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Karteikarten

Klinische Neuropsychologie - Pusher-Syndrom

Joney Stoney Psychologie Zellbiologie Deutsch 3 Karten

Karten in diesem Stapel (3)

  1. 1VerhaltenVerhalten
    -Spontan eingenommene zur gelähmten Seite hin geneigte Körperhaltung, sowohl im Sitzen als auch im Stehen (Angst des Fallens zur nicht gelähmten Seite bewirkt aktive Gegenbewegung)
    -bei passiver Korrektur heftige Gegenwehr
    -Unbewusst
    -Kongitive Befähigung mithilfe visuseller Hinweisreize eine objektiv schiefe von einer aufrechten Position zu unterscheiden, dauerhafte Korrektur jedoch nicht möglich
    -Eigenständiges Krankheitsbild, nicht durch Neglect oder Agnosie
  2. 2Ursache-Als aufrecht empfundene Position bei geschlossenen Augen (subjektive posturale Vertikale): um ca. 18° zur ipsiläsionalen Seite (nicht-gelähmt) gekippt => gestörte Körperwahrnehmung
    -Subjektive visuelle Vertikale dagegen normal (Positionierung eines Stabes rechtwinklig zum Boden)→Nicht durch Schädigung des bekannten visuell-vestibulären Gravizeptionssystems bedingt
    -Ursache ist also Missverhältnis zwischen visueller Information über erdvertikale Orientierung und rumpfbezogene posturale Information→Drückbewegung ist evtl. Kompensationsversuch, äußere Korrekturversuche führen zu Gefühl seitlicher Instabilität
    - Umgekehrte Konstellation (normale Körperempfindung, gestörte visuelle Wahrnehmung) bei akuter einseitiger Schädigung des Vestibularapparates => zwei Systeme
    → entweder anatomisch getrennt mit gleichem Input (visuell, vestibulär, propriozeptiv) aber unterschiedlicher Verarbeitung
    → oder zwei Systeme mit Input aus (teilw.) verschiedenen peripheren Rezeptorsystemen (unabh. Rezeptoren in Kopf/Nacken und Rumpf für Kopfhaltung und Orientierung des Rumpfs)
  3. 3Lokalisation-Häufiger nach rechtshemisphärischen Schädigungen (65%)
    -Typische Läsion: rechter oder linker posteriorer Thalamus
    → bisher für reine Relais-Station gehalten, scheinbar weitere Funktionen
    -Zusätzlich häufig kortikale Läsionen: Teile der Inselregion, des Gyrus postcentralis und Areale im unteren frontalen, mittleren temporalen und unteren parietalen Kortex scheinen an Kontrolle der aufrechten Körperorientierung beteiligt → alle direkt mit kritischen thalamischen Arealen in Verbindung

Informationen

Beschreibung
Zellbiologie Psychologie (Klinische Neuropsychologie) Karteikarten am Klinische Neuropsychologie - Pusher-Syndrom, erstellt von Joney Stoney am 26/07/2018.
Erstellt von
Joney Stoney
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