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Fichas

FWi

Lolo Medina Theater-, Film-, Medienwissenschaft Alemán 176 fichas

Fichas del conjunto (176)

  1. 1Mise-en-imagealle auf Kamera bezogenen Inszenierungsmöglichkeiten
    deutschspr. Raum v. Karl Prümm als Abgrenzung zur Mise-en-scène
  2. 2Karl Prümm Aufsatz „Von der Mise en scène zur Mise en image. Plädoyer für einen Perspektivenwechsel in der Filmtheorie und Filmanalyse“Mise-en-image auf materielle d. Bilds dadurch Blick auf Dynamik d. Bildes, Bewegungen & Zusammenhänge über Mediengrenzen & ikonographischen Traditionen = neue Betrachtungsweise
    auf Bildfindung, Bildherstellung, das Gemachte, d. Techniken & Ordnungen d. Bildes erst gelernt werden
  3. 3Was ist das Materielle des Bilds?Technizität, Bildformen, Bildstrukturen, Bildsegmente, Differenzierungen d. Lichts, Farbstufungen & Farbkontraste
  4. 4Was ist Ikonographie?Beschreibung, Form- & Inhaltsdeutung v. Bildwerken
  5. 5Worauf richtet sich die neue Betrachtungsweise Mise-en-image, nach Karl Prümm?Auf Bildfindung, Bildherstellung, das Gemachte, die Techniken & Ordnungen d. Bildes
  6. 6Welche verschiedenen Einstellungsgrößen gibt es?Detailaufnahme, Großaufnahme, Nahaufnahme, Halbnahaufnahme, Amerikanische, Halbtotale, Totale, Panorama, Mischformen, Special
  7. 7Beschreiben Sie die Detailaufnahme genauer.(ganz groß)
    Teil des Gesichts, wie zB Augen o. Mund oder auch Gegenständen wie zB Münze
  8. 8Beschreiben Sie die Großaufnahme genauer.Zeigt nur Kopf einer Figur, Konzentration i.d.R. auf Mimik
    auch Gestik zB. Hitchcock Detailaufnahme d. Hände Anspannung einer Fig suggerieren (zB The Man Who Knew Too Much, USA 1956)
    ungarische Fimtheoretiker Béla Bálasz, Der sichtbare Mensch (1924)
    zentralen Stellenwert
    kognitionstheoretisch orientierte Filmwissenschaftler zB Carl Plantinga, Aufsatz "Die Szene der Empathie und das menschliche Gesicht im Film" unterstützt These Bálasz
  9. 9Wie heißt ein Film indem Hitchcocks seine bekannte Technik d. Großaufnahme von Händen um Anspannung zu suggerieren vorkommt?The Man Who Knew Too Much, USA, 1956
  10. 10Wer war Béla Bálasz?ungar. Dramatiker, Lyriker, Essayist, Drehbuchautor & Filmtheoretiker.
    Einer seiner wichtigsten filmtheoretischen Texte "Der sichtbare Mensch" (1924).
  11. 11Welche Aussage machte Béla Bálasz in seinem wichtigen Text "Der sichtbare Mensch" 1924?"Die Großaufnahmen sind das ureigenste Gebiet des Films."
    Seine Schriften noch am Anfang Filmtheorieschreibung, daher noch um eine Bestimmung der Spezifität der jungen Kunst bemüht
  12. 12Wer ist Carl Plantinga?kognitionstheoretisch orientierter Filmwissenschaftler
    wie andere auf Suche nach Erklärungen warum die Großaufnahme derartige Wirkungsmacht
    Aufsatz „Die Szene der Empathie und das menschliche Gesicht im Film“ bestimmt er Großaufnahme dramaturgisch, indem feststellt, gerade am Ende des Film größte Wirkungsmacht
    Er knüpft dabei an Erkenntnissen der Psychologie über zwischenmenschliche Interaktion an
  13. 13In welchem Film von Alfred Hitchcock kommen in der Aufzugsfrequenz alle Einstellungsgrößen, bis auf Panorama vor?North by Northwest, USA, 1959
  14. 14Beschreiben Sie die Nahaufnahme genauer.Kopf bis einschließlich Brust im Bild. Mimik & Gestik i.d.r. gut sichtbar
    Mimik im Vordergrund
  15. 15Beschreiben Sie die Halbnahaufnahme genauer.Fig von Kopf bis Hüfte gezeigt
    Mimik & Gestik so gut sichtbar
  16. 16Beschreiben Sie die Amerikanische genauer.Fig von Kopf bis ca Knie gezeigt
    Einstellungsgröße va im Western verwendet, da Revolver so noch im Bild
  17. 17Beschreiben Sie die Halbtotale genauer.Fig Kopf bis Fuß sichtbar
    Körperbetonte Aktionen gut dargestellt
  18. 18Beschreiben Sie die Totale genauer.Fig ihrer Umgebung untergeordnet
    häufig als Establishing-Shot verwendet
    (= auch Master-Shot: bietet Zuschauer Überblick über Szenerie)
  19. 19Beschreiben Sie die Einstellungsgröße Panorama genauer.(weit): Landschaftsaufnahmen, in denen Fig nur verschwindend klein sichtbar
  20. 20Was ist bei Einstellungsgrößen zu beachten?immer subjektiv d.h. beziehen sich auf bzw. gehen von einem Subjekt (Bezugspunkt) aus
    Dadurch einer Einstellung durchaus mehrer Einstellungsgrößen zuordnen
    zB Standbild Aufzug North by Northwest zeigt bsp Großaufnahme (bezogen auf Frau) Nahaufnahme (bezogen auf Mann)
    Auch sind Übergänge oft fließend
    Bestimmung der Einstellungsgröße damit doppelt subjektiv
    zB oft bei Halbtotale/Totale
  21. 21Beschreiben Sie die Einstellungsgröße Special genauer.auch Italienische
    im Grunde Detailaufnahme der Augen
    Begriff entstand durch relativ häufige Verwendung solcher Aufnahmen in Italo-Western
  22. 22Welche Teilbereiche fallen unter Mise-en-image?Einstellungsgrößen, Objektive, Kameraführung (Ästhetiken & Techniken), Kamerabewegung (Fahrt & Zoom), Kameraperspektiven, Zeitlupe, Zeitraffer
    weitere Gestaltungsmittel: schwarz-weiß/Farbe, grobkörnig/ hochauflösend
  23. 23Welche Objektive gibt es?Normal-, Weitwinkel- & Teleobjektiv
  24. 24Was wissen Sie über die Objektivsorte Normalobjektiv.kommen unserem natürlichen Sehen am nächsten
  25. 25Was wissen Sie über die Objektivsorte Weitwinkelobjektiv?kurze Brennweite, nehmen Licht aus breiteren Winkel auf, haben dementsprechend größeren Abbildungsradius
    Durch größeren Einfallswinkel kommt aber zu Verzerrungen der Linie, insbesondere am Rand d Bildes
    Fischauge, extrem kurzen Brennweite dieser Effekt besonders zum Tragen (entspricht etwa Sicht durch Türspion)
    Weitwinkelobjektive haben größeren Schärfenbereich
  26. 26Was wissen Sie über die Objektivsorte Teleobjektiv?lange Brennweite, Einfallswinkel für Licht wesentlich geringer
    Gegenstände erscheinen näher & Bild insgesamt flacher, da Tiefenschärfe geringer ausfällt
  27. 27Was sind Split-Focus Diopter?im Grunde Linsen mit 2 Brennweiten
    wovon eine Hälfte den Schärfenbereich auf Bildvordergrund legt und andere auf Bildhintergrund, um so Tiefenschärfe zu suggerieren
    Im Unterschied zu tiefenscharfen Bildern Übergänge bei Aufnahmen mit solchen Linsen aber nicht fließend
    Bild ist in 2 Schärfenbereiche unterteilt
    Zwischen diesen Bereichen entsteht eine Art Naht, bei genauem Hinsehen als Unschärfe erkennbar ist.
    Split-Diopter verstärkt in 1970er zum Einsatz
  28. 28Was sind die Grundbewegungsformen der Kamera?Schwenken, neigen & rollen
  29. 29Was = ein Kameraschwenk?häufigste Form der Grundbewegungen (horrizontal)
    zusammen mit Neigen auf diese Weise z.B. sich bewegendes Objekt verfolgt werden
    Auf die ZuschauerInnen wirken diese beiden Arten d Bewegung meist natürlich, da auch wir Blickrichtung durch schwenken & neigen des Kopfes verändern können
    folgt normalerw. einem Objekt meist einer Figur
  30. 30Beschreiben Sie den Kameraschwenk aus "Blow Out" von Brian De Palma, USA 1981.dreht sich mehrmals um 180°
    auch ungewöhnlich, weil nicht Objekt folgt (i.d.R. einer Fig) sondern den Raum zeigt & dabei Fig geradezu ignoriert, indem immer wieder an ihr vorbeischwenkt.
    Durch diese Abweichung von üblichen Gebrauch rückt Kameraführung in den Vordergrund d Wahrnehmung
    entwickelt eine Art Eigenleben & ordnet sich nicht mehr d Handlung unter
    Film verweist hier auf seine eigene Künstlichkeit
  31. 31Was = ein Kameraneigen?(vertikal) zusammen mit Schwenk auf diese Weise z.B. sich bewegendes Objekt verfolgt
    Auf ZuschauerInnen beiden Arten d Bewegung meist natürlich, da auch wir Blickrichtung durch schwenken & neigen d Kopfes verändern können
  32. 32Was = ein Kamerrollen?Kamera dreht sich
    nicht natürliche mensch. Bewegung
    aus diesem Grund Sequenzen, in denen Kamera rollt zunächst für Irritation & evozieren erhöhte Aufmerksamkeit der Zuschauer
  33. 33Was = eine Kamerafahrt?Bei Fahrt wird Kamera durch Raum bewegt
    Wagen (Dolly), Kameramann (Handkamera o Steadycam), Schauspieler (Snorricam), Kamerakran, Gefährten (Schiff, Fahrrad, Auto, etc.)
    Sonderform Kamerafahrt = Tracking Shot
  34. 34Was ist ein Traking Shot?= eine Kamerafahrt, die ein Objekt oder eine Figur verfolgt
    aus Englischen: to track
  35. 35Was ist bei Techniken der Kameraführung zu beachten?Ästhetik der Kameraarbeit & welche narrative Funktion erfüllt wird, unter anderem geprägt, wie Kamera befestigt o gehalten
    Unruhe d Handkamera so zB eingesetzt werden, zuvor ruhigen Szene vom Stativ gefilmt, plötzlich eine unheilvolle Stimmung entsteht
    wackelige Bild, das in gew. Ausmaß immer entsteht, wenn von Schulter gedreht wird, ohne dass unregelmäßigen Bewegungen d Körpers irgendwie ausgeglichen, kann so Stimmungswechsel wirkungsvoll unterstützen
  36. 36Was bedeutet Dircect Cinema und wann ist es entstanden?Tradition 1950er Jahre, mit Handkamera gefilmt, oft auch in Kombi mit grobkörnigem Filmmaterial um "nur aufzuzeichnen" ohne auf Geschehen Einfluss zu nehmen
  37. 37Was sind Vorteile des Filmens per Handykamera?sind in best narrativen Kontexten als dokumentarisch codiert
    & bewirken Eindruck von Unmittelbarkeit,
    Sinne von nicht-inszeniert,
    wie bei den Dogma-Filmen
  38. 38Was = ein Dolly?Kamerawagen, mit oder ohne Schienen eingesetzt wird
    existieren verschiedene techn. Umsetzungen mit jeweils 3 o 4 Rädern
    verschiedene Möglichkeiten, Kamera auf dem Dolly zu bewegen
    Eignung ohne Schienen auch auf nicht ganz ebenem Grund fahren etc.
  39. 39Was gibt es neben einem Dolly noch um eine Kamera zu befestigen?Kamerakran, Stativ, Kamerawagen, Steadycam, Snorricam
  40. 40Erkläre die Handkamera mittels Beispiel.für sog Dogma-Filme charakteristisches Stilmittel
    Reihe von skandinavischen Regisseuren, federführend: Lars von Trier & Thomas Vinterberg, schrieben das Manifest Dogma 95
    in Anlehnung an das Oberhausener Manifest au 1960er
    Im Manifest 10 Regeln für das Filmemachen
    Eine davon ausschließliche Verwendung von Handkamera.
    einer Szene aus "Das Fest" (Orig. Festen), D/S 1998 v Thomas Vinterberg schwenkt Kamera immer wieder zw Mann & Frau hin&her.
    Dabei Bewegung oft so schnell, dass extreme Bewegungsunschärfe erzeugt wird
    Wenn Schwenks so schnell ausgeführt, dass Konturen der Objekte verwischen, spricht man von Reißschwenks
  41. 41Was = ein Reißschwenk?Schwenks so schnell ausgeführt werden, dass Konturen der Objekte (meinst Fig) verwischen
  42. 42Was = eine Steadycam?Apparatur, an der Kamera befestigt & an Körper d Kameramanns festgeschnallt
    Aufgrund ausgeklügelten Verteilung von Gewichten & der Konstruktion d Metallgestänges ermöglicht Steadycam ruhige & extrem flexible Kameraführung
    ohne einen Handkamera-Effekt zu erzeugen.
    in 1970er entwickelt & auch vereinzelt in Filmen eingesetzt
  43. 43In welchem Kinofilm wurde das erste Mal eine Steadycam verwendet?Bound for Glory (USA 1976, Regie: Hal Ashby)
  44. 44Was ist das bekannteste Beispiel einer Steadycam im Film?The Shining (UK/USA 1980, Regie: Stanley Kubrick), Steadycam extensiv genutzt
    Zu bekanntesten Szenen im Zusammenhang mit Steadycam Fahrt Dannys mit Dreirad durch Hotelgänge & Flucht vor Vater durch Heckenlabyrinth
    Letztere durch die Enge der Labyrinthgänge, Unebenheit d Terrains & Dynamik d Verfolgung die spezifischen Eigenschaften bzw. Wirkung Steadycam besonders deutlich
    Gegensatz zu Handkamera Aufnahmen ruhig, Kamera scheint zu gleiten, während sie Danny verfolgt.
    Selbst wenn der Junge Haken schlägt, bleibt sie ihm immer sprichwörtlich dicht auf den Fersen.
  45. 45Nennen Sie ein weiteres Beispiel von Benutzung einer Steadycam.Eyes Wide Shut (UK/USA 1999, Regie: Stanley Kubrick)
    Kamera tanzendes Paar begleitet & tänzerische Bewegungen geradezu mitzuvollziehen scheint.
    derart geschmeidige Kameraführung anders nicht möglich
  46. 46Was = eine Snorricam?Kamera mit Apparatur am Körper d Schauspielers befestigt
    Dadurch bewegt sie sich mit dem Körper gleichmäßig mit
    Die Besonderheit darin, dass Abstand zwischen Kamera & Objekt immer exakt eingehalten wird & jede Bewegung des Körpers von der Kamera quasi nachvollzogen wird
  47. 47Was sind suggerierte Kamerabewegungen?Virtuelle Kamera, Bullet Time Shot, simulierte Fahrt mit Zoom-Objektiv, Vertigo-Effekt (o. Dolly-Zoom)
  48. 48Virtuelle Kamera anhand eines Beispiels.virtuelle Kamerafahrt, Möglichkeiten: Fahrt nach unten, neigen, wieder nach oben, schwenken, Fahrt vorwärts, Reißschwenk, Fahrt rückwärts & zur Seite
  49. 49Beispiel eines Bullet Time Shots.Variante der simulierten Fahrt
    dabei kommen sehr viele Kameras zum Einsatz, die alle verschiedene Bilder eines Objekts o Szene aufnehmen, aus denen dann ein Bewegtbild zusammengesetzt wird
    Populär wurde dieser Effekt durch den Film The Matrix (USA 1999, Regie: Lilly Wachowsky/Lana Wachowski).
  50. 50Simulierte Fahrt mit Zoom-Objektiv.(Gummilinse)
    Mit Zoom-Objektiven während Filmens Brennweiten verändert werden, bedeutet, dass von weitwinkligen Aufnahme, die großen Ausschnitt der präfilmischen Welt zeigt fließend zu einer Telebrennweite übergehen kann
    Der visuelle Abstand zu Objekten verändert sich dadurch & man könnte so eine Aufnahme auch als simulierte Fahrt bezeichnen, da sich Kamera physisch dabei nicht bewegt, gehört Zoom streng genommen nicht zu Kamerabewegungen.
    Im Grunde ändert sich nur visuelle Abstand der Objekte zueinander.
    Bei Teleobjektive werden Objekte visuell näher herangeholt. Dadurch verringert sich Tiefenschärfe & Objekte scheinen dichter hintereinander zu befinden. Weitwinkelbereich wird Tiefenschärfer größer, dadurch scheinen Objekte weiter voneinander weg
    simulierte Bewegung mit Zoom-Objektiv wirkt, vor allem wenn sie schnell ausgeführt oft sehr mechanisch
  51. 51Kombination-Fahrt (Vertigo-Effekt)(Vertigo-Effekt o Dolly-Zoom)
    genaue Abstimmung von Fahrt& Zoom ändert sich Abstand der Objekte zueinander, während Bildausschnitt gleich bleibt.
    Bsp fährt Kamera nach vorne & zoomt zurück (also in Weitwinkelbereich)
    Der Bildausschnitt verändert sich nur unwesentlich, während geradezu sturzartig Raum nach hinten zu strecken scheint.
  52. 52Unterschied Kamerafahrt/Zoom.beide Techniken ähnliches Endergebnis
    (Annähern oder Entfernen v Objekt)
    muss immer genau unterschieden werden!
    Unterschied durch Wirkung auf räuml. Verhältnisse d Bilds & wie Zuschauer Bild wahrnehmen & interpretieren
    Fahrt wirkt natürlicher da eigene Wahrnehmungsgewohnheiten imitiert (Auge kann nicht zoomen) - dadurch Fahrt vertrauter, zudem suggeriert Fahrt stärkeres Gefühl mit Objekt selben Raum zu teilen
    Perspektive d Zuschauers bei Zoom konstant - vermittelt Gefühl v Distanz & Fokussieren auf einen best. Bildausschnitt bzw Zoom rückwärts (aus Tele- in Weitwinkel) Blick wird wieder geöffnet
    Zoom = gut geeignet um Akzente zu setzen, da er ein Objekt stärker hervorhebt als Fahrt & rascher durchgeführt werden kann
  53. 53Was ist ein "rückwärts" Zoom?der Blick wird von Fokussieren auf einen Bildausschnitt wieder geöffnet, dies geschieht mittels Wechsel von Tele- auf Weitwinkelobjektiv
  54. 54Wann waren die ersten Aufnahmen eines Zooms + Bsp?1920er
    Bsp: us-am. Film "It" 1927, Regie: Clarence G. Badger.
    Bei imdb wird noch der berühmte österr.-us-amerikan. Regisseur Josef v. Sternberg als „uncredited“ aufgeführt. Sternberg ist u.a. durch Der blaue Engel (D 1930) mit Marlene Dietrich bekannt.)
  55. 55Weshalb kam der Zoom in Verruf + Bsp?Aus Kostengründen va in 1960er & 1970er häufig Zoom statt echten Fahrt
    Wodurch Zoom in Verruf geriet, weil er (in oft schlampig ausgeführten Form) als Charakteristikum von Low-Budget-Produktionen galt.
    besonders Genre d Martial Arts wurde (schlecht ausgeführte) Zoom zu prägenden Stilmittel
  56. 56Welche Kameraperspektiven gibt es?Normalsicht: Kamera befindet sich auf Augenhöhe der Figuren
    Untersicht (Extreme Untersicht auch Froschperspektive): Das Gezeigte von unten her aufgenommen
    Aufsicht Vogelperspektive: Kamera schaut von erhöhten Standpunkt auf Geschehen
  57. 57Was = eine Auf-/Untersicht?wenn sich die Kamera über der Augenhöhe der, als Bezugspunkt gesetzten, Figur befindet, die ZuseherInnen also durch den Blick der Kamera auf eine Figur(en) herab sehen. Dieser von der Normalsicht verschobene Blickwinkel kann, je nach Kontext, auf Zuseher verschiedene Wirkungen haben. z.B. ein Machtgefälle zwischen Beobachter (z.B. den RezipientInnen) und dem beobachteten Subjekt (z.B. dem Protagonisten) erzeugt werde, deshalb oft verwendet, um Figuren kleiner und schwächer wirken zu lassen. Hitchcock bspw. in einigen Filmen in ähnlicher Weise. Bei Szenen aus Filmen To Catch A Thief (USA 1955), Rear Window (USA 1954) & The Man Who Knew Too Much (USA 1956) Einstellungen alle entweder normal- oder leicht untersichtig gefillmt & nur an jeweils 1ner Stelle wird pointiert eine starke Aufsicht verwendet. entsteht durch plötzlichen Einsatz d. Kamerawinkels visuelle Unruhe, die die Figuren als bedroht erscheinen lässt - diese Einstellung funktioniert auf unterschwelliger Ebene als foreshadowings
  58. 58Weiteres über Aufsicht.immer sehr stark abhängig vom Kontext, muss immer mit untersucht werden, wenn Aufsicht in Analyse betrachtet. In Psycho (USA 1960, Regie: Alfred Hitchcock) verwendet H immer wieder Aufsichten, jedoch dort nicht Bedrohung für eine Fig zu suggerieren sondern um ZuschauerInnen zu täuschen & Geheimnis um Normans Mutter zu erhalten. In 2 Einstellungen wird das Treppenhaus in Normans Haus aus einer Vogelperspektive (also einer extremen Aufsicht) gezeigt. Bei der ersten scheint die Mutter aus ihrem Zimmer zu kommen, um den Privatdetektiv Arbogast zu erstechen. Bei der zweiten handelt es sich um eine lange Plansequenz. Kamera folgt zunächst Weg von Norman Bates, der Treppe hinaufgeht, dreht sich langsam nach oben, bis sie in derselben Vogelperspektive anhält, in der der Angriff auf Arbogst gezeigt wurde. Norman kommt Mutter auf dem Arm aus besagten Zimmer & trägt sie Treppe hinunter. scheinbare Widerspruch darin, dass ZuschauerInnen eigentlich guten Überblick über Handlung haben, die wesentlichen Informationen aber aufgrund des Blickwinkels nicht o zumindest nicht eindeutig erhalten
  59. 59Was = eine Untersicht?Psycho (USA 1960, Regie: Alfred Hitchcock) arbeitet in dieser Dialogszene mit verschiedenen Abstufungen von Untersicht. Die meiste Zeit über werden die beiden Figuren Marion und Norman leicht untresichtig gefilmt. Dann springt die Kamera an einer Stelle des Dialogs in eine stärkere Untersicht, wenn Norman Bates im Bild ist. Im Hintergrund kommen dadurch die ausgestopften Vögel an der Wand besser zur Geltung, die zusätzlich zu ihrer erhöhten Position noch Schatten an die Wand werfen. Eine Eule hat noch die Flügel weit ausgebreitet und scheint unheilvoll über Norman zu sitzen.
    Manche Regisseure nutzen leicht untersichtige Aufnahmen als durchgängige Inszenierungsweise. Yasujirô Ozus Filme sind stilistisch unter anderem durch nahezu durchgängige Untersicht geprägt.
  60. 60Ein Bsp für den unüblichen Einsatz v Unter- & Aufsicht.In der Szene aus C’era una volta il West (I/USA 1968, Regie: Sergio Leone) werden Unter– und Aufsicht zum Teil anders als üblich eingesetzt. Der Gequälte blickt hier auf seine Peiniger herab und die ZuschauerInnen vollziehen seine Perspektive durch Aufsichten nach. Häufig werden Untersichten verwendet, um die Überlegenheit einer Figur zu unterstreichen. Der sadistische Frank (Henry Fonda) wird durch die zum Teil extremen Aufsichten aber eher als klein und niederträchtig gezeigt. Der auf den Schultern des Jungen stehende Mann hingegen wird mit starker Untersicht gezeigt, was ihm zwar in seiner misslichen Lage nicht unbedingt Souveränität verleiht, ihm aber gepaart mit seiner kämpferischen Haltung (er scheint die Verbrecher zu beschimpfen) eine gewisse Würde lässt.
  61. 61Was = eine verkantete Kamera? + Beispiele.Verkantete Kamera: Die Kamera wird gekippt, wodurch die horizontalen und vertikalen Linien, die im Film normalerweise unserer alltäglichen Raumwahrnehmung entsprechen, schräg verlaufen.
    In The Fisher King (USA 1991, Regie: Terry Gilliam) arbeitet Terry Gilliam in einer Szene in vielen Einstellungen mit verkanteter Kamera, die die surreale Darstellung der Stadt New York unterstützt und für die ZuschauerInnen gleichzeitig die desolate psychische Verfassung der Protagonisten in ihr spürbar werden lässt.
    Im einem Ausschnitt aus Slumdog Millionaire (UK/F/USA, Regie: Danny Boyle) kann man sehr gut erkennen wie die verkantete Kamera verwendet wird, um visuell ein Gefühl bzw. eine Atmosphäre von Unsicherheit und Bedrohung zu suggerieren.
  62. 62Wodurch & weshalb wurde der Film zu einem "zeitbasierten Medium"?Mit Normierung d Aufnahme- und Projektionsgeschwindigkeit, durch die Entwicklung des Filmtons notwendig wurde Film endgültig zu zeitbasierten Medium.
    gezielte Manipulation d Bildfrequenzen bei Produktion, um spezielle Effekte zu erzeugen damit viel präziser möglich.
  63. 63In welchem ZUsammenhang spricht Chion über den Film "The wild Bunch"?Die Schießerei zu Beginn des Westerns The Wild Bunch (USA 1969, Regie: Sam Peckinpah) ist für ihre Inszenierung berühmt, für die insbesondere der Einsatz von Zeitlupe in Verbindung mit beschleunigter Montage und einem naturalistischen Sounddesign prägend ist. Michel Chion schreibt dazu: „Mit Aufkommen des Tonfilms verschwand diese Elastizität. Die
    Rückkehr der zeitlichen Elastizität in den Realismus geschah durch Action- oder Kampf-Szenen in Filmen von Sam Peckinpah. Mit anderen Worten: Zeitliche Elastizität wurde nicht in eine Bild-Ton-Beziehung eingeführt, welche ungefährer Natur oder asynchron ist, sondern sie erscheint im Gegenteil in Szenen, welche Synchronisationspunkte haben, in denen Schläge, Kollisionen und Explosionen als starke Referenzpunkte dienen können“10.
    Der Verfremdung der Bewegung durch die Zeitlupe hat Peckinpah also nicht den Ton angepasst, indem er ihn verzerrt hat, sondern im Grunde durch den naturalistischen Ton die Zeitlupe, wie Chion schreibt, in den Dienst einer naturalistischen Darstellung der Kampfhandlung gestellt.
  64. 64Nenne einen weiteren Film zum Thema Zeitlupe.In 300 (USA 2006, Regie: Zack Snyder) werden in einer Kampfszene Zeitlupen-Aufnahmen verwendet, die aber mit extrem schnellen Kamerafahrten kombiniert werden. Auf der visuellen Ebene entsteht damit der Widerspruch zwischen Zeitlupe auf der Ebene vor der Kamera und einer Art Zeitraffereffekt auf der Ebene der Kamerabewegung, wobei Zeitraffer hier technisch gesehen nicht der zutreffende Ausdruck ist, da es sich beim Zeitraffer um eine verlangsamte Aufnahme von Bildern pro Sekunde handelt, die dann beim Abspielen des Filmmaterials in Normalgeschwindigkeit eine beschleunigte Bewegung zeigt.
  65. 65Nenne ein Bsp von Zeitraffer im Film.Folgende Sequenz aus A Clockwork Orange (UK 1971, Regie: Stanley Kubrick) zeigt den Protagonisten Alex und zwei Frauen, die er in einem Zeitschriftenladen anspricht und mit nach Hause nimmt. Der Zeitraffer in Kombination mit der Musik macht den Sexualakt zu einem cartoonhaften Herumgezappel ohne jede Erotik.
  66. 66Was gibt es für Lichtstile im Film?Normalstil, Low-Key-Stil & High-Key-Stil
  67. 67Was = ein Normalstil?bedeutet eine gleichmäßige Ausleuchtung des Raums, in der Regel um einen naturalistische Ästhetik zu erzeugen.
  68. 68Was bedeutet Low-Key-Stil?Für den Low-key-Stil ist eine schwache Ausleuchtung charakteristisch, bei der oftmals mit Schatten und starken Hell-Dunkel-Kontrasten gearbeitet wird. Licht und Schatten haben hier oftmals einen stark dramtisierenden Effekt. Der deutsche expressionistische Film, der Film noir und der Horrorfilm sind Genres, bei denen Low-key-Ausleuchtungen zum stilistischen Standard gehören.
  69. 69Nennen Sie ein Bsp des Low-Key-Stil.In dem Horrorfilm Sinister (USA/UK 2012, Regie: Scott Derrickson) wird die Standarsituation, in der eine Figur ein dunkles Haus durchstreift, in dem seltsame Geräusche zu hören sind, immer wieder durchgespielt. Der low-key-Stil gehört zu dieser Standardsituation weil die ZuschauerIn wie der Protagonist dem Entzug der visuellen Kontrolle ausgesetzt werden. Solche Szenen mit den unvermeidlichen Jump-Scares gibt es in unzähligen Horrorfilmen (Das Besondere an nebenstehender Szene ist der gleichzeitige Einsatz von Zeitlupe und Normalgeschwindigkeit bei der Bewegung der Figuren.)
  70. 70Was ist der High-Key-Stil?High-Key-Stil: Beim High-Key-Stil prägt Helligkeit den Bildeindruck, wodurch meistens eine positive Grundstimmung erzeugt wird, aber auch eine sehr artifizielle Atmosphäre geschaffen werden kann. Komödien und Seifenopern sind Genres die sich oft einer High-Key-Ausleuchtung bedienen.
    Diese Szene aus dem Drama Gertrud ist eine Erinnerungssequenz, die durch die extreme helle Ausleuchtung markiert ist und gleichzeitig die Stimmung der sich erinnernden Frau während der Beziehung zu einem Mann visualisiert. Einerseits scheint die Frau fröhlich zu sein, weil sie summend den Raum durchstreift, um aufzuräumen, auf der anderen Seite erzeugt die extrem helle Ausleuchtung mit den Fenstern als weißen Lichtquellen eine artifizielle Atmosphäre, die die Figur von der Außenwelt symbolisch abzuschirmen scheint. Eine ambivalente Bedeutung der Lichtsetzung liegt nahe, müsste aber durch zusätzlichen analytischen Aufwand des narrativen Kontextes der Szene fundiert werden.
  71. 71Was = das Standardbeispiel für High-Key im Film?Das Standardbeispiel für High-key ist jedoch 2001: A Space Odyssey (UK/USA 1965-68, Regie: Stanley Kubrick). In der Schlussszene des Films befindet sich der Kosmonaut Bowman in einem Zimmer, in dem der Boden die Lichtquelle bildet und der Raum dadurch gleichmäßig ausgeleuchtet ist.
  72. 72Wer verwendet Fenster als weiße Flächen?Fenster, durch die gleißendes Licht strömt und sie dadurch wie weiße Flächen erscheinen zu lassen, ist ein typisches Stilmittel in Kubricks Clockwork Orange (UK 1971, Regie: Stanley Kubrick). Anders als in Gertrud (Den. 1964, Regie: Carl Theodor Dreyer) ist die Szene jedoch nicht high-key ausgeleuchtet. Auch in The Shining (UK 1980, Regie: Stanley Kubrick) wird diese Lichtästhetik verwendet. Ob Kubrick von Dreyers Film inspiriert wurde, muss hier offen bleiben.
  73. 73Welche Kategorien helfen um Lichtdramaturgie zu analysieren?Die Kategorien Qualität, Richtung, Quelle & Farbeönnen helfen, die Lichtdramaturgie zu analysieren, indem sie als eine Art Raster genutzt werden, um Lichtführung zu beschreiben.
    Die Einteilung lehnt sich an die von David Bordwell und Kristin Thompson beschriebenen Charakteristika an
  74. 74Was = Qualität d Lichts?Weiches (diffuses) und hartes (gerichtetes) Licht: Bei weichem Licht ist der Lichtaustrittswinkel größer und die Strahlungsintensität geringer. Konturen von Objekten oder Gesichtern werden schwächer, wohingegen hartes Licht durch Fokussierung entsteht und Oberflächenstrukturen deutlicher erkennbar werden lässt.
  75. 75Richtungen d Lichts im Film.Back lighting, Top lighting, Sidelight, Frontal lighting, Under lighting
  76. 76Welche Lichtquellen gibt es?Die Standardbeleuchtung besteht aus Key-Light, Fill-Light und Back-Light.
  77. 77Welche Lichtfarbe gibt es?In der Regel bewegt sich die Lichtgestaltung im Farbspektrum zwischen weiß und gelb.
  78. 78Was = Mise-en-scène?Die Mise-en-scène umfasst im Prinzip alles, was vor der Kamera geschieht, also Schauspiel (Gestik, Mimik), soziale Typisierung über die Kostüme und die Sprache sowie Kulissen (Architektur), Requisiten: Umgebung, in der sich die Figuren bewegen. Im Prinzip ist also nahezu jede Einstellung mehr oder weniger durch die mise-en-scène geprägt
  79. 79Nennen Sie ein Bsp v Mise-en-Scène.Szene aus Dreyers Gertrud (Den. 1964, Regie: Carl Theodor Dreyer):
    fällt zunächst d Langsamkeit der Inszenierung auf. Figuren bewegen sich langsam, daran angeglichen = der Montagerhythmus & die Kamerabewegungen. Die Langsamkeit verleiht Gang d Mannes zu Beginn d Szene etwas Schreitendes, neben dem Spiegel, zu dem er geht (schreitet), hängen links & rechts jeweils Kerzenleuchter, die er entzündet. Wand ist ansonsten kahl. Das Arrangement & d Geste des Mannes haben etwas Feierliches, fast als um eine Art Schrein handeln. Als dann die 2te Figur, Gertrud, auftritt, ist sie zunächst für ZuschauerInnen nur im Spiegel sichtbar. Dadurch ist d Figur gerahmt & ihr Spiegelbild befindet sich neben dem Mann, der mit ihr spricht. Sein Blick geht dementsprechend ins Off, wo die Frau vermutet werden kann. Die Frau erscheint also gerahmt im Schrein des Mannes - könnte man sagen. Die mise-en-scène symbolisiert seine Ehrerbietung gegenüber der Frau, die sie aber gleichzeitig einsperrt (Rahmung) und durch die Apotheose auf Distanz hält.
    Auch weiteren Verlauf Szene = Position d Schauspieler zu achten
  80. 80Was = Bildkomposition?Nach Bruce Block besitzt der Film verschiedene Möglichkeiten die Illusion eines dreidimensionalen Raums durch ein zweidimensionales Bild zu erzeugen1. Block nennt verschiedene Konventionen der Tiefenwahrnehmung durch die diese Illusion erzeugt wird, etwa relative Größe im Blickfeld, perspektivische Bildkonstruktion durch konvergierende Linien wie bei der Zentralperspektive, Kamerabewegung, etc.. Der Eindruck von Tiefe entsteht allerdings auch bei einer einfachen Überlappung von Flächen und Objekten generell. Die nebenstehende Abbildung von James Monaco2 veranschauicht sehr gut die verschiedenen Konventionen durch die unsere Tiefenwahrnehmung maßgeblich beeinflusst wird.Grundsätzlich können deshalb Bildkompositionen erst einmal daraufhin untersucht werden, wie der Bildraum insgesamt aufgbaut ist. Ist er in die Tiefe komponiert oder eher flächig? Gibt es Fluchtlinien, die in einem Fluchtpunkt zusammenlaufen und dadurch vielleicht den Blicke der ZuschauerInnen führen, oder gibt es mehrere Fluchtpunkte. Ist das Bild überhaupt zentralperspektivisch aufgebaut? Etc.
  81. 81Welche grobe Unterteilung der Bildkomposition kann mit der Typologie nach Bruce Block weiter ausdifferenziert werdenDeep space, flat space, limited space, ambiguous space
  82. 82Was = deep space?Als deep space definiert Block den extremste Fall der Schärfentiefe, d.h. Bildkompositionen in denen sich der Schärfenbereich über Vorder-, Mittel- und Hintergrund erstreckt. Das Paradebeispiel für solche Bildkompositionen ist nach wie vor Citizen Kane (USA 1941, Regie: Orson Welles). Der Schärfenbereich der Einstellung reicht dabei von den Eisskulpuren im Vordergrund bis ganz an das Ende des Tisches.
    Ausschnitt aus Citizen Kane zeigt neben extremen Schärfentiefe noch eine weitere Besonderheit filmischer Raumkonstruktion: Zu Beginn nähert sich die Kamera einer Fotografie hinter einer Fensterscheibe, bis diese den gesmaten Bildkader einnimmt. Dann nach einem kaum aber nicht unmerklichen Übergang beginnt das Bild sich zu bewegen, von links kommt Kane aus dem Off. Damit wird das flächige Foto in dieser Sequenz zum Ausgangspunkt zur Konstruktion bzw. Öffnung des filmische Raums. Dies verstärkt auch noch die Wirkung der extremen Tiefenschärfe mit der die Sequenz endet.
  83. 83Was = flat space?Ein anderer Begriff für diese Art der Bildkomposition ist planimetrische Raumkonstruktion. Die Raumkomposition ist eher flächig, d.h. mit einer schwach ausgeprägten Illusion von räumlicher Tiefe gestaltet. Der nebenstehende Ausschnitt aus The Shining (UK/USA 1980, Regie: Stanley Kubrick) verdeutlicht dies sehr gut: Der Hintergrund der beiden Figuren ist die ganze Szene über unscharf, so dass die perspektivischen Linien fast nicht mehr wahrnehmbar sind und die Figuren wie vor einer Fläche erscheinen. Dieser Effekt ist umso ausgeprägter, desto kleiner die Einstellungsgröße gewählt wurde. Bei der Figur des Mannes wechselt der Hintergrund. In manchen Einstellungen ist die Wand hinter ihm weiß, in manchen hängt eine farbige Tabelle oder Ähnliches an der Wand. Dadurch wird der Raum hinter ihm minimal präsenter.
  84. 84Übergang von flat space zu deep space.Ausschnitt aus The Shining (UK/USA 1980, Regie: Stanley Kubrick) der den Übergang von einem flat space in einen deep space zeigt, illustriert sehr gut wie dynamisch und auch unvermittelt die Konstruktion des Raumes sich verändern kann. Daneben fällt auf dass, durch das aufeinanderprallen verschiedener Raumformen, diese sich gegenseite beeinflussen: Durch den abrupten Wechsel wird die Tiefe des Ganges extrem hervorgehoben.
  85. 85Was = limited space?Hier werden aus tiefe und flache Raumkonstruktion miteinander kombiniert. Dabei müssen Fluchtlinien, die in der Regel eine starke Tiefendynamik erzeugen oder Bewegungen von Objekten in Richtung der Kamera und von der Kamera weg oder Kamerabewegungen vor und zurück vermieden werden. In der Beispielszene aus Vertigo trifft dies nicht ganz zu, weil sich in einer Einstellung die Frau, die der Protagonist Scotty von der Bar aus beobachtet auf ihn zubewegt, aber die Räume, die durch Wände getrennt sidn, haben die geliche tiefrote Tapete, was den Tiefeneindruck extrem abschwächt. Tiefe wird wiederum durch die relative Größe der Figuren im Blickfeld und die Staffelung der Figuren, die an den Tischen vor der beobachteten blonden Frau sitzen, erzeugt.
  86. 86Was = ambiguous space?Bei dieser Raumkonstruktion ist die Einschätzung der Größenverhältnisse der Objekte erschwert oder gar unmöglich, oder der Raum ist gar nicht identifizierbar.
    Bei einer Szene in The Shining (UK/USA, Regie: Stanley Kubrick) wird eine Vogelperspektive auf das Labyrinth vor dem Hitel als point-of-view-shot von Jack eingeleitet, der an einem Modell des Labyrinths in der Lobby des Overlook-Hotels steht und auf es hinunterschaut. Die Kamera zoomt langsam auf das Labyrinth, das aber durch die Vogelperspektive zunächst so klein und flächig (flat space) wirkt, dass es sich durchaus um das Modell handeln könnte. Recht schnell wird diese Wahrnehmung aber durch die Stimmen seiner Frau und seines Sohnes und zwei sich bewegende Punkte in der Mitte des Labyrinths irritiert. Die Irritation löst sich zu Gunsten des lebensgroßen Labyrinths auf, in dem sich Frau und Sohn befinden.
  87. 87Welche leitende Fragen für die Analyse v Bildkompositionen gibt es?Welche Objekte/Figuren befinden sich im Bildraum?
    Wie sind sie angeordnet? (Ist das Bild in die Tiefe komponiert oder eher flächig?)
    Wie ist die Blickführung gestaltet? Stichworte: Größe im Bildraum, Bewegungsdynamik der Objekte/Figuren und Kamerabewegung, Schärfenverlagerung, Akzente durch Lichtsetzung und/oder Farbdramaturgie
    Welchen Einfluss hat der Ton auf die Wahrnehmung des Bildes?
    Dabei muss auch immer die narrative Entwicklung der Figuren und Objekte der zu analysierenden Bildkompostition berücksichtigt werden!
  88. 88Was = eine Montage?Montage, auch Schnitt bezeichnet die Verbindung der einzelnen Einstellungen. Montage kann unter technischen als auch unter ästhetischen Gesichtspunkten betrachtet werden.
  89. 89Welche Montageästhetiken gibt es?Continuity System, Kollisionsmontage, Innere Montage, Schuss-Gegenschuss
  90. 90Was = Continuity System?(unsichtbarer Schnitt): Bei dieser Montage-Ästhetik, die den Regelfall darstellt, soll der Schnitt vom Zuschauer möglichst unbemerkt bleiben, d.h. sie sit so gestaltet, dass die Abfolge der Einstellung das Nachvollziehen der Handlung unterstützt und sich als Gestaltungsmittel nicht in den Vordergrund der Wahrnehmung drängt (eine entsprechende Montage-Theorie verfasste der Regisseur Wsewolod Pudowkin in den 20er Jahren).
  91. 91Was = Kollisionsmontage?Der Bruch beim Wechsel der Einstellungen tritt deutlich hervor und soll den Zuschauer verstärkt zur Bedeutungskonstruktion veranlassen (Sergej Eisenstein prägte den Begriff und entwickelte seine Montage-Theorie zeitgleich zu Pudowkin.). Diese Form des Montage bildet die Ausnahme.
  92. 92Was = innere Montage?Trotz des etwas irreführenden Namens bei Innere Montage rein technisch gesehen nicht um Montagetechnik, da bei ihr keine einzelnen Einstellungen aneinandergefügt werden. Vielmehr ist Innere Montage e spez Form d Bildkomposition, durch die Bedeutung und Dramatik auch ohne Schnitte erzeugt werden. Um dies zu erreichen greift die Innere Montage hauptsächlich auf eine sehr ausgefeilte Bildkomposition & planvolle Tiefenschärfe zurück. Die Montage wird damit in das Innere der Bildgestaltung miteinbezogen, wodurch eine geschlossene Einheit von Raum und Zeit entsteht. Damit wird einzelne Einstellung nicht nur technisch auch dramaturgisch d kleinste Einheit, da der (erweiterte) bildliche Inhalt einer Einstellung, bei der Inneren Montage, das zeigt was die Montage nur aneinanderreiht.
  93. 93Bsp einer inneren Montage.Als Beispiel für eine Innere Montage nennt André Bazin in seinem Werk „Die Entwicklung der kinematographischen Sprache“ Sequenz aus Citizen Kane (USA 1941, Regie: Orson Welles). In der Sequenz wird der Selbstmordversuch von Kanes Ehefrau entdeckt, die Einstellung nutzt eine extreme Schärfentiefe2, wodurch sie in drei Ebenen gegliedert werden kann: die Arzneiflasche im Vordergrund, die dahindämmernde Susan im Mittelteil und der in das Zimmer stürzende Kane im Hintergrund. Jede dieser Ebenen liefert den ZuseherInnen Informationen durch die er, ganz ohne Schnitt und Kamerabewegung, die „Geschichte“ zusammensetzten kann. Da der Blick bei der Inneren Montage weniger stark gelenkt wird fordert sie mehr Eigenleistung von den ZuschauerInnen, sie müssen selbst entscheiden wo die dramaturgisch relevanten Bereiche des Bildes liegen und wie diese zu kombinieren bzw. interpretieren sind.
  94. 94Was = Schuss/Gegenschuss?(Over-Shoulder-Shot, 180°-Prinzip): Zwischen den Einstellungen besteht eine Verbindung auf der Blickachse (Figur schaut in eine bestimmt Richtung, die folgende Einstellung zeigt, was sie sieht).
  95. 95Was = eine Prallelmontage?: Parallelmontage ist zunächst einmal ein allgemeiner technischer Begriff für das Ineinanderschneiden verschiedener Handlungsabläufe. Synonym dazu wird häufig auch der Begriff cross-cutting verwendet, der aber auch als eine spezifische Unterform der Parallelmontage verstanden wird (siehe weiter unten). Ein frühes Beispiel in der Filmgeschichte für Parallelmontage ist The Great Train Robbery (USA 1903. Regie: Edwin S. Porter), bei dem unter anderem die Geschehnisse in der Bahnstation und das Ankommen des Zuges ineinandergeschnitten werden. Der Film gilt außerdem als der erste Western und zeigt die Problematik der Genreabgrenzungen, da er ebenso Kriterien des Gangsterfilms erfüllt (siehe rechs).
    Des Weiteren etablierte der Regisseur David Wark Griffith die Parallelmontage als filmisches Gestaltungsmittel.
    Ob es sich tatsächlich um erste Parallelmontage im Film, den ersten Western & ersten Gangsterfilm handelt, sei dahingestellt. Auf jeden Fall ist The Great Train Robbery (USA 1903, Regie: Edwin S. Porter) eines der beliebtesten Beispiele, wenn um diese Themen in einscglägigen Lit geht
  96. 96Weiteres über die Parallelmontage.Oftmals ist bei Parallelmontagen aber ein zeitlicher Zusammenhang gegeben, eben dass sich die Handlungen parallel an verschiedenen Orten ereignen. Die Parallelmontage wird dann oft eingesetzt, um die Dramatik der in Zusammenhang stehenden Handlungen zu verschärfen. Eine Szene, die oftmals als Beispiel dient, ist die Parallelmontage aus Hitchcocks Strangers on a Train (USA 1951, Regie: Alfred Hitchcock). In einer Parallelmontage kann die Dramatik zusätzlich durch eine Stetigerung der Schnittfrequenz und damit einen rascheren Wechsel der Handlungsstränge gesteigert werden. Auch ist es möglich, dass sich die parallelen Handlungsstränge aufeinender zu bewegen um in einer gemeinsamen Sequenz zu kulminieren.
  97. 97Was = Cross-Cutting?Ineinanderschneiden v Handlungen, selben Handlungsort aber gew. räumliche Trennung, etwa 2 Unterhaltungen zeitgleich in selben Wohnung, nicht selben Zimmer. Bei dies Def bildet Cross-cutting e. Unterform Parallelmontage Bsp Silence of the Lambs (USA 1991, Regie: Jonathan Demme) verdeutlicht nicht nur Unterschied zw Cross-Cutting & Parallelmontage, zeigt auch wieso Unterscheidung beiden Montagetechniken sinnvoll. Im Filmbesp wird Zuseher ein Cross-Cutting suggeriert, indem 2 scheinbar zusammenge. Handlungsstränge vor & in Haus gezeigt Da Zuschauer durch Seherfahrungen darauf konditioniert, verknüpfen sie beide Handlungsstränge nicht nur zeitlich auch örtlich, d Totale des Hauses wird damit als Establishing-Shot interpretiert & 2te Handlungstrang gedanklich in Haus verortet. Diese (Fehl)Schlüsse werden jedoch nicht allein v Montage erzeugt auch v Handlungslogik gestützt, Ende Bsp herausstellt Unterstellung v räumlicher Kontinuität & Objektkonstanz Trugschluss wirkt Umschnitt auf Protagonistin im Türrahmen überraschend:sind (mikrostrukturellen) Form falsch Fährte aufgesessen->überdenken
  98. 98Was = eine Assoziationsmontage?Ineinanderschneiden verschiedener Handlungsabläufe, die sich nicht raum-zeitlich aufeinander beziehen. Eine Verknüpfung kann hier z.B. durch eine ähnliche Bewegung, die Ähnlichkeit von Objekten und/oder auf der Ebene der Bedeutung entstehen. Die Assoziationsmontage ist damit streng genommen eine spezifische Unterform der Parallelmontage. Das Konzept wurde von dem russischen Regisseur und Filmtheoretiker Sergej M. Eisenstein das erste Mal und am prominentesten formuliert und umgesetzt. Die Szene, die in diesem Zusammenahng immer genannt wird ist die Niederschlagung des Arbeiteraufstands durch die Kosaken in Parallelmontage montiert mit der Schlachtung eines Stiers in einem Schlachthaus in seinem Film Streik (Orig. Stachka, siehe rechts).
  99. 99Was = Match-Cut?Beim Match-Cut wird der Eindruck einer kontinuierlichen Bewegung über zwei oder mehr Einstellungen erzeugt, die in der Regel mit großen Raum-Zeitsprüngen verbunden werden. Die „Träger“ der Bewegung (Objekte oder Figuren) können, müssen dabei aber nicht dieselben sein, weisen in der Regel aber zumindest eine ähnliche Form auf.
  100. 100Weitere Formen d Montage.Jump Cut, harte Schnitte
  101. 101Was = Jump Cut?Bei einer durchgehenden Handlung werden Teile herausgeschnitten, wobei aber keine Ellipsen sondern Sprünge entstehen.
    Weiteres Beispiel: Gegen die Wand (D ?, Regie: Fatih Akin)
  102. 102Was sind harte Schnitte?Ein harter Schnitt erfüllt die Funktion einer filmischen Interpunktion, z.B. einer Zäsur. Er setzt die Einstellungen voneinander ab. Unter einem harten Schnitt wird aber auch ein einfacher Einstellungswechsel verstanden.
  103. 103Welche Möglichkeiten d Einstellungswechsel gibt es?Weiche Schnitte: Ab- und Aufblende, Überblendung (mit Doppelbelichtung), Wischblende, Irisblende, etc.
    Alle Möglichkeiten des Einstellungswechsels hier aufzulisten, würde zu weit führen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit konzentriert sich die Darstellung hier auf die gebräuchlisten Sonderformen.
  104. 104Was = eine Wischblende?In dieser Szene aus Dr. Jekyll and Mr. Hyde (USA 1931, Regie: Rouben Mamoulian) setzt im Prinzip eine Wischblende zum Einstellungswechsel an, die in der Mitte stoppt und das Bild zerteilt, so dass für eine Weile zwei Einstellungen gleichzeitig sichtbar werden. Die Besonderheit ist hier, dass die Wischblende einem Scheibenwischer vergleichbar erfolgt und das Bild in zwei Dreiecke anstatt in zwei Kader teilt.
  105. 105Sonderform Split-Screen Verfahren.Beim Split-Screen-Verfahren wird der Bildkader in mehrere Kader unterteilt. Diese Unterteilung kann durch deutlich erkennbare Linien angezeigt werden, Bilder können sich aber auch überlappen. Ein Verfahren, das von der Bildästhetik dem Split-Screen-Verfahren gleichen kann, ist der sogenannte Split-Diopter, ein spezielles Objektiv, mit dem Objekte im Bildvordergrund und im Bildhintergrund scharf aufgenommen werden können, während der Raum dazwischen unscharf bleibt. Dieses Gestaltungsmittel wird etwa in Blow Out (USA 1981, Regie: Brian De Palma) verwendet.
  106. 106Allgemeines zum Filmton.Unterschieden wird beim Filmton in der Regel zwischen Geräuschen, Dialogen, Musik und Atmo.
  107. 107Was ist Onscreen/Offscreen?Als onscreen werden Klangquellen bezeichnet, die im Bild sichtbar sind. Klangquellen, die nicht sichtbar sind, werden dementsprechend als offscreen klassifiziert.
  108. 108Was = „Diegetic“ und „nondiegetic sound“?Als „diegetic“ werden die Klänge bezeichnet, die Teil der Erzählung sind und als „nondiegetic“ die, welche nicht dem erzählten Raum zugehören. Eine dramaturgische Funktion erfüllen selbstverständlich beide, womit sie auch zur Erzählung gehören.
  109. 109Was = Vorder-, Mittel- und Hintergrundton?Der Filmton lässt sich im Prinzip wie das Bild in verschiedene Ebene unterteilen. Man stelle sich eine Situation in einem Restaurant vor, in dem sich zwei Personen unterhalten. Ihre Unterhaltung ist deutlich zu hören (Vordergrund). Im Hintergrund spielt Musik. Das Stimmengewirr der anderen Gäste könnte lauter als die Musik, aber auch deutlich leiser als die Unterhaltung sein und bildet somit den Mittelgru
  110. 110Durch was wurde Film zu einer "Zeitkunst"Durch Entwicklung d Tonspur
  111. 111Was = chronographisch?Ton verzeitlicht das Bild - kann also als chronographisch bezeichnet werden - Michel Chion "Audio-Vision. Ton und Bild im Kino." 2012
  112. 112Was = zentrale Aussage von Michel Chion?Es gibt keine Tonspur, im dem Sinne, dass die Tonspur ohne das Bild keine zwingende Einheit bilden, die dem Bildstreifen generell gegenüber steht. Chion benutzt den Begriff der Tonspur nur als techn. Begriff.
  113. 113Was ist Atmo?Geräusche im Film
  114. 114Was = Schall?Schall besteht aus mechanischen Schwingungen, die sich in einem Trägermedium (Luft, Flüssigkeit, fester Stoff) ausbreiten. In der Regel bedeutet Schall Luftdruckveränderung. Schallereignissen eignen 3 Eigenschaften: 1) Lautstärke, 2) Tonhöhe 3) Klangfarbe (Timbre)
  115. 115Welche 3 Arbeitsschritte müssen vom auditorischen System geleistet werden, damit wir etwas hören?1) Schallstimulus muss zu den Rezeptoren transportiert werden
    2) Umwandlung von Druckänderungen in techn. Signale
    3) Verarbeitung d Signale, dass die Tonhöhe, Lautstärke, Klangfarbe & die Position d Klangursache wahrgenommen wird ("Was- & Wo-Ströme")
  116. 116In welche 3 Abschnitte wird das Ohr unterteilt?1) Äußeres Ohr: Ohrmuschel, Gehörgang
    2) Mittelohr: Gehörknöchelchen: Hammer, Ambos, Steigbügel & Mittelohrmuskeln (kontrahieren als Schutzfunktion)
    3) Innenohr: Cochlea
  117. 117Was = Synesthesie?Täuschung v Sinneseindrücken (man sieht etwas & meint etwas zu hören)
  118. 118Unterschiede & Gemeinsamkeiten v Hören & Sehen.Sehsinn: liefert Beweise
    Hörsinn: stellt Vermutungen an
    versch. Meinungen über Wichtigkeit versch. Sinne, Helen Keller taub & blind - Blindheit isoliert von Dingen, Taubheit v Menschen
    Chion - Hörsinn & Sehsinn beinflussen sich gegenseitig, relativiert Meinung später: Unterschiede bei Zurücklegung d Nervenbahnen im Gehirn, aber Ähnlichkeiten bei Verarbeitung v Sinneseindrücken
  119. 119Was bedeutet das ZUsammenspiel v Bild & Ton beim Film?"In Analogie zur visuellen Objektwahrnehmung wurde die räumlich-zeitliche Analyse der akustischen Außenwelt als auditory scene analysis (Bregman, 1990) bezeichnet
  120. 120Welche 3 Gestaltgesetze beschreibt Horst-Peter Hesse als die wichtigsten?(nach Max Wertheimer)
    1) Gesetze d Ähnlichkeit
    2) Gesetze d Nähe
    3) Gesetze d guten Fortsetzung
  121. 121Michel Chion zum Verständnis v Bild & Ton.Die Präsenz eines Bildes teilt sie [die Tonspur] auf und ordnet sie zu (audio-visuell). Die Beziehungen Sinn-Kontrast/Übereinstimmung-Gegensätzlichkeit, welche Dialoge, Geräusche und musikalischen Elemente unter sich haben können, sind mit dem Bild konfrontiert viel schwächer und proportional zu visuellen oder narrativen Element (das gleichzeitig im Bild sichtbar ist) unterhält, fast nicht existent. Darüber hinaus entsteht der audio-visuelle Effekt in Übereinstimmung mit einer Logik der Verleugnung und Illusion: Diesen erzeugt insbesondere der Valeur ajoutée.
  122. 122Was = Valeur ajoutée?der Mehrwert“:„Mit ‚Valeur ajoutée‘ bezeichne ich den expressiven und informativen Wert, der das gegebene Bild mit einem Klang soweit bereichert, dass es in einem ersten, einprägsamen Eindruck glauben macht, diese Information oder dieser Eindruck des Gesehenen wäre natürlich und plausibel in den Bildern vorhanden. Das kann sogar soweit gehen, dass ein äußerst unwirklicher Eindruck entsteht, in dem der unnütz wird und er den Sinn nur verdoppelt, obwohl er tatsächlich etwas hinzufügt.“(Michel Chion, Audio-Vision. Ton und Bild im Kino, 2012 [1991], S. 17)
  123. 123Weiteres zu Valeur ajoutée.Der Valeur ajoutée ist ein sensorieller, informativer, semantischer, narrativer, struktureller oder expressiver Wert, der uns dazu bringt, einen in einer Szene hörbaren Ton auf das Bild zu projizieren, was in diesem einen Eindruck entstehen lässt, den wir in Wirklichkeit „audio-visionieren“. Dieser häufig auftretende Effekt bleibt im Allgemeinen unbewusst für diejenigen, die ihn einfach so hinnehmen.“Muss nicht auf eine Klangquelle in der Diegese verweisen. Filmmusik wäre demnach das einfachste Beispiel; interessanter sind aber Töne, die eher unbewusst wirken, etwa ein anschwellender Herzton in einer auf suspense ausgerichteten Szene.
  124. 124Was bedeutet das Wort Audio-Vision o. audiovisionieren nach Michel Chion?Chion benutzt deshalb auch das Wort „Audio-Vison“ bzw. „audiovisionieren“, um die Bedeutungsproduktion durch das Zusammenwirken von Bild und Ton auszudrücken.(Michel Chion, Audio-Vision. Ton und Bild im Kino, 2012 [1991], S. 173)
  125. 125Beispiel für den Valeur ajoutée nach Chion(S. 173):Das Schweigen (S 1963, Regie: Ingmar Bergmann)
    Musik in Les yeux sans visage(F/I 1960, Georges Franju, Musik: Maurice Jarrehe Texas Chain Saw Massacre (USA 1974, Tobe Hooper)
  126. 1263 Aspekte d Verzeitlichung durch den Ton nach Chion.Die zeitliche Animation des Bildes: Zeitwahrnehmung im Bild wird durch den Klang [...] beeinflusst.“•„Die zeitliche Linearisierung von Aufnahmen.“•„Vektorisierung: Die Dramatisierung einer Aufnahme bringt diese in eine Zukunft, ein Ziel und in die Erzeugung eines Gefühls von Unmittelbarkeit und Erwartung.“
  127. 127Was = Voco- und Verbo-Zentrismus des Films?Filmton ist in der Regel stimmen- und damit sprachzentriert.Die Stimme wird von uns, vermutlich aufgrund ihrer strukturierten Äußerungen, in den Vordergrund unserer Wahrnehmung gerückt.
  128. 128Beispiel für die Gegenseitigkeit des Valeur ajoutées.(Chion S. 29):Les yeux sans visage (F/I 1960, Regie: Georges Franju)
  129. 129Was 0 Synchèse?Synchrèse (ein Wort, welches ich durch die Kombination von Synchronizität und Synthese g e s c h m i e d e t h a b e ) i s t d i e s p o n t a n e u n d unwiderstehliche Verbindung, welche durch ein gleichzeitig erscheinendes, teilweise auditives Phänomen und ein zum anderen Teil visuelles Phänomen gebildet wird. Diese Verbindung entsteht unabhängig von jeglicher rationalen Logik.“
  130. 130Was = ein Synchronisationspunkt?Ein Synchronisationspunkt oder Synch-Point ist ein wichtiger Moment in einer audio-visuellen Sequenz, in dem ein Klangereignis und ein Bildereignis synchron aufeinandertreffen; ein Punkt, an dem der Effekt der Synchrèse für sich genommen akzentuiert wird, vergleichbar mit einem herausragenden Akkord in der Musik
  131. 131weitere Formen von Synchronisationspunkten:-Der vermiedene (trügerische) Synchronisationspunkt-Der Schlag („Was wir hören ist das, wofür wir keine Zeit zum Sehen hatten.“; Chion S. 57)-Akzentuierte Synch-Points und zeitliche Elastizität(Michel Chion, Audio-Vision. Ton und Bild im Kino, 2012 [1991], S. 56ff)
  132. 132Beispiel: „Der Schlag“The Texas Chain Saw Massacre (USA 1974, Tobe Hooper)
  133. 133Beispiel: Akzentuierte (trügerische) Synch-Points und zeitliche Elastizität (Chion, S. 57)Bring me the Head of Alfredo Garcia (USA 1974,Regie: Sam Peckinpah)
    „Raging Bull“ (USA 1969, Martin Scorsese)
    The Silence of the Lambs“(USA 1991, Jonathan Demme)
  134. 134Zur Analyse des Sounds nach Chion(vgl. Michel Chion, Audio-Vision. Ton und Bild im Kino, 2012 [1991], S. 152, 195)-wichtige Synchronisationspunkte auffinden-„Vergleich“ von Ton und Bild: etwa Geschwindigkeit, Substanz (überladener Ton – leeres Bild, umgekehrt, etc.), Beziehung der einzelnen Tonelemente zu Einzelheiten des Bildes, etwa Stimmen zu den Figuren, etc.Leitende Fragen:Was sehe ich von dem, was ich höre?Was höre ich von dem, was ich sehe?Chion empfiehlt hier die „Abdeckmethode“:Spielen Sie Ton und Bild jeweils einzeln ab und dann wieder zusammen.(Michel Chion, Audio-Vision. Ton und Bild im Kino, 2012 [1991], S. 56ff)
  135. 135Valeur ajoutèe, Synchronisationspunkt und SynchrèseSynchrèse ist das Prinzip, durch das der valeur ajoutée hervorgebracht wird.Als Synchronisationpunkt wiederum wird das Aufeinandertreffen eines Klang- und eines visuellen Ereignisses bezeichnet und dadurch die Synchrèse hervorbringt.
  136. 136Beeinflussung der Wahrnehmung von Bewegung und Geschwindigkeit durch den Klang„Das Hören setzt – im Gegensatz zum bloßen sehen – sofort Bewegung voraus.“„Grundsätzlich analysiert, verarbeitet und synthetisiert das Ohr schneller als das Auge.“„Weitergehend muss man die Formulierung, Hören verlaufe ‚zeitlich kontinuierlich‘ korrigieren. Das Ohr hört vielmehr in kurzen Scheibchen; und was es wahrnimmt und an was es sich erinnert wird immer durch kurze Synthesen von zwei oder drei Sekunden des Klangs zusammengefügt, welche zusammen eine globale Gestalt formen.
    Die schnelle visuelle Bewegung wird keine erkennbare Figur formen, ihre Linie wird kein klar wiedererkennbares Bild im Gedächtnis hinterlassen. In gleicher Dauer wird es die Klanglinie schaffen eine klare und definierte Form zu umreißen, einzigartig, wiedererkennbar, unterscheidbar von anderen. [...]In einem ersten Kontakt mit einer audio-visuellen Nachricht wird das Auge mehr räumlich, das Ohr mehr zeitlich gefordert
  137. 137Die drei Hör-Modi nach Chion-Kausales Hören-Semantisches Hören-Reduziertes HörenDie drei Hör-Modi überlagern sich in der Regel.(Michel Chion, Audio-Vision. Ton und Bild im Kino, 2012 [1991], S. 32ff)
  138. 138Was = kausales Hören?Das kausale Hören bezieht sich auf die Ursache, also die Klangquelle(n) des akustischen Ereignisses.Individuell: etwa die Stimme einer Person oder der Klang eines ObjektsKategorie: mechanisch, menschlich, tierisch
    Hinweis: Klangereignisse haben oft mehrere Ursachen
  139. 139Was = Semantisches Hören?Semantisches Hören bezieht sich auf einen Code, wie Sprache oder das Morsen.(Michel Chion, Audio-Vision. Ton und Bild im Kino, 2012 [1991], S. 34ff)
  140. 140Was = Reduziertes Hören?Chion übernimmt den Begriff des reduzierten Hörens von Pierre Schaeffer. Reduziertes Hören meint, dass v o n d e r U r s a c h e u n d j e g l i c h e r Bedeutungszuschreibung absieht und sich ganz auf den Klang als solchen richtet.(Michel Chion, Audio-Vision. Ton und Bild im Kino, 2012 [1991], S. 34ff)
  141. 141Was = Empathische Musik?empathische Musik: Empathische Musik unterstützt die Emotionalität der Szene. Kulturelle Codes spielen dabei eine wichtige Rolle.
  142. 142Was = anempathische Musik?Szenen mit anempathsicher Musik "funktionieren dann gerade dadurch, dass sie vor einen 'teilnahmslosen" Hintergrund gesetzt wurden
  143. 143Weder empathische noch anempathische Musik:„[...], welche entweder eine abstrakte Bedeutung oder eine simple Präsenzfunktion haben, eine Bedeutung als Signal: ohne Wert, ohne spezifische emotionale Resonanz.“ (Michel Chion, Audio-Vision. Ton und Bild im Kino, 2012 [1991], S. 19ff)
  144. 144Grob unterteilt Chion die ästhetischen Möglichkeiten, den Sound und die Bilder zu organisieren in zwei Kategorien:interne Logik
    externe Logik
    (vgl. Michel Chion, Audio-Vision. Ton und Bild im Kino, 2012 [1991], S. 46ff, 179)
  145. 145Was = interne Logik?Als interne Logik bezeichne ich einen audio-visuellen Fluss, eine Art der Verbindung von Bildern und Tönen, die einen flexiblen, organischen Prozess entstehen lassen, welcher der Entwicklung, Variation und dem Wachstum folgt, das aus de rnarrativen Situation und den daraus inspirierten Gefühlen erwächst. Dies interne Logik bevorzugt eine kontinuierliche, fortschreitende Modifikation des Klangflusses und nutzt plötzliche Brüche nur dann, wenn die Story das verlangt.
  146. 146Was = externe Logik?Als externe Logik (des Materials) wiederum möchte ich das bezeichnen, was Effekte und Unterbrechungen (etwa Brüche und Eingriffe außerhalb des gezeigten Inhalts) bewirken, etwa eine Montage, welche die Kontinuität des Bildes oder des Tons stört, z.B. Brüche, Unterbrechungen, plötzliche Tempowechsel usw.“
  147. 147Konsistenz eines SoundtracksC h i o n u n t e r s c h e i d e t z w e i e x t r e m e F o r m e n d e r Anordnungen der Klangelemente Geräusche, Dialoge, Musik:-„Tonpudding“-klar voneinander getrennte Klangelemente
  148. 148Was sind Erzählinstanzen?nach Markus Kuhn: Fokalisierung, Okularisierung und Aurikularisierung1: Diese Begriffe beziehen sich auf das „Wissen bzw. die Relation des Wissens zwischen Erzählinstanz und Figur
  149. 149Herkunft des Begriffs FokalisierungDer Begriff ist der Literaturtheorie des französischen Literaturwissenschaftlers Gerard Genette entnommen und für die Filmnarratologie fruchtbar gemacht geworden
  150. 150NullfokalisierungVisuelle Erzählinstanz zeigt mehr als eine Figur weiß
  151. 151Interne FokalisierungVisuelle Erzählinstanz zeigt in etwa so viel wie eine Figur weiß
  152. 152Externe FokalisierungVisuelle Erzählinstanz zeigt weniger als eine Figur weiß
  153. 153Nullokularisierung:was die visuelle Erzählinstanz zeigt, ist an keine Figur gebunden
  154. 154interne Okularisierung:visuelle Erzählinstanz zeigt in etwa, was die Figur wahrnimmt
  155. 155externe Okularisierung:Figur nimmt wahr, was die visuelle Erzählinstanz nicht zeigt
  156. 156Nullaurikularisierung:Ton kann nicht der Wahrnehmung einer Figur zugeordnet werden
  157. 157interne Aurikularisierung:Ton kann der auditiven Wahrnehmung einer Figur zugeordnet werden
  158. 158externe Aurikularisierung:Markierung, dass eine Figur etwas hört, das den ZuschauerInnen nicht präsentiert wird
  159. 159Kombinationen der Begriffe sind möglichetwa kann ein over-the-shoulder-shot als interne Fokalisierung bei Nullokularisierung eingeordnet werden
  160. 160subjektive Kamera, Ich-Erzähler (auch Point-of-View-Shot)Die Kamera nimmt die Position einer Figur ein. Die Subjektivität der visuellen Darstellung kann noch über den Kommentar eines Erzählers verstärkt werden
  161. 161Position der identifikatorischen NäheDie Kamera bleibt nahe an einer Figur, wie z.B. bei einem Over-Shoulder-Shot
  162. 162Narrative StrukturFabula, Syuzhet und Style
  163. 163Fabula (Story)die Geschichte, die erzählt wird, ohne dass das, was erzählt wird, auch gezeigt werden muss
  164. 164Syuzhet (Plot)tatsächliche Repräsentation der Fabula im Film & „Architektur“ d Erzählung = was wird wie lange & in welcher Reihenfolge gezeigt
  165. 165Style:Gestaltungselemente d Films z.B. Kamerabewegungen, Lichtsetzung, Formen des Schnitts
    Begriff umfasst tech Elemente, während Syuzhet dramaturgische Komponenten meint
  166. 166weitere Stichpunkte d narrativen Strukturnarrativisieren (Hartmann), diegetisieren (Hartmann), diegetische Teilschichten (Wulff)
  167. 167AnalyseBei dAnalyse filmästhetischen Materials handelt es sich um eine Übersetzungsleistung. Sie versuchen, was Sie sehen & hören in Sprache zu fassen. Analyse (Griech: Auflösung) zunächst nichts anderes, als ein Objekt in seine Bestandteile zerlegen. Analyse/Beschreibung Frage nach „Was sehe und höre ich?“. Die Herausforderung darin, Informationsfülle d filmästhetischen Materials Herr zu werden & sich bewusst zu werden, was Sie, M Chion gesagt, „audiovisionieren“ Begriff verdeutlicht Zusammenhang zw Ton & Bild. Bedenken immer, dass meinen manche Dinge im Bild wahrzunehmen, obwohl diese nur durch Ton suggeriert & umgekehrt
    Analytische Asp. umfassen Struktur, Form & Stil d Films: Einstellungsgrößen, Lichtsetzung, Requisiten/Kostüme sehen, Sounddesign/Filmmusik, welche Einstellungswechsel, Dialoge, Schauspieltechnik etc, aufgrund Informationsdichte selektiv vorgehen, beinhaltet auch beschreibenden Aspekt, was geschieht - nicht nur Nennung d Techniken - auch kurze Inhaltsangabe
  168. 168FilmanalyseAnalyse + Interpretation
  169. 169InterpretationDie Interpretation antwortet im Grunde auf die Frage nach dem „Warum“. Allerdings nicht in erster Linie auf die Handlung und die Dramaturgie bezogen, obwohl diese Aspekte auch eine Rolle spielen. Hauptsächlich geht es um die zugrundeliegenden Bedeutungen.
    kann die Interpretation zwei Bedeutungsebenen haben: a) Sie kann auf der Ebene der Story auf den weiteren Verlauf des Films verweisen. b) Sie sollte aber immer über die Story hinausgehen und Thesen zur ästhetischen Erfahrung beinhalten, die der Film zu konstituieren versucht.
  170. 170Erklären Sie den Zusammenhang von Story & Plot in der Filmnarration?Die Story (Fabula) meint die Geschichte, die erzählt wird, ohne, dass das was erzählt wird auch gezeigt werden muss und der Plot (Syuzhet) meint die tatsächliche Repräsentation der Fabula im Film und auch die "Filmarchitektur" also wie lange und in welcher Reihenfolge etwas gezeigt wird.
  171. 171Wie unterscheiden sich Kamerafahrt und Kameraschwenk? Wie werden sie im Film eingesetzt?Kamerafahrt bedeutet, dass die Kamera durch den Raum bewegt wird. Dies kann durch einen Wagen (Dolly), einem Kamerakran, den Kameramann (Steadycam o. Handkamera) oder dem Schauspieler (Snorricam) geschehen sowie natürlich durch die Befestigung an ein Auto, Fahrrad, Schiff oder anderes Gefährt. Die Fahrt wird oft als Tracking Shot eingesetzt. Dabei wird ein Objekt oder eine Figur verfolgt. Der Kameraschwenk wird ebenfalls oft eingesetzt um ein Objekt oder eine Figur zu verfolgen, jedoch eher in im Raum bzw auf kürzere Distanz, da sich die Kamera anders als bei der Fahrt lediglich in eine Richtung (zur Seite schwenkt), jedoch steht sie meist auf einem Stativ und bewegt sich daher nicht als Ganzes mit. Der Schwenk zählt zu den Grundbewegungsformen der Kamera, die Fahrt ist aufwendiger, da Spezialequipment benötigt wird.
  172. 172Was = Diegese?Begriff aus der Erzählthearie, lenkt d Aufmerksamkeit auf den Schverhalt ob etwas innerhalb oder außerhalb einer erzählten Welt zu verorten ist. Eine Stimme aus dem Off zB ist nicht-diegetisch, alles was in einem Film gesehen wird ist diegetisch.
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  173. 173Welche Einstellungsgröße eignet sich gut um einen Überblick des Situativen zu bekommen?Es kommt auf den Kontext an. Um den besten Überblick der Szenerie zu bekommen eignet sich die Totale (auch Establish- oder Master-Shot genannt) am besten, da sie die Figuren in ihrer Umgebung zeigt.
    Wenn es sich um eine köperbetonte Aktion handelt, die im Fokus steht ist die Halbtotale (von Kopf bis Fuß) vorzuziehen. Falls die Emotionen der Figur im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen sollen wären Halbnahaufnahme (Mimik & Gestik) oder Nahaufnahme (Mimik) die Mittel der Wahl.
  174. 174Was = eine Plansequenz?ist eine Sequenz innerhalb eines Films, die nur aus einer einzigen, meist vergleichsweise langen Einstellung besteht und eine abgeschlossene Handlung ohne Schnitte zeigt
  175. 1753 Funktionen v Filmmusik?1) als Ausdrucksmittel psychischer Erlebnisse
    2) als Unterstreichung von Bewegung
    3) als Repräsentation des dargestellten Raumes
  176. 176Welche Möglichkeiten der Raum- & Zeitmanipulation besitzt der Film? Erörtern Sie anhand von Bsp das Zusammenspiel einzelner filmischer Verfahren der Raum- und Zeitmanipulation. (5)Durch Slow-motion, Zeitraffer und Zeitsprünge kann der Film die Zeit bzw die wahrgenommene Zeit beeinflussen. Der Ton spielt hierbei auch eine wichtige Rolle. Passt man ihn zB dem Zeitraffer oder der Slow-motion an werden diese Effekte verstärkt. Benutzt man bei Zeitsprüngen oder Rückblenden (unterschiedliche) Musik werden diese ebenfalls hervorgehoben.
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Karteikarten auf Filmwissenschaft, erstellt von Lolo Medina auf 01.12.2017.
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Lolo Medina
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