Karteikarten
VL 1 Entwicklungspsychologie Einführung

Karten in diesem Stapel (31)
- 1Definition "Entwicklungspsychologie"?Untersuchung der Veränderung des menschlichen Erlebens,
Denkens und Verhaltens über die Lebensspanne - 2Was ist Entwicklung?alle nachhaltigen Veränderungen im Verhalten und Erleben = Gewinne & Verluste (z.B. Spracherwerb, Berufswahl u.a.)
ABER: Mikroprozesse gehören mehr zur Kognitionspsychologie
Entwicklung = lebenslanger Prozess!! - 3normative Entwicklungsverläufe?der Regel entsprechende Entwicklung (Spracherwerb mit ca. 1.5 Jahren)
- 4abweichende Entwicklungsverläufe?z.B. Hochbegabung, Delinquenz (Straffälligkeit)
- 5differentielle Entwicklungsabläufe?individuell unterschiedlich, abhängig von Dispositionen, Erfahrungen und Ressourcen
- 6Gründe für die Forschung im Bereich Entwicklungspsychologie?- Kinder erziehen (Erziehungsfragen beantworten)
- sozialpolitische Entscheidungen (Förderprogramme, Glaubwürdigkeit Zeugenaussage von Kleinkinder u.a.)
- Wesen des Menschen verstehen - 7philosophische Ansicht Platon's zur Kinderentwicklung?"Kinder kommen mit angeborenem Wissen auf die Welt"

- 8philosophische Ansicht Aristoteles zur Kinderentwicklung?"alles Wissen kommt aus der Erfahrung"

- 9philosophische Ansicht John Locke zur Kinderentwicklung?"Neugeborene als tabula rasa, Entwicklung durch
Erziehung durch die Eltern und durch die
Gesellschaft"
= gesellschaftliche Aspekt omnipräsent, Locke nimmt die Gesellschaft in die Pflicht
- 10philosophische Ansicht Rousseau zur Kinderentwicklung?"Kinder lernen aus eigenen Begegnungen mit
Gegenständen und Personen und nicht durch
Anweisungen der Eltern oder Lehrer"
- 11Historische Wurzeln der Kindesentwicklung - soziale Reformbewegung?Sozialreformer wollten die Lebensbedingungen der Kinder verbessern, bis dahin, Kinder rechtlose und schlecht bezahlte Arbeitskräfte
Sozialreformer untersuchten die Auswirkungen dieser Lebensbedingungen auf die Entwicklung der Kinder. Earl of Shaftesbury hat Befunde 1842 zusammengefasst vor britischem Unterhaus > Verbot von Kinderarbeit bei unter 10-Jährigen - 12Historische Wurzeln der Kindesentwicklung - Darwins Evolutionstheorie?Annahme Wissenschaftler: intensive Untersuchung der Kindesentwicklung führt zu wichtigen Erkenntnissen über das Wesen der menschlichen Spezies.
Darwin veröffentlichte 1877 den Aufsatz "die biografische Skizze eines Kleinkindes" (sorgfältige Beobachtungen über seinen Sohn)
Darwins Evolutionstheorie bildete Elemente der modernen Forschung. Fragestellung: "stimmt es, dass der emotionale Ausdruck bereits in den ersten Jahres ausgebildet wird?" - 13Theorie Kindesentwicklung Freud (psychoanalytische Theorie)?"biologische und insbesondere sexuelle Triebe beeinflussen die Entwicklung massgebend"
- 14Watsons behavioristische Theorie zur Kindesentwicklung?"Kindesentwicklung wird durch Umweltbedingungen gesteuert, besonders durch die Belohnung und Strafen, die auf bestimmte Ereignisse und Verhaltensweisen folgen."
Spruch Watson: "Gebt mir 12 Kindern und ich entwickle 6 zu erfolgreichen Ärzten, Anwälten und Ingenieure und sechs zu den schlimmsten Verbrechern!"
- 15Wie wirken sich Anlagen und Umwelt gemeinsam auf die Entwicklung aus?Jede Eigenschaft, die wir besitzen, wird durch das gemeinsame
Wirken von Anlage und Umwelt hervorgerufen - 16Anlage?biologische Grundausstattung, die von den Eltern übertragenen Gene
- 17Umwelt?Die materielle und soziale Umgebung, die unsere
Entwicklung beeinflusst - 18Umwelt-Anlage Beispiel von SchizophrenieZwar erkranken die meisten Kindern schizophrener Eltern nicht selbst an Schizophrenie, doch ist die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankungen bei ihnen weit höher als in der Gesamtbevölkerung, selbst wenn die Kinder adoptiert. Die genetische Ausstattung der Kinder wirkt sich also auf die Wahrscheinlichkeit aus, schizophren zu werden.
ABER: auch die Umwelt wirkt sich auch aus: Kinder aus Problemfamilien werden mit höherer Wahrscheinlichkeit schizophren. - 19Wie formen Kinder ihre eigene Entwicklung?Kinder tragen vom Beginn ihres Lebens an zu ihrer eigenen
Entwicklung bei, und ihr Beitrag wächst mit zunehmendem
Alter ( messbar an getroffenen Entscheidungen)
- Auswahl der Aufmerksamkeit
- Spielverhalten - 20Vier-Felder-Schema: Subjekt passiv / Umwelt passiv= endogenistische
Theorien
Entwicklung als Entfaltung eines genetisch angelegten
Bauplanes - 21Vier-Felder-Schema Subjekt passiv / Umwelt aktiv= exogenistische
Theorien
Behavioristisches Menschenbild:
Der Mensch und seine Entwicklung werden durch externe
Reize/Reaktionen kontrolliert - die Umwelt steuert die Entwicklung (vgl. John Locke) - 22Vier-Felder-Schema Subjekt aktiv / Umwelt passiv= Selbstgestaltungstheorien
Der Mensch kann selber entscheiden und die Entwicklung selbstständig in eine Richtung lenken.
Entwicklung als Ziel-/ Handlungssteuerung:
• Mensch als Gestalter seiner Entwicklung - 23Vier-Felder-Schema Subjekt aktiv / Umwelt aktiv= interaktionistische
Theorien (moderne Theorie)
Entwicklungskontext und -subjekt haben gestaltenden
Einfluss
• Transaktionen über die Zeit (Transaktionen finden über die Zeit statt. Die Umwelt verändert das Subjekt, das Subjekt verändert wiederum die Umwelt und so weiter...) - 24Inwiefern verläuft die Entwicklung kontinuierlich oder diskontinuierlich?In den vergangenen 20 Jahren kamen viele Forscher zum
Schluss, dass die Veränderungen in den meisten Entwicklungsaspekten
eher allmählich und nicht abrupt verlaufen.
Piaget's Modell geht hingegen mehr von einer diskontinuierlichen Entwicklung aus. - 25Kontinuierliche Entwicklung?Vorstellung: altersbedingte Veränderungen geschehen allmählich und in kleinen Schritten
- 26Diskontinuierliche Entwicklung?Vorstellung: altersbedingte Veränderungen erfolgen gelegentlich in grösseren Entwicklungsschritten
Forscher gehen bei dieser Vorstellung von einer allgemeinen Beobachtung aus. - 27Stufentheorie?Annahmen, die die Entwicklung als eine Reihe von diskontinuierlichen. altersbedingten Stadien sehen.
- 28Kognitive Entwicklung?insbesondere die Entwicklung des Denkens und Schlussfolgerns, des Problemlösens, der Wahrnehmung und der Sprache.
- 29Variation?Unterschiede im Denken und Verhalten innerhalb (intraindividuell)
und zwischen (interindividuell) Individuen - 30Selektion?Das häufigere Überleben und die grössere Reproduktionsrate
von Organismen mit guter Anpassung an die Umwelt - 31Warum werden Kinder so verschieden?Faktoren, weshalb sich Kinder unterschiedlich entwickeln
(Scarr, 1992):
• genetische Unterschiede
• Unterschiede in der Behandlung durch Eltern und andere
Personen
• unterschiedliche Wirkungen gleichartiger Erfahrungen auf die
Kinder
• Wahl bestimmter Umgebungen durch die Kinder
Informationen
- Beschreibung
- Entwicklungpsychologie Karteikarten am VL 1 Entwicklungspsychologie Einführung, erstellt von Lena Pritz am 03/01/2017.
- Erstellt von
- Lena Pritz
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