GoConqr hat ein neues Design! Sag uns, wie es dir gefällt.

Karteikarten

40.11 Pierre Bourdieu

Yvonne Heitland Bildungswissenschaften Modul 1A Studium Deutsch 31 Karten

Karten in diesem Stapel (31)

  1. 1Pierre Bourdieu analysiert......die soziale Welt vor dem Hintergrund symbolischer Formen der Macht
  2. 2Sozialisation zeigt sich als......Habitualisierung
  3. 3Zu Pierre Bourdieu...1930-2002;
    ...ist eine der einflussreichsten Soziologen Frankreichs;
    ...ist ein Analytiker der Macht
  4. 4Zentrale Elemente einer sozialen Praxis bei Bourdieu sind......praktische Erfahrungen, Erkenntnisse und Wahrnehmungsformen der sozialen Akteure
  5. 5Die Arbeiten Bourdieus......konzentrieren sich darauf, die Mechanismen der Macht aufzuzeigen
  6. 6Differenz der individuellen und der gesellschaftlichen Perspektive:Während die Menschen davon ausgehen, ihr Leben und Denken sei Ausdruck der je eigenen Entscheidung, zeigt eine Betrachtung von außen die Verbindung zu ihrer sozialen Positionalität.
  7. 7Das Handeln der Akteure......kann nicht losgelöst werden von ihrem sozialen Raum und der räumlichen Platzierung
  8. 8Menschliche Wesen sind zugleich biologistische Individuen und soziale AkteureAls biologistisch individuierte Körper sind sie örtlich gebunden und nehmen einen Platz ein;
    Menschen sind Handelnde, die im sozialen Raum positioniert und durch diesen Ort charakterisiert sind
  9. 9Soziale Akteure...sind über ihren Körper mit der Welt verbunden und respräsentieren die soziale Welt durch ihren Leib;
    ...wo der Mensch lokalisiert ist, sagt etwas über ihn und seine Stellung aus;
    Ds Handeln der Menschen, Geschmack, Kleidung, das Verhältnis zum Körper, Vorlieben für Kunst und Musik, ihr gesamter Lebensstil sind bedingt von der jeweiligen Position im sozialen Raum
  10. 10Symbolische Gewaltindirekte Form der Machtausübung;
    ...ist eine nicht wahrgenommene Form von Gewalt;
    Herrschaftsbeziehungen, in denen ein unbewusstes Einverständnis der Beherrschten mit der Herrschaftssituation vorliegt;
    ...kann unabängig von Bewusstsein und Willen ausgeübt werden
  11. 11physischer Raum...ist ein realer Ort / die reale Welt;
    Dr Mensch gestaltet seinen physischen Raum nach seinen Möglichkeiten (Kapital) und seinem Geschmack
  12. 12sozialer Raum...ist ein theoretisches Konstrukt, ein Koordinatensystem, in dem der Mensch anhand seines Kapitals verortet wird;
    ...entspricht keinem realen Raum;
    vom sozialen Raum lassen sich Rückschlüsse auf die Position physischen Raums des Menschen ziehen
  13. 13Kapital...fungiert als Mittel und Einsatz des "Kampfes";
    Bourdieu unterscheidet unterschiedliche Kapitalformen;
    Vom Kapital ist die Position im sozialen Raum abhängig;
    ...ist gespeicherte "akkumulierte" Arbeit in Form von Material oder verinnerlichter Form;
    ...ist eine individuelle Kraft
  14. 14Kapitalformenökonomisches Kapital;
    kulturelles Kapital;
    soziales Kapital
  15. 15Ökonomisches Kapital...ist unmittelbar an Geld gebunden;
    ...ist jederzeit in einen Geldwert zu verwandeln;
    ...wird gesichert durch das Eigentumsrecht;
    Einkommen oder materieller Besitz (Wohnungseigentum, bestimmte Autos)
  16. 16Kulturkapital...ist wichtiges Startkapital auf dem Karriereweg;
    ...es gibt Möglichkeiten vor oder verschließt sie;
    es gibt drei Formen: 1. verinnerlichter, korporierte Zustand; 2. objektiviertes Kulturkapital; 3. insitutionalisiertes Kulturkapital; 4. Symbolisches Kapital
  17. 17verinnerlichtes, korporiertes KulturkapitalBildung;
    es bedarf persönlicher Anstrengung und die Investition von Zeit;
    kann nicht besessen werden;
    die Bedeutung von diesem Kapital steigt, je seltener seine Träger sind;
    wird durch "soziale Vererbung" weitergegeben;
    Übertragung erfolgt in verborgener Form z.B. durch frühe Förderung oder Investition von Bildung
  18. 18objektiviertes Kulturkapital...ist übertragbar;
    materielle Trägerobjekte: Gemälde, Bücher, Instrumente;
    das Potenzial der materiellen Trägerobjekte wird erst dann wirksam, wenn es auch interpretiert und genutzt werden kann (>verinnerlichtes Kapital)
  19. 19institutionalisiertes Kulturkapitalakademische Titel, Zertifikate, Abschlüsse, Zeugnisse;
    der schulische Titel ist ein Zeugnis für kulturelle Kompetenz
  20. 20Soziales Kapital..speist sich aus sozialen Netzwerken und der Zugehörigkeit zu einer Gruppe;
    Es ist von Bedeutung, welche Menschen man kennt, welchen Umgang man hat und welche Beziehungen;
    soziales Kapital kann die anderen Kapitalformen multiplizieren (in Abhängigkeit von dem Netz der Beziehungen);
    unaufhörliche Beziehungsarbeit ist für die Reproduktion notwendig;
    Je geringer das soziale Kapital, desto größer ist die zu investierende Beziehungsarbeit
  21. 21Symbolisches KapitalKennzeichen: Wertschätzung, Ehre, Anerkennung, Status;
    ..ist keine eigene Kapitalform, geht mit den andern Arten einher;
    ...kann die Bedeutung der andern Kapitalformen steigern
  22. 22Ziel von Kapital...sind Kapitalanhäufungen und Tranformationen mit geringen Umwandlungskosten und Profitmaximierung
  23. 23Der soziale Raum prägt......das Selbst und die Lebensführung;
    es gibt eine Verbindung zwischen dem Raum, in dem man aufwächst und den Vorlieben und Wahrnehmungsformen, die man hat
  24. 24GeschmackIn Verbindung der sozialen Positionen bilden sich Geschmacksformen aus, die sich in bestimmten Praktiken, bevorzugten Nahrungsmitteln, Wohnverhältnissen, Präferenzen in Sportarten, Unterhaltung oder Kunst niederschlagen;
    "Geschmack bewirkt, dass man hat, was man mag, weil man mag, was man hat.";
    anhand des Geschmacks lassen sich die Klassen der Gesellschaft unterscheiden (ein Wechsel ist fast unmöglich!)
  25. 25Raum der Lebensstile...ist das Universum von Eigenschaften, anhand deren sich [...] die Inhaber der verschiedenen Positionen im sozialen Raum unterscheiden
  26. 26"herrschende" Oberklasse...hat legitimen Geschmack;
    limitierte Güter werden bevorzugt;
    es besteht kein Mangel an ökonomisches Kapital oder Zeit;
    drückt sich aus in Musik, Sportarten, Essen oder der häuslichen Einrichtung;
    man will sich abheben und nach unten abgrenzen;
    Luxusgeschmack ist Ausdruck von Macht
  27. 27Mittelklasse...hat prätentiösen Geschmack;
    Kleinbürgertum;
    ist bestrebt den Geschmack der herrschenden Schicht nachzuahmen und sich ihr anzugleichen
  28. 28Unterklasse...hat Notwendigkeitsgeschmack oder illegitimen Geschmack;
    Bevorzugung von Volksmusik;
    Geschmack ist pragmatisch und funktionalistisch;
    es geht um den Erhalt der Existenzbedingungen
  29. 29HabitusDer Habitus eines Menschen ist seine Seinsweise, er zeigt sich als eine allgemeine Grundhaltung;
    ...beschreibt eine Art Persönlichkeitsprofil;
    ...ist eine soziale Struktur, die sich auf den Einzelnen abbildet und zugleich seine Wahrnehmung, sein Denken, Handeln und Empfinden strukturiert;
    Der Habitus ist das, was wir sind;
    ..sagt etwas über den Menschen aus (wie er spricht, was er mag, liest und wie er sich kleidet);
    Habitus ist nicht angeboren, sondern wird erworben
  30. 30Habitus ist ein System von Grenzen"Wer z.B. über einen kleinbürgerlichen Habitus verfügt, der hat eben auch [...] Grenzen seines Hirns, die er nicht überschreiten kann. Deshalb sind für ihn bestimmte Dinge einfach undenkbar, unmöglich [...]"
  31. 31Die Freiheit des Einzelnen......liegt in den Grenzen der eigenen Sozialisation und der in den Körper eingeschriebenen Geschichte.

Informationen

Beschreibung
Studium Bildungswissenschaften Modul 1A (33040 Erziehung - Bildung - Sozialisation SS16) Karteikarten am 40.11 Pierre Bourdieu, erstellt von Yvonne Heitland am 12/02/2017.
Erstellt von
Yvonne Heitland
Aufrufe
29
Bewertung

Feedback

Worum geht es?

Wie gefällt dir das neue Design?

Dein Eindruck