| Question | Answer |
| Definition Moral | Die Gesamtheit der in einer bestimmten Gemeinschaft geltenden Wertvorstellungen und Normen (meist ungefragt übernommen) (lat. mos, mores = Sitte, Brauch) |
| Definition Ethik | Das Reflektieren (Nachdenken) über Moral Ethik = Moralphilosophie |
| Grundfrage der Ethik? | Wie soll man handeln? soll = Anspruch man = jeder Mensch, allgemein > allgemeine Antwort handeln = aktives tun (kann eine Handlung richtig oder falsch sein?) |
| Voraussetzung der Ethik | Differenzerfahrung zwischen Wirklichkeit (so ist es) und Ideal (so sollte es sein) |
| älteste schriftlich überlieferte Ethik | Ptah-hotep (altägyptischer, hoher Beamter) verfasste 37 Lebensmaximen - um 2350 v. Chr. (gelten als die älteste, vollständig erhaltene Weisheitslehre) |
| Ethik im Verständnis von Ptah-hotep | bsp. Habgier als Krankheit Ethik als gesundheitliches Phänomen bsp. Schritte richtig setzen > für Ptah-hotep existiert ein Richtig und ein Falsch in Fragen der Ethik |
| Die goldene Regel als ethisches Grundprinzip (ethisches Grundprinzip der Reziprozität / Wechselseitigkeit) | Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst. (was du nicht willst das man dir tu, das füg auch keinem andern zu) |
| Die goldene Regel im Christentum | Matthäus 7,12: Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut ihnen auch. |
| Die goldene Regel im Hinduismus | indisches Heldenepos Mahabharta: Man soll niemals einem Anderen antun, was man für das eigene Selbst als verletzend betrachtet. Dies ist der Kern, ist die Regel aller Rechtschaffenheit. |
| Die goldene Regel im Islam | Buch der vierzig Hadithe: Keiner von euch ist gläubig, solange er nicht für seinen Bruder (=Muslime und nicht Muslime) wünscht, was er auch für sich selbst wünscht. |
| Die goldene Regel in China | Konfuzius: Frage des Zi-gong: "gibt es ein Wort, das ein ganzes Leben lang als Richtschnur des Handelns dienen kann?" Konfuzius: "das ist gegenseitige Rücksichtnahme. Was man mir nicht antun soll, will ich auch nicht anderen Menschen zufügen." |
| Entwicklung der Ethik in der abendländischen Philosophie | Sokrates - Platon - Aristoteles: Sokrates: Tradition bietet keine Legitimationsbasis für Moral (es besteht die Notwendigkeit einer rationalen Begründung) Aristoteles: Ethik als Titel einer eigenständigen Disziplin innerhalb der Philosophie |
| Was bedeutet: Distanz der philosophischen Ethik gegenüber der traditionellen Moral? | Ethik und Moral sind nicht dasselbe. Ethik erklärt, worauf die Moral basiert. Es existiert keine vollständige Abkoppelung von unserem moralischen Alltagsverständnis. |
| Definition (philosophische) Ethik | An abstrakten Prinzipien orientiertes, kritisches und systematisches Nachdenken über moralische Fragen. (Fragen des "richtigen" Handelns) |
| Beispiele für Fragen der philosophischen Ethik | - Was sind die Grundzüge eines guten, lebenswerten Lebens? - Nach welchen Werten und Normen sollen wir als Gemeinschaft leben? - Was ist Gerechtigkeit? - Wie handelt man verantwortlich? - Gibt es allgemeinverbindliche Kriterien für ein moralisch richtiges Handeln? - Wie kann man begründen, warum man moralisch handeln soll? |
| Definition Deskriptive Ethik + Fragestellung | Beschreibende, wertfreie Perspektive, auch empirische Ethik genannt Welche Moralen gibt es? Es geht darum, wie sich Menschen tatsächlich verhalten. |
| Definition Normative Ethik + Fragestellung | Legitimatorische (rechtfertigende) Perspektive. Sucht Argumente für oder gegen moralische Auffassungen: Kerngebiet der philosophischen Ethik Wie lassen sich Moralen begründen? |
| Definition Metaethik + Fragestellung | Begründet, warum so und so gehandelt werden soll. Welchen grundsätzlichen Status haben moralische Begriffe, Aussagen und Argumentationen? |
| In welche Kategorie gehören folgende Fragen? - Lassen sich moralische Forderungen objektiv begründen? - Warum soll man überhaupt moralisch handeln? - Gibt es objektive Werte, die für alle Menschen verbindlich sind? | Metaethik (metaethische Fragen) |
| Definition Moral | Die Gesamtheit der in einer bestimmten Gesellschaft geltenden Wertvorstellung und Normen, die meist unhinterfragt übernommen werden (lat. mos, mores = Sitte, Brauch) |
| Definition Ethik (im Vergleich zur Moral) | Das Reflektieren über Moral > Moralphilosophie |
| Definition Ethos | Personale Grundhaltung (wer will ich sein? wie verstehe ich mich selbst?) |
| Wer war Adam Smith | Moralphilosoph (1723 - 1790) Begründer der klassischen Nationalökonomie Befürworter der freien Marktwirtschaft (unsichtbare Hand) |
| Erkläre den "impartial spectator" - den unparteiischen Zuschauer nach A. Smith | Wir billigen oder missbilligen das Verhalten anderer Menschen auf die Weise, dass wir uns in seine Lage hineindenken und nun unsere Gefühle darauf prüfen, ob wir mit den Empfindungen und Beweggründen, die es leiten, sympathisieren können oder nicht. In gleicher Weise billigen oder missbilligen wir unser eigenes Betragen, indem wir uns in die Lage eines anderen Menschen versetzen und es gleichsam mit seinen Augen und von seinem Standort aus betrachten und nun zusehen, ob wir von da aus an den Empfindungen und Beweggründen, Anteil nehmen und mit ihnen sympathisieren können, oder nicht. |
| Kurzdefinition des unparteiischen Zuschauers | Wir bemühen uns, unser Verhalten so zu prüfen, wie es unserer Ansicht nach irgendein anderer gerechter und unparteiischer Zuschauer prüfen würde. |
| Forderung des Dalai Lama | ... dass wir im 21. Jh. eine neue Ethik jenseits aller Religionen brauchen. Eine säkulare Ethik = weltliche nicht religiöse Ethik, die für alle gilt |
| Weshalb geriet die Ethik im 20. Jh. in eine Krise? | Die zwei Weltkriege und der Holocaust führten zu einer tiefgreifenden ethischen Desorientierung. Gem. E. Neumann ist es "alten Ethik" des jüdisch-christlichen Zeitalters nicht gelungen, die zerstörerischen Kräfte im Menschen zu bändigen. |
| alte Ethik Natur des Menschen als unveränderbar angesehen neu? | Veränderungen des Menschenbildes durch wissenschaftliche Forschung |
| alte Ethik: Unveränderlichkeit der Umwelt neu? | ständige Veränderung durch beschleunigte technische Entwicklungen |
| alte Ethik: Ethik war anthropozentrisch neu? | Erweiterung des ethischen Bewusstseins auf Natur und Umwelt |
| Bedeutung anthropozentrisch in der Ethik | Umgang mit der nichtmenschlichen Welt galt als ethisch neutral |
| alte Ethik: Geringe Reichweite menschlichen Handelns und menschlicher Verantwortung neu? | Konsequenzen menschlichen Handelns für das Schicksal künftiger Generationen (Nachhaltigkeit) |
| alte Ethik: beschränkte sich auf Situationen der zeitlichen und örtlichen Nähe neu? | Ethik wird global: Bewusstsein, in einer gemeinsamen Welt zu leben |
| Kennzeichen des Egoismus nach Fenner | - Massstab ist die Erfüllung der eigenen Interessen ohne Rücksicht auf die legitimen Interessen und Rechte der anderen Menschen - Nur der eigene Vorteil ist handlungsleitend und führt zur Instrumentalisierung der Mitmenschen |
| welches sind die drei Arten von Normen? | - konventionelle Regeln (Aspekt der Legitimität) - moralische Normen (Aspekt der Legitimität) - (straf-)rechtliche Normen (Aspekt der Legalität) |
| Unterscheidung moralische Normen vs rechtliche Normen: Verhalten | moralische Normen: Verhaltensanweisung zur Gestaltung von Gesellschaftsbeziehungen rechtliche Normen: gesellschaftliche Verhaltensregeln, in Form von Gesetzen vom Staat erlassen und sanktioniert |
| Unterscheidung moralische Normen vs rechtliche Normen: Zeitangabe | moralische Normen: keine zeitliche Fixierung rechtliche Normen: zu einem bestimmten Zeitpunkt erlassen |
| Unterscheidung moralische Normen vs rechtliche Normen: Konstituierung | moralische Normen: durch Regelvermittlung rechtliche Normen: durch Gesetzgebungsverfahren |
| Unterscheidung moralische Normen vs rechtliche Normen: Ziel | moralische Normen: das gute Leben aller, ein guter Mensch sein rechtliche Normen: konfliktfreies Zusammenleben |
| Unterscheidung moralische Normen vs rechtliche Normen: Forderung an Einzelne | moralische Normen: innere Einstellung und Haltung rechtliche Normen: äusseres Verhalten |
| Unterscheidung moralische Normen vs rechtliche Normen: Beurteilungskriterium | moralische Normen: Legitimität rechtliche Normen: Legalität |
| Unterscheidung moralische Normen vs rechtliche Normen: Befolgung | moralische Normen: Befolgung nicht erzwingbar und nicht einklagbar rechtliche Normen: Befolgung erzwingbar und vom Einzelnen einklagbar |
| Unterscheidung moralische Normen vs rechtliche Normen: Sanktionen | moralische Normen: Missbilligung, Ermahnung, Empörung, Kommunikationsentzug, Beziehungsabbruch rechtliche Normen: Geldbussen, Freiheitsentzug, Schadensersatz |
| Was ist die Individualethik | = Strebensethik / Ethik der 1. Person individuelle Lebensführung im vernünftigen Selbstinteresse > gutes Leben, Glück moralisch-prudentielle Perspektive |
| Was ist die Sozialethik | = Sollensethik / Ethik der Anerkennung zwischenmenschliches Zusammenleben, berechtigte Ansprüche Anderer unparteilich berücksichtigen Moral, gerechtes Leben moralische Perspektive |
| Wozu gehören: Tugendethik? Lebenskunst? Deontologische Ethik? Konsequenzethik? Diskursethik? | Tugendethik: Individualethik Lebenskunst: Individualethik Deontologische Ethik: Sozialethik Konsequenzethik: Sozialethik Diskursethik: Sozialethik |
| Was sind Werte | Konkrete, gesellschaftlich geteilte Auffassungen von Erstrebenswertem, Überzeugungen und Zielvorstellungen, für die man sich einsetzt. Sie beeinflussen Handlungsziele und treten in Normen auf. Werte sind wandelbar. |
| Was sind Normen | Regulative (Vorgaben / Vorschriften) menschlichen Verhaltens, die durch Verhaltens- und Handlungsregeln, auch Handlungsmassstäbe, gesetzt werden. Sie verpflichten jeden Einzelnen durch konkrete Handlungsanweisungen, sogenannte Sollens-Regeln. |
| Was ist der relative Wert eines Menschen | Der relative Wert eines Menschen ergibt sich aus der Wert-Schätzung eines Menschen. Er zeigt sich in seinem "Preis". Wer mir näher steht, ist mir mehr wert. |
| Was ist der absolute Wert eines Menschen | Der absolute Wert eines Menschen ist dessen inhärente (ihm innewohnende) Würde. Es gibt daher keinen Handel, keinen Verkauf, keinen Kauf. |
| Legitimation von Menschenwürde: moralische Konzeption politische Konzeption | moralische Konzeption: - Menschenwürde als moralischer Status - jeder Mensch besitzt moralische Rechte, die von jedem anderen Menschen respektiert werden müssen politische Konzeption: - Menschenwürde als sozialer Status - Menschen haben Rechte als Mitglieder der menschlichen Gemeinschaft |
| Forderungen der Moral im Verhältnis von Mensch zu Mensch (4) | - sich nicht absichtlich zu schaden - sich zu achten und die Selbstbestimmung respektieren - sich gegenseitig Schutz und Hilfe gewähren - sich einander zukommen lassen, was einem gebührt |
| Utilitarismus nach Jeremy Bentham oberstes Prinzip der Moral? Def. Nutzen? Lösungen von Problemen? | oberstes Prinzip der Moral: Maximierung des Glücks > die Lust soll die Unlust überwiegen Nutzen: alles was Lust/Glück hervorruft und/oder alles was Unlust/Leid verhindert Probleme: sollen zum Nutzen der Gesellschaft und zum Wohle aller gelöst werden |
| weitere Bezeichnungsformen des Utilitarismus nach Bentham | Akt- oder Handlungsutlilitarismus |
| Einwände gegen Benthams Lehre des Utilitarismus | - die Rechte des Einzelnen werden nicht geachtet, nur die Summe des Glücks zählt > Moral = Berechnung von Kosten und Nutzen - Reduzierung von allem Moralischen auf eine Skala der Lust & Unlust - Wissenschaft der Moral, die darauf beruht, dass Glück gemessen, summiert und berechnet werden kann > irreführend, moralische Abstumpfung |
| Utilitarismus: Aussage von Thorndike | Jeder vorhandene Wunsch und jede Befriedigung existiert in Form eines bestimmten Betrages und ist somit messbar > alles und jeder hat seinen Preis! > Glück wird somit messbar |
| Utilitarismus nach John Stuart Mill | - Über sich selbst, den eigenen Körper und die eigene Seele ist der Einzelne Alleinherrscher (uneingeschränkte Unabhängigkeit), solange dabei keinem anderen Schaden zugefügt wird. - Nutzenmaximierung auf lange Sicht: die Beachtung der Rechte des Einzelnen führen auf lange Sicht zum grösstmöglichen Glück aller |
| weitere Bezeichnungen des Utilitarismus nach Mill | qualitativer Handlungsutilitarismus |
| Einwände gegen den Utilitarismus nach Mill | - werden individuelle Rechte respektiert, um den sozialen Fortschritt zu ermöglichen, werden diese Rechte dem Zufall ausgeliefert - utilitaristisch begründetes Recht darf dem Einzelnen schaden |
| Unterschiede zwischen Benthams und Mills Utilitarismus | Bentham: - Lust = Lust / Unlust = Unlust, keine qualitativen Unterschiede - Erfahrungen werden aufgrund der Lust oder Unlust die sie bereiten, beurteilt > quantitative Unterscheidung Mill: - Unterscheidung zwischen wünschenswerteren, wertvolleren Arten der Lust und weniger wünschenswerten, wertvollen Arten der Lust > qualitative und quantitative Unterscheidung |
| Utilitarismus: Definition und Herkunft | Definition: Das grösstmögliche Glück der grösstmöglichen Zahl Herkunft: 18. und 19. Jh. > Humanismus (Wohlstand für alle) "utility" = Nützlichkeit |
| Grundlagen des Utilitarismus | - verbindliche Normen bestimmen das Handeln - Streben nach Nützlichkeit ist der Gradmesser - hedonistisches Prinzip (menschliches Streben nach Lust und Vermeidung von Leid) = Beurteilungsmassstab - Ziel: grundsätzliches Wohlergehen, körperlich und geistig |
| Prinzipien einer rationalen Wahl (Wohlfahrtsethik) | - Konsequenzprinzip - Utilitätsprinzip - hedonistisches Prinzip - universalistisches Prinzip |
| Konsequenzprinzip | Folgen überwiegend positiv = positive Handlung > ausführen Folgen überwiegend negativ = negative Handlung > unterlassen - alle Folgen, auch langfristige und hypothetische Folgen müssen berücksichtigt werden - die Richtigkeit von Handlungen und Handlungsnormen bestimmt sich nicht aus sich selbst heraus, sondern vielmehr von den Folgen/Konsequenzen her |
| Utilitätsprinzip | Folgen werden immer am Nutzen gemessen Nutzen als Nettobilanz |
| hedonistisches Prinzip | - als Nutzen zählt nur, was der Allgemeinheit dient (dem allgemeinen Wohlbefinden), keinen egoistischen Erwägungen - als Nutzen zählt nur, was in sich gut ist |
| universalistisches Prinzip | Wohlergehen aller ist zentral, rationaler Egoismus oder Partikularinteressen stehen im Hintergrund |
| Klassischer Utilitarismus: Begründer? Menschenbild? | Begründer: Jeremy Bentham Menschenbild: hedonistisches Menschenbild - Handlungen sind in dem Masse gut, wie sie Lust fördern oder Leid verringern |
| Was ist das Prinzip der Nützlichkeit? (Utilitarismus) | Nutzenkalkulation der Nutzen aller wird aufsummiert |
| Messung des individuellen Gratifikationswertes einer Handlung? (Utilitarismus) | - Intensität (wie stark ist der Lustgewinn) - Dauer & Grad der Wahrscheinlichkeit des Lustgewinns - zeitliche & räumliche Nähe des Eintretens der Folgen - sekundäre positive und negative Folgen aus den direkten Handlungsfolgen |
| qualitativer Handlungsutilitarismus: Begründer? Entscheidungskriterien? Gewichtung? | Begründer: John Stuart Mill Entscheidungskriterien: Quantität und Qualität einer Handlung > Intensität & Dauer der Lust (Quantität) UND Qualität der Lust sind massgebend |
| qualitativer Handlungsutilitarismus: Gewichtung von Entscheidungskriterien | Unterscheidung zwischen wertvolleren und weniger wertvollen Freuden > wertvollere sind höher zu gewichten (geistige, kreative, soziale Freuden sind höher zu gewichten, als rein körperliche) |
| Utilitarismus: Definition des Nutzens im klassischen Utilitarismus | Nutzen = individuelles Glücksempfinden |
| Präferenzutilitarismus: Begründer? Wer? zählt wieviel? Was steht im Fokus? Was bedeutet Unparteilichkeit? | Begründer: Peter Singer wer: alle empfindungsfähigen Lebewesen wieviel: alle empfindungsfähigen Lebewesen zählen gleich viel Fokus: Interessen & Wünsche der Betroffenen > möglichst viele Wünsche von möglichst vielen sollten durch eine Handlung erfüllt werden Unparteilichkeit: eigene Wünsche & Interessen sind nicht höher zu gewichten, als die anderer |
| Regelutilitarismus: Begründer? Das zweistufige Prüfungsverfahren? | Begründer: James Urmson zweistufiges Prüfungsverfahren: 1. Eine Handlung ist dann gerechtfertigt, wenn sie keine moralische Regel verletzt 2. Eine moralische Regel ist dann korrekt, wenn die Anerkennung der Regel as Allgemeinwohl fördert |
| Deontologie: Kernaussage? Begründer? Herkunft? | Kernaussage: Handlungen sind intrinsisch gut, unabhängig von ihren Konsequenzen (allein die Absicht - der gute Wille - ist entscheidend? Begründer: Immanuel Kant Herkunft: 18. Jh. / deon = die Pflicht > Deontologie = die Pflichtethik |
| Worauf basiert historische betrachtet die Moral? (Deontologie) | Antike: Natur (Buddhismus) Antike bis Aufklärung: Gott (aus Furcht wird nicht gesündigt) Aufklärung: menschliche Vernunft |
| freier Selbstzwang (Kant) | Der Mensch gibt sich selbst die Freiheit, dass das moralische Gesetz unbedingt gehalten werden muss |
| der Kategorische Imperativ I | Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz wird |
| Erklärung des Kategorischen Imperativs I | Maxime = Grundsatz / Absicht für das Handeln > nur nach Grundsätzen handeln, die für alle gleichermassen gültig sind & die Gesetz werden sollen (könnte) > ist eine Maxime unmoralisch, ist die Handlung verboten |
| moralisches Verhalten: Utilitarismus vs Deontologie | Utilitarismus: die konkreten Folgen sind moralisch entscheidend Deontologie: Maximen sind moralisch entscheidend (unmoralisches Verhalten ist nicht mit der Vernunft vereinbar) |
| Kants apriorische Deutung | apriorisches Wissen: von Erfahrungen unabhängiges Wissen - logische Widersprüche - reine Vernunftüberlegungen (kein Rückgriff auf empirische Erfahrungen oder Folgeabschätzungen) > allgemeines Gesetz - die reine Vernunft entscheidet |
| was charakterisiert den Kategorischen Imperativ? | - Verfahren um zu eruieren, ob eine Handlung moralisch ist - Verallgemeinerungsprinzip -formales Prinzip (keine konkretisierte Liste) - gelten allgemein und ohne Bedingungen |
| Was ist der gute Wille? Wann ist ein Wille moralisch gut? (Deontologie) | der gute Wille: Der gute Wille ist nicht durch das was er bewirkt, sondern allein durch das Wollen an sich gut (Absicht ist entscheidend) wann ist ein Wille moralisch gut? Handlungen aus Pflicht sind moralisch gut Handlungen aus Achtung or dem moralischen Gesetz sind moralisch gut |
| Würde des Menschen nach Kant | Achtung hat einen unpersönlichen Charakter > Achtung für den Menschen an sich als Vernunftwesen > Vernunft verleiht Würde |
| Unterscheidung zwischen Personen und Sachen (Deontologie) | Personen = vernünftige Wesen der Mensch existiert als Zweck an sich selbst, nicht bloss als Mittel zum beliebigen Zweck Sachen: haben einen relativen Wert und dienen als Mittel zum Zweck |
| der Kategorische Imperativ II - die Selbstzweckformel | Handle so, dass du die Menschheit, sowohl in deiner Person, als auch in der Person eines jeden anderen, jederzeit zugleich als Zweck niemals bloss als Mittel brauchtest. |
| Kant & die Menschenrechte (Deontologie) | Gleichheitsprinzip: alle Menschen sind gleich an Recht & Würde (beeinflusst durch die französische Revolution / Jean Jaques Rousseau) |
| Supererogatorischer Akt | selbstloser, heldenhafter Akt |
| Deismus? (Deontologie) | durch reine Vernunftüberlegung könnte ich darauf kommen, dass Gott existieren müsste oder existieren können müsste |
| hypothetische Imperativ vs kategorischer Imperativ | hypothetischer Imperativ: gilt nur unter bestimmen Bedingungen (wenn, dann) kategorischer Imperativ: gilt allgemein, ohne Bedingungen |
| in welchem Raum ist der Utilitarimsus verbreitet? | anglo-amerikanischer Raum |
| Versuch des Utilitarimsus | verbindliche Normen begründen, ohne sich dabei auf eine "Letztbegründung" (Gott, Gewissen, etc.) zu berufen |
| Utilitarimsus: wie werden Handlungen legitimiert? | Beurteilung der Handlungen nach der Nützlichkeit ihrer Folgen |
| Grundprinzip des Utilitarismus | Handle so, dass die Folgen deiner Handlung, bzw. Handlungsregeln für das Wohlergehen aller Betroffenen optimal sind. |
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