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Erstellt von Sabine Blom
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| Frage | Antworten |
| Was ist eine Pflegeplanung bzw. ein Pflegeprozess? | Ein systematischer und zielgerichteter Arbeits- und Problemlösungsprozess, der darauf abzielt, gemeinsam mit dem PE den individuellen Pflegebedarf zu erheben und die bestmögliche Pflege zu erreichen. |
| Welche Schritte gehören zur Pflegeplanung nach Fiechter und Meier? | 1. Informationssammlung 2. Erkennen von Problemen 3. Festlegen der Pflegeziele 4. Planung der Pflegemaßnahmen 5. Durchführung der Pflege 6. Beurteilung der Pflege |
| Was ist die Informationssammlung im Pflegeprozess? | Bei der Informationssammlung werden alle pflegerelevanten Daten über den PE systematisch sowie gezielt gesammelt und stellt einen fortlaufenden Prozess dar. |
| Was ist die Pflegeanamnese im Pflegeprozess ? | Sie ist ein Teil der Informationssammlung und bildet die Grundlage des Pflegeprozesses. Sie ist eine Methode der strukturierten Datenerhebung. |
| Was ist ein Pflegeproblem? | Pflegeprobleme sind physische, psychische, emotionale, soziale und/oder organisatorische Beeinträchtigungen, die den PE in der Selbstpflege einschränken, oder besondere Gefahren, die dieser oder sein soziales Umfeld nicht (mehr) kompensieren kann. |
| Welche Arten der Pflegeprobleme gibt es? | aktuelle, potenzielle, verdeckte, generelle und individuelle Pflegeprobleme. |
| Was sind die Ziele der Pflegeplanung? | Sie dient dazu, Pflegefehler zu verhindern und eventuell auftretende Missstände frühzeitig zu erkennen und zu beseitigen. |
| Welche Arten der Informationen gibt es? | direkte Informationen vom PE indirekte Informationen von Angehörigen oder anderen Berufsgruppen objektive als mess- und überprüfbare Informationen subjektive Informationen als eigenes Empfinden oder Aussagen des PE |
| Was sind Ressourcen? | Ressourcen sind Fähigkeiten, Fertigkeiten und Einflüsse, die den PE bei der Bearbeitung seiner Probleme unterstützen können. |
| Welche Ressourcen gibt es? | körperliche, innere, räumliche, soziale, ökonomische und spirituelle Ressourcen. |
| Was ist wichtig beim Formulieren von Pflegeproblemen? | Handelt es sich wirklich um ein Problem? Hat der PE mit dem als Pflegeproblem formulierten Zustand wirklich ein Problem? |
| Was ist das PESR-Format? | Eine Formulierungshilfe für Pflegeprobleme: P(roblem)=Was hat der PE? E(tiology)=Warum hat er es? S(ymptom)=Wie zeigt es sich? R(essource)=Welche Fähigkeiten, Potenziale hat der PE? |
| Was ist ein Pflegeziel? | Es kann als "Soll-Zustand" aufgefasst werden, den der PE innerhalb einer vorgegebenen Zeit erreichen soll. Es gibt die Richtung, Art und Umfang der Pflegemaßnahmen vor und ermöglicht dessen Überprüfung. |
| Wie sollten Pflegeziele formuliert werden? | Sie sollten PE-orientiert, realistisch und erreichbar formuliert werden. Sie können in Nah- und Fernziele oder in Teilzielen untergliedert werden. |
| Was ist das SMART-Format? | Eine Formulierungshilfe für Pflegeziele. S = spezifisch (individuell für den PE) M = messbar (nachweisen, überprüfen) A = akzeptiert (PE ist einverstanden) R = realisierbar (erreichbar für den PE T = terminiert (bestimmter Zeitpunkt) |
| Worauf können sich Pflegeziele beziehen? | Auf das Verhalten, den Zustand, den Befund, das Wissen, die Fähigkeiten (Können) und die Bereitschaft (Wollen) des PE. |
| Was ist/sind Pflegemaßnahme(n)? | Die pflegefachlich erforderlichen Maßnahmen und Interventionen, die (nachweislich) zum Erreichen der jeweiligen Pflegeziele geeignet sind. |
| Was ist bei der Durchführung von Pflegemaßnahmen wichtig? | Dessen Umsetzung betrifft alle Pflegefachkräfte, die Verantwortung für den PE tragen. Sie sollten so exakt wie möglich durchgeführt werden. Die Durchführung und Abweichungen davon müssen von allen dokumentiert werden. |
| Welche Ziele hat die Pflegeplanung aus Sicht des PE und seine Angehörigen? | - Sicherheit für die PE im Pflegeverlauf herzustellen - den PE und seine Angehörigen in die Pflege mit einzubeziehen |
| Welche Ziele hat die Pflegeplanung für Pflegefachkräfte, für das Pflegeteam und für die Pflegeeinrichtung? | - die personelle und fachliche Kontinuität in der Durchführung pflegerischer Leistungen zu gewährleisten - den innerbetrieblichen und interdisziplinären Informationsfluss für alle Prozessbeteiligten zu gewährleisten |
| Welche Ziele hat die Pflegeplanung für die Pflegekassen und für das Qualitätsmanagement? | - die Qualität der Pflege- und Betreuungsleistung zu sichern - Leistungen transparent und nachvollziehbar darzustellen |
| Welche Rolle nimmt die Pflegeplanung im Haftungs-, Straf- und/oder Versicherungsrecht ein? | - den juristischen Nachweis der Pflegequalität im Sinne einer Beweissicherung zu führen. |
| Wie können Pflegemaßnahmen durchgeführt werden? | 1. vollständige Übernahme 2. teilweise Übernahme 3. Unterstützung 4. Beratung, Anleitung und Beaufsichtigung |
| Was ist die 5 W-Regel? | Eine Formulierungshilfe für die Durchführung von Pflegemaßnahmen: Wer soll sie ausführen? Was soll konkret ausgeführt werden? Wo soll sie ausgeführt werden? Wie soll sie ausgeführt werden? Wie oft soll sie ausgeführt werden? |
| Was sind die Ziele einer Evaluation der Pflegemaßnahmen? | 1. bewertet die Wirkung der Pflegemaßnahme; 2. dient der Erkennung von Ursachen bestehender Mängel; 3. ist Basis für entsprechende Korrekturen. |
| Was stellen Pflegediagnosen dar? | Sie stellen eine systematische klinische Beurteilung der Reaktionen eines PE auf aktuelle oder potentielle Gesundheitsprobleme und/oder Lebensprozesse dar. |
| Was sind die Unterschiede zwischen Pflegediagnosen und Pflegeprobleme? | Pflegediagnosen unterliegen einer festen und einheitlichen Terminologie und folgen meist einem speziellen Aufbau, während Pflegeprobleme eine individuelle und frei Form der Formulierung zulassen. |
| Was stellen Risikopflegediagnosen dar? | Sie stellen eine "klinische Beurteilung der Vulnerabilität eines Individuums, Familie, Gruppe oder Gemeinschaft, eine unerwünschte menschliche Reaktion auf Gesundheitszustände/Lebensprozesse zu entwickeln". |
| Was unterscheidet die Risikopflegediagnose von der Pflegediagnose? | Eine Risiko-Diagnose kann nicht durch Zeichen und Symptome belegt werden, da das Problem nicht aufgetreten ist und die Pflegemaßnahmen die Prävention zum Ziel haben. |
| Was ist das PRi-Schema? | Eine Formulierungshilfe für Risikopflegediagnosen: Gefahr einer ... P(flegediagnosetitel beeinflusst durch einem oder mehrere Ri(sikofaktor/en). |
| Was bieten Pflegediagnosen und welche Klassifikationen werden häufig verwendet? | Sie bieten eine einheitliche Bezeichnung für wiederkehrende Pflegeprobleme und Ressourcen. Häufig verwendet werden NANDA-I, ENP, ICNP. |
| Was sind Pflegestandards und welche Bedeutung haben sie für das pflegerische Handeln von Pflegefachkräften? | Sie sind Maßstäbe für angemessenes pflegerisches Handeln und mit ihnen kann eine bestimmte Pflegequalität definiert und überprüft werden. Sie legen eine Vorgehensweise für eine Tätigkeit fest, die alle Pflegefachkräfte in genau dieser Art ausführen. |
| Was sind Expertenstandards? | Sie sind wissenschaftlich fundierte Abhandlungen zu einzelnen, in der Pflege bedeutsamen Themen wie Dekubitus, Sturz, Demenz u.a. |
| Was sind Assessmentinstrumente? | Skalen oder Messinstrumente, um Probleme und Risiken beim PE zu erfassen, z.B. Barthel-Index, Dementia Care Mapping oder Geriatrisches Assessment. |
| Was ist ein Pflegephänomen? | Häufiges Vorkommen und Erscheinen in der Pflege. Im Umgang mit alten oder pflegebedürftigen Menschen können Pflegende konkrete Phänomene beobachten, wie Angst, Hoffnung, Trauer, Verlust, Ungewissheit oder Schmerz. |
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