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Karteikarten

2. Grundkonzepte und Theorien der sozialen Kognition I

Gelöschter Nutzer Der Nutzer hat seine Fachbereichs-Information gelöscht. Englisch 31 Karten

2. Grundkonzepte und Theorien der sozialen Kognition I

Karten in diesem Stapel (31)

  1. 1Kernfragen der Sozialen Kognition- Wie wird eine objektive Situation in eine subjektive Realität übersetzt? (Jeder sieht die Dinge anders, nimmt es verschieden wahr, hat andere Erfahrungen.
    - Wie konstruieren Menschen ihre soziale Realität?
    - Welche Prozesse vermitteln zwischen einem spezifischen Input und dem Verhalten?
    - Weshalb führt der gleich Input zu unterschiedlichen Interpretationen.
    - Wie wird Interpretation beeinflusst von früheren sozialen Erfahrungen und Wissen?
  2. 2Definition: Soziale KognitionSoziale Kognition befasst sich mit dem Erforschen des sozialen Wissens und der psychologischen Prozesse, die beteiligt sind, wenn Individuen ihre subjektive Realität konstruieren.
  3. 3Der soziale Denker (Denkmodelle)- Consistency seekers (Bedürfnis nach Konsistenz)
    - Naive Scientists (Nehmen Infos ungefiltert wahr und versuchen damit die Welt zu erklären. Wieso verhält sich die Person so?
    - Cognitive misers (Denkfaul, wir wenden Heuristiken an. Stereotypen)
    - Motivated tacticians (Wir wissen, was wir sehen möchten und schauen entsprechend so hin.
    - Activated actors (Ganz viele Dinge laufen ab, ohne das wir es bewusst mitkriegen)
    Wir wechseln immer zwischen den 5 Denkmodellen ab.
    Der soziale Denker (Denkmodelle)
  4. 4Soziales VerhaltenSoziales Verhalten ist nicht direkt durch den externen Stimulus determiniert, sondern mediiert von internalen mentalen Repräsentationen.
  5. 5Soziale Kognition (kognitive Komponente)Kombiniert soziale und kognitive Elemente
    kognitive Komponenten:
    - Aufmerksamkeit
    - Wahrnehmung
    - Gedächtnis
    - Logisches Schlussfolgern
    - Probleme lösen
  6. 6Worin unterscheidet sich nun die soziale Kognition von der "normalen" Kognition:- Die Art des Stimulus (soziale Situationen)
    - Die Art der Verarbeitung
    - Die Verarbeitung von sozialen Informationen ist ein genuin sozialer Prozess. Soziale Realität wird gemeinsam mit den anderen Menschen konstruiert.
    - Selbst-Wahrnehmung ist zentral und beeinflusst, wie die soziale Realität konturiert wird.
    - Zeitkritische Verarbeitung
  7. 7Warum und wie unterscheiden sich Menschen von Objekten?Menschen:
    - sind intentionale kausale Agenten
    - nehmen wahr
    - sind ähnlich zu einem selber
    - sind selbstbewusst
    - sind veränderlich
    - intrinsisch komplex
    - erwarten Erklärungen
  8. 8Wason Selection Task IWenn eine Karte auf ihrer Vorderseite einen Vokal zeigt, dann wird auf ihrer Rückseite eine gerade Zahl zu finden sein.
    Welche zwei Karten müssen umgedreht werden, um diese Hypothese zu prüfen?
    Wason Selection Task I
  9. 9Wason Selection Task IIWenn eine Person den öffentlichen Verkehr nutzt, dann hat sie ein gültiges Ticket.
    (Wird besser gelöst, da soziale Situation und nicht so abstrakt wie erstes Beispiel)
    Wason Selection Task II
  10. 10Notwendige Zutaten, damit eine soziale Realität kontruiert werden kannKonstruktion einer subjektiven sozialen Realität (Achtung, soziale Bubble):
    - Input aus Vorwissen
    - Prozesse, die auf den Input wirken
    - Input der aktuellen Situation
  11. 111. Zutat Input aus VorwissenFormen von Vorwissen:
    - Allgemeines wissen
    => Korrekte oder inkorrekte Annahmen von Gruppen (Männer sind durchsetzungsfähig)
    => Normaler Ablauf einer sozialen Situation (Restaurant Skript)
    - Spezifische Episoden / Eigene Erfahrungen (bei allen sehr unterschiedlich)
  12. 122. Zutat Prozesse, die auf den Input wirken- Die ablaufenden Prozesse können sehr unterschiedliche Formen annehmen und sich auf zahlreichen Dimensionen unterscheidn.
    - Schnell, langsam, automatisch, kontrolliert, direkt auf dem Input basieren, Vorwissen einbeziehend
  13. 133. Zutat Input der aktuellen Situation- Inputs von externen Quellen
    => Lächeln einer Person
    => Aussage des Gegenübers
    => Bemerken einer offenen Türe
    - Internale Inputs
    => Gefühle von Nervosität
    => Hunger
    => Aktivierte Gedanken
  14. 14Drei wichtige Aspekte im Bereich der sozialen Kognition (Die Begrenzung der menschlichen Verarbeitungskapazität und die Zuweisung von Verarbeitungsressourcen)Menschliche Verarbeitungskapaziät ist begrenzt:
    - wir können nicht alle Informationen berücksichtigen, welche relevant sind. Vor allem, nicht in einer bestimmten Zeit.
    Zwei Begrenzungen:
    - Verarbeitungskapazität
    - Zeit (in der sozialen Situation haben wir nicht viel Zeit um zu entscheiden/reagieren. Muss in der Regel sehr schnell gehen.
  15. 15Drei wichtige Aspekte im Bereich der sozialen Kognition (Die Begrenzung der menschlichen Verarbeitungskapazität und die Zuweisung von Verarbeitungsressourcen) Lösung?- Vereinfachung
    Adaptive Mechanismen, welche ein effizientes Verarbeiten erlauben.
    => Anzahl der Informationen, welche verarbeitet werden reduzieren.
    - Nicht alle verfügbaren Stimuli berücksichtigen.
    - Art der Situation beeinflusst die Selektion - kontextabhängige Verarbeitung
    => Mentale Shortcuts, Heuristiken anwenden
    - Weniger ressourcenaufbrauchende Verarbeitung
    - Bsp: Stereotypen
    - Den "am freundlichsten" aussehenden Politiker wählen.
  16. 16Drei wichtige Aspekte im Bereich der sozialen Kognition (Die Begrenzung der menschlichen Verarbeitungskapazität und die Zuweisung von Verarbeitungsressourcen) Risiken der Vereinfachung?- Fehler
    - Die Heuristiken können zu systematischen Verzerrungen unter bestimmten Bedingungen führen.
    Aber: Vereinfachungsprozesse wichtig und notwendig
    - Jedes Individuum ist in der Lage mehr oder weniger Verarbeitungsressourcen zu verteilen.
  17. 17Drei wichtige Aspekte im Bereich der sozialen Kognition (Zusammenspiel von Stimulus Information und Vorwissen)Top-down and bottom-up processingDrei wichtige Aspekte im Bereich der sozialen Kognition (Zusammenspiel von Stimulus Information und Vorwissen)
  18. 18Drei wichtige Aspekte im Bereich der sozialen Kognition (Zusammenspiel von automatischen und kontrollierten Prozessen)Drei wichtige Aspekte im Bereich der sozialen Kognition (Zusammenspiel von automatischen und kontrollierten Prozessen)
  19. 19Ideale Sequenz eines Verarbeitungsprozesseseingekreist => WahrnehmungIdeale Sequenz eines Verarbeitungsprozesses
  20. 20Aufmerksamkeit / WahrnehmungMenschen können ihre Aufmerksamkeit auf ganz verschiedene Aspekte lenken.
    Der Aufmerksamkeit-Prozess erlaubt aber nur einer geringen Anzahl an Stimuli unsere Sinne zu erreichen.
    Unsere Aufmerksamkeit fällt auf Stimuli, die auffallen, also distinkt sind vom Rest => Saliente Stimuli (z.B. grüne Haare)
    - Salient im Vergleich zu den anderen Stimuli
    - Salient in Bezug auf das Vorwissen und / oder die Erwartungen
    - Salient aufgrund der Beziehung zu einem bestimmten Ziel
  21. 21Wahrnehmen und enkodierenWas bedeutet enkodieren?
    Transformiert einen wahrgenommenen externalen Stimulus in eine internale Repräsentation (interne Abbildung).
    Damit ein Stimulus enkodiert werden kann, muss die neue Information mit Vorwissen in Beziehung gesetzt werden, so kann die neue Information interpretiert werden und es können auch weitere Schlussfolgerungen gezogen werden.
  22. 22Ekodieren und Interpretieren- Die Grenzen zwischen Wahrnehmung und Enkodierung sind nicht scharf
    - Basiert stärker auf Vorwissen als die Aufmerksamkeit und Wahrnehmung.
    - Es wird versucht den neuen Stimulus mit Vorwissen in Beziehung zu bringen.
    - Unterschiedliches Vorwissen kann aktiviert werden.
    - Um einen Stimulus Sinn zu geben wird er einer Kategorie zugeordnet.
  23. 23Wahrnehmen und enkodierenWahrnehmen und enkodieren
  24. 24Zentrale Frage der Forschung im Bereich der Sozialen KognitionFakt ist, dass unterschiedliches Vorwissen mit einem bestimmten Reiz in Beziehung gebracht werden kann und dass je nach Vorwissen derselbe Reiz ganz unterschiedlich interpretiert wird.
    Welche Faktoren beeinflussen, welches Vorwissen mit einem Stimulus in Beziehung gebracht wird?
    Vorwissen muss
    - anwendbar (applicable)
    - zugänglich (accessible)
    - Aktualität (recency, zuletzt genutzt)
    - Häufigkeit (frequency)
    sein
  25. 25Zugänglichkeit von Vorwissen I (Priming)Das Recency Prinzip kann mit Priming-Experimenten gezeigt werden.
    Priming = vorbereiten, prägen, voraktivieren
    Ein bestimmter Eindruck wird voraktiviert, sodass auf einen Reiz mit hoher Wahrscheinlichkeit eine bestimmte, von dem Prime beeinflusste, Reaktion folgt.
  26. 26Zugänglichkeit von Vorwissen IIVorwissen muss anwendbar und zugänglich sein.
    Die Zugänglichkeit ist entscheidend, da wir nicht über die kognitive Kapazität verfügen, um alles anwendbare Vorwissen zu durchsuchen.
    = der Suchprozess wird abgekürzt
  27. 27Welches Vorwissen kann geprimt werden?- Alles, was im Gedächtnis gespeichert ist, kann geprimt werden, d.h. der Inhalt kann zugänglich gemacht werden.
    - Das Komplexe daran: Es bedingt ein sehr genaues Verständnis darüber, wie das Gedächtnis organisiert und strukturiert ist und arbeitet.
    => Priming von semantischen Konzepten
    Priming einer Zielperson
    Episodenim Leben können als Prime dienen
    - Priming von Stereotypen
    - Priming von Zielen
    - Auch Priming von Gefühlen möglich (Mood States)
    - Priming von Abläufen
  28. 28Psychologische DistanzDie psychologische Distanz hat grossen Einfluss darauf, wie Individun soziale Situationen wahrnehmen und enkodieren.
    - psychologisch nahe Situationen werden auf einer konkreten Ebene repräsentiert.
    psychologisch ferne Situationen werden eher auf abstrakten Ebene repräsentiert.
  29. 29Construal level theory Psychologische Distanz kann auf vier Dimensionen betrachtet werdenConstrual level theory Psychologische Distanz kann auf vier Dimensionen betrachtet werden
  30. 30KulturDie Konstruktion sozialer Realität ist stark kulturabhängig
    Traditionen, soziale Praktiken, Moralvorstellungen, Normen, ...haben einen grossen Einfluss auf unser Denken und Verhalten.
    Verschiedenen Arten von Kultur
    - Zwischen Ländern
    - Innerhalb von Ländern (Nord/Süd)
    - In Organisationen
    In der Psychologie oftmals westliche vs. fernöstliche Kultur.
    - Individuell, unabhängig, autonom vs. kollektivistisch abhängig, nicht-autonom
  31. 31Beispiel Social perception in the time of COVID Keep your (social) distancNeue soziale Norm überschreibt di mit maskierten Gesichtern assoziierte Misstrauenswürdigkeit
    Maskierte Menschen wurden als vertrauenswürdiger und sozial erwünschter wahrgenommen, also Menschen, die keine trugen (neue soziale Norm).

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Beschreibung
Der Nutzer hat seine Fachbereichs-Information gelöscht. Karteikarten am 2. Grundkonzepte und Theorien der sozialen Kognition I, erstellt von Gelöschter Nutzer am 17/01/2024.
Erstellt von
Gelöschter Nutzer · Jan 2024
Aktualisiert
17 Jan 2024
Aufrufe
10
Verlauf
  • Erstellt von Alper Aticioglu · 17 Jan 2024
  • Kopiert von Alper Aticioglu · 17 Jan 2024
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