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Karteikarten

IT-Sicherheit2 - VL3.2

Gelöschter Nutzer Der Nutzer hat seine Fachbereichs-Information gelöscht. Englisch 56 Karten

IT-Sicherheit2 - VL3.2

Karten in diesem Stapel (56)

  1. 1Systemintegritätstellt sicher, dass Systeme vertrauenswürdig sind und hinsichtlich Software, Daten und Kommunikation wie vorgesehen funktionieren
    Allg. Use Cases: Daten auf Festplatten korrekt, PC frei von Bugs...
    Use Cases IoT: Produktion - Kommando für funktionale Sicherheit ok...
    Typ. Abwehrmaßnahmen: Antiviren-Software, IDS...
    Typ. Angriffe: Malware, MITM, Injection
  2. 2Malware"bösartige Software"
    Oberbegriff, der jedes bösartige Programm oder jeden bösartigen Code beschreibt, der für Systeme schädlich ist
    umfasst: Viren, Wrümer, Trojaner, Ransomware, Spyware...
    kann potenziell alle Systeme treffen
    oft konzipiert für bestimmte (weit verbreitete) Anwendungen/Betriebssysteme
  3. 3Infektionen1. Malware vom Benutzer ausgeführt (z.B. Installieren, Ausführen eines Programms)
    Benutzer hat viel Einfluss
    => Awareness Training
    2. Angreifer nutzen Sicherheitslücken zur Ausführung aus (schlimmster Fall: RCE)
    Benutzer wenig, aber Admin viel Einfluss
    => Sicherheitsschulung
  4. 4Zero-Day-AngriffZero-Day-Angriff
  5. 5Computer-Virus - Prinzipinfiziertes Programm wird ausgeführt und springt in Virencode (i.d.R. am Anfang)
    sucht nach nicht-infizierten Programmen (setzt Markierungen)
    kopiert sich in alle gefundenen Programme
    führt eigentlichen payload aus
    führt Originalprogramm aus (damit Programmausführung normal aussieht)
  6. 6Computer-Viren - AufbauEntschlüsselungsroutine (bei verschlüsselten Viren)
    Vermehrungsteil (jeder Virus)
    Erkennungsteil (kennzeichnet bereits Infizierte, Vermeidung doppelter Arbeit)
    Schadensteil (nicht bei jedem Virus)
    Bedingungsteil (für Ausführung des Payloads)
    Tarnungsteil (Veränderung des Virus vor Weiterverbreitung)
  7. 7Viren der 1. GenerationVerbreitung durch Kopieren von Daten über Disketten, manuelle Installationen
    infiziert ausführbare Dateien
    wird bei Programmstart als erstes ausgeführt
  8. 8Überschreibender Virusüberschreibt Originalcode
    => Wirtsdatei irreparabel beschädigt
    (sehr auffällig)
    Überschreibender Virus
  9. 9Companion-Viruszweite Datei, die vor Original ausgeführt wird (Name wird an Original angepasst)
    kein Virus im eigentlichen Sinne
    Companion-Virus
  10. 10Appending-Virushinter dem Original-Code
    Änderung von Header-Daten & Adressen notwendig
    Methode abhängig vom Dateientyp
    Appending-Virus
  11. 11Prepending-Virusnistet sich vor Original-Code ein
    dadurch wird Original-Code verschoben
    Änderung von Header-Daten und Adressen notwendig
    Methode abhängig von Dateityp
  12. 12EPO-Virus (Entry Point Obscuring)verschleiert Einsprung (Header und jump-Befehl am Anfang des Codes würde von Virenscannern erkannt werden)
    Virusaufruf nistet sich irgendwo im Originalprogramm ein
    Viruscode i.d.R. hinter Originalprogramm
    wird beim Ablauf des Wirtsprogramms aufgerufen
  13. 13Boot-Virusinfiziert Boot-Code des Dateisystems
    auf Festplatten oder Disketten
    vorher ausgeführt, dann Laden des eigentlichen Betriebssystems
    kann Betriebssystem manipulieren/ umgehen, sich selbst kopieren
    Problem: Sektorgröße beschränkt Viren
  14. 14Viren der 2. Generationvernetzte, offene Systeme -> mehr Kanäle zur Verbreitung (z.B. Dateianhänge in Mails, Skripte auf Websites)
    oft automatische Ausführung
    Grenzen zwischen Viren und Würmern verschwimmen
  15. 15Makrokleine Code-Teile
    in Daten-Dokumente eingebettet
    Ziel: Automatisierung von sich wiederholenden Abläufen
  16. 16Makro-Virus / Daten-VirusVorher: Dokumente reine Daten-Objekte
    Mit Makros: Daten-Objekte mit ausführbarem Code (Öffnen kann Verbreitung initiieren, nicht immer ersichtlich)
    Email-Attachments (Ausführen durch Anklicken oder automatisch), pdf
  17. 17WürmerSchadprogramme, ähnlich einem Virus, die sich selbst reproduzieren und sich durch Ausnutzung der Kommunikationsschnittstellen selbstständig verbreiten
  18. 18Computer-Würmerverbreiten sich ohne fremde Dateien oder Bootsektoren zu infizieren
    stattdessen über Netzwerke oder Wechselmedien (dabei Nutzung von Hilfsprogrammen ohne diese zu infizieren)
    Ausführung durch Benutzer, Autostart, Ausnutzung von Schwachstellen...
  19. 19Email-Würmerauch ohne Schwachstellen nutzbar (ausführbarer Anhang, Hyperlink)
    Weiterverbreitung durch Ausnutzung bereits installierter Mailprogramme, eigenes SMTP-Unterprogramm
    neue Adressaten werden über Adressbücher gefunden
  20. 20Email-Würmer - Strategiea) Interesse am Anhang wecken (z.B. Drohungen, Geldstrafen)
    b) unauffällig aussehender Anhang (Extension verschleiern durch z.B. lange Dateinamen, typfremd, komprimiert)
  21. 21Instant-Messaging-WürmerInstant-Messaging-Programme oft Web-Anbindung
    Wurm über Link
    verpackt im laufenden Chat
    Schwachstellenausnutzung
    Verbreitung über Adressbuch
  22. 22P2P-Würmer - Verbreitungsarten1. Wurm in freigegebenen Ordnern
    2. Imitation von P2P-Protokoll-Antworten auf Suchanfragen (Wurm- statt angefragte Datei wird gesendet)
    3. Ausnutzung von Schwachstellen des P2P-Netzes (besonders effizient, wenn kein Benutzer benötigt wird)
  23. 23Würmer für Wechseldatenträgerkopieren sich selbstständig auf Datenträger (USB-Sticks, Speicherkarten, CDs...) um sich auf Computern zu verbreiten
    keine Verbreitung über Netzwerk, dadurch mühsamer (Transfer manuell durch Benutzer)
    Ausführung oft automatisch
  24. 24Handy-WürmerVerbreitung über Bluetooth, SMS, WLAN, Mobilfunk...
    Ausführung durch Hyperlinks, Schwachstellen...
  25. 25Wirtschaftlicher Schaden durch WürmerFinanzieller Schaden höher als durch Viren
    erheblicher Verbrauch von Netzwerkressourcen
    Schäden vor allem durch Ausfall von Systemen
  26. 26Trojanisches Pferd (auch: Trojaner)Programm mit verdeckter, nicht dokumentierter Funktion oder Wirkung
    verbreitet sich nicht selbst, sondern wirbt mit seiner Nützlichkeit um den Benutzer zur Installation zu bringen
  27. 27Trojanisches Pferd - Entwicklung & VerbreitungEntwicklung: Verknüpfung zweier unabhängiger Programme (bösartig & nützlich)
    bei Start des nützlichen Programms auch Ausführung des bösartigen
    Verteilung: alle Kanäle, über die Programme installiert werden können (Internet, Speichermedien...)
  28. 28Software-SchwachstellenSW meist komplex, dadurch fehleranfällig
    Fehler ausnutzbar => Schwachstelle
    Ausnutzung von Schwachstellen mithilfe von Angriffsvektoren durch Bedrohungsakteure
    Ergebnis: RCE, Diebstahl, Privilege Escalation
    Ziel: oft weit verbreitete SW, Server, Datenbanken, Anwendungen, Betriebssysteme, IoT-Geräte
  29. 29Ausnutzen (Exploit)Malware, die eine SW-Schwachstelle mit der Absicht ausnutzt, einen Computer zu infizieren oder eine andere schädliche Aktion auszuführenAusnutzen (Exploit)
  30. 30Exploit-Variantengängige Angriffsverktoren z.B.
    Puffer-, Heap-Überlaufe, Injektionen, XSS
  31. 31Pufferüberlaufeinige Programmiersprachen (z.B. C/C++) erlauben Schreiben von Strings in Felder ohne Prüfung der Feldgrenzen -> Daten können über reservierten Bereich hinaus in den Speicher geschrieben werden
    => ändert Speicher & Programm (Absturz, bösartiges Verhalten)
  32. 32Pufferüberlauf - SpeichersegmenteProgramme legen beim Start Speicherplatz an
    Codesegmente (enthält Programmcode)
    Heapsegmente (globale & statische Variablen)
    Stacksegmente (lokale Variablen, Übergabeparamter, Rücksprungadressen)
    Pufferüberlauf - Speichersegmente
  33. 33Pufferüberlauf - Schwachstellen ausnutzenAngreifer überschreibt Daten des Stacks mit eigenem Code über Feldgrenzen eines Strings hinaus
    dabei muss die Rücksprungadresse richtig überschrieben werden (Nutzung von NOP)
  34. 34Pufferüberlauf - Probleme & LösungenProblem: Wert 0 im Code markiert Ende des Strings -> Einlesen bricht ab
    Lösung: ersetze 0 durch geeignete Ersatzkommandos
    Problem: Zugriff auf eigene Daten über absolute (unbekannte) Adressen
    Lösung: Finden mit relativen Sprüngen außerhalb des eigenen Codes
    Problem: Schadcode benötigt viele Funktionen
    Lösung: nutze Betriebssystem-Funktionen des Opfers
  35. 35Heap-Überlaufähnelt Pufferüberlauf
    Speicher auf Heap wird angefordert und reserviert
    Angreifer schreibt mehr in den Speicher als reserviert wurde
    dadurch kann Schadcode in den Speicher des Programms gelangen
  36. 36Formatstring-Angriffegegebene Formatzeichen werden über Parameter gefüllt z.B. printf(,,%s", buffer);
    vergessener Formatstring (printf(buffer);) interpretiert buffer als diesen
    Ziel: eigenen Formatstring ohne Parameter einschleusen (dann wird nächster Wert vom Stack genommen) und damit beliebige Werte Byte für Byte in den Speicher zu schreiben
  37. 37InjektionsangriffAngreifer liefert nicht vertrauenswürdige Eingaben an ein Programm, das diese verarbeitet und schädliche Effekt hervorruft
    Eingaben werden ohne (ausreichende) Validierung weiterverarbeitet
    z.B. SQL Injection, XSS
  38. 38SQL Injectionsfügen SQL-ähnliche Strings in Website-Formulare ein, um Datenbankbefehle zu manipulierenSQL Injections
  39. 39Cross Site Scripting (XSS)injiziert Skripte in Websites, die von Benutzern aufgerufen werden
  40. 40XSS - non-persistentBenutzereingabe wird sofort vom Server reflektiert dadurch Veränderung des Links
    -> Ausführung auf anfragendem Client
    modifizierter Link wird dann weitergegeben -> Ausführung im Client-Browser
  41. 41XSS - persistentschädliches Skript wird auf vertrauenswürdigem Webserver gespeichert (speichern z.B. über Gästebücher, Verkaufsanzeigen, Foren)
    Aufruf durch Benutzer führt zur Ausführung des Schadcodes
  42. 42Drive-by-Download (Drive-by-Infection)Client wird mit Malware infiziert, indem er eine bösartige Website aufruft
    1. Drive-by-Website vorbereiten (Besitz einer Website oder Aneignung legitimer Webserver)
    2. Client-Schwachstellen ausnutzen (Aufruf der Website durch Client infiziert Client-Computer mit Exploit-Kit und lädt Payload herunter)
  43. 43Watering Hole AttackWebsites, die von bestimmten Branchen oder Interessengruppen genutzt werden (gezielt)
    anders als Commodity: Websites, die von vielen Leuten genutzt werden
  44. 44Exploit-KitsSammlungen von Exploits für Kommerz
    Auflistung von Exploits für verschiedene Schwachstellen in gängigen Webbrowsern und Browser-Add-ons
    fehlende clientseitige Sicherheitsupdates können zu Drive-by-Download-Angriffen führen
  45. 45Spywarebösartige SW, die darauf ausgelegt ist, in ein System einzudringen, Daten zu sammeln und diese ohne Zustimmung des Besitzers an Dritte weiterzuleiten
    Häufig: sicherheitsrelevante oder geschäftskritische Daten
    Manchmal: legitime SW, die Daten für kommerzielle Zwecke (Werbung) überwacht
  46. 46Ransomwaresich ständig weiterentwickelnde Malware, die darauf ausgelegt ist, Dateien auf einem Gerät zu verschlüsseln, wodurch alle Dateien und Systeme, die auf ihnen basieren, unbrauchbar werden.
    Böswillige Akteure fordern dann Lösegeld im Austausch für die Entschlüsselung
    Trend: von Commodity zu gezielten Angriffen
  47. 47CryptominingLösen eines komplexen mathematischen Problems, welches viel Rechenleistung erfordert und mit Kryptowährung vergütet wird
  48. 48Bösartiger CryptominerMalware, die darauf ausgelegt ist, die ungenutzte Rechenleistung des Geräts eines Opfers zu kapern und zum Mining von Kryptowährung zu nutzen. Die Opfer sind sich der Malware auf ihrem Gerät möglicherweise nicht bewusst.
  49. 49Scarewaredarauf ausgelegt, den Benutzer zu verunsichern und ihn dazu zu verleiten, schädliche Software zu installieren oder für ein unnützes Produkt zu bezahlen
  50. 50Antiviren-Software (AV)Programme, die Systeme vor Infektionen/ Installation von Malware schützen
    Verwendung: scannen, erkennen, löschen von Viren auf Computern
    Name irreführend, da AV auf jede Art von Malware abzielt
    für infizierte Systeme oft nutzlos (stattdessen z.B. Entfernungssoftware)
  51. 51AV - ErkennungsmechanismenSignaturen (nur bei bekannten Signaturen)
    Heuristiken (verdächtige Muster -> kann unbekannte Malware erkennen, aber auch falsch liegen mit Einschätzung)
    Verhalten (Überwachung, Blockieren bei verdächtigem Verhalten)
    Sandboxing (Ausführung in sicherer Sandbox, z.B. virtueller Umgebung)
    Problem: Angreifer testen ihre Malware gegen weit verbreitete AV
  52. 52Allow & Block ListsBlock List: Listen unerwünschter Software
    Allow List: Liste akzeptierter SW, alles andere wird abgelehnt
  53. 53Patcheswerden installiert, um Fehler zu beheben, Sicherheitsprobleme zu lösen oder den Betrieb von Softwaresystemen zu verbessern
  54. 54Patch-ManagementProzess der Verwaltung von SW-Updates/ Patches für SW-Anwendungen oder
    -Systeme
    kein einfacher Prozess (braucht Zeit, Absturz oder Nicht-Verfügbarkeit von Systemen, erneute Prüfung nach Patching, zeitabhängig, Patching unzulässig)
  55. 55Patch-Management-Prozess1. Patch-Management als Priorität etablieren
    2. Genaue Bestandsaufnahme (alle Komponenten)
    3. Wissen über Sicherheitslücken, Schweregrad und Patches (jede Sicherheitslücke könnte ausgenutzt werden, CVE-Websites regelmäßig prüfen)
    4. Entwickeln eines Testverfahrens (Patches testen)
    5. Verantwortlichkeiten zuweisen
    6. Dokumentieren (Tests, Fertigstellung)
  56. 56Schwachstellen-SchweregradCommon Vulnerability Scoring System
    Berechnung des Schweregrads einer Schwachstelle

Informationen

Beschreibung
Der Nutzer hat seine Fachbereichs-Information gelöscht. Karteikarten am IT-Sicherheit2 - VL3.2, erstellt von Gelöschter Nutzer am 10/07/2024.
Erstellt von
Gelöschter Nutzer · Jul 2024
Aktualisiert
10 Jul 2024
Aufrufe
15
Verlauf
  • Erstellt von B erry · 9 Jul 2024
  • Kopiert von B erry · 10 Jul 2024
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