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Karteikarten

Trocknen und Verdampfen Skript 7

Lukas Berger Management erneuerbare Energien Deutsch 32 Karten

Trocknen und Verdampfen Skript 7

Karten in diesem Stapel (32)

  1. 1Def. Trocknen:Abtrennung der Flüssigkeit aus Feststoff-Flüssigkeit-System durch Verdunsten
    oder Abdampfen der Flüssigkeit.
  2. 2Konvektionstrocknen:Um- / Durchströmung, Aufwirbelung, Zerstäubung des
    Feuchtgutes von erwärmtem ungesättigtem Gas → Gas reichert sich mit
    Feuchtigkeit an und wird abgeleitet.
  3. 3Kontakttrocknung:Feuchtgut wird durch Kontakt mit Heizplatten erwärmt.
    Dämpfe (Brüden) werden abgesaugt.
  4. 4Strahlungstrocknen:: Aufbringen der Wärme durch Strahlung (z.B. Infrarot,
    Mikrowelle). Geringe Eindringtiefen.
  5. 5Gefriertrocknung:Aufwendiges Spezialverfahren
    zur Trocknung sehr empfindlicher Güter.
    Sublimierung des Wassers unter Vakuum.
  6. 6AggregatszuständeAggregatszustände
  7. 7Verdunsten:Sattdampfdruck der feuchtigkeitsabgebenden Oberfläche ist
    kleiner als Umgebungsdruck.
  8. 8Trocknugsschritte Darstellung Diagramm:Trocknugsschritte Darstellung Diagramm:
  9. 9Verdampfen:Sattdampfdruck der feuchtigkeitsabgebenden Oberfläche ist
    gleich Umgebungsdruck.
  10. 10Trocknungsvorgang hygroskopischer Rohstoffe: Erster Trocknungsabschnitt:• Konstante Trocknungsgeschwindigkeit
    • Gutsoberfläche enthält freie Feuchte → Verdunstung an Oberfläche
    • Gesetzmäßigkeiten des Wärme- und Stoffübergangs gelten
    • Schrumpfen des Produktes
    • Nach Abtrocknung der freien Feuchte an
    Oberfläche → Flüssigkeitstransport
    durch Kapillarkräfte aus dem Inneren an
    Oberfläche. Kein weiteres Schrumpfen.
  11. 11Zweiter Trocknungsabschnitt:• Fallende Trocknungsgeschwindigkeit.
    • Absinken des Feuchtegehalts an der Oberfläche.
    • Wärmeübertragung zusammengesetzt aus Wärmeübergang an
    Oberfläche und Wärmeleitung im Gut.
    • Zunehmende Isolierwirkung der trockenen Außenzonen → stärker
    werdender Einfluss der Wärmeleitung und des Diffusionswiderstandes auf
    Trocknungsgeschwindigkeit.
    • bereits teilweise Entfernung sorptiv
    gebundener Feuchte.
  12. 12Dritter Trocknungsabschnitt:• Entfernung sorptiv gebundener
    Feuchte.
    • Weiter gegen Null fallende
    Trocknungsgeschwindigkeit
    • Kleiner werdende Dampfdruckdifferenz
    → Null
  13. 13Container- (Satz-) Trockner• Unkomplizierte Zwischenlagerung
    • Arbeitssparende Logistik
    • nur chargenweiser Betrieb
    • eher für Kleinmengen geeignet
  14. 14Schubwendetrockneruniverselles Trocknungsgerät
    • kontinuierlicher Betrieb möglich
    • geeignet für rel. feuchte Güter
    • Leistungsbereich 1000 – 15000 kg/24h
    • Verdampfungsleistungen bis 15 t Wasser/Stunde
    • Große Durchsatzleistungen mit konstanter Endfeuchtigkeit, auch bei
    wechselnder Anfangsfeuchtigkeit des Gutes.
    z.B. Holzhackschnitzel
  15. 15Wagentrockner• nur chargenweiser Betrieb
    • nur für Kleinmengen geeignet
  16. 16Dächer-/Schichttrockner Erklährung• Trocknungsprodukt durchläuft Trockner
    durch Schwerkraft von oben nach unten.
    • senkrechte Produktschächte von waagrechten
    Warm- und Abluftkanälen durchzogen.
    Dachkanäle nach unten offen.
    • Warmluft strömt auf Stirnseite der
    Warmluftdächer ein und durchflutet
    Produktschüttung.
    • Produkt wird erwärmt und gibt
    Feuchtigkeit an die vorbeistreichende Luft ab.
    • Luft kühlt ab und feuchtet je nach
    Produkt bis zur Sättigungsgrenze auf.
    • Feuchte Luft entweicht durch
    benachbarten Abluftdächer.
  17. 17Dächer-/Schichttrockner Eigenschaften:• nur rieselfähige Produkte
    • sehr hohe Durchsätze
    • kontinuierliche Prozessführung
    • gleichmäßige Trocknung
    • hohe Produktschonung
    • Energierückgewinnung möglich
    • Durchsätze bis 150 t/h
  18. 18Bandtrockner• Umwerfen/Wenden bei Mehrbandtrockner → homogene
    Feuchtigkeitsverteilung
    • Unterschiedliche Bandgeschwindigkeiten je nach Anforderung des
    Trockenabschnitts
    • Warmlufterzeugung frei wählbar
  19. 19Solare GewächshaustrocknerFür Klärschlämme (kleine bis mittelgroße Kläranlagen 5.000 … 100.000 EWG)
    • Ähnliches Vorschubprinzip wie Schubwendetrockner
    • Energie für Trocknung durch Sonneneinstrahlung
    • geeignet für Schlämme > 20 % TS
    • Kapazitäten 400 – 3600 T/a
  20. 20Wirbelschicht-/Fließbetttrockner• Feuchtgut wird durch Heißluftzufuhr im Schacht aufgewirbelt und getrocknet
    • intensive Durchmischung der Produktteilchen
    • sehr gleichmäßige Trocknung
  21. 21Verdampfen erklähren:Abtrennung von Flüssigkeit aus Flüssigkeitsgemischen bzw. nichtflüchtiger
    Feststoff/Flüssigkeitsgemisch durch Erhöhung Temperatur und/oder
    Druckabsenkung und damit verbundener Verdampfung.
  22. 22Ziele:• Rückgewinnung des Lösemittels (z.B. Methanolabdampfung Biodiesel)
    • klassische Destillation/Rektifikation (z.B. Bioethanolherstellung,
    Mineralölraffination)
    • Herstellung aufkonzentrierter Lösungen
  23. 23Verdampfungswärme:→ Mit zunehmenden Druck wird Verdampfungswärmekleiner und verschwindet
    am kritischen Punkt komplett (H2O 225 bar, 374 °C)
  24. 24Positive Einflüsse auf Verdampferleistung:• geringer Flüssigkeitsinhalt
    • große Temperaturdifferenz
    • hoher k-Wert (saubere Heizflächen)
    • große Flüssigkeitsoberfläche
  25. 25Walzentrockner:• für dünnflüssige, hochviskose bis pastöse Produkte
    • Walzen meist von innen mit kondensierendem Dampf beheizt
    • Produkt trocknet als dünner Film durch Kontakt mit Walzenoberfläche
    Walzentrockner:
  26. 26Vakuumtrockenschrank:• Trockengut auf Blechen / Schälchen
    • auf Heizplatten / Heizstäben
    • Beheizung elektrisch bzw. über Dampf bei größeren Bauarten
    Vakuumtrockenschrank:
  27. 27Rührwerksverdampfer bzw. der Rührkessel als Verdampfer:• klassische, einfachste Verdampferbauart
    • diskontinuierliches Chargenverfahren
    • bestehender Rührkessel kann u.U. direkt
    zum Abdampfen von Lösemittel genutzt
    werden (z.B. Methanolabdampfung
    aus Biodieselreaktor bei dezentralen
    Anlagen)
  28. 28Mehrkörperverdampfer:• mehrerer Verdampferkörper, dampfseitig (und oft auch lösungsseitig)
    hintereinandergeschaltet
    • deutliche Reduzierung des Heizdampfverbrauchs (z.B. – ca. 40 % bei
    Dreikörperverdampferanlage)
  29. 29Dünnschichtverdampfer:• kontinuierliche Prozessführung
    • dünner Film mit relativ kurzen Kontaktzeiten
    • große Verdampferfläche mit hohen Volumendurchsätzen
    • Produktschonende Verdampfung
  30. 30Fallstromverdampfer:• Röhrenbündel als wärmeaustauschende Fläche
    • Röhren werden von fallendem Produktfilm vertikal
    durchflossen (Schwerkraft)
    • gleichmäßige Produktverteilung im Kopfraum nötig
    → gleichmäßige Beaufschlagung der Röhren (z.B.
    mittels Verteilerwanne, Vollkegeldüse)
  31. 31Umlauf- bzw. Steigrohrverdampfer:Naturumlauf:
    • Flüssigkeit steigt durch Dichteunterschied
    (ΔT) und Angetrieben durch Dampfblasen
    nach oben
    Zwangsumlauf:
    • hohe Umlaufgeschwindigkeiten (- 3 m/s)
    führen zu besseren
    konvektiven Wärme-
    Übergang
  32. 32Plattenverdampfer:• große Wärmeaustauscherfläche auf
    kleinen Raum bei geringer Bauhöhe
    • Aufbau vgl. Plattenwärmetauscher
    • Einsatz auch für hochviskose Produkte
    • gute Leistungsanpassung
    • gute Reinigbarkeit

Informationen

Beschreibung
Theorie
Erstellt von
Lukas Berger
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