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BM 13 Allgemeine Didaktik SS 2019 - Teil 2

Kerstin Dannerbauer 124 Fragen

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Fragen in diesem Quiz (124)

  1. 1Klafki argumentiert mit Humboldt, dass die Aufgabe des Menschen ist...
    1. A..über andere zu bestimmen.
    2. B..über sich selbst zu bestimmen und nicht über andere bestimmen zu lassen.
    3. C.über sich bestimmen zu lassen.
    4. D..über andere und nicht über sich selbst bestimmen zu lassen.
    5. E..über sich selbst zu bestimmen und nicht über sich zu bestimmen zu lassen.
  2. 2Klafki beschreibt die Aufgaben des Lehrenden als...
    1. A..nichts Beliebiges.
    2. B..nichts Besonderes.
    3. C..gut Überlegtes.
    4. D..allgemein Bekanntes.
    5. E..nichts Bestimmtes.
  3. 3Klafki beschreibt die Grundzüge eines neuen Allgemeinbildungskonzepts und stellt dabei die epochaltypischen Schlüsselprobleme ins Zentrum. Zur Bestimmung dieser Grundzüge skizziert er u.a. Bildung im Medium des Allgemeinen. Als Bestimmungsmoment von Bildung hebt Klafki mit diesem Medienbegriff das Kanonproblem heraus. Welche Perspektive zum Kanonproblem schlägt Klafki mit seinem Medienbegriff vor?
    1. ADieses Problem ist als Frage nach einem verbindlichen Kreis von Kulturinhalten zu verstehen, die im historischen Entwicklungsprozess den Rang klassischer Leistungen menschlicher Produktivität - in Wissenschaft, Kunst, Geschichte, ethischer Lebensgestaltung und Reflexion - gewonnen haben und die den substantiellen Kern der Allgemeinbildung ausmachen sollen, jeweils in die Verständnisebene von Kindern, Jugendlichen oder Erwachsenen übersetzt.
    2. BAllgemeinbildung bedeutet in dieser Hinsicht, ein geschichtlich vermitteltes Bewusstsein von zentralen Problemen der Gegenwart und - soweit voraussehbar - der Zukunft zu gewinnen, Einsicht in die Mitverantwortlichkeit aller Beteiligten angesichts solcher Probleme und der Bereitschaft, an ihrer Bewältigung mitzuwirken.
    3. CIn Bezug auf das Kanonproblem umschreibt der universalhistorische Horizont das Allgemeine als Aufgabe begriffenen Humanisierungsprozesses die objektive Seite der Bildung des Subjekts: Der Bildungsprozess wird als nach vorn hin offener Vermittlungsprozess der Subjekte mit der geschichtlichen und natürlichen Welt verstanden. Die Aufgabe löst sich allein durch die Verknüpfung unseres Ichs mit der Welt zu der allgemeinsten, regesten und freiesten Wechselwirkung.
    4. DEs soll dem Zugang zu unterschiedlichen Möglichkeiten menschlicher Selbst- und Weltverändnisses und zu verschiedenen kulturellen Aktivitäten geöffnet werden, von der subjektiven Seite aus gesehen: zur Vielzahl möglicher, relativ frei wählbarer individueller Interessenschwerpunkte.
    5. EAus dem Kanonproblem ergibt sich, dass weiterhin um die inhaltliche und die organisatorische Demokratisierung des Bildungswesen gerungen werden muss; denn ein inhaltlich am Demokratieprinzip orientiertes Allgemeinbildungskonzept kann letztlich nicht von seinen organisatorischen Realisierungsbedingungen abgekoppelt werden.
  4. 4Klafki schreibt: "Einzelne Schulen des gleichen Schultyps unterscheiden sich häufig hinsichtlich schulklimatischer Aspekte und der Leistungsresultate stärker voneinander als die Durchschnittsergebnisse der miteinander verglichenen, verschiedenen Schultypen". Was folgert Klafki aus dieser Beobachtung?
    1. ADie Einführung der Gesamtschule durch äußere Schulreform ist gelungen.
    2. BDas didaktische Gesamtbewusstsein muss gefördert werden.
    3. CLehrerInnen sollen den SchülerInnen schrittweise zu größerer Selbstständigkeit und Mittbestimmungsfähigkeit verhelfen.
    4. DDie Verbindung von innerer und äußerer Schulreform muss zur Anknüpfung an die Erfolge der internationalen Reformpädagogik realisiert werden.
    5. EDie Ergebnisse der Schule hängen eher von der pädagogischen Arbeit der Kollegien als vom Schultyp ab.
  5. 5Mit welchem Dreischritt behandelt Heimann das Methodenproblem in der Didaktik?
    1. ADurch die Analyse von Schulgesetzen, Richtlinien und Verwaltungsordnungen.
    2. BDurch die Analyse von subjektiven, objektiven und perojativen Tatbeständen.
    3. CDurch die Analyse normbildender, bedingungssetzender und formschaffender Faktoren.
    4. DDurch die Analyse von Fremdwillen, Eigenwillen und Gemeinschaftswillen.
    5. EDurch die Analyse von Voraussetzungen die in der Schule, in den SchülerInnen und in den LehrerInnen liegen.
  6. 6Nach Heimann werden durch die Fundamentaldemokratisierung der Gesellschaft an die Massen, die zu Subjekten der Geschichte geworden sind, Anforderungen gestellt, die bisher nur in der Erziehung von Eliten eine Rolle gespielt haben. Welche Funktion schreibt er den Massenmedien in diesem Zusammenhang zu?

    1. ASie liefern für die Massen eine Orientierung in einer unüberschaubaren und bedrängenden Welt und haben insofern eine Bildungsfunktion.
    2. BSie entsprechen einem Bewusstsein, das in Realkategorien denkt und haben insofern die Funktion, Bildung zu verhindern.
    3. CSie haben die Funktion, den Begriff des Funktionierens von technischen Infrastrukturen auf pädagogische Verständigungsvorgänge zu übertragen.
    4. DSie erzeugen die Unüberschaubarkeit und das Bedrängende der Welt und haben insofern die Funktion, Bildung zu verhindern.
    5. ESie haben eine polarisierende und eine privatisierende Funktion und insofern eine Bildungsfunktion.
  7. 7Reich diskutiert Diskussionen über Zielprobleme, Strukturprobleme und Funktionalismusprobleme in der Didaktik. Was ist das Ergebnis seiner Diskussion?
    1. AIn keiner der drei Diskussionen gelingt es, das Kriterienproblem überzeugend zu bearbeiten.
    2. BNur in der Diskussion über Strukturprobleme gelingt es, das Kriterienproblem überzeugend zu bearbeiten.
    3. CNur in der Diskussion über Zielprobleme gelingt es, das Kriterienproblem überzeugend zu bearbeiten.
    4. DIn allen drei Diskussionen wird das Kriterienproblem überzeugend bearbeitet, allerdings auf jeweils unterschiedlichem Weg.
    5. ENur in der Diskussion über Funktionalismusprobleme gelingt es, das Kriterienproblem überzeugend zu bearbeiten.
  8. 8Reich schreibt zur Verwendung von Medien: „Eine konstruktivistische Pädagogik steht und fällt mit der Realisierung von Konstrukten, von Werken, die Anderen mitgeteilt, gezeigt, die besprochen und als Lösungen für Probleme bzw. Konflikte diskutiert werden können" (Reich 2010: 229). Wie unterscheidet er die Realisierung von Konstrukten von der Realisierung von Produkten?
    1. ADie Produktion ist eher auf postmoderne Werte bezogen; die Konstruktion eher auf monetäre Werte.
    2. BDie Produktion ist eher auf Prosumenten bezogen, die Konstruktion auf Konsumenten.
    3. CKonstrukte werden als Produkte gesehen.
    4. DDie Produktion ist eher auf monetäre Werte bezogen; die Konstruktion eher auf postmoderne Werte.
    5. EDie Produktion ist eher auf Konsumenten bezogen, die Konstruktion auf Prosumenten.
  9. 9(t1) Reich verwendet die Analogie von Schule und Kaufhaus

    weil

    (t2) Reich vertritt die Perspektive, dass sich jeder je nach Geldbörse das mitnehmen soll, was er braucht und dass die Lehrenden nichts anderes verkörperen als Verkäufer, die zwischen sich gut verkaufenden Waren und Ladenhütern einherschlendern und kaum ein eigenes Gewissen haben.
    1. ANur t2 ist richtig.
    2. Bt1 und t2 sind richtig, aber die Verknüpfung ist falsch.
    3. CKeine der Aussagen ist richtig.
    4. DNur t1 ist richtig.
    5. Et1, t2 und die Verknüpfung sind richtig.
  10. 10Rogers schreibt: "Derjenige, der demgemäß mutig und gründlich seine eigenen Gedanken denkt, zu seiner ihm eigenen Einmaligkeit findet und verantwortlich sich selbst wählt, hat vielleicht das Glück, zwischen Hunderten von objektiven, äußeren Alternativen wählen zu können oder er mag schlimmstenfalls keine einzige Entscheidungsmöglichkeit haben." Was bedeutet das für die Freiheit des Menschen?
    1. ADass der freie Mensch dazu in der Lage sein muss, andere zu determinieren.
    2. BDass der Mensch angesichts der hohen Bedeutung der äußeren Umstände kaum Freiheit hat.
    3. CDass Freiheit ein äußerer Wert ist, der an den Menschen so herangetragen werden muss, dass er sich zu einer "Fully Functioning Person" entwickelt.
    4. DNichts - die Freiheit des Menschen besteht unabhängig von äußeren Umständen.
    5. EDass innere Freiheit nicht in Studien und Versuchen nachgewiesen werden, sondern nur erlebt werden kann.

Informationen

Beschreibung
Allgemeine Didaktik Quiz am BM 13 Allgemeine Didaktik SS 2019 - Teil 2, erstellt von Kerstin Dannerbauer am 19/09/2019.
Sprache
Deutsch
Aufrufe
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Schlagwörter
allgemeine didaktik
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