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Karteikarten

Klinische Neuropsychologie - Blutversorgung des Gehirns

Joney Stoney Psychologie Zellbiologie Deutsch 19 Karten

Karten in diesem Stapel (19)

  1. 1Blutversorgungsprinzip4 große extrakranielle Gefäße versorgen alle intrakraniellen Gefäße mit Blut:
    Arteria carotis interna (rechts u. links)
    Arteria vertebralis (rechts u. links)
    Aufteilung dieser im Verlauf in weitere, hirnversorgende Gefäße, welche an der Oberfläche des Gehirns in den Sulci und Fissurae verlaufen
    Circulus arteriosus cerebri:
    Großer Anastomosenkreis; Verbindung der Gehirngefäße untereinander; kann meist keine Kompensation bei akuten Verschlüssen leisten, allerdings ist dies bei chronifizierender Stenosierung möglich
    Stenose = (Lumen)verengung, in den Gehirngefäßen meist durch arteriosklerose Bedingt
  2. 2Blut-Hirn-SchrankeVerhindert/Erschwert Diffusion bestimmter Blutbestandteile durch selektive Durchlässigkeit (abh. von chemischer Beschaffenheit des Stoffes)
    Aufbau aus 3 Schichten:
    1. Endothelien der Kapillaren (Eigentliche Filterschicht durch enge Kreuzungen)
    2. Basalmembran
    3. Fortsätze der Asterozyten
    Funktion:
    Fernhalten potenzieller neurotoxischer Stoffe
    Schutz des Gehirns gegen Blutplasmaschwankungen => Schutz des inneren Gehirnmilieus
    Physiologisches Fehlen der Blut-Hirn-Schranke:
    Neurohämale Regionen: Direkte Kommunikation neuroendokriner oder chemosenorischer Bereiche des Gehirns mit dem Blut; befinden sich in den zirkumventriklären Organen
    Klinik:
    Schrankenstörung: entzündungsbedingt; Blut-Hirn-Schranke wird durchlässig
  3. 3Große zuführende Gefäße-Arteria carotis interna
    -Arteria vertebralis
  4. 4Arteria carotis internaVerlauf:
    Entspringt aus Arteria carotis communis
    2 Arten der Verlaufsunterteilung:
    Unterteilung des Verlaufs nach Umgebungsstrukturen in 4 Abschnitte:
    1. Pars cervicalis: Verlauf zur Schädelbasis ohne Kollaterale
    2. Pars petrosa: Durchläuft Schädelbasis im canalis carotius
    3. Pars cavernosa: Austritt in die Schädelhöhle im Bereich des Sinus cavernosus
    4. Pars cerebralis: Nach Sinus Verlauf mit Kollateralen in den Subarachnoidalraum; dort Aufteilung in: Arteria cerebri anterior und Arteria cerebri media
    Unterteilung des Verlaufs nach Bouthillier in 7 Segmente:
    C1 - zervikales Segment
    C2 - petröses Segment
    C3 - lacerum Segment
    C4 - cavernöses Segment
    C5 - klinoidales Segment
    C6 - ophthalmisches/supraklinoidales Segment
    C7 - terminales Segment
    Karotissiphon:
    Pars cavernosus und Pars cerebralis bilden S-förmigen Verlauf
    Zu Beginn der Pars cerebralis Abzweigung der Arteria ophthalmica => versorgt Augen und Teile der Nasennebenhöhlen
    Versorgungsfeld der Arteria carotis interna:
    Frontallappen, Parietallappen, Großteil des Temporallappens und Zwischenhirns, Auge, Hypophyse
  5. 5Läsion der Arteria carotis internaAls Stenose (Verschluss) oder Ruptur (Riss)
    Folge: Unterversorgung der folgenden Hirnabschnitte mit Blut
    Symptome: Ausfallerscheinungen der zu versorgenden Gebiete, betreffen große Teile des Gehirns
    Stenose:
    Häufig durch Arteriosklerose; von Arteriosklerose am häufigsten betroffen
  6. 6Arteria VertebralisVerlauf:
    1. Abzweigung aus Arteria subclavia
    2. Verlauf durch Querfortssatzlöcher der Wirbelkörper entlang der Halswirbelsäule bis Atlas
    3. Eintritt in den Schädel durch Foramen alare
    4. Abzweigung der Arteria cerebelli posterior inferior
    5. Vereinigung der bilateralen Arteriae vertebralis zur Arteria basilaris
  7. 7Blutversorgung des Hirnstamms und KleinhirnsVersorgung durch Kollateralen von Arteria basilaris und Arteria vertebralis
    Kleinhirnarterien:
    1. Arteria cerebelli posterior inferior (Entspringt Arteria vertebralis)
    2. Arteria cerebelli anterior inferior
    3. Arteria cerebelli superior (Entspringen beide Arteria basilaris) (alle 3 Zusatz)
    Versorgen 5. Ventrikel und Innenohr
    Hirnstamm: Blutversorgung in 3 Bereichen:
    1. Ventromediale Anteile:
    kleine Äste der A. vertebralis, A. basilaris, A. cerebri posterior
    2. Ventrolaterale und
    3. Dorsolaterale Anteile:
    kurze (lateral) und lange (dorsal) Äste der A. basilaris, A. cerebelli porsterior inferior, A. cerebri posterior
  8. 8Durchblutungsstörungen im vertebrobasilären BereichSymptome:
    Je nach Ort der Störung unterschiedlich, typischerweise:
    Schwindelgefühl und Ohrgeräusche, Gleichgewichtsstörung, Sehstörung, Bewusstseinsstörung, Lähmungen und Sensibilitätsstörungen
    Basilaristhrombose:
    Hoch lebensbedrohliche Form des Hirninfarktes, da Arteria basilaris große Teile des Hirnstammes versorgt => Ausfall der
  9. 9Circulus arteriosus cerebriGefäßsystem, Verbindung des vorderen, hinteren, rechten und linken Hirnkreislaufs über Anastosmosearterien
    Verläuft im Subarachnoidalraum
  10. 10Aneurysmen und Subarachnoidalblutungen (SAB)Aneurysmen:
    Dünnwandige Gefäßaussackungen; erblich bedingt oder aufgrund chronischer Hypertonie
    Häufig an Circulus arteriosus cerebri gelegen
    Bei Gefäßwandruptur (durch akute hypertensive Krise oder Belastungshypertonus): Subarachnoidalblutung
    Subarachnoidalblutung:
    Potenziell lebensbedrohliches Ereignis, meist in Folge eines Aneurysmas oder Traumas
    Einblutung in des Subarachnoidalraum, dadurch Raumforderung und Vasospasmen der Hirnversorgenden Gefäße, Gefahr von Rezidivblutungen
    Symptome:
    Vernichtungskopfschmerz (Druck auf die Hirnhäute), Hirndruckzeichen
    Diagnostik:
    CT, Angiografie
    Weiterer Nachweis:
    Blut im Liquor
    Therapie:
    Druckentlastung, Clipping oder Coiling, Liquordrainagen
  11. 11Die 3 großen Hirnarterien-Arterie cerebri anterior
    -Arteria cerebri media
    -Arteria cerebri posterior
  12. 12Arteria cerebri anteriorVerlauf:
    1. Entspringt aus Arteria carotis interna
    2. Verlauf über chiasma opticum zum Interhemisphärenspalt
    3. Aufteilung in: A. pericallosa und A. callosomarginalis
    Versorgungsgebiet:
    Mediale Erstreckung über gesamten Frontal- und Parietallappen, Septum und basale Vorderhirnstrukturen
    Durchblutungsstörungen:
    Selten; kann zu kontralateraler schlaffer Lähmung und Sensibilitätsstörungen um Bein- und Fußbezirk und/oder Persönlichkeitsveränderungen führen
  13. 13Arteria cerebri mediaVerlauf:
    Endast der Arteria carotis interna; größte der 3 Hirnarterien
    Versorgungsgebiet:
    basales Vorderhirn, Striatum, Teil des Pallidums, Großteil der capsula interna, Inselrinde, Teile des Fronta- Parietal und Temporallappens
    Durchblutungsstörungen:
    Am häufigsten von Arteriosklerose betroffen
    Je nach betroffenem Gebiet spezifische Symptomatik, bzw. Kombination, meist: kontralaterale Halbseitenlähmung und somatosensible Empfindungsstörungen/-losigkeit
  14. 14Arteria cerebri PosteriorVerlauf:
    Entspringt aus Arteria basilaris
    Einteilung in P1 - P4-Segmente
    Versorgungsgebiet:
    Kortikal: kaudaler und basaler Temporallappen mit Hippocampus, Primärer visueller Kortex (mit einem Ast)
    Subkortikal: Thalamus und Großteil des Mittelhirns
    Durchblutungsstörungen:
    Leitsymptom: Visuelle Ausfälle; oft daraus resultierende homonyme Hemianopsie
  15. 15Gefäßdarstellung (diagnostisch)Große praktische Relevanz als Diagnostikum von arteriellen Erkrankungen sowie zur Planung chirurgischer oder neuroradiologischer Interventionen
    Darstellung mittels Kontrastmittelinjektion und anschließender CT (akut) oder MRT (meist elektiv) Aufnahme
    Möglichkeit der Sichtbarmachung von Gefäßveränderungen (Stenosen, Aneurysmen etc.)
  16. 16Hirnvenen und Sinus durae matrisGesamtes venöses Blut aus dem Gehirn sammelt sich über Gehirnvenen in den Sinus durae matris (venöse Blutleiter des Gehirns), diese münden fast ausschließlich in die Vena jugularis interna und anschließend in die, dem Herzen zuleitende obere Hohlvene
    Gehirnvenen weisen keine Klappen auf
    Unterscheidung im Gehirn:
    1. Oberflächliche Venen: münden direkt in die Sinus durae matris
    2. Tiefe Venen: leiten ihr Blut in die Vena magna cerebri ab, diese mündet dann in die Sinus rectus
    Sinus- und Hirnvenenthrombose:
    Bewirkt Blutrückstau durch Behinderung das venösen Abflusses => Hirnschwellung, Einklemmung
  17. 17Oberflächliche VenenAbleitung des Blutes aus den äußeren 1-2 cm des Großhirns
    Unterscheidung zwischen:
    1. Oberen Venen
    2. Mittleren Venen
    3. Unteren Venen
    Subdurale Blutungen:
    Schon leichte Schädeltraumata können diese Venen verletzen, Mögliche Folge: Subduralblutung; auch Wochen nach dem Unfall Symptombildung möglich
  18. 18Tiefe VenenMünden in Vena basalis und Vena interna cerebri, welche wiederum in die Vena magna cerebri münden
    Abtransport des Blutes aus subkortikalen Großhirnstrukturen und Zwischenhirn
    Venöser Abfluss aus Hirnstamm und Kleinhirn
  19. 19Sinus durae matrisSammeln das gesamte Blut aus dem Gehirnbereich, den Hirnhäuten und Augenhöhlen; leiten in Vena jugularis interna ab
    Septische Sinus-cavenosus-Thrombose:
    Septische Thrombose, häufig durch eitrige Nebenhöhlenentzündungen, welche die dünne Trennwand durchbricht
    Sinus-cavernosus-Fistel:
    Traumatisch: Bei Verletzung der Arteria carotis interna in ihrem Verlauf im Sinus cavernosus strömt arterielles Blut in den venösen Sinus
    Nicht-traumatisch: Gefäßanomalie (Anastosmosen/Kollateralen) zwischen Arteria carotis externa und venösem sinus
    Beides: arteriovenöse Fisteln

Informationen

Beschreibung
Zellbiologie Psychologie (Klinische Neuropsychologie) Karteikarten am Klinische Neuropsychologie - Blutversorgung des Gehirns, erstellt von Joney Stoney am 08/07/2018.
Erstellt von
Joney Stoney
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