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Strukturen und Strukturprobleme des Berufsbildungssystems + Strukturen beruflicher Weiterbildung

Corina Lücking 34 preguntas 4,0 (1 valoración) Actualizado el 13 ene 2017

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Preguntas del test (34)

  1. 1Beschreiben Sie die Merkmale des dualen Systems der Berufsausbildung und bestimmen Sie den Standort der Berufsausbildung im Gesamtbildungssystem
    1. ADie duale Ausbildung umfasst mehrere Dualitäten der verschiedensten Schnittpunkte innerhalb der Ausbildung
      fachpraktisch / fachtheoretisch
      Ausbilder / Lehrer
      Auszubildender / Schüler
      Bund / Länder (gesetzgebende Kompetenz)
      Ausbildungsordnung / Rahmenlehrplan ( Lerninhalte )
      Kammer / Schulbehörde ( Kontrollierende Instanzen)
      einzelbetrieblich / öffentlich ( Finanzierung)
      produktionsbezogen / fachsystematisch ( didaktisches Prinzip)
      Markt / Bürokratie ( Regelungs und Organisationsprinzip)

      Schulorganisatorisch gehröt das duale System zum Sekundarbereich II

    2. BDie duale Ausbildung umfasst mehrere Dualitäten der verschiedensten Schnittpunkte innerhalb der Ausbildung
      fachpraktisch / fachtheoretisch
      Ausbilder / Lehrer (didaktisches Prinzip)
      Auszubildender / Schüler
      Bund / Länder (Kontrollierende Instanzen)
      Ausbildungsordnung / Rahmenlehrplan ( Lerninhalte )
      Kammer / Schulbehörde (gesetzgebende Kompetenz )
      einzelbetrieblich / öffentlich ( Finanzierung)
      produktionsbezogen / fachsystematisch
      Markt / Bürokratie ( Regelungs und Organisationsprinzip)

      Schulorganisatorisch gehröt das duale System zum Sekundarbereich I
  2. 2a) Erklären sie kurz folgende Begriffe:
    plurales Ausbildungssystem
    Qualifikationsparadox
    arbeitsprozessorientiertes Lernen
    Ausbildungsordnung
    Verdrängungswettbewerb
    Bildungsmeritokratie
    Bildungsexpansion

    b) Welche Konsequenzen lassen sich aus der anhaltenden Bildungsexpansion und dem Prinzip der Bildungsmeritokratie für die Zukunft des dualen Systems erwarten?
    1. Aa)
      - plurales Ausbildungssystem: Vielfalt unterschiedlicher Ausbildungsgänge und neuartiger Kooperationsformen berieblicher und schulischer Lernorte
      - Qualifikationsparadox: Einerseits hohe Bildungsabschlüsse Voraussetzung / andererseits keine Garantie für berufliche Karriere
      - Arbeitsprozessorientiertes Lernen: Erwerb übergreifender Handlungskompetenzen einschließlich Zielsetzung, Planung, Durchführung und Bewertung der eigenen Arbeit im Kontext der betrieblichen Abläufe.
      - Ausbildungsordnung: Bundeseinheitliche Grundlage der betrieblichen Berufsausbildung ( Berufsbezeichnung, Ausbildungsdauer, Rahmenplan, Berufsbild, Prüfungsanforderungen)
      - Wettbewerb: Bewerbungsprozess einzelner vieler Schulabgänger mit unterschiedlichen Voraussetzungen um Ausbildungsplätze
      - Bildungsmeritokratie: die Zuweisung von Positionen und sozialem Status orientiert sich vorrangig an den zertifizierten Leistungen im Bildungssystem
      - Bildungsexpansion: statistisches Wachstum der Teilnahme an weiterführender Bildung bzw längeres Verweilen im Bildungssystem. Misst die Ausdehnung des gesamten Bildungswesens
    2. Ba)
      - plurales Ausbildungssystem: Auswahl begrenzter Ausbildungsgänge
      - Qualifikationsparadox: Einerseits betriebliche Qualifikation angestrebt / andererseits immer mehr Qualitätsstandarts werden verletzt
      - Arbeitsprozessorientiertes Lernen: Erwerb fachtheoretischer Handlungskompetenzen
      - Ausbildungsordnung: Länderspezifische Grundlage der betrieblichen Berufsausbildung ( Berufsbezeichnung, Ausbildungsdauer, Rahmenplan, Berufsbild, Prüfungsanforderungen)
      - Wettbewerb: Bewerbungsprozess einzelner vieler Schulabgänger mit unterschiedlichen Voraussetzungen um Ausbildungsplätze
      - Bildungsmeritokratie: die Zuweisung von Positionen und sozialem Status orientiert sich vorrangig an den ökonomisch - gesellschaftlichen Bedürfnissen
      - Bildungsexpansion: statistisches Wachstum der Teilnahme an weiterführender Bildung bzw längeres Verweilen im Bildungssystem. Misst die Ausdehnung des gesamten Bildungswesens
    3. Cb) Die generelle Bildungsexpansion kann zur Folge haben, das die Attraktivität der praxisorientierten betrieblichen Ausbildung abnimmt zugunsten einer wachsenden Zahl an schulischen oder akademischen Ausbildungen
    4. Db) Die generelle Bildungsexpansion kann zur Folge haben, das die Attraktivität der praxisorientierten betrieblichen Ausbildung zunimmt zu ungunsten einer abnehmenden Zahl an schulischen oder akademischen Ausbildungen
  3. 3Wie drückt sich das Prinzip des Korporatismus im dualen System aus?
    1. Amit Korporatismus ist die Beteiligung der jeweiligen Verbände von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gemeint bezüglich der dualen betrieblichen Berufsausbildung ( Hauptausschuss im Bundesinstitut für Berufsbildung, Landesausschuss für Berufsbildung, Berufsbildungsausschuss der zuständigen Stelle)
    2. Bmit Korporatismus ist die Beteiligung der jeweiligen Zünfte und Gichte von Arbeitgebern und Arbeitnehmern gemeint bezüglich der dualen betrieblichen Berufsausbildung ( Hauptausschuss im Bundesinstitut für Berufsbildung, Landesausschuss für Berufsbildung, Berufsbildungsausschuss der zuständigen Stelle)
  4. 4a) Skizzieren Sie knapp die Schwellen beim Übergang vom Schulsystem zu Beschäftigungssystem
    b) Benennen Sie vier Ausprägungen von Chancenungleichheiten an der ersten Schwelle
    c) Benennen Sie zwei weitere Ausprägungen von Chancenungleichheiten die an der 2. Schwelle noch hinzukommen können
    1. Aa) 2 Schwellen: Übergang von Schule in Ausbildung und Übergang von Ausbildung in Erwerbstätigkeit
      b) Die Chancen der 1. Schwelle orientieren sich an Selektionskriterien wie: Region, Schulabschluss, Geschlecht, soz.Herkunft/Migration, konjunktureller und demographischer Situation (Generationsspezifische Ungleichheiten)
      c) Ungleichheiten werden bis zur 2. Schwelle verlängert bzw verstärkt und selten kompensiert. Chancenkriterien hier differenzieren sich in Ausbildungsberuf , Ausbildungsbetrieb und Ausbildungsregion
    2. Ba) 2 Schwellen: Übergang von Sek. 1 in Sek 2 und Übergang von Sek 2 in Ausbildung
      b) Die Chancen der 1. Schwelle orientieren sich an Selektionskriterien wie: Region, Geschlecht, soz.Herkunft/Migration, konjunktureller und demographischer Situation (Generationsspezifische Ungleichheiten)
      c) Ungleichheiten werden bis zur 2. Schwelle verlängert bzw verstärkt und selten kompensiert. Chancenkriterien hier differenzieren sich in Schulort und Schulart
  5. 5Erläutern Sie stichwortartig die wesentlichen Unterschiede zwischen den Merkmalen großbetrieblicher und kleinbetrieblicher Berufsausbildung und deren Bewertung im Hinblick auf die Qualität betrieblicher Ausbildung!
    1. AAusbildungen in Großbetrieben laufen häufig getrennt vom eigentlichen Betrieb ab in getrennten Ausbildungsabteilungen. Systematische Aufteilung und Lehrgänge orientiert an den Inhalten der Berufsschule, Einhaltung der gesetzlichen Ausbildungsvorschriften, Ausbildung wird häufig als hochwertig angesehen verglichen mit kleinbetrieblicher Ausbildung. Kritikpunkt: Verschulung der eigentlich betrieblichen Ausbildung, keine Anbindung an tatsächliche Produktionsabläufe. Forderung unter dem Stichwort "Dezentrales Lernen": Stärkere Verknüpfung betrieblichen Lernens und Arbeitens
      Ausbildung in Kleinbetrieben laufen häufig eng angebunden an den eigentlichen Produktionsprozess ab. Intensität abhängig von Auftragslage, häufig erledigen von Hilfsarbeiten, schlechte Orientierung an berufsschulischen Lehrinhalten, unsystematische Ausbildungsabläufe

    2. BAusbildungen in Großbetrieben laufen individuell begleitet eng an tatsächlichen Produktionsabläufen. . individuelle Aufteilung der Lehrinhalte orientiert an den Inhalten der Berufsschule, Einhaltung der gesetzlichen Ausbildungsvorschriften, Ausbildung wird häufig als hochwertig angesehen verglichen mit kleinbetrieblicher Ausbildung.
      Ausbildung in Kleinbetrieben laufen sehr systematisch ab, eng orientiert an berufsschulische Lehrinhalte. Intensität abhängig von Auftragslage,
  6. 6Welche Faktoren beeinflussen das betriebliche Angebot an Ausbildungsplätzen?
    1. ADas Angebot von Ausbildungsplätzen wird beeinflusst durch einzelbetriebliche Rentabilitätserwägungen. Das führt dazu das Betriebe mit kostenintensiven Ausbildungsplätzen diese beschränken auf den eigenen Bedarf an Fachkräften. Andere wiederum über den eigenen Bedarf hinaus Ausbildungsplätze anbieten
    2. BDas Angebot von Ausbildungsplätzen wird beeinflusst durch sozial-ökonomische Entwicklungen. Das führt dazu das Betriebe mit kostengünstigen Ausbildungsplätzen diese beschränken nach Auswahlkriterien : Geschlecht, Region, Migrationshintergrund
  7. 7Welche Lösungsansätze werden für den Ausweg aus der "Krise" des dualen Systems vorgeschlagen?
    1. AStabilisierung ( überbetriebliche Finanzierungsmodelle)
      Attraktivitätssteigerung ( z.B. verstärkte Durchlässigkeit von Ausbildung zu einem Studium
      betriebliche Arbeitsorganisationsmodelle die Organisationsprozesse im Ausbildungssystem vereinfachen
    2. BEvolation ( überbetriebliche Finanzierungsmodelle)
      Steigerung des Kontrollsystems zwischen den Bildungsübergängen
      betriebliche Arbeitsorganisationsmodelle die Organisationsprozesse im Ausbidlungssystem kontrollieren
  8. 8Kennzeichnen Sie kurz die wesentlichen Besonderheiten des dualen Berufsausbildungssystems im internationalen Vergleich
    1. ADas duale System ist weltweit einzigartig. Die gravierensten Unterschiede sind:
      Die Möglichkeit der Reproduktion des betriebsspezifischen Bedarfs an Fachkräften
      Fachkräfte besitzen einen arbeitsmarktbezogenen Tauschwert
    2. BDas duale System wird weltweit mehrfach kopiert
      Fachkräfte werden vor allem von lokalen Betrieben im Ausland eingekauft
      Fachkräfte besitzen einen gesellschaftlichen Status
  9. 9Welche Funktionen erfüllt der Berufsbildungsbericht?
    1. AEr gibt Auskunft über die Entwicklung der Nachfrage nach und des Angebots an betrieblichen Ausbildungsstellen und dient als Planungsgrundlage für die Weiterentwicklung der dualen Berufsausbildung. Zusätzlich informiert er über die Schwerpunkte der Berufsbildungspolitik der Bundesregierung
    2. BEr gibt Auskunft über die Entwicklung des Bildungssystems und dient als Planungsgrundlage für die Weiterentwicklung der Sek I und Sek II. Zusätzlich informiert er über die Schwerpunkte der Berufsbildungspolitik der Bundesregierung
  10. 10Welche Faktoren bestimmen im Wesentlichen die Ausbildungsplatznachfrage und welche das Ausbildungsplatzangebot?
    1. ADie zentralen Faktoren der Nachfrage sind die demografische Entwicklung und das mit den jeweiligen Ausbildungs- und Arbeitsmarktbedingungen korrespondierende Bildungsverhalten der Jugendlichen. Das betriebliche Ausbildungsstellenangebot ist vor allem abhängig von den betrieblichen Kosten und Erträgen einer Ausbildung und von der jeweiligen Konjunkturlage.
    2. BDie zentralen Faktoren der Nachfrage sind die geographische Entwicklung und das mit den jeweiligen Rahmenplan korrespondierende Bildungsverhalten der Jugendlichen. Das schulische Ausbildungsstellenangebot ist vor allem abhängig von den betrieblichen Kosten und Erträgen einer Ausbildung und von der jeweiligen Konjunkturlage.

Información

Descripción
SH 3+4
Idioma
Deutsch
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Creado el 27 may 2014 · actualizado el 13 ene 2017
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