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Karteikarten

Individuelle Bedingungen des Lernens

Joney Stoney Psychologie Zellbiologie Deutsch 38 Karten

Individuelle Bedingungen des Lernens

Karten in diesem Stapel (38)

  1. 1INVO-Modell - Beschreibung (Hasselhorn & Gold, 2006)= Modell zur Beschreibung individueller Voraussetzungen erfolgreichen Lernens
    -Differenzierung in kognitive und motivational-volitionale Lernvoraussetzungen
    -Optimales Zusammenwirken der kognitiven und motivational-volitionalen Voraussetzungen resultiert in erfolgreichem Lernergebnis
  2. 2INVO-Modell - Darstellung (Hasselhorn & Gold, 2006)INVO-Modell - Darstellung (Hasselhorn & Gold, 2006)
  3. 3INVO-Modell - Kognitive Lernvoraussetzungen (Hasselhorn & Gold, 2006)Aufnahme von Informationen ins Arbeitsgedächtnis erforderlich, damit diese im Lernprozess verarbeitet werden kann
    -> Zuwendung von Aufmerksamkeit für Aufnahme der Information ins Arbeitsgedächtnis nötig
    -> Relevanz-Bewertung anhand von Vorwissen bestimmt, welcher Information Aufmerksamkeit zugewandt wird
    Einsatz von (meta-)kognitiven Strategien zur Memorierung, Strukturierung und Vernetzung von Lerneinheiten
  4. 4INVO-Modell - Motivational-volitionale Lernvoraussetzungen (Hasselhorn & Gold, 2006)Motivation für Auseinandersetzung mit subjektiv bedeutungslosen Lerninhalten notwendig
    -> Positives Selbstkonzept als "guter Lerner" und hohe Selbstwirksamkeitsüberzeugung motivationsförderlich
    Volition bei umfangreichen Lernaufgaben mit hohem Zeitaufwand erforderlich
  5. 5INVO-Modell - Motivational-volitionale Lernvoraussetzungen (Emotionen)Emotionen können sich positiv oder negativ auf Lernergebnis auswirken:
    Lernfreude, leistungsbezogene Hoffnung, Stolz -> motivationsförderlich
    Angst, Ärger:
    Aktivierung der physischen und psychischen Handlungsbereitschaft und der Nutzung von Lernstrategien
    Hoffnungslosigkeit, Langeweile:
    Verminderung der Elaboration von Lerninhalten und der Motivation
  6. 6Intelligenz - DefinitionFähigkeit eines Menschen zur:
    -Anpassung an neuartige Bedingungen
    -Lösung neuer Probleme auf Grundlage vorangehender Erfarungen
    -im gesellschaftlichen Kontext
  7. 7IntelligenzmodelleBinet & Simon, Spearman, Thurstone, Cattell, Jäger
  8. 8Wissen - Definition (Gruber & Stramouli, 2014)-Relativ dauerhafter Inhalt des Gedächtnisses
    -Bedeutung durch soziale Übereinkunft festgelegt
    -Voraussetzung ist Überzeugung der Gültigkeit
  9. 9Wissen - UnterscheidungUnterscheidung:
    -deklarativ
    -prozedural
    -metakognitiv
  10. 10Wissen - Wissensarten und -Merkmale (DeJong & Ferguson-Hessler (1996)Wissensarten:
    1. Situationales Wissen
    2. Konzeptuelles Wissen
    3. Prozedurales Wissen
    4. Strategisches Wissen
    Wissensmerkmale:
    1. Hierarchischer Status:
    oberflächlich vs. tief
    2. Innere Struktur:
    isoliert vs. vernetzt
    3. Automatisierungsgrad:
    deklarativ vs. kompiliert
    4. Modalität:
    bildlich vs. propositional-analytisch
    5. Allgemeinheitsgrad:
    generell vs. domänenspezifisch
  11. 11Selbstkonzept - Definition (Moschner, 2001)= mentale Repräsentationen der eigenen Person
    => Vorstellungen, Einschätzungen und Bewertungen, die eigene Person betreffend
    Bezug auf einzelne Facetten der Person oder Gesamtperson
  12. 12Selbstkonzept - Forschungstraditionen (William James)I=Betrachter
    Me=Betrachteter (Selbstkonzept)
    Me: hierarchisch und multidimensionales Selbstkonzept
    -Aus Erfahrungen konstruiert (empirical ego)
    Hierarchieebenen:
    -Spirituelles Selbst:
    Wissen über eigene Eigenschaften, Fähigkeiten, Einstellungen
    -Soziales Selbst:
    Wahrgenommene Fremdwahrnehmung einer Person
    Materielles Selbst:
    Wissen über eigenen Körper, wichtige andere Personen und vertraute Gegenstände
    Affektive Einstellungen gegenüber der eigenen Person (Selbstwertgefühl)
  13. 13Selbstkonzept - Forschungstraditionen: Symbolischer Interaktionismus (Cooley, 1902)-Selbstkonzept ist in erster Linie ein Resultat der Fremdwahrnehmung einer Person durch andere
    -Reflexion der wahrgenommenen Wirkung einer Person auf andere (looking-glass-self)
    -Betonung der Rolle der sozialen Umwelt
  14. 14Selbstkonzept - Forschungstraditionen: Entwicklungspsychologische Arbeiten (Harter, 1998)-Aufbauend auf Piaget und James
    -Bis in die Kindheit stark positiv ausgeprägte Selbstkonzepte
    -Zunehmende Genauigkeit der Selbsteinschätzungen (i.S. der Korrelation mit der Wahrnehmung Dritter oder objektiven Daten)
  15. 15Selbstkonzept - Forschungstraditionen: Sozialpsychologische SelbstkonzeptforschungStärkere Betonung des Prozesses (das aktive Selbst; I) mit der Suche nach:
    -Selbstbewertung (evaluation)
    -Selbstwertsteigerung (enhancement)
    -Selbstbestätigung (verification)
    -Selbstwertschutz (defense)
    -Selbstverbesserung (improvement)
    Fokussierung auf Selbstwertgefühl
  16. 16Multidimensionales und hierarchisches Selbstkonzept (Shavelson et al. 1976)Multidimensionales und hierarchisches Selbstkonzept (Shavelson et al. 1976)
  17. 17Struktur des schulischen Selbstkonzepts im revidierten Modell (Marsh et al. 1988)Struktur des schulischen Selbstkonzepts im revidierten Modell (Marsh et al. 1988)
  18. 18Bedeutung des Selbstkonzepts für das LernenLeistungsfördernde Wirkungen eines hohen Selbstkonzeptes stehen in Zusammenhang mit:
    -stärkerem Engagement im Unterricht
    -gesteigertem Interesse
    -höherer Anstrengungsbereitschaft
    -Erhaltung des Leistungsniveaus nach Misserfolg
    => Einfluss auf die Schulleistung
  19. 19Selbstkonzept - Quellen der VergleichsinformationenSozialer Vergleich (Big fish little pond)
    -> Vergleich mit Peers
    Temporaler Vergleich
    -> Längsschnittl. Betrachtung eigener Fähigkeiten
    Dimensionaler Vergleich
    -> interindividuelle Unterschiede in verschiedenen Domänen
    Kriterialer Vergleich
    -> Maßstab zur Einordnung eigener Fähigkeit
  20. 20Internal/External Frame-of-Reference-Modell (Marsh, 1988)Erklärung der Zusammenhänge fachspezifischer Schulleistungen und fachspezifischen Selbstkonzepten
    4 Prozesse:
    1. Beurteilung der eigene Leistungen anhand eines externalen Bezugsrahmens (ex. frame of reference)
    2. Konsequenz aus den interindividuellen Vergleichen
    => gute Leistungen -> hohes SK
    3. Nutzung eines internalen Bezugsrahmens
    (Vergleich eigener Leistungen in versch. Fächern)
    4. Konsequenz aus den intraindividuellen Vergleichen
  21. 21Motivation - Definition (Gage/Berliner, 1996)Das, was einem Menschen die Energie zu seinem Tun verleiht und die Ausrichtung seiner Tätigkeit bestimmt
  22. 22Motivation - MotivMotivation:
    als aktuelle Disposition, i.d.R. bereichsspezifisch (state)
    Motiv:
    als überdauernde Ziel- und Wertungsdisposition (trait)
  23. 23Lern- und Aufgabenmotivation - Definition (Köller & Schiefele, 2001)Der Wunsch/Absicht, bestimmte Inhalte/Fertigkeiten zu erlernen bzw. bestimmte Aufgaben auszuführen
  24. 24Leistungsmotivation - Definition (Krapp & Weidenmann, 2001)Der Wunsch/Absicht etwas zu leisten (erfolge erzielen/Misserfolge vermeiden)
    Bewertung des Ergebnisses der Lernhandlung mit individuell gültigem Gütemaßstab
  25. 25Interessentheorie: Person-Gegenstands-Theorie (Krapp, 2005, 2006)Interesse = besondere Beziehung einer Person zu einem (Lern-) Gegenstand
    Individuelles Interesse:
    -Stabile Orientierung in Bezug auf bestimmte Gegenstandsbereiche
    Situationales Interesse:
    -Wird durch bestimmte äußere Reize geweckt
    -Zustand des Interessiertseins
    -Kann sich zu individuellem Interesse entwickeln
  26. 26Interessentheorie - EffekteSignifikant positive korrelative Bezüge zu Noten und Leistungstests
    Besonders bedeutsame Effekte des Interesses auf akademische Wahlentscheidungen, unabhängig von Selbstwirksamkeitsüberzeugungen und Fähigkeit
    Lernumwelten mit höheren Graden an Selbstbestimmung verstärken die Wirkung von Interesse
  27. 27Interessentheorien: Flow-Theorie (Csikszentmihalyi, 1985)Flow beinhaltet ein volkommenes Aufgehen in der Tätigkeit
    Merkmale:
    -Selbstvergessenheit
    -Verschmelzen von Handlung und Bewusstsein
    -Gefühl von Kontrolle
    -Maximales Kompetenzerleben
    Bedingung:
    Subjektive Passung von Fähigkeit und Handlungsanforderung
  28. 28Motivationstheorien: Selbstbestimmungstheorie (deCharms, 1968)Annahme:
    Kontinuum zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation (locus of causality)
    Motivationsvarianten unterscheiden sich
    -im Ausmaß an wahrgenommener Selbstbestimmung
    -im Ausmaß der Inhalts- bzw. Tätigkeitsanreize
    Eher intrinsische Motivation bei Selbsterleben von:
    Selbstbestimmtheit
    Kompetenz
    soziale Eingebundenheit
  29. 29Leistungsmotivation - Differenzierung extrinsischer und intrinsischer Motivation (Deci & Ryan, 2002)Leistungsmotivation - Differenzierung extrinsischer und intrinsischer Motivation (Deci & Ryan, 2002)
  30. 30Motivationstheorien: Attributionstheorie - Dimensionen (Weiner, 1985)Motivationstheorien: Attributionstheorie - Dimensionen (Weiner, 1985)
  31. 31Motivationstheorien: Attributionstheorie - Auswirkungen (Weiner, 1985)Günstig für die künftige Motivation:
    -Misserfolge auf mangelnde Anstrengung zurückzuführen
    -Erfolge internal attribuieren
    Ungünstig für die zukünftige Motivation:
    -Misserfolg auf mangelnde (stabile) Fähigkeiten zurückführen
  32. 32Bedeutung der Motivation für Lernen und Leistung - LeistungsmotivationAuswirkungen des Leistungsmotivs auf leistungsbezogene Verhaltensmerkmale
    -Anstrengung
    -Ausdauer
    -Bevorzugung herausfordernder Aufgaben
  33. 33Bedeutung der Motivation für Lernen und Leistung - Intrinsische MotivationKorrespondiert mit Tiefenverarbeitungsstrategien
    Signifikant bessere Textlernleistungen bei Anleitungen zu Erzeugung intrinsischer Motivation als in der Bedingung mit extrinsischer Instruktion
  34. 34Bedeutung der Motivation für Lernen und Leistung - Interesse-interessierte Lerner verwenden häufiger Tiefen- als Oberflächenstrategien
    -desinteressierte Lerner setzen kaum Strategien ein
    -Zusammenhang zwischen Interesse und Leseleistung
  35. 35Emotionen - DefinitionReaktionssysteme mit folgenden Reaktionskomponenten:
    1. Affektive Komponente: subjektives Gefühl
    2. Kognitive Komponente: Emotionsspezifische Kognitionen
    3. Physiologische Komponente: Periphere physiologische Prozesse
    4. Expressive Komponente: Ausdrucksverhalten
    5. Motivationale Komponente: Motivationale Tendenzen
  36. 36Emotionen - Mindmap (Beispiele zur Definition)Emotionen - Mindmap (Beispiele zur Definition)
  37. 37Klassifikation lernrelevanter EmotionenKlassifikation lernrelevanter Emotionen
  38. 38Emotionen beeinflussenAllokation kognitiver Ressourcen
    Strategien der Infomationsverarbeitung
    Speicherung und Abruf von Emotionen

Informationen

Beschreibung
Zellbiologie Psychologie (KLE II) Karteikarten am Individuelle Bedingungen des Lernens, erstellt von Joney Stoney am 07/02/2019.
Erstellt von
Joney Stoney
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