Karteikarten
Altlasten u. Sanierung

Karten in diesem Stapel (88)
- 1AbfallBewegliche Sache, deren sich der Besitzer entledigen will (subjektiver Abfallbegriff)
und deren geordnete Entsorgung zur Wahrung des Wohls der Allgemeinheit, inbesondere des Schutzes der Umwelt geboten ist (objektiver Abfallbegriff). - 2Altlastenverdächtige, gefahrverdächtige FlächenAblagerungen oder Altstandorte, welche das Wohl der Allgemeinheit negativ beeinträchtigen können
- 3AltlastenAblagerungen oder Altstandorte, welche das Wohl der Allgemeinheit negativ beeinträchtigen können
- 4Keine Altlasten sind- Alles was noch in Betrieb ist
- Immissionsbleastungen
- Belastungen von Oberflächen durch Überschwemmung
- Fremdstoffeintrag durch Landwirtschaft - 5Altablagerungen- Verlassene oder stillgelegte Deponien
- zB. Aufhaldungen Verfüllungen, wilde Kippen, Bauschuttdeponien, Hausmülldeponien
- Betriebsdifferenziert: Klärbecken, Gasbehälter, Hochöfen, Kohlenwäsche, Lagerplätze, Ammoniak-/Benzolfabriken - 6Altstandorte (zB. Bergwerke,Industrie-/Gewerbeanlagen)- stillgelegte Anlagen die mit umweltgefährdenden Stoffen gearbeitet haben
- Ausgenommen sind radioaktive Stoffe im Sinne des Atomgesetzes sowie Abwässer mit enthaltenen Klärschlämmen oder ähnlichen Stoffen - 7AltlastenbehandlungErfassung,Erkundung,Bewertung von Altlasten und der Beseitigung der dadurch entstehenden Gefährdung
- 8AltlastenbewertungBearbeitung und Vergleich der Daten der Erkundung
- 9AltlastensicherungMaßnahmen zur Unterbindung oder Verringerung von Belastungen
- 10AltlastensanierungTechnische und administrative Maßnahme zur dauerhaften oder zeitlich befristeten Beseitigung von Gefährdungen
- 11GefährdungsabschätzungErfassung von Maßnahmen bis hin zur abschließenden Gefahrenbeurteilung durch die zuständige Behörde
- 12MutagenErbgutschädigend
- 13TerratogenFruchtverändernd
- 14In-SituBei den In-Situ-Verfahren werden die im Boden befindlichen Schadstoffe behandelt, ohne die Bodenmassen zu bewegen
- 15Ex-SituDie Behandlung des Bodens nach vorherigem Aushub kann entweder on-site, off-site oder zusammen mit einer anderen Sanierungsmaßnahme erfolgen
- 16off-siteBehandlung von verunreinigten Böden in zentralen, vom Anfallort entfernten, stationären Anlagen, die für die Behandlung von verunreinigten Böden unterschiedlichen Ursprungs bestimmt sind
- 17on-siteKontaminierte Böden werden an Ort und Stelle aufgenommen, mit geeigneten technischen Verfahren behandelt und anschließend wieder eingebaut. Diese Art der Sanierung erfolgt in mobilen Anlagen.
- 18Bundes-Bodenschutzgesetz (BBodSchG)Gesetz zum Schutz vor schädlichen Bodenveränderungen und zur Sanierung von Altlasten
- 19Entstehung von Altlasten- Erst zu Beginn der 70er Jahre rechtliche und organisatorische Neuregelung zur Abfallbeseitigung in Bund u. Ländern
- Bis in die 70er wurden Abfälle ohne ausreichend Rücksicht auf den Schutz vom Boden und Grundwasser verkippt, vergraben u. gelagert. - 20Ursachen der Entstehung 1-Verunreinigungen der Böden durch den Umgang mit umweltgefährdenden Stoffen auf dem Gelände früherer Betriebe der gewerblichen Wirtschaft/ öffentlicher Einrichtungen
- Beseitigung von Abfällen durch kostengünstige Methoden
-Hinnehmen von Schadstofffreisetzungen - 21Ursachen der Entstehung 2- Überschätzen der Selbstreinigungskräfte von Untergrund und Grundwasser → Verdünnung der Schadstoffe nicht ausreichend
- Keine gezielten und regelmäßigen Untersuchungen
-fehlende Eingangskontrollen an Deponien
-unzureichende technische Möglichkeiten zur Sicherung - 22in NRW- frühe Industrialisierung in großen Ballungsräumen (1. Hälfte 19 Jhr.)
- hoher Anteil altlastengeneigter Branchen (Kohle,Stahl,Automobil)
- Verflechtung Industrie u. Siedlung sowie hohe Industrie- und Siedlungsdichte
→ hoher Anfall an Abfällen
- Rüstungsboom u. Wiederaufbauphase (beide Weltkriege) - 23Faktoren ob Altlast eine Gefahr für den Menschen darstellt- Art und Zusammensetzung der Altlast
- Ausbreitungsverhalten der Schadstoffe
- Die Nutzungsart
- Die Transportwege - 24Gesundheitsgefährdung für den Menschen durch- Einatmen von Gas u. Stäuben
- Berühren oder Verschlucken von verunreinigtem Erdreich oder Wasser
→ Hand zu Mund Aktivität (Kinder)
- Bodenreste an Garten- u. Feldfrüchten
- Aufnahme von verunreinigtem Trinkwasser - 25Gesundheitsgefährdung für den Menschen durch- Verzehr schadstoffhaltiger Pflanzen oder Tierprodukte
- Entzündung brennbarer Gas mit Brand, Verpuffung, Explosion, Gersuchsbelästigung → Beeinträchtigung des Wohlbefindes des Menschen, jedoch keine direkte Gefährdung (Geruchsschwelle unterhalb der Schadstoffschwelle) - 26Schadstoffwirkung auf Gewässer durch- Verunreinigungen von Trink- und Brauchwasser, Grundwassergewinnungsanlagen, Oberflächenwässer:
- Trinkwassertalspeeren, Fischteiche, Kleingewässer
- Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit der Lebensgemeinschaft im Grundwasserleiter - 27Schadstoffwirkung auf Boden u. Untergrund durchSchädigung der Regelungs-,Lebensraum- u. Produktionsfunktion
- verminderte Bodenfruchtbarkeit
-eingeschränkte Nutzbarkeit der Pflanzen- u. Nahrungsmittelproduktion
- Belastungen durch Schadstoffeintrag u. Freisetzungen bei Baumaßnahmen
- Rutschungen,Sackungen, Geländeabsenkungen bei Schadstoffeintrag in den Boden - 28Schadstoffwirkung auf Pflanzen durch- Wuchsschäden und Absterben, verursacht durch Schadstoffverdrängung in der Wurzelzone
- Aufnahme pflanzenverfügbarer Schadstoffe aus dem Boden
-Schadstoffanreicherung über Luftweg, Gieß- u. Beregnungswasser → Belastung der Nahrungskette durch Schadstoffe - 29Schadstoffwirkung auf die Landschaft durch- Einschränkungen der Lebensraum- u. Erhaltungsfunktion
- Veränderung des Landschaftbildes
- Schädigung naturnaher u. schützenwerter Biotope u. der davon abhängigen Tier- u. Pflanzenarten
- Durch Nichtnutzbarkeit von Altstandorten /Altablagerungen → Inanspruchnahme unverbauter Flächen - 30Schadstoffwirkungen auf Sachgüter- an den Fundamenten
- an Bauwerksmaterialien
- an Ver- u. Entsorgungsleitungen
- an Verkehrswegen durch Setzungen, Verschiebungen, Rutschungen u. agressive Stoffe - 31Explosionsgefahr- Deponien mit hohen Anteilen an organischem Material entwickeln über lange Zeit Deponiegas (Kohlendioxid u. Methan)
- Methanluftgemische mit einem Methangehalt von 5 - 15 Vol% sind explosiv - 32Übertragung von Schadstoffen

- 33Emissionspotential- Beschreibt potentiellen emittierbaren stofflichen Inhalt einer Altlast
- Minderung der Stoffemission durch Isolierung - 34Transmissionspotential TKennzeichnet die vorhandene Barriere zur Unterbindung der Freisetzung von Inhaltsstoffen
- 35Transportpfade über Wasser1. Sickerwasser → Versickerung→ Grundwasser → Austritt → Oberflächengewässer
2. Sickerwasser → Austritt → Oberflächengewässer →Versickerung → Grundwasser - 36Transportpfade über Luft- direkter senkrechter Austritt in Atmosspähre, Transport erfolgt über Luftströmung
- seitlicher Austritt bei Vorhandensein von horizontalen Sperrschichten bzw. Abdichtungen, Transport erfolgt mit Luftströmung
- direkter Austritt, Transport erfolgt über Luftströmung
- Verfrachtung kontaminierter Staub durch Winderosion - 37Ausbreitungsort Boden- Boden nicht direkt Ausbreitungspfad (fehlendes Transportmittel)
- dennoch Schadstofftransport über Schadstoffphase (zB. Mineralöle u. FCKWs) - 38Wirkungspfad Boden - GrW- Gefährdungseinschätzung für GrW erfolgt über Betrachtung von Schadstoffeinträgen → Sickerwasserprognose
- Progonose geschieht über Rückschlüsse aus Untersuchungen im GrWabstrom, In-Situ Untersuchungen, Materialuntersuchungen im Labor u. Anwendung von Transportstoffmodellen - 39Wirkungspfad Boden - GrW- Wichtig: Beurteilungsort nicht gleich Ort der Probenahme
- 40Wirkungspfad Boden - Oberflächengewässer- Für diesen Wirkungspfad werden die Geringfügigkeitsschwellen der LAWA (Bund-/Länderarbeitsgemeinschaft Wasser) für Schadstoffe in Fisch und Badegewässern angenommen
- 41Wirkungspfad Boden - Nutzpflanze- Hier unterscheidet die BBodSchV nach Nutzungen (Ackerbau, Nutzgärten, Grünland)
- 42PrüfwerteWerte, bei deren Überschreiten unter Berücksichtigung der Bodennutzung eine einzelfallbezogene Prüfung durchzuführen und festzustellen ist, ob eine schädliche Bodenveränderung oder Altlast vorliegt
- 43MaßnahmenwerteWerte für Einwirkungen oder Belastungen, bei deren Überschreiten unter Berücksichtigung der jeweiligen Bodennutzung in der Regel von einer schädlichen Bodenveränderung oder Altlast auszugehen ist und Maßnahmen erforderlich sind.
- 44Wirkungspfad Bodenluft - Mensch- Orientierungswerte von leichtflüchtigen Schadstoffen in der Bodenluft gelten für den Wirkungspfad Bodenluft - Gebäude oder Außenluft - Mensch.
- 45Wirkungspfade Skizze

- 46ETI - Konzept- Beseitigung der Gefährdung durch die Ausschaltung eines der Wirkungs-mechanismen
- Beseitigung der Emission durch die Sanierung (Dekontamination)
- Schadstoff wird an Quelle beseitigt, bzw. unschädlich gemacht. - 47ETI - Konzept- Beseitigung der Transmission durch die Sicherung
- Verhinderung der Schadstoffausbreitung
- Beseitigung der Immission durch Ordnungsmaßnahmen
- Nutzungseinschränkungen und Kontrollmaßnahmen, Schadstoff ist vorhanden und kann sich ausbreiten - 48Transportmechanismen (physikalisch)- Advektion (Bewegung von Wasserinhaltsstoffen in der GrwStrömung)
- Konvektion (GrwStrömung durch Dichte- oder Temperaturunterschiede, sprich durch eine Potential- bzw. Druckdifferenz)
- Diffusion (Molekulare Bewegung gelöster Stoffe infolge eines Konzentrationsunterschiedes, Bewegung vom Ort hoher Konzentration zu niedriger Konzentration) - 49Transportmechanismen (physikalisch)- Dispersion (Konzentrationsänderung infolge unterschiedlicher Fließgeschwindigkeiten des Wassers in den Poren)
→ longitudinale Dispersion (Vermischung in Fließrichtung)
→ transversale Dispersion (Vermischung senkrecht zur Fließrichtung) - 50Chemische oder biochemische Reaktionen- Sorption (Adsorption u. Desorption), physisch - chemische Vorgänge am Korngerüst die Rückhaltevermögen eines Stoffes beschreiben (abh. von Art und Konzentration des Schadstoffes, Gehalt von org. C, Tongehalt, Ionenaustauschkapazität im Aquifer)
- 51Chemische oder biochemische Reaktionen- Abbau (abh. von Redoxpotential, pH-Wert, Sauerstoffgehalt, Temperatur des GrW u. Zerfall)
- Lösung u. Fällung
- Sickerung (Ausbreitung mit der Schwerkraft oder Dichteunterschieden) - 52SchadstoffausbreitungZustandsformen
- gelöst, als Ionen, einfach oder komplexe Moleküle
- supendiert, als Trüb- u. Schwebstoffe
- emulgiert, wie zB. Mineralölbestandteile - 53SchadstoffausbreitungUnterscheidung zwischen
- Persistenten Stoffen ( Chlorid, Bor, können nicht durch chem. oder biol. Reaktionen entzogen werden)
- Stoffe wie zB. Schwermetalle
- Abbaubare Stoffe (können durch chem. oder mikrobielle Prozesse abgebaut bzw. umgewandelt und aus dem GrW entfernt werden) - 54Mögliche Schadstoffauswirkungen u. Änderungen des GrW- Sorptionsverhalten des Aquifers, Veränderung der Ionenaustauschkapazität
- Abbaukapazität, Abtötung von Mikroorganismen durch den Schadtsoff bzw. Einbringen von zusätzlichen Mikroorganismen
- Redoxpotential, pH-Wert, Temperatur, Oberflächenspannung, Viskosität - 55SchadstoffgruppenFolgende Karteikarten
- 56Stickstoffverbindungen (Nitrat)Ursache: Landwirtschaft
- 57Schwermetalle (As, Be, Pb, Cd, Cr, Co, Cu, Ni, Hg, Se, Tl, Zn, Sn)Ursache: Galvanik, Farbenherstellung, chem. Industrie, Halden des Erzbergbaus, Pflanzenschutzmittel (PSM-) Anwendung
- 58organische Stoffe (Mineralöl-KW, polyzyklische Aromate, Phenole, Amine, org. PSM, LCKW)Ursache: chem. Industrie, metallverarbeitende Industrie, chem. Reinigungen, militärische Standorte, Treibstofflager, Flugplätze, Deponien, Land- u. Forstwirtschaft)
- 59Salze (Chloride, Sulfate, Karbonate)Ursache: Landwirtschaft, Verkehr (Auftausalze), Kaliindustrie, Abwasserverrieselung)
- 60Bakterien u. VirenUrsache: Abwasserverrieselung, Landwirtschaft (Gülle-Aufbringung)
- 61Radionuklide (Strontium-90, Ruthenium-106, Cäsium-137)Ursache: Deponien, unterirdische Speicherung, Niederschlag
- 62technische SchutzmaßnahmenGefahr an ihrem Entstehungsort beseitigen bzw. das Risiko für Unfall oder Gesundheitsschädigung verringern durch zB. geeignte Arbeitsmethoden u. Arbeitsmittel, Einschluss- bzw. Absaugvorrichtungen, Lüftungsmaßnahmen, Verhinderung von Aerosol- u. Staubbildung, Brand u. Explosionsschutz, Vorkehrungen zum Umweltschutz ( Luftfilter, Gaswäscher, Auffangwannen, Abdichtungssysteme)
- 63organisatorische SchutzmaßnahmenExpositionszeit möglichst kurz halten und Zahl der exponierten Personen möglich gering halten, sowie Gefährdungsbereiche gegen Zutritt fremder bzw. nicht zugangsberechtigter Personen absichern.
- 64organisatorische Schutzmaßnahmen- Kennzeichnungs- u. Warnhinweise
- arbeitsbereichs- und stoffbezogene Betriebsanweisungen
- Gestaltung des Arbeitsplatzes u. der Arbeitsorganisation
- Unterweisung
-messtechnische Überwachungs- programme erarbeiten u. durchführen - 65organisatorische Schutzmaßnahmen- Beschäftigungsbeschränkungen für besondere Personengruppen (zB. Schwangere)
- Alleinarbeitsverbot
- zusätzliche Pausen
- Tätigkeitswechsel oder Personalwechsel
- Aufbewahrung, Lagerung, Entsorgung
- Notfallplan erstellen - 66persönliche SchutzmaßnahmenNutzen persönlicher Schutzausrüstung (PSA)
(BGR 189-201) - 67Mögliche Schutzvortreffungen nacheinander aufgelistet- Verhinderung der Freisetzung von Gefahrstoffen durch geeignete Maßnahmen
- Vollständige Erfassung von freiwerdenden Gasen an ihrer Austritts- oder Entstehungsstelle und gefahrlose Beseitigung
- Herabsetzen der Konzentrationen durch Lüftungsmaßnahmen (Verdünnen) - 68Mögliche Schutzvortreffungen nacheinander aufgelistet- Tragen von persönlicher Schutzausrüstung bei gleichzeitiger Begrenzung der Tragezeit auf das unbedingt erforderliche Maß
- Flexible Einteilung der Vor-Ort Lokalitäten in Bereiche, wie Arbeitsbereich, Dekontaminationsbereich sowie Aufenthalts- u. Sanitärbereich - 69MAK - Werte- Maximale Arbeitsplatzkonzentration, heute AGW - Arbeitsplatzgrenzwerte, gelten für einzelne Stoffe in der Luft am Arbeitsplatz, bei denen nach der Gefahrenstoffverordnung ! keine akuten oder chronischen, schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheits zu erwarten sind. (gerechnet bei durchschnittlicher Konz. des Schadstoffes, bei 8 Stunden Exposition 5 Tage/ Woche)
- 70MAK - Werte- sind mehrere Stoffe vorhanden, können nur sehr beschränkt Schlüsse bezüglich der toxischen Wirkung gezogen werden.
- Bewertung nur möglich mittels Summenindex nach TRGS 403
- stoffbezogener Index Messwert / Grenzwert → überschreitet Summe der Indices Wert 1 so liegt eine Grenzüberschreitung vor - 71Maximale Immissions-Konzentrationen (MIK - Werte)- Empfehlungen für Werte des VDI (Luftverunreinigungen, bodennah, im Freien, außerhalb der Emissionsquelle, für Mensch u. Tier oder Pflanze)
- gelten bei dauernder Einwirkung als unbedenklich
- MIK ~ MAK/20 - 72Gefahren bei der Erkundung von AltablagerungenHauptsächliches Gefahrenportential: gesundheitschädliches Gefahrenstoffe werden freigesetzt, die sowohl mit Luft gefährliche, explosionsfähige Gemische bilden können
- Gefahrenstoffaufnahme durch Inhalation, Inkorporation, Hautkontakt - 73Gefahren bei der Erkundung von Altablagerungen- Verschleppung der Gefahrenstoffe von der Baustelle durch Fahrzeuge, Geräte, Kleidung in häusliche Bereiche, Pausenräume etc.
- Gefährdung der Baustellennachbarschaft durch Ausgasung, Flüssigkeitsaustritt etc. - 74gefährdendheißt: explosiv, brennbar, leicht- bis hochentzündlich, giftig, ätzend, reizend, sensibilisierend, krebserregend, fortpflanzungsgefährdend, erbgutverändernd, umweltgefährdend etc.
- 75Atemschutz- Vollmasken
- Halbmasken
- Atemschutzhauben
- Atemschutzhelme
- Atemschutzanzüge - 76Kopfschutz bei- der Begehung von Räumen u. Schächten
- Sondierungen
- Bohrungen
- Schürfen
- geophysikalische Erkundungen (bei Arbeiten über Kopf oder Sondeneinschlag) - 77Fußschutz bei- Materialentnahme erforderlich (erhöhte Einwirkung von Flüssigkeiten, Nässe und Schmutz)
- 78Handschutz bei- Arbeiten bei denen Kontakt zu kontaminierten Flüssigkeiten oder Materialien besteht
- Erdkundungsmaßnahmen mit Materialentnahme (Bohrung, Sondierung, Schürfe) - 79Körperschutz bei- Arbeiten, die eine Verletzung der Deponieoberfläche zu Folge haben
- Erkundung nicht abgedeckter Altablagerungen - 80Augen- u. Gesichtsschutz bei- Auftreten von Sickerwasser bei Schürfarbeiten u. Bohrungen
- 81Hautschutz beisiehe Karteikarte Handschutz
- 82Lärmschutz bei- Dauerlärm über 80 dB (bestehende Gefahr der Hörschädigung)
- 83Olfaktometrie- Methode zur Messung von Gerüchen
- Die Geruchsschwelle ist die Konzentration, ab der ein Geruchsstoff eine Geruchsempfindung in der Nase auslöst - 84Methan-Messung- Katalytische Detektoren für brennbare Gase evt. mit eingebautem Wärmeleitfähigkeitsdetektor für Methan
- IR-Gasanalysatoren für Methan
- Binäre Gasanalysatoren mit Wärmeleitfähigkeitsdetektor → Spezialkonstruktion für Deponien
- Flammenionisationsdetektoren FID für Methan → Messung sehr geringer Methankonz. u. gute Lokalisation der Austrittsstelle - 85Sauerstoff-Messung- durch Brennstoffzelle
- Messung in inhomogenem Magnetfeld, für kontinuierliche Messungen geeignet - 86Schwefelwasserstoff- u. Kohlendioxid-Messung- elektrochemische Sensoren zur Messung von Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff an der Person
- 87IR-Gasanalysator- tragbar, dienen der kontinuierlichen Überwachung von Kohlenmonoxid, Kohlendioxid, Methan u. Distickstoffoxid auf Basis der Nicht-Dispersiven-Infrarot-Technologie (NDIR)
- 88IR-Methodik- angesaugte Gasgemisch wird in IR-Zelle mit einem Lichtstrahl geeigneter Wellenlänge durchstrahlt
- Energie der Moleküleigenschwingung u. - rotation wird durch Absorption des IR-Lichtes nur dann erhöht wenn Frequenz der Strahlung = Frequenz der Eigenschwingung/-Rotation (Resonanz)
→ hohe Selektivität für verschiedene Gase
- zweiter Lichtstrahl dient als Referenzstrahl ( nicht durch Gasgemisch)
- Verhältnis zwischen Referenz und absorbierten Strahl ermöglicht Ermittlung Gaskonzentration
- Software IR-Scan zeichnet Konzentrationen kontinuierlich auf