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Notizen

Sportsoziologie VL Zusammenfassung

Frederike Blume sport Deutsch 6 Seiten

Inhalt der Notizen (6)

Seite 1

VL3 Sport und Körper

Anthropologische Vorraussetzungen

-> Sonderstellung Mensch gegenüber anderen Lebewesen

1. Weltoffenheit (Scheuer 1940)

= komplexe individuelle Entfaltungsmöglichkeiten/ Handlungsmöglichkeiten

2. Exzentrische Positionalität (Plessner 1928)

= doppeltes Verhältnis zu Körper (an eigenen Körper gebunden, trzd. von "außen" betrachten/bewerten können

3. Anerkennung (streben danach aus Umgebeung / nach Akzeptanz ...)

2 Thesen zum Körperverhältnis (Grupe, O)

Körper = unsichtbar, Übereinstimmung von Körper und ich = Körper sein , "gelebter Körper"

Körperlichkeit entwickelt sich in Ausnahmesituationen, Distanz zw. Körper und Ich = Körper Haben, "erlebter Körper"

➡️ Körper als Mittel zwischen Welt und ich = Wenn eigenes Können fortschreitet = immer mehr Welt haben

Wandel von Körperbewusstsein und Körperbewertung in Abhängigkeit von:

Wachstums-, Reifungs-, Alterungsprozesse

Aufgaben und Situationen

Faktoren im Bereich kultureller und sozialer Auffassungen, Werte und Normen

➡️ geben Maßstäbe und Leitlinien ab ➡️ Menschenbild

Körper als soziales Gebilde - Modell

Sportsoziologie VL Zusammenfassung

Soziale Werte und Normen

= Verhaltenserwartung der Gesellschaft an die Mitglieder der jeweiligen Gesellschaft

Werte = Vorstellungen / Wünschenswertes

soziale Werte als Maßstäbe für richtiges / anständiges handeln

soziale Normen= konkretere Handlungsanweisungen (orientiert an Werten)

definieren Möglichkeiten für Handlungsformen in sozialen. situationen

kulturell bedingt, wandeln sich

drücken Gesellschaftliche u. individuelle Erwartungen aus

Verbindlichkeit variiert (muss, soll,kann)

Dimensionen des Körpers

Techniken des Körpers

Expressive Körperbewegungen (Körpersprache)

Körperethos

Kontrolle der Trieb- und Bedürfnisstrukturen

• (Entstehung und Ausdruck vom Emotionen)

1 Techniken des Körpers

= Art und weise, wie Bewegungsabläufe traditionell vollzogen werden

elementare Bewegungsformen s. komplexe Bewegungsabläufe

2 Expressive Körperbewegungen

= Körpersprache (Haltung, Mimik, Gestik nonverbalen Kommunikation...)

z.b. Begrüßungsgesten, differenziert durch alter/ Kultur...

3 Körperethos

= Kodex der guten Sitten

= Vorstellung über Bild des Körpers (Schönheitsideale, Scham, Nacktheit... - kulturelle unterschiede)

4 Kontrolle der Trieb und Bedürfnisstrukturen

Vorgaben, wie der Umgang mit natürlichen Bedürfnissen und Trieben sozial akzeptiert erfolgt

(z.B. Hunger wo und wann essen, sexuelle Bedürfnisse wo ausleben?)

Körper als Medium der Sozialisation

= soziale Informationen mithilfe Körpers austauschen

Körper = aus biologischem Programm und sozialer Formung

Körper + soziales Gewand -> Ausdruck unserer Identität

Körper sagt wer wir sind

Kontextabhängiger "Normalstatus"

Finden Sie Beispiele für differenzierte Werte und Normen in den verschiedenen Dimensionen!

Werte und Normen differenziert nach: Kultur, Sozialer Schicht, Alter, Geschlecht

Körpertechniken

Körpersprache

Körperethos

Kontrolle der Trieb- und Bedürfnisstruktur

Körperab- und Aufwertungsprozesse

1. Distanzierung / Abwertung von Körper im Prozess der Gesellschaftlichen Entwicklung

dadurch, dass soziale / gesellschaftliche Systeme imer unabhängiger von körperlichen Eigenschaften funktionieren

Identität + sozialer Rang wenger vom Körper abhängig

Zunahme Körperkontrolle (Bsp. Geradhalter)

Instrumentalisierung des Körpers

2. Körperaufwertung (Körperkult, "wiederkehr des Körpers)

Suche nach Gesundheit, Natürlichkeit, Körpererfahrung, Authentizität, ausgelöst durch Zivilisationskrankheiten (HKS, Diabethes..)

Verringerung von Körperkontrollen/ Körper als Medium für Selbstdarstellung, Ausdruck, Statussymbol, rein investieren (Tatoos, Piercings...) -> Freizeit

--> Paradoxie der Gleichzeitigkeit (Bette, 2005) zwischen Körperaufwertung und Körperabwertung!

Körperideal: Sportlicher Körper

Körper im Sport wird zu:

performative Instanz (Inszenirung, Statussymbol)

rationlisierten, leistungsorientierten Institution (Leistungssporttraining)

Ort der Selbstoptimierungsfantasien

Darstellungsfläcche für eigenen (sportlichen) Lebensstil

-> wunsch nach Körperaufwertung -> Versportlichung der Gesellschaft:

Normalstatus für Dimensionen des Körpers abh. von Kontext = Sport hat sonderrolle

Körper im Sport mit Sonderstatus, weil:

Körper = Zugangsbedingung für gewisse Sportart und Leistungsstufe ist /sein kann (funktionieren von Sport abh. von Körpereigenschaften)

Kommunikation im Sport v.a. über körperliche Leistung

Identität & sozialer Status/ Rang abhängig von körperlichen Vorraussetzungen u. Fertigkeiten ist

es zu zeitweisen Aussetzen der Körperkontrolle kommen kann (z.B. Schwitzen, Emotionen, Körperkontakt)

Körperideale in Sportart teilweise anders als gesellschaftl. Schönheitsideale

Instrumentalisierung des Körpers

Inszenierungsformen des sportlichen Körpers (Thiel, Seibert, Meier 2013)

Kultivierung & Beherrschung

Leistung & Erfolg

Individualität & Attraktivität

Körper und Gesellschaft (Zeit Zusammenfassung)

Vorindustrielle Gesellschaften = Körperdominanz: --> Körperliche Fähigkeiten für Überleben und Erreichen sozialer Positionen unabdingbar

Industrielle Gesellschaften = Körperdistanzierung: --> Körperliche Attribute verlieren an Bedeutung für soziale Position

Moderne Gesellschaften = Paradoxie: Gleichzeitigkeit von Körperab- und aufwertung: --> Variables Verfügen über den Körper als Ausdruckssymbol

-> Sport gibt Auskunft dazu welchen sport wir machen

--> Sport verändert Körper

Verändert Sport auch Eigenschaften / Handlungsweisen?? - Sport und Sozialisation

Seite 2

Sozialisation

Sozialisation Def.: als der Prozess, durch den der Mensch zur sozialen, gesellschaftlich handlungsfähigen Persönlichkeit wird,

indem er in gesellschaftliche Struktur- und Interaktionszusammenhänge hineinwächst.

( => „zweite“ soziokulturelle Geburt)

meint nicht nur absichtsvolle Lernprozesse, sondern auch alle ungeplanten persönlichkeitsformenden Prozesse

ereignet sich in jedem neuen sozialen Kontext

findet ein Leben lang statt

im Vergleich dazu Erziehung

= die bewussten und geplanten Einflussnahmen im Sozialisationsprozess (=„methodische Sozialisation“ – DURKHEIM)

Bezugstheorien = spiegeln unterschiedliche Betrachtungsansätze

Systematisierung:

soziologischorientierte Theorien (kultursoziologische):

konzentrieren sich auf wie soziale Lebensbedingungen beeinflussen Persönlichkeitsentwicklung

z.B, Habermas Gesellschaftstheorie, Pasons sturktur funktionale T., Luhmanns soz. Systemtheorie ..

psychologische Theorien

konzentriert auf Art und Weise der Verarbeitung von Lebensbedingungen durch Individuum und

psychische Regelmäßigkeiten der Persönlichkeitsentwicklung

z.B. Psychoanalyse Freud... Erikson, Bandura...

weitere: sozialökologischer Ansatz, pädagogische Zugänge,...

Schnittmende aus Theorien aus 1. und 2. = Sozialisationstheorien mit Aussagen zur Verschränkung von innerer und äußerer Realität

Sportsoziologie VL Zusammenfassung

Sportsoziologie VL Zusammenfassung

Sport und Sozialisation

 HOHE ERWARTUNGEN AN DEN (ORGANISIERTEN) SPORT HINSICHTLICH SEINER SOZIALISATIONSWIRKUNGEN!

- leistet sport Beitrag zur Persönlichkeitsentwicklung etc .? unter welchen bedingungen? ....

Sportsoziologie VL Zusammenfassung

Wie können Sozialisationseffekte erforscht/ erfasst werden? - Sozialisationsforschung

Kombination von quantitativen (= Hypothesenüberprüfung, Ursachen, Wirkung...) und qualitativen (= Verstehen, Rekonstruktion subjektiver Deutungen) Verfahren

Kombi von Länge und Querschnittsstudien (Gesellschaftliche Entwickulung und Persönlichkeitsstudien vereinenen)

Studien an eineiigen Zwillingen

Im Sport: bisher relativ wenige empirische Studien zu Sozialisationsprozessen und Sozialisationswirkungen

in sportlichen Situationen

-> weil hohe komplexität (körperliche Vorraussetungen / Soziale Umstnde berücksichtigen, unterschiedliche formen von sport...)

Vorraussetzung für Wirkungen von Sport auf die Persönlichkeitsentwicklun ist das Ausüben von Sport:

Zentrale Fragen:

Wer wird durch Sportangebote erreicht?

Wie kommt jemand zum Sport?

Was verhindert den Zugang zum Sport?

Wer wählt welchen Sport warum?

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Die Sozialisationsinstanzen

= alle gesell. Einrichtungen, die Lernprozesse von Kindern, Erwachsenen steuern / Werte,Normen, Wissen, Ziele vermitteln

Familie

Schule

Massenmedien

Peergroup

Vereine (/Sportanbieter)

... diese Sozialisationsinstanzen beeinflussen/ prägen Persönlichkeit mit Bereitschaft Sport (bzw. bestimmte art von Sport) zu betreiben

Abschnitte der Sozialisation

Primäre Sozialisation = erste Lebensjahre (Familie) - Legende Persönlichkeitsmerkmale + Sprach- & Handlungskapazitäten herausbilden

Sekundäre S. = bis Ende der Adoleszenz in

nichtinstitutionalisierten Gruppen: Nachbarschaft, Spielgruppe, Friends, peers

Institutionen und Organisationen: KiGa, Schule, Medien, Sportverein

Elterneinfluss überlagert / zunehmend irrelevanter: Neue Rollen erwerben, sich ausprobieren...ausdifferenzieren

Primäre S. kann rahmengebend für Zuganbgschancen zu sekundären Instanzen (Schule hat selektierende aber auch kompensierende Wirkung)

Tertiäre S. = im erwachsenenalter (berufliche Sozialisation, andere Lebensbereiche, Gruppen, Orgas etc)

Für Sozialisation zum Sport beide Phasen? maßgeblich aber Familie am zeitlich und bedeutungsmäßig primär wichtig

-> wenn Eltern Sport machen machen Kinder auch häufiger Sport aber auch andere Einflussfaktoren, wie Sportplatz/ Park / Schwimmhalle in der Nähe etc... oder auch Altersunterschiede

Sozialisation IM und DURCH Sport

-> optimistische vs. skeptische Auffassung ob Sportengagement sich auf allgemeine Persönlichkeitsentwicklung positiv auswirkt

agressionen im Sport gesteuert abbauen vs. aggressive verhalten im Sport roduziert, gestützt

regeln lernen und akzeptieren vs. unfaire Verhaltensweisen im sport zum leistungsvorteil

personale Ressourcen im Umgang mit Belastungssituationen stärken vs. hohe psychische/ physische Belastung durch (leistungs)sport...

aber verschiedene punkte, wie sport Dimensionen der Sozialisation verstärken kann: = Sozialisationspotenzioale

Sportsoziologie VL Zusammenfassung

Befunde aus Studien:

→ positive Sozialisationseffekte des (Vereins-)Sports für wenige Teilbereiche des Selbstkonzepts und der Selbstwirksamkeitserwartung

→ keine nennenswerten Sozialisationseffekte des (Vereins-) Sports hinsichtlich der Reduzierung von gesundheitsriskanten oder gewaltbereiten Einstellungen und Verhaltensweisen bei Jugendlichen

→ positive Effekte von Bewegungsprogrammen auf Merkmale der motorischen und kognitiven Entwicklung bei Heranwachsenden in einigen Interventionsstudien; erhebliche Differenzen in den Effektstärken

Stellenwert des Schulsports für Sozialisation zum Sport

Was kann Sulsport (Anspruch / Möglichkeiten)

Was kann er nicht (Herausforderungen)

Sprint-Studie 2006

jede 3./4. Sportstunde findet nicht statt

häufig Sportunterricht fachfremd erteilt

sport LK überaltert (durchschnitt 45,4 jahre alt)

Qualitätsbeeindrächtigende Faktoren (unzumutbar große Lerngruppen, räumliche Verhältnisse (geteilte halle, Mehrfachbelegungen..))

Hauptschüler*innen besonders betroffen, weil auch außerschulischem Sport unterrepräsentiert & oft fachfremd

Kiggs Befragung 2009-12

nur 2.63 Sportunterrichtsstunden die woche

zu 47,3 % Unterricht vertreten

22,7% bei sport ag dabei

positive Tendenzen v.a. bei Gesamtschulen (im vgl zu Frühren Studien)

Seite 3

vl4 Sport und Ungleichheit

im Verlauf der Geschichte des Sport immer für Privilegierte bzw. immer Ungleichheit und Ausschluss reproduziert

Altertum - Jagd für Stammeshäuptlinge

Antike nur griechische Vollbürger

Mittelalter -Reittuniere für adelige...

Soziale Ungleichheit im Weiteren sinne: strukturierte soziale Ungleichheit:

liegt überall dort vor, wo die Möglichkeiten des Zuganges zu allgemein verfügbaren und erstrebenswerten sozialen Gütern und/oder sozialen Positionen,

die mit ungleichen Macht- und/oder Interaktionsmöglichkeiten ausgestattet sind, dauerhafte Einschränkungen erfahren und dadurch die Lebenschancen der betroffenen Individuen, Gruppen oder Gesellschaften beeinträchtigt bzw. begünstigt werden.“

im engeren Sinne = Vertikale Ungleichheit

= betrifft diejenigen Formen von sozialer Ungleichheit, die sich mit Hilfe eines Gesellschaftsmodells von hierarchisch übereinander angeordneten Abstufungen erfassen lassen (Klassen, Schichten, Statusgruppen o. ä.)hier geht es um das „soziale Höher und Tiefer“

(Kreckel 1992)

nicht Verschiedenartigkeit der menschen

sondern beinhaltet gesellschaftlich verankerte Form der Begünstigung oder Benachteiligung / Diskrimminierung anderer ...

Ungleichheit der Chancen auf

Versorgung mit Gütern

wichtigen infos

handeln anderer Menschen gegen Widerstand beeinflussen (=Macht)

Ursachen von Ungleichheit

"Natürliche Ungleichheit": - soziale Ungleichheit "biologisch" erklärt/legitimiert / von Gott legitimiert

Privateigentum als Ungleichheitursache (Rousseau, MArx, Weber)

Ungleichheit als funktionaler Belohnungsprozess - unterschiedliche Bewertung von Arbeitspositionen

ungleiche Teilhabe an gesellschaftlich erstrebenswerten Gütern und Belohnungen. Die ungleiche Teilhabe ist Ergebnis sozialer Machtprozesse, und soziale Macht wird durch ungleiche Verfügungschancen über Güter wiederum verfestigt

Erfassung: -

Einkommen, Beruf, Bildung...,

subjektive Einschätzung (prestigeskala)

Beobachtung sozialer interaktionsmuster

Ausprägung sozialer Ungleichheit in De

Gesamtvermögen - durch Erbe etc. - obere 10% haben 60 % des Gesamtvermögens untere 50% nur 2,3% Gv

Ost-West - Vermögensgefälle und Einkommensgefälle- 150.900 Euro vs zu 359.800 im Durchschnitt, Wohnfläche kleiner

Bildung = wichtigste „Mobilitätsschleuse“

Bildung bedeutet Teilhabe am kulturellen Kapital der Gesellschaft, bestimmt weitgehend den Lebensstil (Einstellungen, Wertorientierungen, Vorstellungen von Krankheit-Gesundheit, Körper ...) einzelner sozialer Gruppen

Kinder aus nicht akademikerhaushalten auch schlechtere Bildungschancen (Ernsthaftigkeit des Problems nicht ernstgenommen)

Beruf

Ansehen unterschiedlicher Berufe und Vertrauen ungleich (Berufsprestige)

Einkommensunterschiede / Zugänge

Kapitalformen nach Bourdieu

Ökonomisches,

Soziales und

kulturelles Kapital

sind schichtspezifisch verteilt und nehmen wesentlichen Einfluss auf die Bildungslaufbahn:

instirutionalisiertes Kapital (= Titel Abschlüsse...)

objektiviertes Kapital (= Bücher, Bilder...)

inkorporiertes Kapital (=Wissen, Habitus...)

Soziale Schicht

= Soziale Schichten bestehen aus Personen mit ähnlichem sozialen Status, sie verkörpern Bündel von sozial gleich bewerteten Positionen. Zwischen schichten sogenannte Schichtgrenze

Der „soziale Status“ umfasst:

„Lebensstandard,

chancen und

Risiken,

Glücksmöglichkeiten, aber auch

Privilegien und Diskriminationen,

Rang und öffentliche[m] Ansehen“ (Geiger, 1962)

STATUSINKONSISTENZ

= ungleiche Ausprägung in den verschiedenen Schichtungsmerkmalen

Auflösung schichtspezifischer Lebenszusammenhänge hat Vielfalt neuer sozialer Milieus und Lebensstile entstehen lassen, Schichten werden in konkreter Lebenswelt weniger wahrgenommen

Einerseits Angleichungen (auch Unterschichtangehörige haben teil an „Privilegien“ höherer Schichten – Auto, Urlaub,...),

andererseits „neue Ungleichheiten“ – horizontale Disparitäten: Kinderlose – Kinderreiche, Westdeutsche – Ostdeutsche, Deutsche – Türken u.ä.

Pluralisierung, Individualisierung

Mileau Modelle

Status und Veränderungen in den Einstellungen und Verhaltensweisen der Bevölkerung vor dem Hintergrund darstellen

FAZIT:

-> gesamtgesellschaftlicher Differenzierungs- und Individualisierungsprozesse = führt zu Entschichtungstendenzen :

nicht zwangsläufig zur Auflösung der Schichten geführt.

„Schichten werden vielschichtiger“.

Soziale Mobilität

= Bewegungen von Personen zwischen sozialen Positionen

vertikal = zwischen unterschiedlich bewerteten Positionen, soziale Auf- bzw. Abstiege

horizontal = Wechsel zwischen vom Rang auf einer Ebene liegenden Positionen, keine Änderung im Status

Generationen Mobilität, Karrieremobilität, individuell , kollektive Mobilität...

Soziale Ungleichheit und Sport

Soziale Ungleichheit zeigt sich auch im Sport/ führt zu Unterschieden im Sport in

Faktoren, die sich auch sportliche Aktivität und deren Umfang auswirken sind:

höherer Sozioökonomischen Status

Ost west unterschiede

Migrationshintergrund (v.a. Mädchen machen weniger sport)

Geschlecht

Zugang

Sportartwahl

Gesundheitsverhalten

Auch Erwachsene:

Je älter und weniger einkommen, desto weniger Sport. -> Bei Frauen deutlicherere Unterschiede (weniger sport)

Je weniger Bildung und je älter, desto weniger sport

Im Internationalen Vgl:

Skandinavien am meisten sportliche Aktivität (>80%)

Dann Industrieländer (65-80%) De bei ca 72%

Zypern, Bulgarien, phillipinen am ende nur ca 25 %

--> Quantitative und qualitative Unterschiede im Sportengagement in Abhängigkeit von der sozialen Schichtzugehörigkeit!!!

Seite 4

Sport und Geschlecht

Begriffe / Glossar:

Geschlechterrollen = allgemeine, gesellschaftlich akzeptierte Erwartungshaltungen an das Verhalten von Menschen auf Grund ihres Geschlechts in bestimmten Lebensbereichen und –situationen; gibt Rahmen vor

Geschlechterstereotype = enthält sozial geteiltes Wissen über die charakteristischen Merkmale von Frauen und Männern mit Vorstellung von „typisch männlich, typisch weiblich“; beeinflussen Wahrnehmung, Beurteilung und Bewertung anderer Menschen sowie Form und Verlauf zwischenmenschlicher Interaktionen;

Geschlechterstereotype werden binär – heterosexuell, gegengeschlechtlich – konstruiert

Geschlechtsidentität = in kindlicher Sozialisation erworbener Bestandteil des Selbstkonzepts/ Bewusstsein gewissem Geschlecht zugehörig fühlen (Wahrenhmung muss nicht mit gessellschaftl. zugeschriebenen Geschlecht (und damit verbundenen Rollen übereinstimmen

Chancengleichheit und Geschlecht im Sport

!Chancengleichheit als Grundprinzip im Sport!

-> Reiz des Wettkampfs durch Offenheit des ausgangs

Sicherung des unsicheren (= instiututionelle Sicherung)

Leistungsklassen um mehr Chancengleichheit zu gewährleisten :

funktionelle (Lizenzsystem etc.)

mutmaßliche (Unterteilung nach Alter Geschlecht Gewicht ...)

Geschlecht als Ordnungsmuster / Leistungsklasse warum?

gesellschaftlich gegenwärtiges Odrdnungsmuster

"Erwartung Frauen seinen Schwächer als Männer" von Natur aus

Körperzentriertheit und ngsvergleich begünstigen Aktualisierung von geschlechterdifferenznen

tradierte Körperideale

Medien transportieren geschlechterstereotype Vorstellungen und Normen

Relevanz von Geschlecht im Sport / Entwicklungen:

Geschlecht selbst im Wettkampfsport in verschiedenen Sportarten als unterschiedlich bedeutsam konstruiert

von Frauen und Männern getrennt ausgeführt

Außschließlich von Frauen ODER Männern betriebene Sportarten

Mixed teams

gemeinsam erbrachte Leistungen

Sportarten mit additiver Leistung

Wachsende Zahl von Mixed-Wettkämpfen im internationalen Wettkampfprogramm

Trans und Intergeschlechtligkeit im Sport

seit 1960er Geschlechtstest ob Frauen bei Frauenkategorie starten dürfen

seit 1998 nur noch bei Einzelfällen

Trans Athletinnen

IOC 2015 Transgender guidlines...

Transathletinnen ohne Einschränkung bei Männern starten

bei Frauen - Teststeronbegrenzung + Erkläreng dass seit 4 jahren Geschlechtsidentität weiblich ist

IOC 2021 Rahmen für Transgender*- und Intersex*-Athleten

unabhängig. von Geschlechtsidentität sport in sicherem rahmen machen können

medizinisch unnötige dinge gestrichen...

-> unterschiedliche Regelungen je nach Sportart (LA, DFB...)

Forschung: OUTSPORT-STUDIE 2019

Fast 90 % betrachten Homophobie (ins. Transphobie) im Sport als aktuelles Problem.

20 Prozent verzichten aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und/ oder Geschlechtsidentität auf die Teilnahme am Sport (54 Prozent der Trans*Personen).

Mehr als ein Drittel der Befragten kennt keine Organisation oder Person, an die sie sich wegen Diskriminierung, wenn sie im sportlichen Kontext wenden können.

Wichtigste Maßnahmen aus Sicht der Befragten:

 Coming Out von bekannten Sportstars

 Anspruchsvolle Anti-Homophobie/Transphobie Kampagnen  Diversity-Schulungen

ZWISCHENFAZIT:

ZUNEHMENDE TEILHABE VON FRAUEN AM OLYMPISCHEN SPORT

Deutlicher Anstieg bei:

 Vielfalt von Sportarten, Disziplinen und Wettbewerben

 Zahl der teilnehmenden Sportlerinnen

 Zahl der Länder, die Frauen zu den Olympischen Spielen entsenden

 Bei den akkreditierten Funktionär:innen, Trainer:innen, weiterem Betreuungspersonal sowie Medienvertreter*innen Frauen weiterhin stark unterrepräsentiert

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VL 5 Sport und Gewalt

Def.: Gewalt im Sozialwis. Kontext) = Einsatz physischer oder psychischer Mittel, um einer anderen Person gegen ihren Willen a) Schaden zuzufügen b) sie bei eigenem Willen zu unterwerfen (sie beherrschen oder c) der solchermaßen ausgeübten Gewalt mit Gegen-Gewalt zu begegnen

Agression = Eine Handlung im Sport ist dann als aggressiv zu bezeichnen, wenn eine Person in Abweichung von sportlichen Normen mit dieser Handlung intendiert, einer anderen Person Schaden im Sinne einer „personalen Schädigung" zu zufügen,

wobei diese Schädigung in Form von körperlicher oder psychischer Verletzung und Schmerz erfolgen kann (nach Gabler)

Systematisierung von Gewalt

Formen von Gewalt Bezug

Personale Gewalt = direkte → geht von einem handelnden Subjekt aus

vs Strukturelle Gewalt = indirekte → geht von Gesellschaft bzw. gesellschaftlichen Teilsystemen aus

mit Bezug zum Gesetz

legal (in Übereinstimmung mit Gesetz) - z.b. Gewaltmonopol des Staates

illegal (nicht durch Gesetze / Regeln legitimiert)

Gewalt als Ausübung physischen / psychischen Zwangs

als Mittel zur Begründung/ Aufrechterhaltung von Macht (physisch)

als Agression (=Schädigung der sozialen Umwelt) (psychisch)

verbal

nonverbal / symbolisch

Formen der Gewalt von Sportler*innen (→überlappen sich gegenseitig, usmaß der Gewalt hat in jeder dieser Formen zugenommen)

zufällig = z.B. unbeabsichtigter Zusammenprall

intentional = vorsätzliche Verletzung / Einschüchterung des Gegners

expressiv ( Emotional bedingt,evtl. als Reaktion auf Regelverstoß, vorhergehende Gewalt oder Frustration über verfehltes Leistungsziel)

instrumentell (Immer kalkuliert, vorsätzlich als Taktik genutzt)

→ Überlappen sich gegenseitig

→Ausmaß der Gewalt hat in jeder dieser Formen zugenommen

Sport und Gewalt Historischer Kontext

Antike/Mittelalter : aggressive wenig kontrollierte Wettkämpfe

Heute/ moderner Sport:

hochgradig regulierte und formalisierte Wettkampf Praktiken

gesellschaftlicher Umgang mit Gewalt und Aggression verändert =

Entwicklung des Zivilisationsprozess

→ zb. annerkennung staatliches Gewaltmonopol,

stabilere Machtstrukturen

→ Verhaltensweisen internalisiert = Hemmschwelle zur Gewaltanwendung höher auch im Sport

→ Gewalt und Aggression verschwinden nicht nur Grenze dessen was annehmbar, nicht akzeptabel oder strafbar ist verschiebt sich

Entstehung aggressiven Verhaltens → Theorieansätze

Trieb- und instinkttheoretische Ansätze

Aggression als angeborene Disposition im Individuum

Freud 1930, - Aggression als gessellschaftl. unschädliche Möglichkeit zur abreaktion von Todestrieb (gegen andere und sich selbst)

Lorenz 1963: Aggressionstrrieb - Dampfkessel Prinzip angestaut bis Aggression überkocht

Frustrations-Aggressions-Theorie

(Doller und Miller 1939) Aggression als Ergebnis von Frustration:

Frustration = entsteht, wenn angestrebtes Ziel nicht erreicht oder gehemmt wird

Aggression als Antwort auf Frustration v.a. wenn:

Provokation vorausgegangen ist

von betroffener als Fehlverhalten anderer eingeschätzt wird

person aggressive Gewohnheiten & geringe Hemmung hat

Situation aggressive Modelle, Signalreize und Anreize (Erfolgschancen), aber kaum Anreger für Hemmungen bietet

Modell: Frustrationsereignis → Interpretation und Bewertung → Ärger→ Aggressives Verhaltensreportoire (fehlende Hemmung Modelle und Signale) → Aggression

Langzeit und Kurzzeitmodelle

3 Arten von Frustration (Nolting)

Hindernisfrustration

Evokationen (Angriffe, Belästigung)

physische Stressoren (Hitze, Kälte, Lärm, Menschengedränge o.ä.)

aber: nicht jede Frustration führt zu Aggression;

ist nur eine von verschiedenen Handlungsmöglichkeiten

3. Lerntheoretische Ansätze = Aggression als erlerntes Verhalten

Skinner (operantees Konditionieren von erfolgreichem aggressivem Verhalten)

Bandura Modell Lernen: Vorbilder aus Familie /. Umwelt Hemmung reduziert und aggressives Verhalten stimuliert

Rolle von Medien schwer einzuschätzen weil

Wechselwirkung aggressivere Menschen neigen lt aggressive Medien zu konsumieren

aggrssive Medien konsumiert kann Aggression in Verhalten steigern

Fazit:

Menschliches Verhalten generell aber auch Aggression = nicht nur triebgesteuert sondern auch immer Ergebnis von Lern und Sozialisationsprozessen

Allgemeines Aggressionsmodell (General Aggression Model)

= integratives Modell über Zusammenwirken Personeller und Situativer Einflussvariablen + deren kognitive + negativ affektive Erregung zu aggressivem Verhalten ​​​​​​​

Sportsoziologie VL Zusammenfassung

Gewalt in Medien

Nachahmungseffekt v.a. wenn:

Aggressor stellvertretend verstärkt wird

das Gezeigte aktiviert (erregt), gerechtfertigt erscheint

Leiden des Opfers weniger gezeigt werden

Akteur erwartet, für sein Verhalten belohnt zu werden

Beobachter positive Einstellung zu aggressivem Verhalten hat

Bezugsgruppen oder Bezugspersonen die Haltung fördern

Zielpersonen vorhanden sind, die dem gezeigten Opfer ähnlich sind

die aggressive Modellperson vom Betrachter positiv bewertet wird

Sportsoziologie VL Zusammenfassung

Dimensionen von Gewalt im Sport

Rahmenbedingungen werden gesetzt durch:

Gesellschaftliches Wertesystem (sozialhistorisch veränderliche Gewaltstandards)

Sportbezogenes Wertesystem (Fairness-Ethos)

Sportartspezifisches Regelwerk

→ vielfältige Dimensionen personeller Gewalt

-> so entstehen auch Formen struktureller Gewalt (durch Regeln, Anforderungen des Systems

- Doping als strukturelle und personelle Gewalt

Sportsoziologie VL Zusammenfassung

Seite 6

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Beschreibung
08-009-05
Erstellt von
Frederike Blume · Jun 2025
Aktualisiert
30 Jun 2025
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