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Folien

GEWALT UND AGGRESSION

Rana Cankur Erziehungswissenschaften 12. Klasse Deutsch 4,0Durchschnittliche Bewertung 4,0 von 5 (1 Bewertung) 8 Folien

Folien in diesem Satz (8)

  1. Folie 1

    • GEWALT UND AGGRESSION
  2. Folie 2

    • Aggression und Gewalt
    • (es gibt einen eher weiten Aggressionsbegriff und einen engen Aggressionsbegriff)
    • weiter Aggressionsbegriff:
    • jede gerichtete, offensive Aktivität -> wird in Psychoanalyse&Verhaltensforschung verwendet
    • enger Aggressionsbegriff:
    • zielgerichtetes Schädigen
    • körperliche Aggression: körperliche Attacken
    • psychische Aggression: Ausgrenzung und Ignoranz
    • kann sich nach außen gegen andere richten oder nach innen gegen die eigene Person
    • Gewalt:
    • schwere, körperliche Aggression gegen Menschen
    • zielgerichtete, physische Schädigung eines Menschen
    • schwere körperliche Aggression gegen Menschen
    • Aggression ≠ aggressive Gefühle
    • Aggression=aggressives Verhalten
    • aggressive Gefühle= nicht immer mit aggressivem Verhalten als
    • Konsequenz
  3. Definitionsversuch nach Tillmann

    • Begriffsverständnis: schwere körperliche Aggression gegen Menschen, zielgerichtetes
    • Schädigen
    • Minimalkonsens: körperliche Attacke
    • 1. Erweiterung: Mobbing, verbale Attacke gegen eine Person
    • 2. Erweiterung: kollektive Schädigung (Gruppe von Opfern)
    • 3. Erweiterung: Strukturelle Gewalt -> alles was vermeidbar ist&dem Menschen im Wege steht
    • (z.B:Armut)
    • während bei meinem Begriffsverständnis eine körperliche Aggression gegen den Menschen bezeichnet, geht es bei der
    • der 3. Erweiterung schon um allgemeine, gesellschaftliche Dinge (Armut, Unterdrückung)
  4. Triebtheoretische Erklärung für Gewalt

    • zentralen Begriffe: Dampfkesselprinzip, Triebe ( bei Freud: Libido/Destrudo); ( bei Lorenz: angeborener Aggressionstrieb),
    • Grundannahmen:
    • Gewalt beruht auf einem angeborenen Trieb
    • Triebquelle erzeugt permanente Spannung, diese Impulse drängen auf, Entladung (Dampfkesselprinzip)
    • bei Freud: Aggressive Impulse können kanalisiert
    • werden (Erziehung, Sozialisation)
    • bei Lorenz: Aggressive Impulse haben eine arterhaltende
    • Funktion; Schlüsselreize lösen Entladung aus
    • (bei ausbleiben des Schlüsselreizes:Leerlauf)
    • Menschenbild:
    • Triebe bestimmen menschliches Verhalten, Mensch ist durch Triebe determiniert
    • Betonung der Anlage
    • Triebe sind angeboren, Mensch hat nur bedingt Kontrolle
    • Kritik:
    • Übertonung der Anlage
    • Verhaltensänderungen kaum möglich
    • empirisch nicht belegt
    • vereinfachte Erklärung, (Pseudo-)Entschuldigung
    • vereinfachtes, sehr pauschales Menschenbild
  5. Lerntheoretische Erklärung für Gewalt

    • zentrale Begriffe: Lernen am Modell, Imitation, Lernen am
    • Effekt, Konsequenz, Verstärkung
    • Grundannahmen:
    • Aggressives Verhalten beruht auf Lernvorgängen
    • Verhaltensweisen werden durch Beobachtung von Modellen gelernt
    • Vorbilder wirken stimulierend oder reduzierend bzw. hemmend
    • jede Aggression erhöht die Wahrscheinlichkeit weiterer Aggressionen
    • Verhalten wird durch Konsequenzen erlernt
    • Erfolgserwartung verstärkt Auftreten bestimmter Verhaltensweisen
    • aggressives Verhalten befriedigt Bedürfnisse und führt (schnell) zum Erreichen von Zielen
    • Menschenbild:
    • Mensch ist lernfähig, weltoffen
    • Mensch ist durch Umwelteinflüsse und andere Personen leicht beeinflussbar
    • Betonung der Umwelt
    • Gewalt hat keine angeborenen, genetischen Ursachen
    • Kritik:
    • wirken aggressive Modelle auf jeden gleich?
    • Überbetonung der Umwelt
    • fraglich, ob genetische Dispositionen nicht doch eine Rolle spielen
    • (Theorie nach Albert Bandura)
  6. Psychoanalytischer Erklärungsansatz

    • nach Udo Rauchfleisch
    • Grundannahme:
    • schwerste Verlust und Mangelerfahrugen in der frühen Kindheit begünstigen Dissozialität
    • Teilweise liegen bei Betroffenen schwerste Traumatisierungen vor, die den Kern der psychischen und physischen bedrohten
    • Entwicklungsbedingungen/Ursachen:
    • Verlust und Mangelerfahrungen
    • häufige Beziehungsabbrüche
    • traumatisierende Erlebnisse
    • soziale Instabilität in Familien
    • -> lebensgeschichtlicher Zeitpunkt dieser Erfahrungen:
    • frühe Kindheit
    • Folgen der Persönlichkeitsstörungen:
    • Beziehungsstörungen:
    • Wunsch nach Zuwendung und Bestätigung und Angst vor
    • Nähe und Verbindlichkeit
    • Ausweichen auf Suchtverhalten, Manipulation und Benutzen von Mitmenschen
    • unrealistische Erwartungen an Mitmenschen, funktionalisierte Beziehungen
    • Kontaktstörungen, Beziehungsabbrüche
    • Individualisierung oder Herabsetzung anderer
    • Ich-Störung:
    • Verzerrung der Realität
    • unrealistische Zukunftsversionen
    • archaische Abwehrmechanismen (Projektion,Spaltung..)
  7. Folie 7

    • Über-Ich Störung:
    • Selbstentwertung
    • überhöhtes und damit irreales Ich-Ideal
    • Projektion aggressiver Impulse auf Über-Ich Träger
    • narzisstische Störung:
    • funktionalisierte Beziehungen
    • geringe Fustrationstoleranz
    • erhöhte Kränkbarkeit
    • Depressivität
    • INSGESAMT:
    • Kontakt-/Bindungsstörung
    • fehlende Impulskontrolle
    • verzerrte Wahrnehmung der Realität
    • Selbstentwertung
  8. Der Desintegrationsansatz (Wilhelm Heitmeyer)

    • INDIVIDUALISIERUNG:
    • als Kennzeichen moderner gesellschaftlicher Entwicklung
    • Individualisierung: Biografie des Menschen und aus seinen vorgegebenen Fixierungen herausgelöst - der einzelne wird zu seines "eigenen Glückes Schmied"
    • Motoren der Individualisierung:
    • - Steigerung des materiellen Lebensstandards
    • - gestiegene soziale und geografische Mobilität
    • - Bildungsexpansion
    • ENTSCHEIDUNGSSPIELRÄUME/ENTSCHEIDUNGSZWÄNGE:
    • Zunahme von Entscheidungsfreiheiten und gleichzeitig
    • Entscheidungszwängen-> Ambivalenz der
    • Individualisierung
    • DESINTEGRATIONSPOTENZIALE:
    • Verlust von traditionellen Lebenszusammenhängen z.B Familie
    • Auflösung gesellschaftlicher Werte und Normen
    • Abnehmende Teilnahme an gesellschaftlichen Institutionen
    • Desintegration=Unmöglichkeit, sich zu integrieren, Zerfall
    • Verlust von sozialen Beziehungen und Vergemeinschaftsformen: - Veränderungen der
    • Familienkonstellation
    • z.B Trennung,
    • ,,Schlüsselkinder´´

Informationen

Beschreibung
12. Klasse Erziehungswissenschaften (Gewalt und Aggression) Folienset am GEWALT UND AGGRESSION, erstellt von Rana Cankur am 10/09/2016.
Erstellt von
Rana Cankur · Sep 2016
Aktualisiert
14 Sep 2016
Aufrufe
52
Bewertung
Durchschnittliche Bewertung 4,0 von 5 (1 Bewertung)

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