Aldosteron-System wobei sich der Angriffspunkt von den ACE-Hemmern unterscheidet.
    • Zweite Wahl nach den ACE-Hemmern wegen des hohen Preises
    • z.B. Losartan (Cosaar®)
    • geeignet für Pat. mit ACE-Hemmer Husten
  36. 36Medikamentöse Behandlungen der arteriellen Hypertonie: Calciumantagonisten & NWCalciumantagonisten:
    Calciumantagonisten eignen sich, wenn Beta-Blocker kontraindiziert sind, z.B. für körperlich aktive Personen.
    z.B. Amlodipin (Norvasc®); Nifedipin (Adalat®)
    Nebenwirkungen {u.a.}:
    - Kopfschmerzen
    – Schwindel
  37. 37Medikamentöse Behandlungen der arteriellen Hypertonie: Betablocker, selektiv, nicht – selektivBetablocker
    • Mittel der ersten Wahl für Patienten mit KHK oder anderen Indikationen für Betablocker wie z.B. Arrhythmien.
    eignen sich auch für junge Patienten, bei denen weitere für eine Betablockerbehandlung sprechende Faktoren wie zum Beispiel Tachykardien oder Stressbelastung vorliegen. Die Kombination mit anderen Antihypertensiva ist möglich.
    • Carvedilol (Dilatrend®) und Labetalol (Trandate®) können eine orthostatische Hypotonie verursachen.
    • Selektive Betablocker sind nicht - selektiven vorzuziehen.
    • selektiv:
    z.B.: Atenolol (Tenormin®) / Bisoprolol (Concor®) / Metoprolol (Beloc®) (Lopresor®)
    • nicht – selektiv
    z.B.: Propranolol (Inderal®) / Carvedilol (Dilatrend®)
    Betablocker
  38. 38Medikamentöse Behandlungen der arteriellen Hypertonie: NebenwirkungenNebenwirkungen (u.a.):
    – Bradykardie
    – Betablocker können eine schwere arterielle Durchblutungsstörung der unteren Extremitäten verstärken; bei einer leichten oder mittelgradigen peripheren arterielle Erkrankung können diese Medikamente jedoch verwendet werden.
    – Asthma
    (Wenn keine Alternative verfügbar ist, kann vorsichtig versucht werden, einen hochselektiven Beta1-Blocker oder einen mit zusätzlicher Beta2-agonistischer Wirkung einzusetzen.)
    – Hypoglykämieneigung bei Diabetikern
    (maskiert die hypoglykämischen Symptome!)
    – Alle Betablocker wirken sich nachteilig auf die körperliche Leistungsfähigkeit von Sportlern aus.
  39. 39Abbildung zur Kombinationsmöglichkeit der Medikamentengruppen bei HypertonieAbbildung zur Kombinationsmöglichkeit der Medikamentengruppen bei Hypertonie
  40. 40Finnische Guidelines von 2009: Abbildung, "Combining antihypertensive drugs"Finnische Guidelines von 2009: Abbildung, "Combining antihypertensive drugs"
  41. 41Hypertonieform: essenzielle oder primäre Hypertonie: 1. Essenzielle / primäre Hypertonie- 90-95% der Betroffenen-
    Es kann keine ersichtliche Ursache diagnostiziert werden.
    Es gibt allerdings Risikofaktoren, die wiederum teilweise beeinflussbar sind :
    • Rauchen
    • Adipositas
    • Salzreiche Ernährung
    • Reichlicher Genuss von Lakritzprodukten
    • Verwendung von Hormonen (orale Kontrazeption; Hormonersatztherapie)
    • Einnahme von NSAR
    • Mangel an körperlicher Betätigung
    • Alkohol, illegale Drogen
    • Stress
  42. 42Hypertonieform: Nicht-essenzielle oder sekundäre Hypertonie: 2. Nicht-essenzielle / sekundäre Hypertonie-5-10% der Betroffenen-
    Ursachen:
    – renale Ursachen
    (Nierenerkrankungen, z.B. diab. Nephropathie; Nierenarterienstenose)
    – Endokrine Ursachen
    – Aortenisthmusstenose
    – Medikamente (NSAR; orale Kontrazeptiva)
    – Schlafapnoe
    – Schwerer Alkoholabusus
    – illegale Drogen (Kokain)
  43. 43Definition mit Klassifikation von Blutdruckbereichen in mmHgDefinition mit Klassifikation von Blutdruckbereichen in mmHg
  44. 44Hypertensive Krise & Notfall - Hypertensive KriseAkuter BD-Anstieg auf > 200mm Hg syst. und / oder > 120mm Hg diast. ohne klinische Symptome als Folge beeinträchtigter Organfunktionen.
  45. 45Hypertensive Krise & Notfall -Hypertensiver Notfall & MassnahmenHypertensiver Notfall:
    Hypertensive Krise mit zusätzlich neurologischen oder kardiopulmonalen Symptomen.
    Massnahmen:
    • O2-Gabe; Monitoring (BD-Messung an beiden Armen!)
    • Lagerung mit erhöhtem Oberkörper
    • Medikamentöse Blutdrucksenkung; ggf. Analgosedation
    • stationäre Einweisung
  46. 46paVK - pflegerische und medizinische Interventionen - Pflegerische Interventionen– Lagerung
    – Druckschäden vermeiden
    – Keine Kälte / Wärmezufuhr
    – Keine Kompressionsstrümpfe !
  47. 47paVK - pflegerische und medizinische Interventionen - Medizinische InterventionenZunächst nicht-invasiv.
    Wenn aber die Arbeits- und Funktionsfähigkeit des Betroffenen eingeschränkt ist:
    → gefäßchirurgischen Eingriff erwägen
    – endovaskulär
    – gefäßchirurgische Revaskularisation
  48. 48Gefahren der Durchblutungsstörung (NANDA)Gefahr einer kardialen Durchblutungsstörung
    Gefahr einer gastrointestinalen Durchblutungsstörung
    Gefahr einer renalen Durchblutungsstörung
    Gefahr einer zerebralen Durchblutungsstörung
  49. 49Bestimmende Merkmale der peripheren Durchblutungsstörung• Schmerzen in den Extremitäten [#]
    • Claudicatio
    • Missempfindungen
    • Ödeme
    • verminderte Pulse
    • fehlende Pulse
    • Blutdruckveränderungen in den Extremitäten
    • veränderte Hauteigenschaften (Farbe, Elastizität, Haare, Feuchtigkeit, Nägel, Gefühl, Temperatur)
    • Hautfarbe erblasst beim Anheben [der Extremität]
    • keine Rückkehr der Farbe beim Absenken des Beines
  50. 50Beeinflussende Faktoren der peripheren Durchblutungsstörung* Fehlendes Wissen über verstärkende Faktoren (z.B. Rauchen, bewegungsarmer Lebensstil, Trauma, Adipositas, Salzeinnahme, Immobilität)
    * Fehlendes Wissen über Krankheitsverlauf (z.B. Diabetes, Hyperlipidämie)
    * Diabetes mellitus
    * Rauchen
    * Hypertonie
    *bewegungsarmer Lebensstil
  51. 51Definition der periphere Durchblutungsstörung (Ineffective peripheral tissue perfusion)„Verminderung der Blutzirkulation in der Peripherie, die die Gesundheit beeinträchtigen könnte“
  52. 52Definition der renalen Durchblutungsstörung (Risk for ineffective renal perfusion)„Risiko einer Verminderung der Blutzirkulation in den Nieren, die die Gesundheit beeinträchtigen könnte“
  53. 53Definition der zerebralen Durchblutungsstörung (Risk for ineffective cerebral tissue perfusion)„Risiko einer Verminderung der Blutzirkulation im Gehirn“
  54. 54Definition der kardialen Durchblutungsstörung (Risk for decreased cardiac tissue perfusion)„Gefahr einer Verminderung der Blutzirkulation in den Herzkranzgefässen“
  55. 55Definition der gastrointestinalen Durchblutungsstörung (Risk for ineffective gastrointestinal perfusion)„Risiko einer Verminderung der Blutzirkulation im Magen-Darm-Trakt“
  56. 56Risikofaktoren der kardialen Durchblutungsstörung* Diabetes mellitus
    * Spasmus der Herzkranzarterien
    * Operation am Herzen
    * Drogen-, Medikamentenmissbrauch
    * Hypovolämie
    * Hyperlipidämie
    * pos. Familienanamnese
    * Wissensdefizit über veränderbare Risikofaktoren
    (z.B. Rauchen, bewegungsarmer Lebensstil, Adipositas)
  57. 57Risikofaktoren der renalen Durchblutungsstörung* Diabetes mellitus
    * Verbrennungen
    * Hypovolämie
    * Infektion (lokal od. Sepsis)
    * Polytrauma
    * Toxine
    * Nierenerkrankungen
    * Nierenarterienstenose
    * Medikamente
  58. 58Risikofaktoren der zerebralen Durchblutungsstörung* Arteriosklerose der Aorta
    * Karotisstenose
    * zerebrales Aneurysma
    * Schädel-Hirn-Trauma
    * Vorhofflimmern
    * Thromolysetherapie
    * Hypertonie
    * Gehirntumor
  59. 59Risikofaktoren gastrointestinaler Durchblutungsstörungen* Diabetes mellitus
    * Rauchen
    * Myokardinfarkt
    * Bauchaortenaneurysma
    * Trauma
    * Alter > 60 Jahre
    * hämodynamische Instabilität
    * gastrointestinale Krankheit (z.B. Zwölffingerdarm- oder Magengeschwür, ischämische Kolitis, ischämische Pankreatitis)
  60. 60Definition von akutem Schmerz (acute pain - NANDA)„Unangenehme sensorische und emotionale Erfahrung, die von akutellen oder potenziellen Gewebeschädigungen herrührt oder als solche Schädigungen beschrieben werden kann (International Association for the Study of Pain); plötzlicher oder allmählicher Beginn mit einer Intensität von leicht bis schwer und einem erwarteten oder vorhersagbaren Ende und einer Dauer von weniger als 6 Monaten“
  61. 61Bestimmende Merkmale - Akuter Schmerz* verbale Äusserung über Schmerz
    * beobachtete Schmerzzeichen
    * Schonhaltung
    * Pupillenerweiterung
    * veränderte Atemfrequenz
    * veränderte Herzfrequenz
    * veränderter Blutdruck
    * Diaphorese (Schwitzen)
  62. 62Akuter Schmerz - beeinflussende Faktoren• Verletzungsursachen ( biologisch, chemisch, physisch, psychologisch)
  63. 63Definition der Noncompliance - Unwirksame Adhärenz„Verhalten einer Person und / oder der pflegenden Bezugsperson entspricht nicht dem gesundheitsfördernden oder therapeutischen Plan, den die Person (und / oder die Familie und / oder die Gemeinschaft) und der professionell Pflegende / Arzt vereinbart haben. Obwohl ein vereinbarter Plan zur Gesundheitsförderung oder Therapie vorliegt, ist das Verhalten der Person oder der pflegenden Bezugsperson nicht oder teilweise adhärent und kann zu (teilweise) unwirksamen Ergebnissen führen. “
  64. 64Beeinflussende Faktoren von Noncompliance - unwirksame Adhärenz* Dauer
    * Kosten
    * Komplexität
    * persönliche Fähigkeiten
    * Motivation
    * spirituelle Werte
    * Zugang zur Versorgung
    * Kontinuität des Gesundheitsanbieters
    * sozialer Nutzen des Plans
  65. 65Bestimmende Merkmale der Noncompliance - unwirksame Adhärenz* Verhalten weist auf ein Scheitern im Einhalten hin
    * Nachweisliche Entwicklung von Komplikationen
    * Nachweisliche Verschlimmerung der Symptome
    * Nichteinhalten von Terminen
    * Nichterzielen von Fortschritten
    * objektive Tests (z.B. physiologische Messgrößen, Ermittlung von physiologischen Markern)
  66. 66Definition der Aktivitätsintoleranz (Activity intolerance)„Ungenügende physiologische oder psychische Energie, um erforderliche oder erwünschte alltägliche Aktivitäten durchzuhalten oder abzuschließen“
  67. 67Beeinflussende Faktoren der Aktivitätsintoleranz* Bettruhe, Bettlägerigkeit [Inaktivität]
    * allgemeine Schwäche
    * Missverhältnis zwischen Sauerstoffangebot und -bedarf
    * Immobilität
  68. 68Bestimmende Merkmale der Aktivitätsintoleranz* Abnorme Blutruckveränderung als Reaktion auf Aktivität / Belastung
    * Abnorme Herzfrequenz als Reaktion auf Aktivität / Belastung
    * EKG – Veränderungen auf Grund von Arrhythmien
    * EKG – Veränderungen auf Grund einer Ischämie
    * Unbehagen [Brustschmerz] bei körperlicher Anstrengung / Belastung
    * Dyspnoe bei körperlicher Anstrengung / Belastung
    * Äußerung über Müdigkeit
    * Äußerung über Schwäche
  69. 69Übelkeit - Nausea - Definition„Ein subjektives Phänomen einer unangenehmen Empfindung im Rachenraum und im Magen, das zu Brechreiz oder Erbrechen führen kann“
  70. 70Beeinflussende Faktoren - Übelkeit - Nausea - biophysisch - situationsbedingt - BehandlungBiophysisch (u.a.):
    * Meningitis
    * Erkrankungen des Pankreas
    * Schwangerschaft
    Situationsbedingt (u.a.):
    * Angst
    * Schmerz
    * psychologische Faktoren
    Behandlung (u.a.):
    * Pharmazeutika
    * Bestrahlung / Strahlenexposition
  71. 71Bestimmende Merkmale - Übelkeit - Nausea* Bericht über Übelkeit
    * Widerwille gegen Nahrung
    * Würgereiz
    * vermehrter Speichelfluss
    * vermehrtes Schlucken
    * saurer Geschmack im Mund

Informationen

Beschreibung
Bachelor PPR2 Pflegeprozess (PPR2 Kurs 2 Leben mit Herzinsuffizienz) Karteikarten am Leben mit Herzinsuffizienz - C. Brockmeyer , erstellt von Mirjam Scheib am 14/06/2016.
Erstellt von
Mirjam Scheib
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