Notizen
METHODOLOGIE ( Quantitative Forschung)
Inhalt der Notizen (13)
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1. Grundlagen der Wissenschaft
Alltagsstrategien des Erkenntnisgewinns
Überzeugungsstrategie:
Berufung auf Autoritäten
Auflistung mehrerer Beispiele aus dem Alltag
Etc.
Vorsicht! Alltagsstrategien sind nicht verlässlich/keine verlässliche Grundlage für Verallgemeinerung.
Psychologie als Wissenschaft
Ziel: Generierung von beständigem, zuverlässigem und gültigem Wissen ( soziale Vergleiche)
Wiederfindung in vielen alltäglichen Situationen ( Volkszählung, Auswertung v. Zuschauerzahlen)
"eigene Sprache"
komplex . kompliziert
Abgrenzung
Konformitätsdruck ( Wissenschaft ist nicht gleich Mehrheitsbidung)
Intuition
Scheinkausalität (bsp. Störche-Geburtsrate, Ärtze-Todesfälle)
Wissenschaftliches Arbeiten
Ziel: Menschliches Erleben, Verhalten, u. Handeln zu beeinflussen
Vier Basis ziele der wissenschaftlichen Tätigkeit !!!
Beschreiben- Beschreiben bedeutet einen Sachverhalt genau und mit gebotener Ausführlichkeit darzustellen.
Erklären- Zusammenhänge in allen wesentlichen Einzelheiten deutlich zu machen.
Prognostizieren- Vorhersagen ( prognostizieren v. künftigen Erleben u. Verhalten )
Verändern
Analyse Beziehungen
Einzelbeschreibung d. Sachverhalte
Beleuchtung Ihrer Reaktionen
=Zusammenhang d. Sachverhalte
Negativer
Positiver Zusammenhang
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Unabhängige/ abhängige Variabel
Unabhängige/ abhängige Variabel:
Die abhängige Variable wird im Experiment gemessen. In ihr zeigt sich die Wirkung einer unabhängigen Variablen.
Die unabhängige Variable ist die durch den Forscher manipulierte Bedingung.
ERKLÄRUNG
Die unabhängige Variable kann aktiv von dir verändert werden. Die abhängige Variable dagegen ist nicht veränderbar. Du veränderst die unabhängige Variable um eine Reaktion bei der abhängigen Variable beobachten zu können. Wenn die abhängige Variable sich nämlich verändert, dann ist das der Beweis dafür, dass die unabhängige Variable einen Einfluss auf die abhängige Variable hat.
Im Bereich der Medienwirkungsforschung können zum Beispiel Filmsequenzen oder Werbespots als unabhängige Variable eingesetzt werden. Als abhängige Variable könnten z.B. die Veränderung von Urteilen oder Einstellungen der Versuchspersonen gemessen werden.
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2. QUANTITATIVER ANSATZ
Methoden: objektiv messende (standardisierte) Verfahren,
Beispiel: standardisierte Tests, Korrealtionsstudien, Experimente
Ziel : Ursache u. Wirkung ( Zusammenhänge) herausfinden, um allgemein gültige Aussage zu treffen
Quantitative Vorgehensweisen
Exakte Messung (Erhebung) zweier Variablen
Variablen in einen Zusammenhang- bzw. Kausalbeziehung bringen
erhobenen Daten werden inferenzstatistisch ausgewerten
Beispiele
Leistungstest
Speed: möglichst viel in begrenzter Zeit
Power : aufsteigendes Schwieerigkeitniveu der Aufg
Psychometrsiche Tests (Persönlichkeits-Tests, Persönlichkeits-Fragebögen)
Standardisierte Tests
Korrealtionsstudien
Experimente
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3. QUANTITATIVE MESSUNG
Definition Messen:
Oberbegriff für den Prozess der Datengewinnung
die Zuordnung von Zahlen zu Objekten oder Ereignissen- nach bestimmten eindeutigen Regeln,
Ziel: beobachtbare Realität einzufangen und auf der Grundlage wissenschaftlicher Methoden zu analysieren.
Wir messen nicht die Objekte selbst, sondern deren Eigenschaften
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, diese Realität zu erfassen (z.B. Fragebögen, Beobachtung usw.)

Vorteile
In Zahlen vorliegend
Hohe Präzision (Genauigkeit) der Messung
Gute Vergleichbarkeit
Einfache Verknüpfbarkeit
Sparsame Zusammenfassung von Informationen
METHODEN IM FORSCHUNGSPROZESS
Vorgehensweise:
Theorie
Aufstellen überprüfbarer Hypothesen
Vergleich der Daten
Überprüfung mit Forschungsdesign und -methode
Bestätigung oder Falsifizierung,

SKALENNIVEAUS?!!
Skala
Die Zuordnungsvorschrift zusammen mit numerischen Relativ = „Skala“
(Jeder Merkmalsausprägung wird genau ein Skalenwert zugewiesen)

Nominalskala: Einfache Unterscheidung von Qualitäten oder Merkmalen
Ordinalskala: Merkmalsausprägungen lassen sich in eine Rangreihe bringen
Intervallskala: Unterschiede zwischen Merkmalsausprägungen sind quantifizierbar
Verhältnisskala: Intervallskala mit natürlichem Nullpunkt
=> Je höher das Skalenniveau, desto gehaltvoller/ Informationsreicher ist die Messung
=> Jede ”höhere” Skala schließt die Information der ”niedrigeren” mit ein, d.h. empirische Relationen, die bei niedrigeren Skalenniveaus abgebildet werden, werden in einem höheren auch abgebildet.
=> Je mehr Information eine Messung enthält, desto weniger Transformationen sind zulässig,
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4. GÜTERKRITERIEN
Hauptgüterkriterien Quantitativer Verfahren
Validität:
präzise das messen, was gemessen werden soll (Merkmalssättigung).
Reliabilität:
Zuverlässigkeit, Fehlerfreiheit der Messung
Indikator für die Replizierbarkeit (Wiederholbarkeit, Messpräzesion)
Objektivität:
Anwenderunabhängigkeit (Standarisierung)
Objektivität ist Voraussetzung für = Reliabilität : ist Voraussetzung für = Validität
Nebenkriterien
Fairness (keine Benachteiligung z.B. Geschlecht, Kultur etc.)
Normierung (Bezugsdaten von Vergleichsgruppen)
Ökonomie (Sparsamkeit in Zeit, Materialaufwand etc.)
Nützlichkeit (sinnvolle, eindeutige Ergebnisse)
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5. WISSENSCHAFTLICHE METHODEN:
Erhebungsmethode: Auszählen, Beobachtung, Urteilen, messen, testen
Operationalisieren: Empirische Erfassung eines Konzeptes, Angabe zum Ausprägungsgrad eines konkretes Merkmals (Beobachtung , messbar)
BEOBACHTUNGSVERFAHREN
Wissenschaftliche Beobachtung: Definition
= systematische und regelgeleitete Registrierung des Auftretens bzw. der Ausprägung von ausgewählten, psychologisch relevanten Merkmalen oder Ereignissen. (folgt einem zuvor festgelegten Beobachtungsplan)
Beobachtungsarten
Systematische vs. unsystematische Beobachtung
Hypothesenprüfung vs. Hypothesenerkundung/-generierung
Offene vs. verdeckte Beobachtung
Reaktive Verfälschungstendenzen vs. ethische Fragen
Teilnehmende vs. nicht-teilnehmende Beobachtung
Feld- vs. Laborforschung; teilnehmende Beobachtung ermöglicht Beantwortung spezifischer Fragestellungen, jedoch Konfundierung durch Anwesenheit des Beobachters
Einsatzbeispiele für „Beobachtung“
Personalauswahl und -entwicklung
Organisationsentwicklung
Medien- und Werbepsychologie
Coaching und Psychotherapie (hier auch Selbstbeobachtung)
Beobachtungsplan:
Registrieren mit geringer Verhaltensnähe
Rating
Die Ausprägung eines Verhaltens/Eigenschaft wird direkt vom Beurteiler festgestelltt
Verhaltensmerkmale, die als relevant für eine Eigenschaft gelten, werden als Hinweisreize oder Cues bezeichnet.
Die intuitive Gewichtung aller wahrgenommenen Hinweisreize führt zu einem globalen Urteil
Ratingskalen
Semantische Differentiale (bipolare Adjektivskalen)
Likert-Skala (Zuordnung eines Zahlenwertes zu einem Adjektiv)
Beobachtung als Messung:
Zuordnung einer Verhaltenseinheit zu einer Kategorie
(intervallskalierte) Messtechnik wenn...
1. eindeutige Zuordnung von Beobachtetem zu Kategoriesystem
2. Differenzen im numerischen Relativ = Differenzen im empirischen Relativ
VORAUSSETZUNGEN FÜR BEOBACHTUNGEN
Voraussetzungen
Existenz eines Forschungszieles
Die Beobachtung dient einem bestimmten Forschungsziel.
Systematische Planung und Aufzeichnung
Die Durchführung und Aufzeichnung der Beobachtung ist systematisch geplant und wird nicht dem Zufall überlassen.
Überprüfung anhand der Testgütekriterien
Die Beobachtungsdaten werden hinsichtlich der Testgütekriterien überprüft.
ZENTRALE PROBLEME
Deutung und Sprache
=Sprache vermittelt Beobachtung
keine sprachliche Fixierung (z.B. im Protokoll) ist frei von Deutung,
vorgegebene (Sprach-)Kategorien lenken Beobachtung u. bestimmen die Differenziertheit ( der Protokollierung)
Sapir-Whorf-Hypothese:
Je differenzierter die Sprache, desto differenzierter die Wahrnehmung und das Denken.
Organisationseffekte
Suche nach bedeutungsvollen Mustern / Gestalten
Allgemeine Urteilsfehler
erster Eindruck
soziale Kategorisierung
kontrast effekt
Wahrgenommene Ähnlichkeit (Ähnlichkeit mit einem Selbst führt zu Sympathie)
Halo-Effekt (Eine wichtige Eigenschaft überstrahlt andere
Kontrollmaßnahmen
Kategoriensystem
Beobachtungsplan (W-Fragen)
Training d. Beobachter
Planung u. Protokollierung der Erhebung
Video- Aufzeichnung ( Re-Analyse, Korrektur von Fehlern)
Berechnung Beobachterübereinstimmung
=> allgemeine Nachvollziehbarkeit und Replizierbarkeit der Zuordnung von Beobachtbarem zum Beobachtetem
Weiteres Problem:
Reaktivität
bezeichnet die Änderung im Verhalten einer Person, wenn sie weiß, daß sie getestet oder beobachtet wird.
Maßnahmen Verringerung des Reaktivitätsproblems
Untersuchte in Unkenntnis lassen
Zusicherung von Anonymität
Coverstory
Indirekte/Implizite Messverfahren einsetzen
Indirekte Messverfahren: Der Implizite Assoziationstest (IAT)
(Greenwald, McGhee und Schwartz,1998)
Basiert auf der Idee, dass es Personen leichter fällt, auf assoziierte Konzepte mit derselben Antworttaste anstatt mit einer entgegengesetzten Antworttaste zu reagieren
Befragung
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6. Hypothese
Definition =Vorläufige (vermutete) Antworten
Merkmale
Präzise u. widerspruchsfreie Formulierung
Kritisierbarkeit, d. h., es muß mögliche Ereignisse geben, die die Hypothese falsifizieren oder deren Bestätigungsgrad absenken. Eine Hypothese muss zumindest prinzipiell widerlegbar sein, d. h., es muss mögliche Sachverhalte geben, die zu der Hypothese im Widerspruch stehen. Solche Sachverhalte werden als Falsifikatoren bezeichnet. Je mehr Falsifikatoren es für eine Hypothese gibt, desto höher ist ihr empirischer Gehalt.
Operationalisierbarkeit, d. h., den in der Hypothese vorkommenden Begriffen müssen beobachtbare Daten zugeordnet werden können.
Begründbarkeit, d.h. die Herleitung der Hypothese sollte nachvollziehbar sein. Aufstellen der Hypothese vor der Überprüfung.
Prinzipielle Widerlegbarkeit ( =Falsifizierbarkeit) - es muss mögliche Sachverhalte geben, die zu der Hypothese im Widerspruch stehen
Allgemeingültig
Überprüfbarer Sachverhalt
Hypothesen – Empirischer Gehalt
Hoher empirischer Gehalt
= Hypothesen sind von hohem Nutzen/Wert
mehr potentielle Falsifikation= hoher empirischer Gehalt
...wenn Randbedingungen=Allgemein und Vorhersagen=spezifisch sind
Der empirische Gehalt gering,
Einschränkungen (im„Dann“ und "wenn" -Teilvorliegen)
Hypothesenarten
Universelle Hypothese
- Universelle Hypothesen beziehen sich auf alle Fälle (z. B. Personen, Orte, Zeitpunkte).
–BSP. Intelligenz bedingt Ängstlichkeit
Beschränkt universelle Hypothese
– Intelligenz bedingt bei erwachsenen Personen die Ängstlichkeit
– Intelligenz bedingt in Gefahrensituationen die Ängstlichkeit
Quasi universelle Hypothese (über Anteile)
– Die Intelligenz bedingt zumeist die Ängstlichkeit
– Wird am häufigsten eingesetzt
Kausalhypothese
»Eine Veränderung von X führt zu einer Veränderung von Y«. Die Änderung von X ist dabei die Ursache, die von Y die Wirkung (Nur durch Experiment überprüfbar)
Tipps für eigene Hypothesen
Überblicksartikel
Reviews
Metaanalysen
Doktorarbeiten
Primär Literatur
Sind universelle Hypothesen verifizierbar?
Sie sind nicht verifizierbar, wenn nicht alle Fälle untersucht werden können.
Wurden sie nicht falsifiziert, dann gelten sie als bestätigt oder bewährt, wurden aber nicht verifiziert.
Unter welchen Bedingungen sind universelle Hypothesen falsifizierbar?
Eine universelle Hypothese ist falsifiziert, wenn es mindestens ein Fall gibt, der der Hypothese widerspricht.
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6. Das Experiment
Definition
= Systematische Beobachtung einer AV bei verschiedenen Bedingungen einer UV
Zufällige Zuordnung von Probanden zu den experimentellen Bedingungen
Das Experiment erlaubt kausale Interpretationen!!
Veränderung der UV bewirkt Veränderung der AV
Hypothesenprüfendes Verfahren
Unterschied zur Nicht-Experimentellen Forschung: Der Experimentator greift aktiv und gezielt in das Geschehen ein
– Es wird systematisch mindestens eine Variable variiert
– Es wird registriert, welchen Effekt diese Variation bewirkt
– Die Wirkung anderer Variablen wird ausgeschaltet
Experimentelle Variablen
Unabhängige Variable
Wird (v. Versuchsleiter) systematisch variiert / manipuliert
“experimentelle Manipulation” ( z.B. Informationstand, Training, Medikamentengabe, Führungsstil,...)
Abhängige Variable
Wird gemessen / analysiert
Enthält Wirkung der UV (z.B., Kaufbereitschaft, Stress, Zufriedenheit,...)
-UVn : Untersuchung zwischen einfaktoriellen und mehrfaktoriellen Experimenten
-AVn: Unterscheidung zwischen univariaten und multivariaten Experimenten
Kontrollvariablen
Systematische Variation von potentiellen Fehlervariablen
Störvariable
Stören die Interpretation des Experiments
Variable, die ( vermutlich ) ebenfalls die AV beeinflusst
Effekt soll neutralisiert werden
Lieber mehr als weniger
Moderator Variable
Merkmal der Person/ Situation, von der die Gültigkeit der Hypothese abhängt
Varianten des Experiments
(Labor-)experiment
Systematische Variation einer oder mehrerer UVs
Kontrolle von Störvariablen
Randomisierte Zuteilung der Vps zu den experimentellen Bedingungen
Ziel: Optimale Kausalinterpretation zwischen UV und AV
=Intern valide Hypothesenprüfung
Feldexperiment
Systematische Variation einer oder mehrerer UVs
Durchführung in natürlicher Umgebung ( “im Feld”)
=Nur geringe Kontrolle von Störvariablen möglich
Randomisierte Zuteilung von Vps zu den exp. Bedingungen
Ziel: Optimale Übertragbarkeit der Ergebnisse
=Extern valide Hypothesenprüfung
Prüfungsexperiment:
Prüfung einer Hypothese
Erkundungsexperiment:
Experiment ohne klare Hypothese
Dient der Hypothesengenerierung
Datensammlung-> Bildung neuer Hypothese
Vorexperiment:
Erprobung bzw Pilotstudie ohne experimentelle Manipulation
Internet- Experimente
Merkmale: - gesamte Ablauf ist programmiert
Alles läuft über das Internet
Kein direkter Kontakt zw VL und Vp
Vorteile :
Erhöhung der Vpn ohne Aufwand
Vl- Erwartungseffekt bleibt aus
Versuchsablauf ist standarisiert
Individueller Zeitpunkt der Vpn.
Nachteile:
Selbstlektion
Angaben der Vp sind nicht überprüfbar
Störvariablen
Vorzeitiger Abbruch möglich
Das „wahre“ Experiment
Gezielte Manipulation einer oder mehrerer UV(n)
Randomisierte Zuordnung der Vp zu den so vorher festgelegten Bedingungen
Systematische Beobachtung der AV(n)
Quasi-Experimente
Systematische Variation einer oder mehrerer UVs
Kontrolle von Störvariablen
Keine randomisierte Zuteilung der Vps. zu den exp. Bedingungen
Keine uneingeschränkte Kausalinterpretation möglich

Beteiligte Person
Versuchsperson/Proband
nimmt an Experiment teil
Versuchsleiter/ Experimentator
führt Experiment bzw. wissenschaftliche Untersuchung durch
Gütekriterien des Experiments
Interne Validität
Veränderungen in der AV sind ausschliesslich auf die Variation der UV zurückführbar (Kontrolle von Störvariablen)
Externe Validität
Ergebnisse der Untersuchung sind übertragbar
Populationsvalidität (Adäquate Stichprobenauswahl)
Situationsvalidität (Generalisierbarkeit auf andere Situationen)
=Im Laborexperiment stark eingeschränkt, im Feldexperiment besser
Variablenvalidität
Übertragbarkeit auf andere Formen der Operationalisierung
Replikationsstudien können die Generalisierbarkeit verbessern.
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6. VERSUCHSPLAN (ANLAGE)
Def: Schema zur Anordnung von unabhängigen Variablen (Faktoren) und ihren Ausprägungen (Stufen)
Einfaktorielle Analyse
Im Experiment wird nur eine UV / ein Faktor untersucht
Mehrfaktoriell
Im Experiment werden mehrere UVs untersucht
Kombination von Stufen verschiedener Faktoren (“Zelle”)
Spaltenfaktor: repräsentiert die Hypothese
Zeilenfaktor: kann mit einer zweiten Hypothese verbunden sein, oder einen Kontrollfaktor darstellen
Multivariat = mehrere AVs werden untersucht
Haupteffekte prüfen die isolierte/ direkte Wirkung einer UV auf die AV (Unabhängig von anderen Faktoren im Versuchsplan)
einfache Haupteffekte prüfen kombinierte Wirkung von zwei UVn auf eine AV.
VERSUCHSPLAN
Was ist ein Versuchsplan und wozu ist er da?
- enthält eine konkrete Handlungsanweisung zur Erhebung von Daten
- ökonomische und präzise experimentelle Hypothesenprüfung
- Konkretisierung erfolgt auf der Grundlage einer zugehörigen Versuchsplananlage
4 Entscheidungen müssen getroffen werden, um die Bedingungen anzugeben unter welchen die VPs beobachtet werden
Versuchsplan- 4 Entscheidungen
Realisierung der angelegten Zellen,
Bestimmung der Anzahl der Versuchspersonen/ Beobachtungen pro Zelle,
Interindividuelle/ intraindividuelle Bedingungsvariation
Randomisierte/ nichtrandomisierte Zuordnung


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7. Störvariablen
Können die Eindeutigkeit von Schlussfolgerungen (interne Validität) behindern
SV sind nicht Bestandteil der Hypothese, beeinflussen aber trotzdem die AV.
Alle Variablen außer der unabhängigen Variablen sind also potentiell Störvariablen..
Beispiel
Die Wirksamkeit eines Konzentrationstrainings soll überprüft werden. Die Versuchsgruppe wird morgens zwischen 10:00 Uhr und 11:00 Uhr getestet, die Kontrollgruppe dagegen nach dem Mittagessen zwischen 13:00 Uhr und 14:00 Uhr. Die gemessene Konzentrationsleistung ist in der Versuchsgruppe besser. Trotzdem kann nicht eindeutig auf die Wirksamkeit des Trainings geschlossen werden. Viele Personen haben in ihrem Tagesrhythmus am frühen Nachmittag ein Leistungstief. Die unterschiedlichen Testzeitpunkte könnten als Störvariable das Ergebnis beeinflusst haben.
Weitere Beispiele:
Alter, Lichtverhältnisse, Tageszeit, Stromausfall
.Eine Störvariable ist unsystematisch, wenn sie die abhängige Variable beeinflusst, aber nicht mit der unabhängigen Variablen zusammenhängt.
zusätzliche Varianz in den erhobenen Messwerten
können systematische Effekte überdecken
Wichtig: Unsystematische StVn gibt es in jeder Studie
2. Eine Störvariable ist systematisch, wenn sie die ab hängige Variable beeinflusst und mit der unabhängigen Variablen zusammenhängt.
Quellen von Störvariablen
Teilnehmer-Eigenschaften
Geschlecht, Intelligenz, Einkommen, Ängstlichkeit, Sucht, Haustier
Situative Faktoren
Lärm, Beleuchtung, Tageszeit, Jahreszeit,...
Material
Spezifischer Wortlaut, Farben, Bilder,...
Reihenfolge (Messzeitpunkt bei Messwiederholung)
Positionseffekte (erste Aufgaben aufmerksamer), Übungs-,Ermüdungseffekte
Versuchsleiter
Geschlecht, Alter, Autorität,, Strenge,...
Versuchsleiter als Self-Fulfilling- Prophecy
Als problematisch können sich die (direkt oder indirekt kommunizierten) Erwartungen des Versuchsleiters erweisen
KONTROLLE V. STÖRVARIABLEN
1. Konstanthaltung
( Maßnahmen der Standardisierung der Untersuchungssituation)
2. Elimination
( Einflüsse einer Variablen werden auf Null gesetzt)
3. Systematische Variation
( potenzielle Störvariable wird zu einer weiteren UV gemacht)
4. zufällige Variation
( Versuchsleiter bildet möglichst viele Ausprägungsgrade der potenziellen Störvariablen und ordnet die Probanden diesen per Zufall zu)
5. Randomisieren
(Versuchspersonen werden per Zufall den experimentellen Bedingungen zugeteilt.Bedingung:große Stichprobe)
6. Parallelisieren
die interessierende Variable wird vor dem Experiment gemessen und die Probanden werden bezüglich ihrer Ergebnisse in eine Rangreihe gebracht. Erst dann werden Personen mit gleicher Merkmalsausprägung per Zufall den experimentellen Bedingungen zugeteilt. ( auch bei kleinen Stichproben möglich)
7. Blindversuche
Der Proband weiß nicht, ob er der Experimental- oder Kontrollgruppe angehört
Doppelblindversuch : sowohl Versuchsleiter als auch die Versuchspersonen haben keinerlei Kenntnisse über die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Versuchsbedingung
Beispiel
Soziale Erwünschtheit ist ein Störfaktor, bei denen Menschen eine Antwort geben, von denen sie denken, dass sie sozial besser angesehen ist, als die wirkliche Meinung
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8. Stichprobe und Population
Stichprobe: Teilmenge aus einer Grundgesamtheit, Zeit-, Ereignis- bzw. Verhaltensausschnitte,
Grundgesamtheit (Population)= die Menge aller potenziellen Untersuchungsobjekte für eine gegebene Fragestellung.
Repräsentative Stichprobe
Vollerhebungen nicht immer möglich
Population ist unendlich groß
Population ist nur teilweise bekannt
Die Art der Untersuchung würde die Population zu stark beeinträchtigen
Die Untersuchung ist zu aufwendig
Verständnis von Repräsentativität
theoretische Zielvorgabe
Große Stichproben sind kein Kriterium für Repräsentativität
Stichprobe und Population
Die Stichprobe sollte alle Merkmale der Population adäquat enthalten (Merkmalsadäquanz), damit die Stichprobenergebnisse problemlos auf die Population übertragen werden können.
Arten v. Zufallsstichproben
die einfache
die geschichtete
die Klumpenstichprobe
die mehrstufige Zufallsstichprobe
Einfache Zufallsstichprobe
Man zieht eine einfache Zufallsstichprobe, indem man
aus einer vollständigen Liste aller Objekte der Zielpopulation
nach dem Zufallsprinzip
eine Anzahl von Objekten auswählt,
wobei die Auswahlwahrscheinlichkeit aller Objekte gleich groß sein muss
Geschichtete Stichprobe
Aufteilung der Zielpopulation auf der Basis eines oder mehrerer Merkmale in Teilpopulationen
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MEDIENREZEPTION UND - ANEIGNUNG
Medienrezeption: Informationsaufnahme und -verarbeitung
(Einschaltquoten, Leser pro Exemplar, etc.)
Medienaneignung: Kognitionspsychologische Grundlage
Differenzierungen und Dimensionen: Rezeptionsmodalitäten
1. Aufmerksame bzw. unaufmerksame Rezeption
2. Aktive bzw. passive Rezeption
3. Allein bzw. in der Gruppe
4. Einmalige bzw. wiederholte Rezeption
5. Kognitive, affektive bzw. physiologische Rezeption
Rezeption: Grundmodell des kognitiven Systems

Das kognitive System nimmt nur einen Bruchteil der potenziell wahrnehmbaren Reize auf
Was beachtet wird und wie es interpretiert wird, hängt im hohen Maße von aktuellen Zustand, Vorwissen und Erwartungen ab
Ziel des Organismus ist es, Chancen und Ressourcen zu identifizieren und zu nutzen bzw. auch Gefahren zu vermeidenàerfolgreiche Interaktion mit der Umwelt
Rezeption multimedialer Inhalte
Massenmedien = hohe Informationsdichte, mit unterschiedlichen mediale Formen (z.B. Text + Fotos; Sprache + bewegte Bilder)
-stärkere Beanspruchung des Arbeitsgedächtnisses
unterschiedliche Erklärungsmodelle, z.B.:
- Theorie der kognitiven Belastung (Sweller, 1994)
- Theorie des multimedialen Lernens (Mayer, 2001)
Theorie der kognitiven Belastung
Basiert auf Modell des Arbeitsgedächtnisses
Medieninhalt wird nur dann verstanden, wenn Kapazitätsgrenzen des Arbeitsgedächtnisses nicht überschritten werden; bei Überlastung erfolgt keine oder nur fehlerhafte Verarbeitung
Theorie des multimedialen Lernens
Kapazitätsbeschränkung des Arbeitsgedächtnisses (AG) steht ebenfalls im Vordergrund
Annahme, dass sprachliche und bildliche Informationen unterschiedliche Prozesse im AG durchlaufen
Multimediale Repräsentation führen laut Modell zu besserer Behaltensleistung
Gestaltungsprinzipien nach Mayer (2001)
• Multimedia-Prinzip
– Verwendung mehrerer Zeichenarten parallel, z.B. Text und Bild
• Prinzip der Räumlichen Nähe
– Zusammengehörige Wort- und Bildelemente räumlich nah
• Prinzip der zeitlichen Nähe
– Zeitlich nah zusammen präsentieren
• Kohärenz-Prinzip
– Unnötige Details weglassen, auch wenn sie interessant sind
• Modalitätsprinzip
– Unterschiedliche Sinnesorgane gleichzeitig ansprechen
• Segmentierungsprinzip
– Abfolge und Dauer der einzelnen Abschnitte werden durch Rezipienten selbst gesteuert
• Prinzip der persönlichen Ansprache
– Besseres Behalten, wenn Inhalte personalisiert sind
BESONDERHEITEN DURCH SPRACHE UND BEKANNTHEIT
Rezeption: Besonderheit durch „Sprache“
Beschreibung von nicht beobachtbaren, bereits vergangenen oder noch nicht eingetretenen Ereignissen/Dingen
Medien bieten die Möglichkeit,Informationen (und
Sprache) zu fixieren bzw. zu dokumentieren u. durch Sprache festzuhalten
Medien unterstützen Behaltensleistung
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Klumpenstichprobe
• Man zieht eine Klumpenstichprobe, indem man aus einer in natürlichen Gruppen gegliederten Populationen nach dem Zufallsprinzip eine Anzahl von Klumpen dann vollständig untersucht.
Mehrstufige Stichprobe
Man zieht eine mehrstufige Stichprobe, indem man zunächst zufällig eine Klumpenstichprobe mit großen Klumpen zieht (1. Ziehungsstufe)
Diese Klumpen werden nicht vollständig untersucht, sondern aus Ihnen wird eine Zufallsstichprobe der Untersuchungsobjekte gezogen (2. Ziehungsstufe)
Zieht man auf der zweiten Stufe wieder eine Klumpenstichprobe, ergibt sich durch Ziehung einer Zufallsstichprobe aus diesem Klumpen eine 3. Ziehungsstufe usw.
Nicht repräsentative Stichproben:
Quotenstichprobe
Forscher gibt Merkmale/ Kombinationen vor
die Auswahl der Teilnehmer erfolgt gezielt und nicht zufällig.
Anfallende Stichprobe
Bei der anfallenden Stichprobe besteht das »Auswahlverfahren« darin, die aktuell leicht verfügbaren Populationsmitglieder zu erheben.
Bei beiden Arten jedoch Einschränkungen in der Übertragbarkeit der Untersuchungsergebnisse
Quotenstichprobe
UmstritteneTechnik
Interviewer bekommt lediglich Quoten für bestimmte Merkmalskategorien vorgegeben
– 30% Jugendliche aus Arbeiterfamilien, 20% aus Unternehmerfamilien usw.
AuswahlderPersonenbleibtdemInterviewerüberlassen und entsprechen nicht dem Zufallsprinzip
Nur anzuwenden, wenn wenig Zeit und Geld zur Verfügung stehen
NICHT -EXPERIMENTELLE FORSCHUNGSANSÄTZE
Nichtexperimentelle Forschungsansätze
sind quantitative Forschungsdesigns, die keine Unterscheidung zwischen UV und AV treffen und vornehmlich zur Überprüfung von Zusammenhangshypothesen herangezogen werden
Korrelationsstudie
Die Korrelationsstudie bestimmt die Höhe des Zusammenhangs zwischen mindestens zwei Variablen.
Die numerische Erfassung des Zusammenhangs erfolgt mit dem Korrelationskoeffizient rxy.
Es handelt sich dabei um einen Kennwert, der zwischen r = –1 und r = +1 schwankt
r = -1 repräsentiert einen negativen Zusammenhang (Schulnoten – Intelligenz), r = +1 einen positiven Zusammenhang (Größe – Gewicht).
Korrelationsmatrix
Korrelationen von mehr als zwei Variablen werden in Matrixform dargestellt.
BILD
FORSCHUNGSETHIK
.....
Das Milgram-Experiment
Die Untersuchungsteilnehmer mussten in der Rolle eines Lehrers einen Schüler immer dann mit einem Elektroschock bestrafen, wenn dieser einen Fehler machte. Die Stärke des Schocks steigerte sich von Fehler zu Fehler (bis zu 450 Volt = tödliche Wirkung)
Der Schüler reagierte mit Unmut, Bitten, Flehen, Schmerzäußerungen bis hin zu Schreien
Der Versuchsleiter hielt die „Lehrer“ an, die Untersuchung nicht zu unterbrechen. Wenn die Lehrer nach der vierten Anweisung immer noch protestierten, wurde abgebrochen. 26 von 40 „Lehrern“ bestraften bis 450 Volt. Die Stromstöße waren nicht echt und die Äußerungen und Schreie des Schülers kamen vom Tonband
Forschungsethik: Sieben Richtlinien
Nach Hussy, Schreier & Echterhoff (2013)
1. die psychische wie physische Unversehrtheit und Integrität der Teilnehmer gewährleistet muss gewährleistet sein
Hierbei geht es um die Wahrung der Intimsphäre und die Vermeidung von verbalem und / oder bildhaftem Untersuchungsmaterial, welches als anstößig, provozierend oder demütigend erlebt wird.
2. die Untersuchung für die Untersuchungsteilnehmer soll transparent sein
3. Vermeidung von Täuschungen. (Täuschungen werden von vielen Untersuchungsteilnehmern als eine massive Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls erlebt. s. Milgram Experiment)
4. Freiwilligkeit der Teilnahme
5. Einhaltung der Vertraulichkeit der Untersuchungsergebnisse.
6. Nach Abschluss der Untersuchung sind die Vpn komplett zu informieren.
7. Im Sinne der siebten Grundforderung ist es sinnvoll, mit der VP einen Vertrag über ihre Rechte und Pflichten abzufassen, gemeinsam zu besprechen und zu unterschreiben. in der Praxis wird häufig nur mündlich auf die wichtigen Punkte hingewiesen.
Informationen
- Beschreibung
- Methodologie- Mertin/Lucas Notiz am METHODOLOGIE ( Quantitative Forschung), erstellt von Hannah loe am 13/11/2017.
- Erstellt von
- Hannah loe · Nov 2017
- Aktualisiert
- 25 Jan 2018
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