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Karteikarten

Exogene Dynamik

Dominik Signon Deutsch 114 Karten

Exogene Dynamik

Karten in diesem Stapel (114)

  1. 1Welche Arten der Verwitterung gibt es ? und Wovon sind sie abhängig?physikalische-, chem.- und biologische Verwitterung
    abhängig von: physikalischen und chemischen Eigenschaften des zu verwitternden Gesteins, Zeitdauer und Art der exogenen Einflüsse, Klima, Entwicklung der Böden und Art der Vegetation
  2. 2Welche Mineralien verwittern schnell? und welche sind verwitterungsresistenter?unbeständig : z.B. Olivin, Augit, Biotit, Calcit
    mäßig beständig : z.B. Apatit, Baryt, Scheelit
    beständig : z.B. Albit, Muscovit, Orthoklas,
    sehr beständig : z.B. Quarz, Topas, Turmalin
  3. 3Wie bilden sich Tone ?- Durch die Verwitterung zerfallen große Gesteinsblöcke irgendwann in kleinere Teilchen
    - durch die Zersetzung von Feldspat
    Feldspat => Aluminiumsilikate
  4. 4Wo findet man welche Art von Tonmineralen?Kaolinit: tropische Verwitterung
    Illit: temperiert & semi-arid
    Montmorillonit: basisch-intermediäre, submarine Vulkanite
    Chlorit: geringe chemische Verwitterung
  5. 5Was können Quarzkörner über ihre Herkunft aussagen?-Undeformierter
    vulkanischer Quarz zeigt normale Auslöschung, Einzelkristall
     -Polykristalliner Quarz in metamorphen Gesteinen häufig
    - Ø Anzahl von Kristallen
    ist in plutonischen & hochgradig-met. Gesteinen gering, in niedriggradig-met. hoch
  6. 6Welche Methoden kann man zur Provenanzanalyse (Herkunftsanalyse) der Komponenten von Sedimentgesteinen anwenden?-Kompositionsanalysen, Herkunft Sedimente zu bestimmen=>
    Dies wird häufig in Verbindung mit der Untersuchung von Exhumationsgeschichten, der Interpretation von Entwässerungsnetzen und deren Evolution und der Vorwärtsmodellierung von Paläo-Erde-Systemen verwendet.
  7. 7Wie entstehen Carbonate?Carbonate entstehen bei der Reaktion von Kohlensäure mit Metallen oder Metalloxiden.
  8. 8Wie entsteht Mikrit (Kalkschlamm)?• Erosion/physikalische
    Aufbereitung von Karbonaten
    • Chemische Ausfällung
    • Produktion durch
    Mikroorganismen (Bakterien,
    Archaea, Pilze, Mikroalgen…)
  9. 9Welche Sedimentgesteine sind weder Karbonate noch typische Klastika?Salzgesteine
    und biogene Sedimente (Ölschiefer, Kohle)
  10. 10Welche Fluide sind relevant für den Stofftransport?Luft (Wind)
    Wasser (Oberflächenabfluss, Rinnenabfluss, Wellen,
    Tiden und Strömungen)
  11. 11Was gibt die Reynolds-Zahl an ?Laminares oder
    turbulentes Fliessen?
    Reynolds-Zahl (Re) dimensionslos
    -> liegt laminares oder
    turbulentes Fließen vor?
    Re = V ρ 4R/ v
    V = Strömungsgeschwindigkeit
    ρ = Dichte des Fluids
    D = hydraulischer Radius: b*h/(b+2h)
    v = Fluid-Viskosität
  12. 12Was gibt die Froude-Zahl an?Froude-Zahl (F) Unterscheidung zwischen
    Strömungsregimes
    Die Froude-Zahl ist definiert als:
    V/√ g *d
    V = Strömungsgeschwindigkeit
    d = Wassertiefe
    g = Erdbeschleunigung
    F < 1 Strömung ruhig (subcritical, unteres Strömungsregime)
    F > 1 Strömung "schießend" (supercritical, oberes Strömungsregime)
  13. 13Welche Prozesse werden in der Hjulströmkurve (Zusammenhang zwischen Korngröße und Fließgeschwindigkeiten) erfasst?Welche Prozesse werden in der Hjulströmkurve (Zusammenhang zwischen Korngröße und Fließgeschwindigkeiten) erfasst?
  14. 14Wie können sich Sedimentpartikel in strömendem Wasser bewegen?schiebend, rollend, hüpfend
    als Bodenfracht
  15. 15Was bedeutet Gradierung ?nach Korngrößen sortierte Verteilung von Gesteinsfragmenten innerhalb einer Schicht =>entsteht das Gefügemerkmal der gradierten Schichtung
    unterscheidung nach normaler und inverser Gradierung.
  16. 16Was beschreibt die Bedform-Matrix von Stow?bildet sich an der Grenzfläche von Fluid und einem beweglichen Bett
    Beispiele sind Wellen und Dünen auf dem Bett eines Flusses=> depositionale Umgebung wird konserviert
    Erscheinungsformen sind oft typisch für Strömungsparameter=> Strömungstiefe,Strömungsgeschw. und Froudzahl können bestimmt werden
  17. 17Skizzieren Sie den Zusammenhang zwischen Strömungsgeschwingigkeit, Korngröße und typischen Sedimentgefügen in einem Strömungskanal(Vorlesung 4 Seite Zwei oben rechts genauer)Skizzieren Sie den Zusammenhang zwischen Strömungsgeschwingigkeit, Korngröße und typischen Sedimentgefügen in einem Strömungskanal
  18. 18Archivieren Rippel die Luv- oder Leeseite?die Seiten eines Objekts in Bezug auf den Wind. Dabei ist Luv die dem Wind zugewandte und Lee die vom Wind abgewandte Seite
    (Rippel archivieren die Leeseite)
  19. 19Was ist der Unterschied zwischen tabularer und trogförmiger Schrägschichtung?Tabulare Schrägschichtung=> mit ebene Laminen in 2D-Rippeln
    Trogförmige Schrägschichtung=> mit gebogenen Laminen in 3D-Rippeln
  20. 20Was sind 2D, was 3D Rippel?2D Rippel : Rippel mit tabularer Schrägschichtung mit ebenen Laminen
    3D Rippel : Rippel mit trogförmiger Schrägschichtung mit gebogenen Laminen
  21. 21Strömungsippelsind im Querschnitt asymmetrisch. Ihre Luvseite fällt flach ein, während im Gegensatz dazu die Leeseite steiler einfällt
    -im allgemeinen sind sie aber nicht länger als 30 cm. Ihre Höhe variiert zwischen 0,3-6 cm.
  22. 22Wellenrippel (Oszillationsrippel)-symmetrische Rippeln besitzen einen geraden, scharfen Kamm, der sich allerdings auch aufspalten kann
    -entstehen, wenn die Strömung über den Sand oszilliert
    -sind für sehr flache Wasserbereiche typisch
  23. 23Was ist Flaser- bzw. Linsenschichtung?-rippelgeschichtete Grobsilte (Silt) und Sande mit eingeschalteten Tonflasern in den Rippeltälern
    -entwickeln sich in Ablagerungsräumen mit periodisch wechselndem Strömungsregime
  24. 24Was sind Reaktivierungsflächen?"Flächen bzw. Störungen die durch das Eindringen von Wasser wieder aktiviert werden"
  25. 25In welchen Systemen bildet sich großmaßstäbliche Schrägschichtung?In Wüsten,Flüssen,Seen und Meeren
  26. 26Wo kommt es zu Schrägschichtung durch laterale Anlagerung ?Deltas und Flüssen
  27. 27Strömungsmarken-Sie werden im Wesentlichen durch Wasserströmungen verursacht, durch gravitativ transportierte Sediment-Wasser-Gemische, z.B. Suspensionsströme
    -Sie ähneln einer Flöte und heben sich in Strömungsrichtung heraus
    Daher erscheinen sie im Profil asymmetrisch mit dem tiefsten Punkt der Strömung zugewandt
  28. 28Gegenstandsmarken-die durch Kontakt von Gegenständen (Steine, Tonscherben, Holzreste, Schalenreste etc.) mit der Sedimentoberfläche erzeugt werden
  29. 29Regentropfeneindrücke-Depressionen auf einer Sedimentoberfläche, die von auftreffenden Regentropfen oder Hagelkörnern erzeugt wurden
  30. 30LebensspurenVersteinerung eines tierischen Fußabdrucks
  31. 31TrockenrisseSubstrate mit quellfähigen Tonmineralen schrumpfen mit zunehmender Austrocknung unter Ausbildung von Trockenrissen (Schrumpfungsrisse). Die Risse verbinden sich zu polygonalen Netzen
  32. 32Belastungsmarkenvorwiegend an der Unterseite von Sandbänken auftretende, wulstige Auswüchse in ein unterlagerndes, meist toniges Sediment. Sie bilden sich postsedimentär aufgrund vertikaler Dichteunterschiede und unterschiedlicher kinematischer Viskosität der beiden übereinander lagernden Sedimente
  33. 33DeformationsgefügeEin Gefüge welches aufgrund von äußeren Kräften deformiert wurde
  34. 34Nennen Sie 4 Kontrollfaktoren für subaerischen Massentransport Material,Feuchtigkeitsgehalt,Hangwinkel/Relief,Klima,Vegetation und
     Tektonische Aktivität
  35. 35Was für grundlegende Bewegungstypen von Massentransport gibt es?Kriechen: Langsame plastische Deformation von
    Gestein oder Boden aufgrund von Auflast
    Fließen: Keine gut definierte Scherbahn, meist
    wasserreich, schnellste Bewegung nahe der OF
    Rutschen/Gleiten: Gut definierte Scherbahn -
    Translations- und Rotationstypen
    Fallen: Abwärts gerichtete Bewegung von Gestein
    (selten Boden) in der Luft
  36. 36Was ist ein Körnerstrom (grain flow) und wo kommt dieser in der Natur vor?wird bei einem körnigen Lockersediment, z.B. Quarzsand einer Düne, der kritische Hangwinkel (ca. 30ºC) überschritten oder der Hang erschüttert, setzt sich unter Überwindung der internen Reibungskräfte ein Sedimentstrom in Bewegung. Er bewegt sich durch Korn-Korn-Kollisionen fort. Der Strom kommt zum Stillstand, wenn die internen Reibungskräfte erneut die gravitativen Kräfte überwiegen. kommt z.B. in Wüsten vor
  37. 37Was ist ein Trümmerstrom (debris flow)?plastische bis dünnbreiige Massen, die sich in Hangeinschnitten oder Hangmulden unmerklich langsam bis mäßig schnell abwärts bewegen und sich dabei gletscherähnlich der von ihnen benutzten Depression anschmiegen
  38. 38LahareSchlamm- und Schuttstrom, der von einem Vulkan ausgeht
  39. 39Nennen Sie 4 Arten von submarinem MassentransportSubmarine Rutschungen: Schichtung
    bleibt zumindest teilweise bestehen
    Slumps: Interne Deformation in Rutschkörper und Auflösen
    des Schichtungsgefüges
    Submarine Trümmerströme:
    Komplette Verflüssigung und Bewegung wie ein Fluid (laminar)
    Turbiditströme: Bewegung von Sediment
    in einer turbulenten Suspensionwolke
  40. 40Was ist der Unterschied zwischen einem submarinen Trümmerstrom und einem submarinen Turbiditstrom?Bei einem submarinen Trümmerstrom ist der Strom komplett verflüssigt und bewegt sich laminar wie ein Fluid
    Bei einem submarinen Turbiditstrom bewegen sich die Sediment turbulent in einer Suspensionswolke
  41. 41Wie ist eine vollständige (=proximale) Turbiditablagerung idealerweise aufgebaut?an der Basis beginnend mit grobkörnigem Sandstein, der zum Hangenden hin feiner wird und schließlich in Tonstein übergeht
  42. 42Was ist das Erosionsbasisniveau (base level)?Tiefstes (Höhen)-Niveau bis zu dem Erosion
    erfolgen kann
    Fluss strebt Ausgleichsgefälle an!
  43. 43Durch was können Knickpunkte im Längsprofil eines Flusses entstehen?Knickpunkte entstehen meist an tektonischen Störungen oder dort, wo sich der Gesteinsuntergrund ändert, u. mit ihm die Stärke der Erosion. Das Gefälle, und damit auch die Fließgeschw., nehmen in der Regel zum Unterlauf hin ab
  44. 44Was sind die Folgen eines fallenden Erosionsbasisniveaus (Base level)Niveau, bis zu dem Erosion durch fließendes Wasser wirken kann. Unterhalb der Erosionsbasis kann sedimentiert werden, über ihr ist Sedimentation in einem Ablagerungsraum nur ein temporärer Vorgang und es findet Erosion statt=> wenn das Erosionsbasisniveau fällt kann weniger sedimentiert werden!
  45. 45Wie bilden sich Flussterassen?-fluvial gebildete Felsterrassen, die durch fluviale Erosion entstehen und Akkumulationsterrassen, welche sich durch fluviale Sedimentation bilden
    - Durch einen Wechsel von effektiven Akkumulations- und Erosionsphasen bei gleichzeitiger Tieferlegung der Erosionsbasis entstanden markante Terrassentreppen.
  46. 46Welche Faktoren kontrollieren ob ein Fluss sich einschneidet oder Sediment aufbaut?Frachtmenge
    Veränderung der Erosionsbasis
    Veränderung der Fließgeschwindigkeit
    Veränderung der Abflussmenge
    Tabelle Vorlesung 6 !
  47. 47Nennen Sie 4 typische FlussnetzarchitekturenDentritisch: Ausbildung bei homogenem Untergrund oder Lockersedimenten bei geringem Gefälle
    Parallel: Ausbildung bei deutlichem Gefälle und Ausrichtung des Untergrundes und der Landschaftsformen parallel zum regionalen Gefälle
    Gitterförmig: Ausbildung wenn Untergrund Schwächezonen in einer oder mehreren Richtungen aufweist
    Radial: Ausbildung im Umfeld struktureller Dome, wie Vulkane, Salzdiapire etc.
  48. 48Wie ist die Sinuosität einer Flussrinne definiert?Sinuosität = Thalweg (Verlauf des Rinnentiefsten) / Tallänge
    Quotient > 1.5 = Flüsse mit hoher Sinuosität
    Quotient <1.5 = Flüsse mit niedriger Sinuosität
  49. 49Welche Teilablagerungsbereiche kennzeichnen mäandrierende Flüsse?Rinnenbasis-Ablagerungen,Gleithang-Ablagerungen, Altarm-Ablagerungen, Uferwall-Ablagerungen, Rinnendurchbruchsfächer-Ablagerungen, Ablagerung der Überflutungsebene
  50. 50Rinnenbasis-Ablagerungen: Lithologien und SedimentgefügeRinnenbasis:  Konglomerate, geröllführende Grobsandsteine, Tongerölle Matrixarm, ungeschichtet, Geröllimbrikation
     Deutlich erosive Basis, Gegenstandsmarken
  51. 51Gleithang-Ablagerungen:Lithologien und SedimentgefügeUnterer Gleithang:
    Sandsteine mit vereinzelter Geröllführung, mittel- bis
    großdimensionale, trogförmige Schrägschichtung mit
    tangentialen Foresets
     Oberer Gleithang:
    Mittel- bis Feinsandsteine mit Kleinrippelschichtung, tw. Deformationsgefüge
     Gleithang-Topbereich:
    Fein- und Mittelsandsteine mit Horizontalschichtung,
    Strömungsstreifung
  52. 52Altarm-Ablagerungen:Lithologien und SedimentgefügeTon- und Siltsteine mit dünnen gradierten FeinMittelsandsteinlagen Undeutliche Horizontalschichtung,reichlich
    organische Substanz, Bioturbation
     Geometrie: Gedrungen-linsenförmiger
    Querschnitt, bananenförmige 3-D-Geometrie
  53. 53Uferwall-Ablagerungen:Lithologien und SedimentgefügeWechsellagerung von Ton-/Silt- und Feinsandlagen Horizontalschichtung oder Rippelschichtung,
    Belastungsmarken, Durchwurzelung
     Geringes Konservierungspotential, linearlinsenförmige
    Geometrie
  54. 54Rinnendurchbruchsfächer-Ablagerungen:Lithologien und SedimentgefügeFein- und Mittelsandsteine (bei Kanälen auch Geröll führend)
     Flachwinklig (< 10°) schräggeschichtet, Kletterrippel, tw.
    inverse Korngrößengradierung; nicht erosive Basis (bei Kanälen erosive Basis)
     Flach linsenförmige bis tabulare Sedimentkörper, die mit Sedimenten der Überflutungsebene assoziiert sind
  55. 55Ablagerung der Überflutungsebene:Lithologien und Sedimentgefüge Ton-, Silt- und Feinsandsteine
     Horizontalschichtung:Normale Korngrößengradierung,Hämatit-und/oder
    Karbonatkonkretionen, Wurzelspuren,Pflanzenreste,
    Bioturbation, Trockenrisse, Strömungs- und/oder Wellenrippeln,
    Regentropfenabdrücke
     Tabulare Geometrie
     Überflutungsbecken:Ohne pedogene Erscheinungen,
    Einschaltungen von Kohle, biogene Kalksteine
    --> länger andauernde Wasserbedeckung
  56. 56Wie unterscheiden sich anastomisierende und verflochtene Flusssysteme?anastomisierend:der im morphographischen Aufriß durch sich teilende und zusammenfließende Gerinnelaufabschnitte gekennzeichnet
    verflochten:ist eine besondere Form eines verzweigten Flusslaufes, bei dem der Fluss sich in ein Netz kleiner Kanäle aufspaltet, die durch kleine Inseln getrennt sind.
  57. 57Wie ist der Braiding-Parameter definiert?Anzahl der Barren in einer
    Rinne pro MäanderWellenlänge
  58. 58Nennen Sie die Teilablagerungsbereiche eines verflochtenen Flusssystemskommt nicht dran :D
  59. 59Was für Typen alluvialer Fächer gibt es, und wie unterscheiden sich diese bezüglich Dimension, Sedimentationsprozessen, Aufbau und Sedimentgefüge?(Schutt-bis Schlammstrom)Schutt- bis Schlammstrom:wenn das Sediment/Wasser-Gemisch einen plastischen Brei ergibt, der bei einer entsprechenden Neigung des alluvialen Fächers in Bewegung gerät Sedimentkörper kann dabei 30 cm bis einige m dick werden -Es bilden sich Loben und Dämme, die sich teilweise scharf voneinander abgrenzen und sich gegenseitig überlappen. Solche Fächer haben ein sehr steiles Gefälle von 0,1–0,01 % -enthält Gesteine, deren Korngröße von Blöcken mit mehreren Tonnen Gewicht bis zu Tonen reichen. Die Partikel sind von einer Tonhülle umgeben und generell sehr schlecht sortiert.
  60. 60Was für Typen alluvialer Fächer gibt es, und wie unterscheiden sich diese bezüglich Dimension, Sedimentationsprozessen, Aufbau und Sedimentgefüge?(Rinnenfüllung)Durch starke Wasserströmungen werden in einen alluvialen Fächer Rinnen erodiert. Wenn die Strömungsenergie abnimmt, werden diese Rinnen wieder durch Sande und Kiese aufgefüllt. Die Rinnen sind langgestreckt, linsenförmig und grenzen sich scharf voneinander ab. Sie haben die Tendenz feineres Sediment flächenabwärts abzulagern. Das abgelagerte Sediment ist schlecht sortiert.
  61. 61Was für Typen alluvialer Fächer gibt es, und wie unterscheiden sich diese bezüglich Dimension, Sedimentationsprozessen, Aufbau und Sedimentgefüge?(Der verflochtene Lauf)Der Verflochtene Lauf erodiert und sedimentiert auf der Fächerfläche Kiese, Sande und Silte. Die Schichten und Rinnensysteme sind unregelmäßig und meist nicht tiefer als 30 cm. Das Sediment ist schlecht sortiert und wird loben- und zungenförmig abgelagert. Die Steigung des Fächers ist bei diesem System relativ groß. Diese Art der Ablagerung entsteht meist in semiariden Gebieten mit unregelmäßiger Wasserführung.
  62. 62Was für Typen alluvialer Fächer gibt es, und wie unterscheiden sich diese bezüglich Dimension, Sedimentationsprozessen, Aufbau und Sedimentgefüge?(Mäandrierende Systeme)Bei mäandrierenden Systemen haben wir eine deutlich geringe Neigung des Gewässers. Diese wird durch die höhere Menge an Wasser bedingt, die neben dem geringeren Gefälle auch für eine großräumigere Ausbreitung des Schwemmfächers sorgt. Dadurch erhöht sich ebenfalls die Transportweite der Sedimente, was eine bessere Sortierung und einen erhöhten Rundungsgrad der Komponenten zur Folge hat. In einem solchen System findet man distal grobe Komponenten, während proximal eher die Feinfraktion ansteht.
  63. 63Was für Typen alluvialer Fächer gibt es, und wie unterscheiden sich diese bezüglich Dimension, Sedimentationsprozessen, Aufbau und Sedimentgefüge?(Proglaziale Schwemmfächer)gekennzeichnet durch den Austritt von Schmelzwasser aus dem Gletschertor transportiert Sande und Silte, die am Grunde des Gletschers zermahlen worden sind, oder aus Moränen ausgewaschen werden besitzt ein hohes Wasser/Sediment-Verhältnis=> langen Transportweg, guter Sortierung und einen geringen Neigungswinkel des Slops führt. Die Kanäle sind mäandrierend und verlagern auf den feinkörnigen Sedimentkörper oft ihre Rinnen
  64. 64Was ist ein Fan-Delta?– alluviale Fächer, die in stehende
    Wasserkörper münden
  65. 65Was versteht man unter den Begriffen mikrotidal, mesotidal und makrotidal?mikrotidel:Küstengebiete,in denen der Gezeitenbereich weniger als 2 m beträgt
    mesotidal:Mit einem mittleren Gezeitenbereich (zwischen 2 und 4 Meter
    makrotidal: relativ großen Gezeitenbereich (größer als 4 Meter)
  66. 66Was für Sedimentgefüge kann man in gezeitenbeeinflussten Ablagerungen erwarten?-Herring-bone cross stratification (Fischgräten-Schrägschichtung)
    -Tonlagen (mud drapes) auf
    Schrägschichtung=>Flaser- und Linsenschichtung
    -Reaktivierungsflächen
  67. 67Was für Teilablagerungsräume kann man in Deltas unterscheiden?-Delta-Ebene
    -Delta-Kanal
    -Delta-Mündung
    -Delta-Front
    -Prodelta
    -interdistributäre Bucht
  68. 68Zeichnen Sie einen idealisierten Querschnitt eines Deltas, und kennzeichnen Sie Topsets, Foresets und BottomsetsZeichnen Sie einen idealisierten Querschnitt eines Deltas, und kennzeichnen Sie Topsets, Foresets und Bottomsets
  69. 69Was für Lithologien kann man im Bereich einer Deltaplattform erwarten?Fluviatile Verteilungskanäle
     Levee, crevasse splay, crevasse channel-Ablagerungen
     Buchten mit episodischer/permanenter
    Überflutung
  70. 70Was für Lithologien kann man im Bereich der Deltafront erwarten?Mündungsbarren am Ende der Verteilungskanäle
     Vorschüttungsschichten
     Sandsteine und Konglomerate, komponentengestützt, 10 – 25°
    Einfallen beckenwärts, Übergang zu Dachschichten ca. in Höhe des Wasserspiegels
  71. 71Was für Lithologien kann man im Bereich des Prodeltas erwarten?Der am weitesten entfernte Abschnitt eines Deltas, der an der Spitze der Deltafront liegt und durch eine relativ langsame Geschwindigkeit der feinkörnigen Abscheidung gekennzeichnet
  72. 72In welche 3 prinzipiellen Typen kann man Deltas morphologisch und prozessorientiert unterscheiden?-Flussdominiertes (Vogelfuß) Delta
    -Wellengangdominiertes Delta
    -Gezeitendominiertes Delta
  73. 73Was ist ein Gilbert-Typ Delta?ist ein spezifischer Delta-Typ, der aus groben Sedimenten gebildet wird
  74. 74Was für Störungstypen findet man in Deltas?Rutschungen, Synsedimentäre
    Abschiebungen (growth faults), Schlammdiapire (mud diapirs)
  75. 75Wie ist ein Strand sedimentologisch aufgebaut?Stranddünen
    Rückstrandablagerungen
    Vorstrandablagerungen
    Ablagerung des nassen Vorstrands
  76. 76Welche typische Fazieabfolge findet man an einer wellendominierten klastischen Küste?-Nasser Vorstrand,Wellenrippel
    Swales (s.u.)
    -Übergangszone,HCS – Beulenschichtung
    Bioturbierte Tonschichten
    -Offshorezone
    -Bioturbierte Tonschichten
  77. 77Welche typische Fazieabfolge findet man an einer gezeitendominierten klastischen Küste?Swap-Zone: Kohle
    Supradital: biotobierte und verwurzelte Tone
    Intertidale Zone:biotobierte Tone und gekreutzt laminierte linsenförmige Sandsteine
    Subtidale Zone: gekreutzte Sandsteine
    Supradital: Überschwemmungsflächen
  78. 78Was ist eine Barriereinsel?sind dem Festland vorgelagerte Inseln, die einen Teil des Meeres vom offenen Meer abtrennen
  79. 79Was ist ein Ästuar?-Trichtermündung, meist trichterartig erweiterte Flußmündung an einer Gezeitenküste mit starkem Tidenhub
    -von Sedimenten weitgehend freigehalten und zeichnen sich meist durch tiefe Erosionsrinnen aus
    - Schichtung des Wasserkörpers sowohl durch ausströmendes Süßwasser als auch von einströmendem Meereswasser bestimmt
  80. 80Was sind Rip-Strömungen?-An Lücken zwischen den Barrieren (z.B. Felsen) kommt es zu einer gebündelten Rückströmung des Wassers, durch die Badende auf das Meer hinausgesogen werden können
  81. 81Um was handelt es sich bei Ichnofossilien?Spurenfossilien sind die Strukturen der Lebenstätigkeit ehemaliger Lebewesen wie Wohnbauten, Fressbauten, Weidespuren, Ruhe- und Kriechspuren
  82. 82Nennen Sie typische Sedimentstrukturen von wellendominierten Ablagerungen des nassen Vorstrandes und der Übergangszone-Nasser Vorstrand,Wellenrippel
    Swales (s.u.)
    -Übergangszone, HCS – Beulenschichtung
    Bioturbierte Tonschichten
  83. 83Nennen Sie typische Sedimentstrukturen von gezeitendominierten AblagerungenHerring-bone cross stratification (Fischgrät-Schrägschichtung)
    Tonlagen (mud drapes) auf
    Schrägschichtung
    Reaktivierungsflächen
  84. 84Wie unterscheiden sich wellendominierte von gezeitendominierten klastischen Abfolgen?Tonstein, Tonstein mit dünnen Lagen Sandstein mit symmetrischer Rippelstruktur, Sandstein mit Strömungs- u. Wellenstrukturen
    gezeitendominiert: Tonstein häufig mit Bioturbation, Sandstein mit Schrägschichtung (manche mit Bioturbation)
  85. 85Nennen Sie 4 unterschiedliche Typen von Karbonatplattformen.Ramp, non-rimmed-shelf, Rimmed shelf, isolated plattform
  86. 862. Wie ist ein mudstone definiert?weniger als 10 % Körner unterstützt durch Kalkschlamm
  87. 873. Wie ist ein wackestone definiert?mehr als 10 % Körner unterstützt durch Kalkschlamm
  88. 884. Wie ist ein packstone definiert?enthält Kalkschlamm und idt Korn unterstützt
  89. 895. Wie ist ein grainstone definiert?fehlt der Kalkschlamm und er ist Korn unterstützt
  90. 906. Wie ist ein boundstone definiert?Beschreibt Sediment, bei dem die ursprünglichen Komponenten während der Abscheidung gebunden wurden
  91. 91Nennen Sie ein modernes Beispiel für einen ungesäumten KarbonatschelfRottnest Schelf, Australien
  92. 92Nennen Sie ein modernes Beispiel für einen gesäumten Karbonatschelf.Belize Schelf
  93. 93Skizzieren Sie den Aufbau eines RiffsSkizzieren Sie den Aufbau eines Riffs
  94. 94Nennen Sie 3 wichtige Riffbildner der ErdgeschichteStromatolithen (Präkambium)
    Korallen
    Algen
  95. 95In welcher Reihenfolge fallen Evaporite aus übersättigtem Meerwasser aus?Kalzit (CaCO3) und Dolomit (CaMg(CO3)2)
    Gips (CaSO4- 2H2O) und Anhydrit (CaSO4)
    Halite (i.e. Steinsalz, NaCl)
    Kali- und Magnesiumsalze
  96. 96Wie ist ein siliziklastischer Tiefwasserfan aufgebaut?10 Vorlesung S. 1 ???
  97. 97Nennen Sie einen Wichtigen Einflussfaktor für die Architektur eines siliziklastischen Tiefwasserfans.Die Korngröße
  98. 98Nennen Sie 3 Sedimentgefüge, die man typischerweise in Turbiditablagerungen findet.Rippelschichtung
    Antidünen
    Kletterrippeln
  99. 99Was ist die CCD? Wo befindet sich die CCDWassertiefe in den Weltmeeren, unter der durch die steigende Lösungstendenz von Carbonaten bei zunehmendem Druck keine Carbonate mehr vorkommen
    - ca. bei 4-5 km
  100. 100Wie ist eine vollständige (=proximale) Turbiditablagerung idealerweise aufgebaut?an der Basis beginnend mit grobkörnigem Sandstein, der zum Hangenden hin feiner wird und schließlich in Tonstein übergeht
    Nahe dem Liefergebiet abgelagerte (proximale) Turbidite sind in der Regel dickbankiger und grobkörniger
  101. 101Wie werden Seen nach ihrem Abflussregime klassifiziert?Abfluss-Kontolle z.B. durch Tektonik und Niederschlag
    -Hydrologisch offen: Relativ stabile Strandlinie, da Zufluss u. Niederschlag durch Abfluss "gepuffer"=> Durchfluss-Seen, Bodensee
    -Hydrologisch geschlossen: Mobile Strandline, da Wasserverlust nur durch Evaporation und Infiltration erfolgen kann=> Klimasensitive Seen=> Endseen, Salzseen
  102. 102Wie kann man Seen nach ihrem Sedimenttyp klassifizieren?Klastische Seenablagerungen: (z.B. Tone)
    Chemische Seenablagerungen: (z.B. Salze)
    Biogene Seenablagerungen: (z.B. Kalke
  103. 103Was für Sedimente erwarten Sie in einem See der Alpen (z.B. Zürichsee)?fluviatilen Bedingungen als obere Süsswassermolasse => Wechsellagerung von harten Sandsteinbänken und weichen Mergelschichten
  104. 104Was für Seesedimente bilden sich unter sauerstoffarmen Bedingungen?Sapropel (Vollfaulschlamm)
    Gyttja (Halbfaulschlamm)
  105. 105In welche 2 Typen kann man Gletscher ihrer Temperatur nach einordnen?Temperierter Gletscher: Eis ist nahe (Druck)Schmelzpunkt -> Gleitebene an Basis
    Polar-Gletscher: Eistemperatur deutlich unter Gefrierpunkt -> Gletscher friert an Untergrund fest
  106. 106Was ist ein Tillit?diagenetisch verfestigtes glazigenes Gestein, das aus Moränen (Geschiebelehm und Geschiebemergel) hervorgegangen ist
  107. 107Was sind Warven ?Typische Ablagerungen
    im glaziolakustrinen Milieu
    Bändertone/Warvite als feinlaminierte, normal korngrößengradierte,
    im jahreszeitlichen Wechsel gebildete Feinklastika helle, siltig/sandige Sommer- & dunkle, tonige Winterlage
  108. 108In welchem sedimentären Umfeld findet man “dropstones”?Typische Ablagerungen im glaziomarinen Milieu
    z.B. "Dropstones" eingebettet in
    deutlich geschichteten
    glaziomarinen Sedimenten
    "Heinrich-Lagen" sind in
    diskreten Lagen konzentrierte
    Dropstones, die auf intensives
    Kalben am Rande der nordpolaren
    Eiskappe zurückgehen
  109. 109Nennen Sie 3 Arten äolischer DünenBarchan (Schicheldüne)
    Transversaldüne
    Longitudinaldüne
  110. 110Welche Sedimentgefüge kennzeichnen äolische DünenablagerungenVorschüttschichten
    Horizontalgeschichtete Sanddecken
    Schrägschichtung
  111. 111Welche sedimentären Ablagerungsbereiche findet man in einem ariden intramontanen Becken?tektonische Becken, die sich innerhalb eines Orogens bei dessen Heraushebung bilden. Orogenese
    -Sanddünen
    - Schwemmlandebene
    -alluvialer Schuttfächer
    -ephemeraler See
  112. 112Wie entsteht “flute cast" ?Turbidit: für ein Sedimentgestein, das auf einen Trübe- oder Suspensionsstrom das heißt auf einen lawinenartigen Transport- und Ablagerungsvorgang im Meer oder in einem See, zurückgeht.
    -flute cast : durch das Fließen des Suspensionsstromes über den Ozean- oder Seeboden entstanden meist an der Basis des Turbidits zu sehen
    können einen Anhaltspunkt für die Fließrichtung geben.
  113. 113IchnofossilienLebensspuren, besser bekannt als Spurenfossilien, sind Abdrücke oder Gebilde, welche von einem Organismus durch dessen Lebensäußerungen wie Fortbewegung, Ruhephasen oder auch der Jagd im unbelebten Substrat eingeprägt wurden
  114. 114Was ist Synärese ?Rissbildung durch subaquatische osmotische Entwässerung in Tonen, verursacht durch die höhere Salzhaltigkeit des darüber stehenden Wassers.

Informationen

Beschreibung
Karteikarten am Exogene Dynamik, erstellt von Dominik Signon am 10/01/2017.
Erstellt von
Dominik Signon
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