GoConqr hat ein neues Design! Sag uns, wie es dir gefällt.

Karteikarten

Fragen zur Einführung in die Psychologie

Gelöschter Nutzer Der Nutzer hat seine Fachbereichs-Information gelöscht. Englisch 109 Karten

Karten in diesem Stapel (109)

  1. 1Was ist Psychologie?◦ wörtl. Seelenkunde
    ◦ Wissenschaft zur Beschreibung, Erklärung, Vorhersage des Erlebens, Verhaltens des Menschen
  2. 2Nennen Sie mind. fünf Teilgebiete der Psychologie in den Grundlagen◦ Klinische Psychologie
    ◦ Entwicklungspsychologie
    ◦ Persönlichkeitspsychologie
    ◦ Sozialpsychologie
    ◦ Allgemeine Psychologie I und II
    ◦ Biopsychologie / Neuropsychologie
    ◦ Psychologische Methodenlehre
  3. 3Nennen Sie mind. drei Teilgebiete der Angewandten Psychologie◦ Verkehrspsychologie
    ◦ Rechtspsychologie
    ◦ Klinische Psychologie
    ◦ Arbeits-, Organisations- und Wirtschaftspsychologie
    ◦ Pädagogische Psychologie
  4. 4• Nennen Sie mind. zwei exotische Teilgebiete der Psychologie◦ Umweltpsychologie
    ◦ Völkerpsychologie
    ◦ Literaturpsychologie
    ◦ Musikpsychologie
    ◦ Religionspsychologie
  5. 5Nennen Sie mindestens drei Kennzeichen wissenschaftlicher Methodik◦ Objektivität
    ◦ Replizierbarkeit
    ◦ Transparenz & Kritisierbarkeit
    ◦ Theoriebezug
  6. 6• Welche zwei Ziele verfolgt Wissenschaft?◦ Sammlung von Tatsachenwissen (Deskription)
    ◦ Formulierung und Prüfung von Theorien zur Erklärung der Sachverhalte
  7. 7• Was bedeutet der Begriff Entdeckungszusammenhang▪ Entdeckung von Phänomenen
    ▪ Generierung von Hypothesen / Theorien
    ▪ Erkenntnisquellen: explorative Studien, Beobachtung, Alltagspsychologie…
    ▪ offene Fragestellungen: z.B. Welche Faktoren beeinflussen Y?
  8. 8Was bedeutet der Begriff Begründungszusammenhang?▪ Prüfung der Hypothesen auf logische Konsistenz und empirischen Gehalt sowie
    evtl. Kompatibilität mit bestehendem Wissen und empirischer Adäquatheit
    ▪ geschlossene Fragestellung: z. B. Trifft es zu, dass Y, wenn X?
    ▪ Hat die UV den erwarteten Effekt auf die AV?
  9. 9Warum kann man allgemeine wissenschaftliche Theorien nicht beweisen?◦ Es ist nicht möglich alle Fälle zu überprüfen.
  10. 10• Was ist die logische Grundlage der Falsifikation von Theorien?◦ Es ist unmöglich richtige Theorien zu beweisen, aber es ist möglich falsche
    Theorien zu widerlegen. Dazu reicht ein Gegenbeispiel.
  11. 11Wie geht die Wissenschaft nach Quine mit einem Widerspruch zwischen Theorie und Beobachtung um?◦ Es können keine einzelnen Sätze, sondern immer nur Theorien als ganze empirisch
    gerechtfertigt werden.
  12. 12• Was sind die 5 Heuristischen Prinzipien nach Quine & Ullian (1978)?◦ Konservatismus
    ◦ Bescheidenheit
    ◦ Einfachheit
    ◦ Allgemeinheit
    ◦ Zurückweisbarkeit
  13. 13• Was versteht Thomas Kuhn unter einem Paradigmenwechsel?◦ Ein neues wissenschaftliches Paradigma, welches die Anomalien des alten
    Paradigmas erklären und integrieren kann, taucht auf und überzeugt „die Masse“
  14. 14• In welchem Verhältnis stehen konkurrierende wissenschaftliche Paradigmen zueinander?◦ Befürworter unterschiedlicher Paradigmen haben möglicherweise
    Kommunikationsschwierigkeiten, weil sie in theoretischen Grundannahmen,
    anerkannte Forschungsfragen und Forschungsmethoden nicht übereinstimmen
  15. 15• Von welchen (unwissenschaftlichen) Kriterien hängt nach Sulloway (1997) die Akzeptanz einer neuen Theorie ab?◦ Davon als wievieltes Kind man geboren wurde
  16. 16• Nennen sie mindestens zwei Postulate zum Emotionsaudrucks Darwin (1872)!◦ Gesichtsausdrücke sind universell
    ◦ Gesichtsausdrücke sind evolutionsbedingt
  17. 17• Was ist der wesentliche Unterschied zwischen Stimmungen und Emotionen?◦ Eine Stimmung ist im Gegensatz zur Emotion eher unspezifisch und keine direkte
    Reaktion auf ein spezifisches Ereignis. Sie kann außerdem länger andauern.
  18. 18Wovon hängt es nach Scherers Komponenten-Prozess-Modell (1984) ab, ob und welche Emotion ausgelöst wird?◦ 1. Neuheit
    ◦ 2. Intrinische Angenehmheit
    ◦ 3. Zielwichtigkeit
    ◦ 4. Bewältigungspotential
    ◦ 5. Normkompatibilität
  19. 19Wie viele Basisemotionen postuliert Ekman und welche sind das?◦ 6
    ▪ Freude
    ▪ Furcht
    ▪ Ekel
    ▪ Überraschung
    ▪ Traurigkeit
    ▪ Ärger
  20. 20Was versteht man unter vokalem Gesichtsausdruck?◦ ______________________________________
  21. 21• Kann man alle Emotionen gleich gut am vokalen Ausdruck erkennen?Nein
  22. 22Worin unterscheidet sich Fridlund (1994) Verhaltensökologisches Modell von Ekmans (1972) Neurokulturellem Modell?◦ Emotionen werden nach Fridlund nicht „ausgedrückt“, denn es wäre evolutionär ein
    Nachteil, den eigenen Zustand zu signalisieren. Sie sind ein sozialer Signalaspekt.
  23. 23Was lässt sich aus den Ergebnissen von Hess, Banse & Kappas (1995) für die Gültigkeit der beiden Modelle folgern?◦ Der Ausdruck von Freude wird durch die Stärke der Emotion und den sozialen
    Kontext bestimmt .
  24. 24Was ist Behaviorismus?Der Behaviorismus ist ein wissenschaftlicher Ansatz der Psychologie, der sich auf
    messbares und beobachtbares Verhalten konzentriert, wobei , Verhalten als
    Reaktion eines Organismen auf einen Reiz angesehen wird.
  25. 25Bringen Sie die wichtigen Veröffentlichungen der folgenden Lerntheoretiker in die korrekte zeitliche Reihenfolge: Skinner, Thorndike, Pawlow, Tolman, Watson.◦ Thorndike (1898)
    ◦ Pawlow (1903/1905)
    ◦ Skinner
    ◦ Watson (1913/1920)
    ◦ Tolman (1948)
  26. 26• Bringen Sie die wichtigen Veröffentlichungen der folgenden Evolutionstheoretiker in die richtige zeitliche Reihenfolge: Buss, McDougall, E.O. Wilson, Darwin.◦ Darwin (1859)
    ◦ McDougall (1908)
    ◦ E.O. Wilson (1975)
    ◦ Buss (1995)
  27. 27• Welcher Art des Konditionierens ähnelt Thorndikes „Law of effect“?◦ Positive Verstärkung
  28. 28• Was sind die vier Verstärkerarten beim Operanten Konditionieren?◦ Positive Verstärkung (Belohnung)
    ◦ Negative Verstärkung
    ◦ Bestrafung durch aversive Reize
    ◦ Bestrafung durch Entziehung positiver Reize
  29. 29Was sind die wichtigsten Formen des Lernens?◦ Klassisches Konditionieren
    ◦ Operantes Konditionierens
    ◦ Soziales Lernen (Bandura)
  30. 30Was versteht man unter Neobehaviorismus?◦ R. S. Woodworth schlug 1929 Erweiterung des S-RSchemas des klassischen Behaviorismus zu einem S-O-R- Schema vor. O=Organismus als intervenierende Variable zwischen Reiz und Reaktion.
    ◦ Sie stellten mehr psychische Phänomene als „intervenierende Variablen“
    zwischen Reiz und Reaktion in Rechnung.
  31. 31• Was versteht man unter einem Evolvierten Phsychologischen Mechanismus (EPM)?◦ Mechanismen, die psychisches Verhalten/Erleben auf evolutionärer Basis erklärt bzw. Verhaltensmechanismen zeigt, die sich im Laufe der Evolution gebildet haben
    ◦ z. B. Westermarck-Effekt zur Inzestvermeidung
  32. 32Was sind wichtige adaptive Probleme nach Buss (1995)?◦ Dominanz
    ◦ Aggression
    ◦ Sexuelle Rivalität
    ◦ Unterstützung von Verwandten
    ◦ Partnerschaft/Sexualität
    ◦ Kooperation
    ◦ Elternschaft
    ◦ Überleben
  33. 33• Wie intensiv kümmern sich nach Euler & Weizel (1994) die vier verschiedenen Großeltern (im Mittel) um ihre Enkel und warum?◦ Großmütter kümmern sich intensiver als Großväter
    ◦ Großeltern mütterlicherseits kümmern sich mehr als Großeltern väterlicherseits
    ▪ Mütter sind sich ihrer Elternschaft sicher, Väter nicht.
    ▪ Bei Großeltern kumuliert die Unsicherheit über zwei Generationen.
  34. 34Nach der Lehre der Psychischen Instanzen Freuds, welche Instanz ist unbewusst?◦ Es (Lustprinzip)
  35. 35• Welche Phasen der psychosexuellen Entwicklung postuulierte Freud?◦ orale Phase (1. Lebensjahr)
    ◦ anale Phase (2.-3. Lebensjahr)
    ◦ phallische Phase (3.-5. Lebensjahr)
    ▪ Ödipuskonflikt bei Jungen
    ▪ Penisneid bei Mädchen
    ◦ Latenzphase (6. Lebensjahr bis Pubertät)
    ◦ Genitale Phase (ab Pubertät)
  36. 36• Welcher Prozess war nach Freud zentral für die Persönlichkeitsentwicklung?◦ Fixierung
    ▪ zu große Triebbefriedigung in einer bestimmten Phase oder zu starke
    Einschränkung derselben durch die Eltern präge den Charakter
    ◦ Entwicklung typischer Abwehrmechanismen
    ▪ als Formen der Verarbeitung von Angst durch das Ich
  37. 37• Wie kommt es nach Freud zu einem analen Charakter?◦ durch Fixierung (s.o.) entsteht ein Zwangscharakter (ordentlich, pedantisch, geizig)
  38. 38Nennen Sie mindestens vier der von Freud postulierten Abwehrmechanismen !◦ Verdrängung
    ◦ Projektion
    ◦ Verschiebung
    ◦ Reaktionsbildung
    ◦ Verleugnung
    ◦ Rationalisierung
    ◦ Sublimierung
    ◦ Regression
  39. 39Wie wurde das Konstrukt „Represser“ von Asendorpf und Scherer (1983) operationalisiert?◦ Represser sollten physiologisch stärker erregt sein als Niedrigängstliche beim freien Assoziieren zu Sätzen mit sexuellem/aggressivem Inhalt nicht aber mehr Angst berichten
  40. 40Welche Bindungsstile unterschied Ainsworth (Ainsworth et al., 1978)?◦ A (vermeidend)
    ◦ B (sicher)
    ◦ C (ängstlich-ambivalent)
    ◦ …
  41. 41Wie kann man Bindungsstile bei Erwachsenen diagnostizieren?◦ Adult Attachment Interviews (AAI)
  42. 42• Wie funktioniert das Dot-Probe Paradigma, und was kann man damit erfassen?◦ mit neutralen und relevanten Wörtern (allg. Bedrohung, beziehungsspezifische
    Bedrohung, allg. positive und beziehungsspezifisch positive Wörter
    ◦ Personen mit hohen Werten in ängstlicher und vermeidender Bindung brauchen
    länger für Dot-Probe-Aufgabe bei beziehungsrelevanten negativen Wörtern.
  43. 43• Was untersucht die „Allgemeine Psychologie“?◦ untersucht universale, d.h. allen Menschen
    gemeinsame Prozesse
    (nicht deren Entwicklung, oder Unterschiede zwischen Menschen)
    ◦ Die wichtigste Methode: das Experiment (mit psychisch und physisch unauffälligen Menschen) .
  44. 44Welche zwei grundsätzlichen Forschungsstrategien werden in der Biopsychologie genutzt?◦ Biologische Parameter werden variiert (UV), Auswirkung auf psychologische
    Parameter wird untersucht (AV)
    ◦ Psychologische Parameter werden variiert (UV), Auswirkung auf biologische
    Parameter werden untersucht (AV)
  45. 45• Was misst der Spiegeltest bei Kindern?◦ Die Fähigkeit zum Selbsterkennen.
  46. 46• Welche Faktoren beinhaltet das Fünf-Faktorenmodell der Persönlichkeit (Big Five)?◦ Openness (Offenheit für Erfahrungen)
    ◦ Conscientiusness (Gewissenhaftigkeit)
    ◦ Extraversion
    ◦ Agreableness (Liebenswürdigkeit)
    ◦ Neuroticism (Neurotizismus)
  47. 47• Welche Faktoren der Big Five hat schon Eysenck beschrieben?◦___________________________________
  48. 48Können sich Katzen schämen? Begründen Sie aus der Sicht von Lewis (1993) !◦ Nein, denn dafür ist Selbsterkennung die Voraussetzung (so wie für alle „soz.
    Emotionen wie Scham, Verlegenheit, Schuld und Stolz).
  49. 49Was versteht man in der Entwicklungspsychologie unter Sekundärer Repräsentation?◦ Die Fähigkeit ein alternatives „Modell“ der Realität zu generieren, sich in andere
    Menschen hineinversetzen zu können
    ◦ Die Fähigkeit eine andere als die eigene Überzeugung zu repräsentieren
  50. 50• Ist Homosexualität erblich? Begründen Sie Ihre Antwort .◦ Ja, denn Eineiige Zwillinge sind wesentlich häufiger (ca. 50%) übereinstimmend in
    ihrer homosexuellen Orientierung als zweieiige Zwillinge (ca. 22 %), normale
    Geschwister oder sogar Adoptivgeschwister. Dennoch, da selbst eineiige Zwillingenicht 100% übereinstimmen, hat die Umwelt einen großen Einfluss.
  51. 51• Inwiefern „ist“ eine Person heterosexuell oder homosexuell?◦_______________________________
  52. 52Was ist nach Daryl Bem (1996) die entscheidene Ursache bei der Ausbildung der sexuellen Orientierung?◦ Exotic becomes erotic
  53. 53Suchen Sie Informationen zu folgenden Begriffen: Prsopagnosia, Transkranielle Magnetstimulation (TMS), Oxytocin._____________________________________
  54. 54• Beschreiben sie die fünf Blöcke des Impliziten Assoziationstests. Wie werden darin implizite Einstellungen/Stereotype/Vorurteile quantifiziert?◦ Objekt-Diskriminierung
    ◦ Attribut-Diskriminierung
    ◦ Kompatbile Aufgabe
    ◦ Objekt-Umkehrung
    ◦ Inkompatible Aufgabe
  55. 55Wovon hing es in der Studie von Hoffman et al. (2007) ab, ob implizite Einstellungen oder Diät-Ziele die Menge verzehrter M&Ms besser vorhersagten?_____________________________________
  56. 56Was war in der Studie von Allison & Uhl (1964) der entscheidende Faktor bei der Bewertung des Geschmacks von Biersorten?◦ Das aufgeklebte Ettiket, also die Marke.
  57. 57• Wie heißen die zwei wichtigsten Klassifikationssysteme für psychische Störungen?◦ DSM-IV-TR
    ◦ ICD-10
  58. 58Wer darf den Titel „Psychologischer Psychotherapeut“ führen?◦ Ärzte
    ◦ Psychologische Psychotherapeuten
    ◦ Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten
  59. 59Warum werden in der Therapieevaluationsstudie von Barlow et al. (2000) vier Messzeitpunkte verwendet?_______________________________________
  60. 60Warum werden Therapie- oder Medikamenteneffekte gegen eine Placebogruppe getestet?Um die Wirksamkeit des Medikaments definitiv festzustellen und gegenüber dem
    Placebo-Effekt abzugrenzen.
  61. 61Wie konnten Gilbertson et al. (2002) zeigen, dass ein geringeres Volumen des Hippocampus einen Risikofaktor für und nicht die Folge einer Posttraumatischen Belastungsstörung darstellt?Durch den Vergleich von eineiigen Zwillingen, von denen einer im Vietnamkrieg
    eingesetzt war
  62. 62Was sind die beiden Inhaltsbereiche der Pädagogischen Psychologie?◦ Erziehungspsychologie
    ◦ Bildungspsychologie
  63. 63Welche drei Faktoren beeinflussen nach Musch und Bröder (1999) die Prüfungsleistung und mit welcher Methode wurde gezeigt, dass alle drei die Prüfungsleistung unabhängig voneinander vorhersagen?___________________________________________
  64. 64Was sind die beiden Zweige der Rechtspsychologie?◦ Forensische Psychologie
    ◦ Kriminalpsychologie
  65. 65• Sind „Profiler“ in der Regel Psychologen?◦ Nein, es sind eher Kriminalisten.
  66. 66• Was versteht man unter latenten und manifesten Variablen?◦ Latent: Nicht direkt beobachtbar, theoretischer Begriff, Konstrukt
    ▪ Bsp.: Intelligenz, Aggressivität, Stärke der Gedächtnisspur
    ◦ Manifest: Anzahl gelöster Testaufgaben, Anzahl aggressiver Akte, Anzahl
    wiedergegebener Items…
  67. 67Was versteht man unter einem Konstrukt? Nennen Sie mindestens vier Beispiele aus der Psychologie________________________
  68. 68Was versteht man bei psychologischen Experimenten unter einer unabhängigen Variablen (UV) und einer abhängigen Variablen (AV)?◦ Die UV ist die Variable, von der man annimmt, dass sie die AV kausal beeinflusst.
    ◦ In Experimenten variiert man eine UV und beobachtet ihre Auswirkung auf die AV .
    ◦ Bsp: Die Lerndauer (UV) beeinflusst eine spätere Gedächtnisleistung (AV) kausal,
    das gilt natürlich nicht umgekehrt .
  69. 69Wie sind Gesetze in der Psychologie formuliert? Nennen Sie jeweils ein Beispiel.◦ Gesetze beschreiben gesetzmäßige und ursächliche Zusammenhänge zwischen
    Variablen
  70. 70Beschrieben Sie (verbal) den Zusammenhang zwischen zwei Variablen, die negativ miteinander korrelieren.◦ Vergrößert sich der Wert der einen Variablen, so verringert sich der Wert der
    anderen.
    ◦ Bsp: Zigarettenkonsum und Lebenserwartung.
  71. 71Kann man aus einer Korrelation zweier Variablen auf ein Kausalverhältnis zwischen ihnen schließen?◦ Nein, es kann auch eine gemeinsame kausale Variable verantwortlich sein.
  72. 72Kann man aus einem Kausalverhältnis zwischen zwei Variablen auf eine Korrelation zwischen ihnen schließen?◦ Ja.
  73. 73Welche zwei Ziele verfolgt die Inferenzstatistik?◦ Parameterschätzung
    ▪ schließe aus einem fehlerbehafteten Stichprobenkennwert auf den vermuteten
    Populationskennwert
    ◦ Hypothesentests / Signifikanztests
    ▪ Ableitung einer statistischen Hypothese (SH) aus einer psychologischen
    Hypothese (PH)
  74. 74Welche Frage beantwortet der statistische Signifikanztest (nach Fischer), welche nicht?◦ Er sagt aus, wie (un-)wahrscheinlich eine Klasse von Ergebnissen unter der
    Annahme der H0 ist und damit wie groß unsere Irrtumswahrscheinlichkeit ist, wenn
    wir die H0 aufgrund eines Ergebnisses ablehnen
    ◦ Er sagt nicht aus, welche der Hypothesen mit größerer Wahrscheinlichkeit wahr ist.
  75. 75Nennen Sie mindestens ein statistisches Verfahren, mit dem man a) Strukturen in Daten identifizieren, b) Zusammenhänge zwischen Variablen analysieren und c) Unterschiedshypothesen testen kann._____________________________________________
  76. 76Was sind die Ziele der Faktorenanalyse?◦ Klassifikation der vielen Variablen in voneinander unabhängige Gruppen.
    ◦ Finden der „Dimensionen“, die den Gemeinsamkeiten und Unterschieden der
    Variablen zu Grunde liegen (hypothesengenerierendes Verfahren).
    ◦ Je weniger Dimensionen man benötigt, um die komplexen Zusammenhänge zu
    beschreiben, desto größer ist die Reduktion der Komplexität.
  77. 77Mit welchen Kriterien kann man die Brauchbarkeit einer Faktorenlösung beurteilen?◦ Inhaltliche Interpretierbarkeit
    ◦ Empirische Zusammenhänge
  78. 78Wie kann die MDS von Vegewaltigungsmerkmalen bei früheren Taten die Ermittlungen der Polizei bei neuen Taten unterstützen?◦ Merkmale der Tat können Merkmalen der bereits ermittelten Täter zugeordnet
    werden.
  79. 79• Nach welchem Kriterium wird die Regressionsgerade in einem Punkteschwarm gelegt?◦ Die Summe der quadrierten Abweichungen zwischen wahren und vorhergesagten
    Werten soll minimal sein.
  80. 80Schreiben Sie die Regressionsgleichung bei einer einfachen lineare Regression und benennen Sie jedes Element.________________________________________
  81. 81Was misst der Determinationskoeffizient?◦ Anteil der Varianz in Y, der durch X „erklärt“ wird
  82. 82Wovon hängt es ab, mit welcher Präzision man bei einer Regression das Kriterium mit dem Prädiktor vorhersagen kann?◦ Durch die Anzahl der Prädiktoren.
  83. 83Es gibt viele statistische Verfahren zur Testung von Unterschiedshypothesen. Von welchen Eigenschaften des Designs und der Daten hängt ab, welcher Test angemessen ist?◦ Skalenniveau, auf dem die AV gemessen wird
    ◦ der Anzahl der Gruppen/Bedingungen, die verglichen werden
    ◦ davon, ob die UV inter- oder intraindividuell manipuliert wurde (between-subjects
    und within-subjects Designs)
  84. 84Warum sind psychologische Befunde selten wirklich überraschend?◦ alle Erkenntnisse der Alltagspsychologie müssten falsch sein
    ◦ Empirische Forschung besteht nicht darin, Effekte nachzuweisen, Umstände unter denen sie (nicht)auftreten
    ◦ Die empirische Forschung zielt darauf ab, Theorien zur Erklärung von Phänomenen
    zu erstellen, die nicht ad hoc sind.
  85. 85Wie leicht sind psychologische Forschungsergebnisse nach den Befunden von Holz- Ebeling (1989) voraussehbar?◦ Die Einschätzung, empirische Befunde der Psychologie seien generell gut
    vorhersagbar, ließ sich empirisch nicht bestätigen! Das geht nur dann gut, wenn
    man das Ergebnis schon kennt (diesen Effekt nennt man auch Rückschau-Fehler
    oder Hindsight-Bias)!
  86. 86Wie erklärten Pawlik & Buse (1979) die mit astrologischen Vorhersagen übereinstimmende Ergebnisse von Majo et al. (1978)?◦ Die befragten Personen waren sich der gewünschten Antwort bewusst.
  87. 87Welche wichtigen Datenquellen werden in der Psychologie genutzt?◦ Subjektive Daten
    ▪ Auskünfte der Vp über Meinungen, Einstellungen, Gefühle, Erlebnisqualitäten,
    Symptome, Schmerz etc.
    ◦ Verhaltenstdaten
    ◦ Physiologische Daten
  88. 88Nennen Sie mindestens drei Probleme, die die Gültigkeit des verbalen Selbstberichtes einschränken!◦ Selbstbeobachtung beeinflusst den beobachteten Gegenstand (Reaktivität)
    ◦ Erfragte Aspekte sind nicht repräsentiert
    ◦ Selbstdarstellungstendenzen (z. B. soziale Erwünschtheit)
    ◦ Manche Aspekte sind evtl. dem Bewusstsein nicht zugänglich und/oder schlecht
    verbalisierbar
    ◦ Gedächtnisfehler
    ◦ Fehleinschätzungen
  89. 89• Was versteht man unter einem Item?◦ eine Frage
  90. 90• Nennen Sie mindestens drei Formate von Ratingskalen!◦ Grafisch (mit/ohne Nummerierung/Deskriptoren)
    ◦ Kategorialurteile (mit/ohne Nummerierung)
    ◦ Likert-Skalen
  91. 91Nennen Sie drei Konstrukte, die man am besten (wenn nicht ausschließlich) mit Selbstberichts-verfahren erfasst!◦ Meinungen
    ◦ Gefühle
    ◦ Selbstbeschreibungen
  92. 92Welche Probleme gibt es bei Ratingskalen?◦ „Halo effect“: Der Gesamteindruck beeinflusst die Gesamtratings
    ◦ Vermeidung extremer Antworten bei vielen Personen
    ◦ Tendenz zu milden/strengen Urteilen
    ◦ Unterschiedliches Verständnis der Deskriptoren
  93. 93Wann sind unstrukturierte Interviews besonders nützlich, wann standardisierte Interviews oder Fragebogenverfahren?◦ Je stärker die Datensammlung der Hypothesengewinnung dienen soll, desto
    nondirektiver wählt man die Interviewtechnik
    ◦ In hypothesentestenden Situationen wird man eher auf strukturierte und
    standardisierte Verfahren zurückgreifen
  94. 94Welche Faktoren beeinträchtigen die Zuverlässigkeit von Verhaltensbeobachtungen (mindestens vier)?____________________________________________
  95. 95Welche Maßnahmen erhöhen die Reliabilität von Verhaltensbeobachtungen?◦ Ein einfaches und klares Kategoriensystem.
    ◦ Eine ausreichende Häufigkeit des zu beobachtenden Verhaltens.
    ◦ Nicht zu viele Kategorien.
    ◦ Gut trainierte und ggf. ausgewählte Beobachter.
  96. 96Was sind die vier zentralen Merkmale eines Experimentes?◦ Trennung min. einer UV von einer AV, letztere gemäß der zu prüfenden
    Hypothese von der UV kausal beeinflusst
    ◦ Systematische Variation bzw. Manipulation der UV(n), um ihre Auswirkungen auf
    die AV zu beobachten.
    ◦ Kontrolle anderer Einflussfaktoren auf AV
    ◦ Randomisierung
  97. 97Was ist das wichtigste Problem bei allen nicht experimentellen Untersuchungen?____________________________________
  98. 98Was ist eine ex-post-facto Studie?◦ Kennzeichen: simultane Erfassung einer AV und einer zeitlich zurückliegenden UV
    (sofern Daten zugänglich)
    ◦ z. B. Unterscheiden sich heutige Straftäter von Nicht-Straftätern durch stärkeren
    Fernsehkonsum in ihrer Kindheit?
  99. 99Nennen Sie die vier Skalenniveaus mit jeweils einem Beispiel und die jeweiligenzulässigen Transformationen!◦ Nominal: Name - Un/Gleichheit (Modus/Ort)
    ◦ Ordinal: Reihenfolge - größer/kleinerRelation (Median/Charts)
    ◦ Intervall: Abstand - Gleichheit von Differenzen (arithm. Mittel /Temperatur)
    ◦ Verhältnis: mit natürlichem Nullpunkt - Gleichheit von Verhältnissen
    (geometr. Mittel/ Länge, Einkommen)
  100. 100Was sind die drei wichtigsten Gütekriterien eines psychologischen Tests?◦ Objektivität
    ◦ Reliabilität (Zuverlässigkeit)
    ◦ Validität (Gültigkeit)
  101. 101• Erklären Sie die Begriffe Reliabilität und Validität!◦ Reliabilität ist die Messgenauigkeit.
    ◦ Ein Test ist valide, wenn er das misst, was er messen soll.
    ▪ „Wie oft pro Woche haben Sie Sex?“ misst vermutlich die Bereitschaft zur
    Ehrlichkeit!
  102. 102Was versteht man unter interner Validität?◦ Eine Untersuchung U ist genau dann intern valide, wenn sichergestellt ist, dass
    Veränderungen der AV(n) auf die Variation einer UV zurückgeführt werden können
    und nicht durch Störvariablen bewirkt wurden, die mit der UV konfundiert (d.h.
    vermischt) sind.
  103. 103Kann man einem Experiment ansehen, ob es extern valide ist?___________________________
  104. 104Nennen Sie drei verschiedene Operationalisierungen des Konstruktes „Aggressivität“!_______________________________
  105. 105Warum ist eine Quasi-Experiment kein Experiment?◦ Weil keine Randomisierung durchgeführt wurde.
  106. 106• Was sind die Vorteile eines intraindividuellen (within-subjects) Designs (3)?◦ Personenunterschiede fallen weniger ins Gewicht, da jede Versuchsperson mit sich
    selbst verglichen wird.
    ◦ Statistische Tests haben daher größere Power.
    ◦ Ggf. können psychologische Hypothesen an jedem Individuum geprüft werden.
  107. 107In welchem der Beispiele (Folien 17-22) gibt es statistische Wechselwirkungen?_________________________________________
  108. 108Nennen Sie mindestens drei Kontrolltechniken zur Erhöhung der internen Validität eines Experimentes!◦ Elimination
    ◦ Konstanthaltung
    ◦ Kontrolle
    ◦ Parallelisierung
    ◦ Randomisierung
  109. 109Welche Kontrolltechnik ist am effizientesten, um personengebundene Störvariablen auszuschließen?◦ Randomisierung

Informationen

Beschreibung
Einführung in Gebiete und Forschungsmethoden der Psychologie
Erstellt von
Gelöschter Nutzer · Okt 2016
Aktualisiert
13 Jan 2017
Aufrufe
64
Verlauf
  • Erstellt von Mirabella Awr · 22 Jan 2016
  • Kopiert von Lars Lars · 3 Okt 2016
Bewertung

Feedback

Worum geht es?

Wie gefällt dir das neue Design?

Dein Eindruck