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Karteikarten

21.2.3 Prädikatenlogik, Semantik

David Bratschke Mathematik Deutsch 35 Karten

Karten in diesem Stapel (35)

  1. 1Wie wird in der Prädikatenlogik einzelnen Symbolen eine Bedeutung zugeordnet?Durch Interpretationen, welche den Symbolen eine Bedeutung in Form von konkreten Objekten zuordnet.
  2. 2Was ist ein "Universum", und welches Synonym wird dafür häufig verwendet?Synonym: Grundbereich
    Eine Menge von Zahlen oder Elementen, auf die sich die Formeln beziehen.
  3. 3Wie ist die Semantik (Bedeutung) des Gleichheitszeichens "=": \( t_1 = t_2 \) festgelegt?So, dass jede Interpretation:
    \( I (t_1 = t_2) \) genau dann wahr ist, wenn
    die Interpretationen der Terme die gleichen Ergebnisse liefert:
    \( I(t_1) = I(t_2) \)
  4. 4Was ist eine Signatur \( \Sigma\) ?einem Tripel  (K,F,R) von
    einer Menge von Konstantensymbolen K,
    einer Menge von Funktionssymbolen F,
    einer Menge von Prädikatssymbolen R
  5. 5Ergänze: Wenn \( \alpha \) eine Formel ist, dann besteht die durch \(\alpha\) induzierte Signatur \(\Sigma(\alpha)\) aus ... ?der Menge der in \(\alpha\) vorkommenden Konstantensymbole, Funktionssymbole,
    und Prädikatssymbole
  6. 6Nenne die ersten beiden Teile aus der eine zu einer Signatur \(\sigma\) passende Interpretation besteht.1. dem Universum U
    2. eine Abbildung I, die den verschiedenen Symbolen aus Σ konkrete Objekte
    zuordnet:
    - Konstanten zu Konstantensymbolen
    - Funktionen zu Fkt.symbolen
    - Relationen zu Prädikatssymbolen
  7. 7Was bedeutet die folgende Schreibweise einer Interpretation: I[x/xU] ?eine Interpretation, die der Variablen
    x den Wert x_U zuordnet und die restlichen Zuordnungen unverändert lässt
  8. 8Für jeden Term : Term \( f(t_1, . . . , t_n) \) ist: \( I(f(t_1, . . . , t_n)) \) = ...?\( I(f)(I(t_1), . . . , I(t_n)) \).
  9. 9\( I(P(t_1, . . . , t_n)) = \)...?\( I(P) (I(t_1), ... I(t_n)) \)
  10. 10\( I(P(t_1, . . . , t_n)) = 1 \) , genau dann wenn...?\( (I(t_1), . . . , I(t_n)) \) ∈ I(P)
  11. 11\( I(t_1 = t_2) = 1, genau dann wenn ...?\( I(t_1) = I (t_2) \)
  12. 12\( I (\alpha \wedge \beta) = 1 \) genau dann wenn\( I(\alpha) = 1 \)
    und
    \( I (\beta) =1 \)
  13. 13\( I (\alpha \vee \beta) = 1 \) genau dann wenn\( I(\alpha) = 1 \)
    oder
    \( I(\beta) =1 \)
  14. 14\( I(\exists x\alpha) = 1 \) genau dann, wenn .. ?wenn es ein \( x_U \epsilon U \) gibt mit:
    \( I[x/x_U](\alpha ) = 1 \)
  15. 15\( I(\forall x\alpha) = 1 \) genau dann, wenn .. ?wenn für jedes \( x_U \epsilon U\) gilt:
    \( I[x/x_U](\alpha ) = 1 \)
    "alle Lernkarten sind grün, wenn jede Lernkarte grün ist"
  16. 16Wann ist eine Formel "erfüllbar"?Wenn es zu ihr mindestens eine Interpretation = 1 gibt.
  17. 17Wann ist eine Formel tautologisch?Wenn jede Interpretation
    der Formel = 1 ist.
  18. 18Wann ist eine Formel widerspruchsvoll?Wenn jede ihrer Interpretation = 0 ist
  19. 19Wozu dient der Begriff der "Entscheidbarkeit"?Sollte eine Formel widerspruchsvoll sein, müsste man sonst im worst case unendlich viele
    Interpretationen prüfen
  20. 20Wann ist eine beliebige Menge "entscheidbar"?wenn es einen
    Algorithmus gibt, der für jedes x angibt, ob x in M liegt oder nicht.
  21. 21Ist die Menge der prädikatenlogischen Formeln entscheidbar?Nein, einen solchen Algorithmus kann es nicht geben.
  22. 22\( \neg\alpha \) ist tautologisch genau dann wenn.. ?\( \alpha \) widerspruchsvoll,
    also nicht erüllbar ist.
  23. 23Ergänze: Der Begriff der semantischen Folgerung in der Prädikatenlogik ist analog zu dem ...dem Begriff in der Aussagenlogik
  24. 24Wann gilt \( \alpha |= \beta\) in der Prädikatenlogik?Genauso wie in der Aussagenlogik:
    Wenn für jede I ( \(\alpha\) = 1 ,
    auch \( I (\beta\) =1 gilt.
  25. 25α ∧ ¬β ist, widerspruchsvoll genau dann wenn ..?\(\alpha |= \beta \)
  26. 26Ergänze: Die logische Äquivalenz zwischen prädikatenlogischen Formeln ist ... ?Genauso definiert wie in der Aussagenlogik
  27. 27Wann sind zwei prädikatenlogische Formeln äquivalent?Genauso wie in der Aussagenlogik,
    wenn alle ihr Interpretationen gleich sind.
    Bzw. wenn:
    wenn α |= β und β |= α.
  28. 28Was besagt die Äquivalenzregel "Quantorwechsel"?Bei der Negation einer Formel wechseln die Quantoren:
    ¬(∃xα) ≈ ∀x(¬α)
    und ¬(∀xα) ≈ ∃x(¬α)
  29. 29Was besagt die Äquivalenzregel "Quantortausch"?nebeneinander stehende gleiche Quantoren können vertauscht werden:
    ∃x∃y\(\alpha\)≈ ∃y∃x\(\alpha\) und ∀x∀y\(\alpha\) ≈ ∀y∀x\(\alpha\).
  30. 30Wann kann man Quantoren zusammenfassen? (Äquivalenzregel: Quantorenzusammenfassung)Wenn sich zwei gleiche Quantoren auf unterschiedliche Formeln beziehen, welche mit \(\wedge\) oder \(\vee\) verknüpft sind.
  31. 31Womit ist die Äquivalenzregel: Quantorenzusammenfassung vergleichbar?mit dem Distributivgesetz, also "Ausklammern für Quantoren"
  32. 32Worauf ist bei der Quantorzusammenfassung zu achten?Der Existenzquantor verträgt sich nur mit der Disjunktion und der Allquantor nur mit der Konjunktion.
  33. 33Was besagt die Äquivalenzregel der "Quantorelimination"?Wenn x keine freie Variable in \( \alpha \) ist, kann der Quantor entfernt werden.
  34. 34Was besagt die Äquivalenzregel der "Quantifizierung"?Diese erlaubt, einen Quantor in einer Teilformel, die Teil einer Konjunktion oder Disjunktion ist, „nach außen“ zu ziehen.
  35. 35Warum kommt man in der Prädikatenlogik theoretisch mit nur einem Quantor aus?Weil man durch die Äquivalenzregel "Quantorwechsel" einen Quantor durch den anderen Quantor ausdrücken kann.

Informationen

Beschreibung
Mathematik (Grundlagen KE 7) Karteikarten am 21.2.3 Prädikatenlogik, Semantik, erstellt von David Bratschke am 04/07/2017.
Erstellt von
David Bratschke
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