Karteikarten
Allgemeine 1 Thema 8 - Größe und Distanz

Karten in diesem Stapel (18)
- 1Hinweise für die Wahrnehmung von Tiefe und Entfernung- okulomotorische Hinweisreize
- monokulare Hinweisreize
- Binokulare Hinweisreizr - 2okulomotorische Hinweisreize- Konvergenz
-> Bewegung der Augen nach innen
-> Fixation eines nahen Gegenstandes
- Akkomodation
-> Krümmung der Linse bei naher Fixation
-> bei Fixation eines nahen Gegenstandes ist Ziliarmuskel angespannt
- Konvergenz = wichtigerer Hinweis, aber nur bis zur Entfernung von ca. einer Armeslänge - 3Monokulare Hinweisreize- Hinweise, für die nur ein Auge benötigt wird
- Bildbezogene Tiefenhinweise
- Bewegungsinduzierte Tiefenhinweise - 4Bildbezogene Tiefenhinweise- Verdeckung
-> verdecktes Objekt weiter weg
- Relative Höhe
-> je höher Objekt im Bild, desto weiter weg, gilt bis zum Fluchtpunkt
- Relative Größe und perspektivische Konvergenz
-> bei zwei gleichen Objekten hat dasjenige Objekt ein kleineres Netzhautbild, das weiter entfernt ist
-> parallele Linien, die sich vom Betrachter entfernen, laufen zusammen
- Bekannte Größe
- Texturgradient
-> Objekte mit gleicher Größe scheinen in Entfernung kleiner u. enger gepackt
- Atmosphärische Perpektive
-> entfernte Objekte erscheinen weniger scharf und bläulicher
- Schatten
-> können wahrgenommene räumliche Position beeinflussen - 5Bewegungsinduzierte Tiefenhinweise- Bewegungsparallaxe
-> Beobachter bewegt sich seitwärts relativ zum stehenden Objekt
-> z.B. im Zug aus Fenster schauen
a) Objekte auf der Retina verschieben sich entgegen der Bewegungsrichtung
b) nahe Objekte verschieben sich stärker als ferne Objekte
- Zu- und Aufdecken
-> während Ortsveränderung des Betrachters werden ferne Berieche immer wieder von nahen Objekten verdeckt und aufgedeckt - 6Binokulare Tiefenhinweise- Augen sind 6cm entfernt
- gemeinsam Blickfeld von 180°
- sehen Welt aus leicht unterschiedlichen Blickwinkeln
-> der hieraus resultierende Unterschied zwischen rechten und linken Bild wird Querdisparation genannt
- Korrespondierende retinale Bildpunkte
-> zur Erklärung binokularer Tiefenhinweise
-> KrB findet man, wenn man Retinae der Augen in Deckung bringt
-> Punkt die dann übereinander liegen - 7Binokulare Tiefenhinweise -Horopter- Die Punkte in der Welt, die auf korrespondierenden Punkten abgebildet werden bilden den Horopter
- Horopter geht durch Fixationspunkt
- Horopter ist nur eine "dünne" Ebene der Welt
- Jeder neue Fixationspunkt produziert einen neuen Horopter
- Bildpunkte vor oder hinter dem Horopter werden nicht auf korrespondierenden retinalen Orten abgebildet - 8Horopter -ABB

- 9Disparität und Stereopsis- Querdisparation bezieht sich auf Geometrie
- Stereopsis bezieht sich auf Wahrnehmung
- Stereopsis = bestimmte Qualität des Sehens mit beiden Augen
-> charakteristisches phänomenales Erleben von räumlicher Tiefe
- Stabismus (Schielen): Abweichung zu groß, als dass sie vom Gehirn als 3D interpretiert werden könnte - 10Julesz Random Dot Stereogramme- Frage: spielen monokulare Hinweise eine Rolle?
- Entwicklung von Stereogrammen, die keine monokularen Hinweise enthielten
- Zufallsmuster zunächst kopiert und anschließend aus dem selben kopierten Bild ein Ausschnitt um wenige Pixels versetzt
- Ergebnis: trotz fehlender monokularer Hinweise sehen die Betrachter ein schwebendes Quadrat
=> Beleg, dass Querdisparation kausal für die Tiefeneindrücke verantwortlich ist - 11Größenwahrnehmung und Tiefenhinweise - Holway & Boring (1941)- Autoren wollten herausfinden, wie gut das visuelles System retinale Größe und Entfernung bei der Einschätzung der tatsächlichen Größe berücksichtigt
- Experiment fand nachts statt
- Stimuli:
1. Eine in der Größe verstellbare Vergleichsscheibe ('comparison')
2. Verschieden weit entfernte verschieden große Testscheiben ('test'). Ihre Größe war so angepasst, dass die retinale Größe immer 1° Sehwinkel betrug
- Aufgabe:
1. Den Vergleichsreiz so einstellen, das er der wahrgenommenen Größe des Testreizes entspricht.
- Beobachtungsbedingungen:
1. Die Testscheibe wurde bei freier binokularer Sicht gezeigt, oder unter Wegfall möglichst vieler Tiefencues (nur ein Auge oder durch einen lichtschluckenden Tunnel)
- Ergebnis:
-> Bei freier Sicht entsprach das Ergebnis dem Gesetz der Größenkonstanz, bei Wegfall der Tiefencues, dem Gesetz des visuellen Winkels.
-> VP hat Fleck eingestellt, der genau der Fläche auf der Retina entsprach - 12Holway & Boring (1941) -ABB

- 13Größenkonstanz- Dinge behalten ihre wahrgenommene Größe, egal ob sie nah oder entfernt sind
- Mechanismen der Größenkonstanz (u.a.):
-> Größen - Distanz - Skalierung
-> Relative Größe
-> Bekannte Größe
-> Texturgradient - 14Größen - Distanz - Skalierung- Mechanismus der Größen - Distanz - Skalierung (Gregory, 1966)
- GW = K ( GR * DW )
wahrgenommene Größe = Konstante (retinale Größe * wahrgenommene Distanz)
- Wenn eine Person sich vom Betrachter wegbewegt, wird ihre retinale Größe ( G R) kleiner, aber die wahrgenommene Distanz (DW) größer
- Die beiden Veränderungen gleichen sich aus, weshalb die wahrgenommene Größe ( G W) konstant bleibt - 15Emmert´sches Gesetz- Je weiter das Nachbild entfernt zu sein scheint, desto größer sieht es aus
- Dies ist konsistent mit Gregorys Postulat GW ~ GR×DW, denn
- wenn GR konstant ist (das Nachbild auf der Retina bleibt immer gleich groß, egal wo man hinschaut)
- wenn DW zunimmt, dann muss entsprechend die wahrgenommene Größe GW zunehmen - 16Relative Größe Bekannte Größe Texturgradient- relative Größe
-> Größe anderer Objekte werden als Vergleich verwendet
- Bekannte Größe
-> z.B. erkennen wir erst die Größe einer Statue, wenn eine Person daneben steht
- Texturgradient
-> wenn sich die retinale Größe eines Objektes proportional zum Texturgradienten ändert, erkennen wir leicht, dass die Gegenstände "tatsächlich" gleich groß sind - 17Müller Lyer Täuschung- Versagen der Mechanismen
- System kann Infos über Größe der Linie und Größe des Gesamtobjektes nicht auseinander halten
- 18Ames Raum- Beispiel für Versagen der Mechanismen
- die linke Ecke ist viel weiter vom Beobachter entfernt als rechte Ecke
- linke Wand ist viel höher als rechts
- perspektivische Verzerrung
-> Raum wirkt von einem bestimmten Punkt aus rechtwinklig
Informationen
- Beschreibung
- Der Nutzer hat seine Fachbereichs-Information gelöscht. Karteikarten am Allgemeine 1 Thema 8 - Größe und Distanz, erstellt von Gelöschter Nutzer am 08/06/2021.
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- Gelöschter Nutzer
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- Erstellt von Lena Paisdzior · 8 Jun 2021
- Kopiert von Lena Paisdzior · 8 Jun 2021
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