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Karteikarten

Pädagogisch-psychologische Diagnostik

Gelöschter Nutzer Der Nutzer hat seine Fachbereichs-Information gelöscht. Englisch 28 Karten

Karten in diesem Stapel (28)

  1. 1Pädagogisch-psychologische Diagnostik: Zielemöglichst akkurate Einschätzung der aktuellen Ausprägung von:
    (1) Personenmerkmalen
    (z.B. Fähigkeiten, Einstellungen)
    oder (2) Merkmalen der Lern-/Entwicklungsumwelt
    (z.B. Kommunikationsformen im Unterricht, elterl. Erziehungsverhalten
    sowie, bessere Erklärung und Prognose in pädagogisch relevanten Problemfeldern
  2. 2Handlungsstrategien (Wild & Krapp, 2006)1. Modifikationsstrategien:
    Personenmodifikation
    (z.B. Nachhilfe, Lehrertraining)
    Bedingungsmodifikation
    (z.B. Neugestaltung des Lehrsystems, Änderung des Erziehungsverhaltens)
    2. Selektionsstrategien:
    Personenselektion
    (z.B. Zulassung zu Schulzweigen oder Studiengängen)
    Bedingungsselektion
    (z.B. Auswahl eines Studiengangs
    oder einer Ausbildungsrichtung)
  3. 3Selektion (vs. Klassifikation)Entscheidungsaltenativen typischerweise:
    (1) "Aufnahme" oder (2) "Ablehnung"
  4. 4Klassifikation (vs. Selektion)mehrere Treatments zur Auswahl,
    Entscheidung:
    1. entweder die richtigen Maßnahmen
    bzw. Aufgabenfelder für vorhandene Personen auswählen, oder
    2. jeweils die richtigen Personen für vorhandene Aufgabenfelder
  5. 5Treffer und Fehler bei Selektionsentscheidungennicht nur abhängig von prognostischer Validität des Auswahlverfahrens (Höhe der Korrelation zwischen Merkmal und Residuum), sondern auch
    von Selektionsquote (Anteil der aufgenommenen Bewerber in Relation zur Gesamtzahl) und Grundquote (Anteil der Geeigneten in Relation zur Gesamtzahl)
    Treffer:
    erwartungsgemäß erfolgreiche Bewerber ➔ richtig Positive
    erwartungsgemäß erfolglose Bewerber ➔ richtig negative
    Fehler:
    zu Unrecht aufgenommene Bewerber
    ➔ falsch positive
    zu Unrecht abgewiesene Bewerber
    ➔ falsch negative
  6. 6BezugsnormorientierungUntersuchungen zeigen, dass sich Lehrer in ihrer Bezugsnormorientierung unterscheiden und
    damit nachhaltigen Einfluss, auf die konkrete Notengebung und Motivationslage der Schüler auswirken
  7. 7(3) formale Gütemaßstäbe zur Interpretation von Bewertungen1. soziale Bezugsnorm
    (interindividuelle)
    2. individuelle Bezugsnorm
    (intraindividuelle/ipsative)
    3. kriteriale Bezugsnorm
    (kriteriumsbezogene/sachliche)
  8. 8Erfassung von Personenmerkmalen1. Entwicklungstests
    ("Wiener Entwicklungstest" = WET)
    2. Diagnose von Lernvoraussetzungen (z.B. Schulfähigkeit / Schulbereitschaft)
    3. Intelligenztests
    4. Beratung für berufliche Bildung
    ("LIS", "LPA" oder "BEIL")
    4. Studienzulassungstests
    5. Schulleistungstests
    ("PISA", "TIMSS", "IGLU")
    6. Schülerleistungstests
  9. 9Beispiele: Beratung für berufliche BildungLIS
    "Lehrer-Interessen-Skalen"
    LPA
    "Lehrer-Persönlichkeits-Adjektivskalen"
    BEIL
    "Berufseignungsinventar für
    das Lehramtstudium"
  10. 10Schulleistungstestserfassen Qualität einer Schule
    (= Schuleffizienz)
    lehrzielorientierte Leistungsmessung
    z.B. im Rahmen internationaler Schulleistungsvergleiche
    (PISA, TIMSS, IGLU)
  11. 11Erfassung von Personenmerkmalen:: Schülerleistungstestszur Objektivierung des Lehrerurteils bei Einschätzung der Leistung eines Schülers
    sowie zum Vergleich zwischen Schülern
    (soziale Bezugsnorm)
  12. 12Problem: ReferenzrahmeneffekteLehrer, die nur an einer Schule Unterrichten können schlecht zwischen Schulen/Schulformen vergleichen
    ➔ lebenspraktisch bedeutsame Entscheidungen bzgl. Schulübertritts oder Abschlusszeignisses, sollten auf Grundlage möglichst objektiver Leistungsfeststellungen getroffen werden
    z.B. im Rahmen von:
    (1) Zentralprüfungen und (2) objektiven Testverfahren
  13. 13Objektivitätsprobleme, Reliabilitätsprobleme, Validitätsprobleme und Fairnessprobleme bei Bewertung schriftlicher/mündlicher Prüfungsleistungen (außer Referenzrahmeneffekt)1. Erwartungen (z.B Pygmalioneffekt)
    2. Halo-/Hof-Effekte
    3. implizite Persönlichkeitstheorien
    4. Positionseffekte
    5. (weitere) Urteilstendenzen
  14. 14Funktionen der Leistungsbeurteilung1. Leistungsstand in einem Fach zusammenfassend darstellen
    (Note kann im strengen Sinne keine Schulleistung erfassen!)
    ➔ Klassifikation und Bewertung von Leistungen
    2. Auslesefunktion, Kontrollfunktion und Berechtigungsfunktion
    3. Orientierungsfunktion
    für Schüler und Eltern, bzgl.
    schulischer oder beruflicher
    Laufbahnentscheidungen
    4. Berichtsfunktion
    5. Anreizfunktion
    6. Erziehungsfunktion
    7. Rückmeldefunktion
    für Lehrkräfte
  15. 15Erfassung von Umweltmerkmalen1. Familiendiagnostische Verfahren
    2. Skalen zum Klassenklima
    Beispiele zu 2:
    CES = Classroom Environment Skale, LASSO = Langdauer Skale zum Sozialklima, LFSK = Linzer Fragebogen zum Schul- und Klassenklima, videogestützte Unterrichtsanalysen und andere Beobachtungsverfahren
  16. 16soziale Bezugsnorm (interindividuelle)"wie verhält sich Leistung eines Schülers zu durchschnittlicher Klassenleistung?"
    Ausprägungsgrad eines individuellen Merkmals (z.B. Lernerfolg)
    im Vergleich zu Merkmalsausprägungen anderer Schüler bewertet
  17. 17individuelle Bezugsnorm (intraindividuelle/ipsative)"wie verhält sich aktuelle Leistung eines Schülers zu seinen vorherigen Leistungen?
    individuelle Leistungsentwicklung zählt
    Leistungen Anderer spielen keine Rolle
  18. 18kriteriale Bezugsnorm (kriteriumsbezogene/sachliche)Leistung in Relation zu einem vorher festgelegten Erfolgskriterium gemessen
    Beispiel: mindestens 50% von maximal 100 erreichbaren Punkten zum bestehen einer Prüfung erforderlich
  19. 19Erwartungen (z.B Pygmalioneffekt)Schüler wiesen einen größeren Zuwachs in ihrer kognitiven Leistungsfahigkeit auf, wenn Lehrer dies aufgrund eines vermeintlichen Intelligenztestergebnisses so erwarteten
  20. 20Halo-/Hof-Effekteauffälliges Merkmal bestimmt Wahrnehmung anderer Merkmale
    z.B. guter Schüler in Deutsch bekommt auch eher gute Englisch Note
  21. 21implizite PersönlichkeitstheorienAnnahme, das Mädchen grundsätzlich gut in sprachlichen Schulfächern sind, kann zu Notenbonus führen
  22. 22PositionseffektePrüfling nach einem schlechten Schüler erhält Bonus
  23. 23(weitere) Urteilstendenzenz.B. Zuschreibung hoher Fertigkeiten, wenn Eltern akademischen Hintergrund haben
  24. 24Leistungsbeurteilung: Auslese-, Kontroll- und Berechtigungsfunktionz.B. im Hinblick auf Zugang zu weiterführenden Schulen, Studiengängen oder beruflichen Ausbildungsgängen
  25. 25Leistungsbeurteilung: BerichtsfunktionRückmeldungen über aktuellen Leistungsstand für Schüler als pädagogische Funktion
    für Eltern als Information über die Leistungsentwicklung ihrer Kinder
  26. 26Leistungsbeurteilung: AnreizfunktionNoten können motivieren und disziplinieren
  27. 27Leistungsbeurteilung: ErziehungsfunktionNoten machen Schüler mit den in der Gesellschaft dominierenden Prinzipien der Leistungsbewertung vertraut
  28. 28Leistungsbeurteilung: Rückmeldefunktion für LehrkräfteNotenverteilung in einer Klasse sagt auch etwas über Unterrichtsqualität aus

Informationen

Beschreibung
Der Nutzer hat seine Fachbereichs-Information gelöscht. Karteikarten am Pädagogisch-psychologische Diagnostik, erstellt von Gelöschter Nutzer am 10/10/2016.
Erstellt von
Gelöschter Nutzer · Okt 2016
Aktualisiert
31 Dez 2016
Aufrufe
37
Verlauf
  • Erstellt von arne.doebler · 2 Feb 2016
  • Kopiert von Paula Raithel · 10 Okt 2016
Bewertung

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