Karteikarten
Sozialisationsbereiche (Familie, Schule, Jugend, Geschlecht)
Karten in diesem Stapel (85)
- 1Stellung der Familie in SozialisationFamilie hat herausragende Stellung in Sozialisationsbereichen, denn hier personale Identität konstituiert & kollektive & soziale Identitäten begründet, für die meisten die wichtigste Instanz; Herkunftsfamilie prägt Haltung, Werte & Chancen
- 2Erziehungswissenschaften UnterteilungErziehungsstile (autoritär, Laissez-faire, anti-autoritär)
Pädagogik (Päd-Kind; Agogik-Anleitung)
Fokussiert was braucht jdm., was erhält er?, Prozess zw. Akteuren (Kind, Eltern, Lehrer etc.) die beobachtet werden kann - 3Funktion Familie Parson- primäre Sozialisationsinstanz (Einführung des Kindes in Rolle als Gesellschaftsmitglied)
- Erwachsenenpersönlichkeit stärken --> pattern variables werden hier beeinflusst (siehe auch Rollentheorie) - 4Familienbegriff Statistisches Bundesamt 1997Ehepaare mit und ohne Kind(ern) sowie alleinerziehende ledige, verheiratet getrenntlebende, geschiedene und verwitwete Väter und Mütter, die mit ihren ledigen Kindern im gleichen Haushalt zusammenleben
- 5Familienbegriff Hans Bertramstellt «wahrgenommene» Familie ins Zentrum, wer wird als Familienmitglied wahrgenommen, wer nicht
- 6Familienbegriff Rosmarie Nave-HerzUnterscheidung 3-Generationen-Familien, Eltern-Familien, Ein-Eltern-Familie (hier wieder Mutter- und Vater-Familie)
--> biologisch, wirtschaftliche und geistig-seelische Lebensgemeinschaft von Eltern mit Kindern - 7Familienbegriff Familienbericht 2004- „primär in den Beziehungen zwischen Eltern und Kindern begründete soziale Gruppe eigener Art, die als solche gesellschaftlich anerkannt ist"
--> weder Ehe, noch biologische Elternschaft, noch gemeinsamer Haushalt als Voraussetzung, keine Wertung, beschränkt sich nicht auf unmündige oder finanziell abhängige Kindern, Lebensform über den ganzen Lebenszyklus
- Neu: doing family: Immer wieder neues Aushandeln wie Familie funktioniert - 8Familie als Sozialisationsinstanz Spezifik & Besonderheit- erste Instanz (fast überall)
- Prägung, Nachahmug & Erfahrung der Welt
- konstituiert/begründet/Fundament gelegt für die personale Identität eines Menschen (Ebene Ich-Du, eigene Persönlichkeit, Abgrenzung)
- begründet die kollektiven und sozialen Identitäten eines Menschen (Wir-Ihr) - 9kollektive & soziale Identität (Beispiele)kollektive: Schweizer-Ausländer, Christen-Muslime, Kinder-Eltern, Männer-Frauen
soziale: arm-reich, traditionell-modern, Spender-Nichtspender, Einstellungsfrage - 10Familie früher-heute Das «Ganze Haus»Kindheit ist alltäglich und nicht im Mittelpunkt, frühe Mitarbeit bei alltäglichen Verrichtungen, jede Person in Zusammenleben & Arbeiten eingebunden, patriarchalische Herrschaft des Vaters; Ehe & Familie ergab sich aus sozialstrukturellen Zusammenhängen (Stand, Zunft etc.), armen teilweise Hochzeit untersagt, denn Ehe war hohes Mass an Verlässlichkeit, Stabilität & Halt
--> starke soz. Kontrolle; Familie war gelichzeitig Wirtschaftsleben - 11Familie früher-heute 18. Jhdt. IndustrialisierungTrennung von Familienleben und Erwerbsleben; Männer gehen in Fabrik; Sozialtypus Arbeiter entsteht; prägt Vorstellung heutiger «moderner»
Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern / «öffentlich» und «privat» (Herausbildung des patriarchalen (Mann Oberhaupt) Modells) -->(Erziehungs-) Arbeit -->Mann ist Haupt, Frau Herz der Familie
Entstehung der bürgerlichen Familie, Leitbilder: glückliche Familie, liebevolle Ehefrau, gehorsame Kinder (Preussischer Drill) - 12Familie früher-heute Kleinfamilie (1970er Jahre)«bürgerliches Familienideal» durchringt alle Klassen, Kindzentriert, «Mutterliebe» und das Wohl des Kindes stehen im Mittelpunkt, Frauen mehr Möglichkeiten, Zunehmend Heirat aus Liebe, WG als neue Form des Zusammenlebens
- 13Theorien & Konzepte zur Sozialisation in der Familie
- 14Sozialpsychologischer ZugangPerspektive auf Beziehungsgefüge und Miteinander in Familien im Fokus der Analyse, was machen Leute ganz konkret
- 15dimensionale Beschreibungsmodelle (David H. Olson)Wenn Familie Balance --> eher belastbarer, positives Familienklima
- 16dimensionale Beschreibungsmodelle Vor-/NachteilVorteil: Die Wechselwirkungsverhältnisse der beiden Dimensionen geraten in den Blick (Hass-Liebe, Flexibilität, Ressourcen)
Nachteil: Sehr abstrakt, empirisch kaum zu erfassen - 17rationale Theorien- Vernunftgesteuert, Geist, wie wird darüber nachgedacht, pro/kontra wird abgewogen, ressourcenorientiert
- Eltern verbinden Kinder mit Nutzen - 18Nutzen aus Kinder- Ökonomisch (Mithilfe im Hauhalt/Betrieb, Unterstützung im Alter
- Psychisch (Stärkung familialer Beziehung, Freude Kinder aufwachsen zu sehen)
- Sozial-normativ (Statusgewinn, Kompetenz der Elternrolle, Weiterführung des Familiennamens) - 19rationale Theorie KritikPsychosoziale und emotionale Aspekte und Prozesse werden stark vernachlässigt
- 20Familienstresstheorie AusgangspunktWas bewirken kritische Lebensereignisse und Stress in einer Familie? Dabei Unterscheidung normaler Stress (vorhersehbar, trotzdem belastend, Bsp. Einschulung, Auszug) und aussergewöhnlich Stress (wirkt bedrohlich, Bsp. Krankheit, Arbeitslosigkeit, Lottogewinn, Trennung); Ob Familie für Persönlichkeitsentwicklung positiv oder negativ ist, hängt von Nutzung der Ressourcen und Art & Weise soz. Beziehung ab
- 21Bewältigungsmöglichkeiten sind von folgenden Ressourcen abhängigVerfügung über diese Ressourcen ist somit abhängig von ökonomischem, kulturellen und sozialen Kapital (Pierre Bourdieu)
- 22Psychoanalytischer ZugangNach Freud ist Kind in den ersten Lebensjahren von Umfeld abhängig, aber auch später lernt es in Familie erste Regeln kennen und lernt, dass auch andere Familienmitglieder Bedürfnisse haben
- 23Sozialökologischer Zugang- Sozial = mind. 2 Menschen, Ökologie = Umwelt
- Mit dieser Theorie können Sozialisationskontexte erkennt werden - 24vier verschiedene SozialisationskontexteEinflüsse auf Familie;
Mikro-, Meso-, Exo-, Makro-Ebene - 25Mikrosystemkonkret vorfindbare Familie und deren soziales Setting (z.B. Kleinfamilie, Einkommen, Wie viele, Arbeit etc.)
- 26MesosystemZwischen-; Beziehungen dieser Familie zu anderen Familien, zum Kindergarten, Umfeld
- 27ExosystemLebensbereiche, die ausserhalb der konkreten Personen der Familie sind (Arbeitsplatzsituation der Eltern, flexible Arbeitszeiten, Home office, Schulpflicht etc.); Rahmenbedingungen der Firma; Was braucht es um Situation zu ändern
--> Umschulung etc - 28MakrosystemRahmenbedingungen der familialen Sozialisation (Art und Umfang der Berufstätigkeit, etc.), gesellschaftliche, gesetzliche und allgemeine Logiken
- 29Thesen Kurt Lüscher (Sozialökologischer Zugang)
- 30analytische Perspektive auf diese Sozialisationskontexte zeigt die Zusammenhänge... ... innerfamiliären Sozialisationsgeschehens
- 31analytische Perspektive auf diese Sozialisationskontexte zeigt die Zusammenhänge... ... familienspezifischen Umfelds
- 32Wandel der Eltern-Kind-Beziehung
- 33Sozialisation von Kindern erwerbstätiger Mütter
- 34Aufwachsen als Einzelkind
- 35Sozialisation von Scheidungskindern
- 36Sozialisation in Ein-Eltern-Familien
- 37Sozialisation in armen Familien
- 38Sozialisationsinstanz Schule Rahmenbedingungen
- 39Aus der Analyse der Institution Schule ergeben sich folgende zentrale Fragen:
- 40Sozialisationsprozess & Selektionsoz. Ordnung sol aufrecht erhalten bleiben (Parson)
- 41Aufgaben & Funktion (nach Helumt Fend)
- 42Funktionsbereiche schulischer Sozialisation
- 43Heimlicher Lehrplan
- 44Sozialisationsbereich Jugend Spezifik
- 45Begriff Jugend 1970Lebensphase zw. Kindheit & Erwachsensein (Friedhelm Neidhardt)
- 46Begriff Jugend bestimmte Verhaltensweise
- 47Begriff Jugend gesellschaftliches/soziales Phänomen
- 48Begriff Jugend Bernhard Schäfer & Albert Scherr
- 49Begriff Jugend 2. Hälfte des 20 Jhdt.
- 50StatuskonsistenzFrühe finanz., mediale, konsumtive, erotische, politisch & freundesbezogene Teilselbständigkeit; späte ökonomische & familiale Selbständigkeit
- 51Phasen der Jugend
- 52PubertätIn erster Linie ein biologisches Geschehen: körperliche Veränderungen, Gefühlsschwankungen, «unverständliche» Verhaltensweisen
- 53AdoleszenzUnscharfer Begriff, der sämtliche psychosozialen Entwicklungsprozesse beschreibt; die in Schritten erfolgende Entwicklungen und Übergänge von der Kindheit zum Erwachsensein; Geschlecht, Identität, soziale Position, Werte
- 54Post-AdoleszenzNeuerer Begriff, der die «Nach-Jugendphase» umfasst; Hintergrund: heutige spätere ökonomische Unabhängigkeit im Vergleich zu früheren Jugendgenerationen Jugendliche bleiben länger im Elternhaus
- 55Beschreibung der Jugend mittels Wert-Typologie (Spranger)Intellektuellen, ökonomischen, ästhetischen, sozialen, politischen & den religiösen Typus
- 56Geschichte der Jugenden
- 57Theorien & Konzepte zur Sozialisation in der Lebensphase Jugend- Strukturfunktionalismus
- Konzept der Entwicklungsaufgaben
- Konzept der Identität
- Individuation & Integration
- Posttraditionelle Gemeinschaften - 58Strukturfunktionalismus in Jugend (Shmuel N. Eisenstadt)
- 59Sozialisatorische Bedeutung in Bezug auf… Dimension
- 60Konzept der Entwicklungsaufgaben (Havighurst)
- 61Etappen der Aufgabenbewältigung
- 62Konzept der Identität (Erikson)
- 63Jugendliche muss sich zw. Selbstdefinition & Rollenerwartung der Gesellschaft positionieren --> Auf Identitätsdiffusion folgt Ausbildung stabiler Identität
- 64Individuation und Integration (Klaus Hurrelmann)Das erste mal beide Komponenten bewusst aufeinander bezogen, wenn gut, gelungene Sozialisation (autonomes Handeln & stabile Ich-Identität)
- 65IndividuationDer Prozess der Entwicklung einer einzigartigen Persönlichkeit führt zum Aufbau der personalen Identität, die aus den biographischen Erfahrungen jedes einzelnen Menschen besteht; Subjekt, psychisch-biologische Anforderung
- 66Integrationsoziale Anpassungsprozesse an gesellschaftliche Werte und Normen, die in Wechselwirkung mit der sozialen Umwelt stehen und die zum Aufbau einer sozialen Identität führt. , mit welchen Werten und Normen findet Integration statt, wie kommt ich ins wir, sozial-ökologische Anforderungen
- 67Persönlichkeitsideal: emanzipierter Bürger
- 68Individualisierte Jugend - Posttraditionelle Gemeinschaften- Entstrukturierung, Destandardisierung
- Motor: Veränderung der Strukturen (Arbeitswelt) --> Hohe Anforderungen
- Doppeltes Entscheidungsproblem
- Szenen ,Subkulturen, Milieu, Peer-Groups - 69Entstrukturierung, Destandardisierung
- 70Doppeltes Entscheidungsproblem--> Man sieht (Medien) was man alles haben könnte, muss sich entscheiden
--> Muss Weg einschlagen der momentan finanziell & zeitlich möglich ist - 71Heute weniger "Normalbiographien" Folgenweniger Orientierung, deshalb weniger Verbindlichkeit --> Jugendliche suchen Sicherheit in Gruppen/auch Szenen
- 72Szenenverweist auf Gesellungsgebilde
- 73Subkulturhaben höhere Inklusion/Exklusions-Gedanken, «geschlossene» Interaktionskontexte, exklusive «Qualitäten», von Gesamtkultur abweichende, gemeinsame Weltsicht & kollektive Identität
- 74Milieukohäsive (=starker Zusammenhalt) Gesellschaftsform, kollektiv auferlegte Lebenslage, gleiche biographische Umstände
--> gemeinsamer Lebensstil - 75Peer-Groupsrelativ informelle Zusammenschlüssen von meist lokalen Freundeskreisen, hohe wechselseitige Akzeptanz, altershomogen, hohe Interaktionsdichte
- 76KartoffelmodellSicherheit & Orientierung: möglichst alles so bleiben wie es war
Haben & Zeigen: Wertlegen auf Materielles
Sein & Verändern: Es darf sich was ändern, yolo
Machen & erleben: Kreativ
Grenzen überwinden: neues ausprobieren
- 77Typen des Kartoffelmodells
- 78GenderGesellschaftliches /Soziales Geschlecht, wie man sich in der Gesellschaft verhält, Gegensatz zu Sex (biologisches Geschlecht)
- 79Geschlechterstereotypen Definitiono Geschlechterstereotypen sind kognitive (Wissensbezogen) Strukturen, die sozial geteiltes Wissen über die charakteristischen Merkmale von Frauen und Männern enthalten, sie gehören zum individuellen Wissensbesitz und bilden konsensuell den kulturell vermittelten gesellschaftlichen Kern dieses Wissens
-> weitgehemmd änderungsresistent
--> weitestgehend kulturell invariant (unterscheiden sich selten) und zeitlich stabil - 80Anteile der Geschlechterstereotypen
- 81Inhalte von Geschlechterstereotypen
- 82Erklärungsansatz für Geschlechterstereotypen
- 83EmanzipationAblösen, rechtliche Gleichstellung anfordern
- 84QueerAuflösung der eindeutigen Geschlechterrolle
- 85Entwicklungslinien in der Frauenforschung:
Informationen
- Beschreibung
- Der Nutzer hat seine Fachbereichs-Information gelöscht. Karteikarten am Sozialisationsbereiche (Familie, Schule, Jugend, Geschlecht), erstellt von Gelöschter Nutzer am 10/10/2016.
- Erstellt von
- Gelöschter Nutzer · Okt 2016
- Aktualisiert
- 23 Okt 2016
- Aufrufe
- 48
- Verlauf
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- Erstellt von Sibille Regli · 11 Mai 2016
- Kopiert von Dari 0 · 10 Okt 2016
- Bewertung