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Karteikarten

Schulqualität und Schulentwicklung

Joney Stoney Psychologie Zellbiologie Deutsch 31 Karten

Schulqualität und Schulentwicklung

Karten in diesem Stapel (31)

  1. 1Begriffserklärung Schulqualität - AnforderungenISO 9000 ff.: Qualität ist, was den Anforderungen entspricht
    Entstehung von Anforderungen im schulischen Kontext aufgrund:
    -gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Erwartungen
    -von Erkenntnissen aus der Wissenschaft
    -der Bildungs- und Erziehungstheorie
    -von staatlichen Lehrplänen
    -von Leitbildern/Schulprogrammen
  2. 2Definition Qualität im schulischen Kontext (Dubs, 2004)Qualität im schulischen Kontext meint die bewertete Beschaffenheit eines Bildungssystems, einer Schule, einer Klasse gemessen an den in einem politischen Aushandlungsprozess gefundenen Ansprüchen und Zielvorstellungen aller am Bildungswesen interessierten Gruppierungen und Personen.
  3. 3Schulqualitätsmodelle - CIPP-Modell (Stufflebeam)1. Input => 2. Porcess => 3. Product
    |______________________________|
    ||
    Context
  4. 4Schulqualitätsmodelle - Integriertes Modell der Schuleffektivität: Eigenschaften (Scheerens, 1990)Hierarchisches Modell mit drei Ebenen:
    -Kontext = Umweltbedingungen eines Bildungssystems
    -Schulebene
    -Klassenebene
    Einflussnahme der übergeordneten auf untergeordnete Ebenen
    => eher plausible Korrelationen als überprüfte Kausalzusammenhänge
  5. 5Schulqualitätsmodelle - Integriertes Modell der Schuleffektivität: Modellstruktur (Scheerens, 1990)Schulqualitätsmodelle - Integriertes Modell der Schuleffektivität: Modellstruktur (Scheerens, 1990)
  6. 6Schulqualitätsmodelle - Modell von Qualität und Qualitätssicherung: Eigenschaften (Ditton, 2000)Weiterentwicklung von Scheerens' Modell
    Wichtigste Änderung: Mehrebenen-Struktur des Bildungssystems wurde mit Prozesscharakter schulischer Vorgänge kombiniert
    Dynamisches & horizontales Modell (statt hierarchisch)
  7. 7Schulqualitätsmodelle - Modell von Qualität und Qualitätssicherung: Modellstruktur (Ditton, 2000)Schulqualitätsmodelle - Modell von Qualität und Qualitätssicherung: Modellstruktur (Ditton, 2000)
  8. 8Qualitätsmodelle in der Praxis: Orientierungsrahmen zur Schulqualität im Saarland - KonstruktionsprinzipienVier Qualitätsbereiche untergliedert in insgesamt 5 Aspekte zur inhaltlichen Präzisierung der Qualitätsbereiche und Beschreibung der verschiedenen Merkmale der Qualitätsbereiche
    Anhaltspunkte für jeden der Aspekte:
    Indikatoren: Woran kann ich die Qualität eines Kriteriums in der Praxis erkennen?
  9. 9Qualitätsmodelle in der Praxis: Orientierungsrahmen zur Schulqualität im Saarland - ModellstrukturQualitätsmodelle in der Praxis: Orientierungsrahmen zur Schulqualität im Saarland - Modellstruktur
  10. 10Nutzung von theoretischen Modellen im schulischen KontextNutzung von theoretischen Modellen im schulischen Kontext
  11. 11Wie hängen CIPP-Modell und das Modell von Ditton und Scheerens zusammen? Worin unterscheiden sie sich?Gemeinsamkeiten:
    -Übergeordnete Kontextebene (Ausnahme: Ditton)
    -Drei Hauptebenen: Input (vgl. Rahmenbedingungen), Prozess(-merkmale) und Output (Ergebnisse)
    Unterschiede:
    -CIPP-Modell ist fortlaufend, statt wechselwirkend
    -Konkretisierung/Differenzierung einzelner Ebenen bei Ditton und Scheerens tiefer (direkte Bezüge)
    -Scheerens: Direkte Auswirkungen von Inputebene auf Outputebene
    -Ditton: Kombination von Kontextebene mit Prozessebene
    Ditton: Differenzierung des Outputs: Output (unmittelbar) und Outcome (langfristig)
  12. 12Was würden Sie anders machen, wenn Sie Schulqualität definieren sollten?e
  13. 13Schulentwicklungsforschung - Eigenschaften"School Improvement Research"
    -Bottom-up-Orientierung
    -Betonung von Schulprozessen
    -Eher qualitativ ausgerichtet
    -Fokus: Schulkultur
  14. 14Schuleffektivitätsforschung - Eigenschaften"School Effectiveness Research"
    -Betonung von Schulergebnissen
    -Eher quantitativ ausgerichtet
    -Fokus: Schulorganisation
  15. 15Definition Schuleffektivität (Seidel, 2008)Ausmaß, in dem durch die Schule als soziales System Ziele (-> kognitive, motivational-affektive und metakognitive) erreicht werden
  16. 16Ziele von SchuleffektivitätsforschungAufdeckung von Faktoren in Schulen/im Bildungssystem mit Einfluss auf Ergebnisse schulischer Ausbildung (=Leistungen, soziale & motivationale Entwicklungen)
  17. 17Aspekte von Schuleffektivität-Lehr-Effektivität/Effektivität des Unterrichts (instructional effectiveness)
    -Effektivität der Schulkultur (school cultural effectiveness)
    -Effektivität schulischer Ressourcen (effectiveness of school resources)
  18. 18Hauptfragestellungen der Schuleffektivitätsforschung1. Üben Schulen einen Einfluss auf die Schulleistung aus?
    2. Worin besteht dieser Einfluss?
  19. 19Theorieansätze der Schuleffektivitätsforschung (van Ackeren, 2009)-Kontingenztheorie
    -Kompensationsmodell
    -Additivitätshypothese
  20. 20Theorieansätze der Schuleffektivitätsforschung - KoningenztheorieAbhängigkeit von spezifischen Faktoren innerhalb und außerhalb der Schule und Anpassung an spezielle Bedingungen
    Beispiel: Schuleffektivitätssteigerung durch Ausbau der Betreuungssituation von Schülern
  21. 21Theorieansätze der Schuleffektivitätsforschung - KompensationsmodellAusgleich bestehender Schwächen auf einer anderen Ebene.
    => keine Maßnahmen, die sich direkt auf das Problemfeld beziehen
    Beispiel: Über Besondere Angebote problematisches Einzugsgebiet der Schule kompensieren
  22. 22Theorieansätze der Schuleffektivitätsforschung - AdditivitätshypotheseNeigung von Schulen mit schlechten Voraussetzungen, weniger motiviert zu sein, sich weiterzuentwickeln und daher Effektivität unter den gegebenen Möglichkeiten aufweist
    Beispiel: "Ausruhen" der Schule auf negativen Aspekten
  23. 23Merkmale effektiver Schulen (Reynolds & Teddlie, 2000)-Prozesse effektiver Führung (Beständigkeit, Zielbewusstheit, Partizipation)
    -Prozesse effektiven Lernens (Management der Lernzeit, Organisation der Klassenarbeit, Unterrichtsmethoden)
    -Herstellung einer positiven Kultur (gemeinsam geteilte Mission/Vision, Zusammenhalt im Kollegium)
  24. 24Schulentwicklungsforschung DefinitionEntwicklung der Schule als zentrale Problemlösung bzw. gute Schulen durch Weiterentwicklung, statt Benennung der Eigenschaften
  25. 25Drei Wege der Schulentwicklung nach Rolff (1998) - BeschreibungDer Schulentwicklungsansatz nach Rolff umfasst die drei Teile:
    -Organisationsentwicklung
    -Personalentwicklung
    -Unterrichtsentwicklung
    Die drei Bereiche beziehen sich systematisch aufeinander
  26. 26Schulentwicklungsansatz - Modell (Rolff, 1998)Schulentwicklungsansatz - Modell (Rolff, 1998)
  27. 27Schulentwicklungsansatz - Organisationsentwicklung (Meyer, 2002)Bewusst beigeführtes Verflüssigen, Erneuern und Wiederfestmachen der Orgainastionsstruktur einer Schule.
    Dient planvoller Gestaltung und Erneuerung der sozialen Architektur der Schule unter gemeinsamen Leistungsvorstellungen der Beteiligten
  28. 28Schulentwicklungsansatz - Personalentwicklung (Mentzel, 1997)Alle Maßnahmen, die der individuellen beruflichen Entwicklung der Mitarbeiter dienen und ihnen unter Beachtung persönlicher Interessen.
    Dienen Vermittlung erforderlicher Qualifikation zur optimalen Wahrnehmung jetziger und künftiger Aufgaben
  29. 29Schulentwicklungsansatz - Unterrichtsentwicklung (Bastian, 2007)Systematische Anstrengungen zur Verbesserung des Lehrens und Lernens an einer Schule
  30. 30Was ist der konzeptionelle Unterschied zwischen school effectiveness research und school improvement research?ws
  31. 31Welcher Forschungsansatz ist eher psychologisch? Warum?sx

Informationen

Beschreibung
Zellbiologie Psychologie (KLE II) Karteikarten am Schulqualität und Schulentwicklung, erstellt von Joney Stoney am 05/02/2019.
Erstellt von
Joney Stoney
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